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[Film] Interstellar - neuer Film von Christopher Nolan
Feuersänger:
Würde ich den Film verteidigen wollen, würde ich sagen: vielleicht hat sich ja nur der Sprachgebrauch gewandelt, und man versteht unter "Bauer" sowas wie "Agraringenieur" und unter "Ingenieur" sowas wie "Raumfahrtingenieur". Aber naja. Es ist wohl tatsächlich doch wahrscheinlich eher so, wie Pyromancer sagt.
Und bitte lass doch dieses "Star Wars" Nullargument -- Star Wars ist keine SF, sondern ein Märchen, bzw neudeutsch Space Opera. Star Wars behauptet NIE NIE NIE, auch nur im Ansatz irgendwie realistisch zu sein. Und wenn mich nicht alles täuscht, haben wir das auch in diesem Thread schon auf den ersten Seiten durchgekaut. (Oder es war ein anderer Thread. Kommt ja immer wieder auf.)
Ich mag Star Wars immer noch ganz gern, alle drei Teile, idealerweise in der nicht verhunzten Originalfassung. Aber ich habe Star Wars nicht mehr mit Science Fiction verwechselt, seit ich so ungefähr 11 war.
Auch meine Haltung zu SF-Filmen habe ich in diesem Thread schon dargelegt. Kurzfassung: ich hab's aufgegeben.
scrandy:
--- Zitat von: Flawless am 10.12.2014 | 14:26 ---Man könnte die gleiche Geschichte im Rahmen eines reinrassigen Fantasy-Spektakels neu verfilmen, der Plot wäre immer noch furchtbare Grütze.
--- Ende Zitat ---
Das Problem ist, dass solche Aussagen wenig wert haben. Es sind subjektive Einschätzungen. Ich könnte jetzt sagen: "Nein der Film ist aber doch toll." Und wir wären dann wieder beim Anfang. Was willst du mir mit "furchtbare Grütze" überhaupt sagen. Wenn du das Ende meinst, dann ist das schlicht Geschmackssache, weil man dazu Mystery mögen muss. Die Ausgangssituation fand ich durch die verschiedenen Aspekte (Drone, Schule, Farm, Staub usw.) wunderbar gezeichnet. Die Charaktere haben alle eine Funktion und sind nicht einfach nur Helden und die spannenden Szenen sind auch nicht abgedroschen. Also was meinst du tatsächlich?
Feuersänger:
Die Widersprüche und Logiklücken?
scrandy:
--- Zitat von: Feuersänger am 10.12.2014 | 14:29 ---Und bitte lass doch dieses "Star Wars" Nullargument -- Star Wars ist keine SF, sondern ein Märchen, bzw neudeutsch Space Opera.
--- Ende Zitat ---
Das gilt allerdings nicht nur für Star Wars sondern auch für Star Trek, Battlestar, Stargate usw.
Das kann man nicht einfach alles in die Fantasy Ecke schieben und sagen ich rede hier aber über was anderes.
--- Zitat ---Auch meine Haltung zu SF-Filmen habe ich in diesem Thread schon dargelegt. Kurzfassung: ich hab's aufgegeben.
--- Ende Zitat ---
Genau! Und genau deswegen finde ich äußerungen wie "Was für ein Scheiß" auch problematisch, weil du deine Messlatte sehr sehr hoch anlegst. So hoch, dass es aktuelle Filme nicht erfüllen können. Das du diesen Anspruch hast, ist ja dein gutes Recht und ich sympatisiere durchaus auch damit und würde mir selbst auch hin und wieder diesen Anspruch in Filmen wünschen. Die Sache ist nur die, dass es Leute, die den Kontext deiner Ansprüche nicht kennen, diese Aussage als absolutes Statement wahrnehmen. Die Leute, die den Film gut fanden, überwiegen ja. Ich hab nur den Eindruck sie trauen sich fast schon nichts mehr zu sagen, weil hier auf der Gegenseite mit solchen Statements über alles weggebügelt wird.
Grey:
--- Zitat von: Feuersänger am 10.12.2014 | 14:36 ---Die Widersprüche und Logiklücken?
--- Ende Zitat ---
... die weder scrandy noch mich beim Genießen des Films gestört haben.
Ehrlich gesagt ist im Moment mein Eindruck: Der Film hat bei einigen Leuten Saiten zum Schwingen gebracht, bei anderen nicht. Und letztere begründen jetzt "rational", warum der Film "objektiv schlecht" ist, während erstere sich auf den Standpunkt zurückziehen: "Bei einem guten Film sehe ich über Fehler und Unstimmigkeiten hinweg."
Sprich: Wir können uns noch 1000 Beiträge lang hier im Kreis drehen und logische Argumente wälzen, kontern, aushebeln und diskutieren, es wird nichts daran ändern, daß der Film einigen Leuten gefallen hat und anderen nicht.
Warum also geht diese Diskussion überhaupt weiter? Will die "Contra-Interstellar"-Fraktion aus uns "Pro-Interstellaros" das Eingeständnis rausholen, daß der Film eben doch Scheiße war? Das wird genausowenig funktionieren wie wir euch überzeugen können, dem Film noch mal eine Chance zu geben.
Also schließe ich mich scrandys Frage an: Worum geht es hier in der Diskussion überhaupt? Was soll hier erreicht werden?
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