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[Film] Interstellar - neuer Film von Christopher Nolan
FlawlessFlo:
Re Butterfly Effect:
Hier ist doch det Grossteil des Films dazu da, zu zeigen, was der Protagonist kann und warum es letztenendes ihm nicht möglich ist, alles mit seiner Fähigkeit ins Lot zu bringen. Und das ist die Handlung des Films.
Und wenn man dies auf Interstellaren über trägt dann bleibt nichts mehr. Denn das hiesse ja dann, dass die Versuche der Menschen sich selbst zu retten zum Scheitern verurteilt sind. Denn das ist ja was gezeigt wird aber frucht- und bedeutungslos bleibt (Planet Miller uns Planet Mann, Plan A und B). Wie dann die Menschen aber selbst zu Göttern werden können und sich selbst rückwirkend aus der fernen Zukunft retten können bleibt wohl für immer ein Geheimnis von Nolan.
Aber ja, das schlimmste ist die absurde Methode mit Tesserakt usw. der 5-D-Menschen...
Feuersänger:
Ein paar Dinge:
1. Es gibt sehr wohl Hard SF Filme. Das Paradebeispiel ist sicherlich 2001. Klar, wird nach hinten raus auch Mystery, aber das bahnt sich ja doch von Anfang an an. Aber vom Tech-Aspekt ist der Film vorbildlich. Ist aber auch ne Weile her dass ich den zuletzt gesehen habe, also will ich nicht ganz ausschließen, dass ich ihn nostalgisch verkläre.
(Von Eulis Liste hingegen kann ich vieles nicht unterschreiben; z.B. Apollo 13 [ich nehme an, du meintest diese Hausnummer; 18 kenn ich nicht] und Gravity sind mal wieder so Fälle: nur weil Raumschiffe vorkommen, ist es noch nicht gleich SF.)
2. Und es ist auch nicht so, dass ein Raumschiff-Film zwingend Hard SF sein muss, dass ich ihn gut finden kann. Aber Hard SF würde es dem Filmemacher halt sehr erleichtern, das zu erreichen, worauf es mir wirklich ankommt: dass er _logisch_ ist und sich nicht selbst ad absurdum führt. Indem z.B. eine Technologie gezeigt wird, mit der man den Plot viel früher, einfacher und billiger hätte auflösen können.
3. Nebenbei hasse ich grundsätzlich Dei Ex Machina. Da kann ich ebenfalls Flawless voll verstehen, dass ihn das ankotzt. Ich hasse es generell, wenn 95% des Films sich als Zeitverschwendung herausstellen. Das gilt auch nicht nur für Dei Ex Machina, sondern z.B. auch für solche Horrorfilme, bei denen am Ende _alle_ draufgegangen sind. Und richtig übel ist es, wenn auch noch der DXM selber unlogisch ist.
Samael:
Eulenspiegel, jede Menge Filme aus deiner Liste werden klassischerweise zur "Soft SF" gezählt, da nicht technische Entwicklungen, sondern gesellschaftliche im Mittelpunkt stehen (1984, Fahrenheit 451). Endzeitfilme ohne jegliche technische Neuerungen sind auch drauf (Die Wolke, Postman). Apollo 13 + Gravity: was Feuersänger sagt. "Feuersänger'sche Hard SF" plus Space - da bleibt so gut wie nichts übrig.
EDIT: "Soft SF" bedeutet NICHT, dass sich nicht an naturwissenschaftliche und technische Plausibilität gehalten wird. "Soft SF" ist SF getrieben von gesellschaftlichen und kulturellen Extrapolationen, nicht technischen. Zwischen Hard und Soft SF gibt es einen breiten Überschneidungsbereich, fast immer spielen beide Aspekte - unterschiedlich gewichtet - eine Rolle.
Waldviech:
--- Zitat ---Endzeitfilme ohne jegliche technische Neuerungen sind auch drauf (Die Wolke, Postman).
--- Ende Zitat ---
Genau genommen fällt "Die Wolke" nicht einmal unter "Endzeitfilm", da es "nur" um eine Kraftwerkskatastrophe im Tchernobyl-Stil geht und keineswegs die Welt untergeht. Von daher ist es eigentlich ein Katastrophenfilm ganz ohne SF.
Edit:
Apollo 18 ist der hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Apollo_18_%28Film%29
Von der Technologie her eher "historischer Film" als "Sci-Fi", was die Mondwesen angeht, weiß ich nicht ob ich da von Hard-SF würde sprechen wollen.....
Samael:
--- Zitat von: YY am 29.12.2014 | 16:40 ---Der Film verwendet zu Beginn viel Arbeit darauf, Cooper als waschechten Ingenieur, als rationalen und praxisnahen Denker darzustellen und auch ansonsten diese diffuse NASA-"Wir stürzen uns ins große Abenteuer - nachdem wir alles genau durchgerechnet haben!"-Atmosphäre aufzubauen, die unsere zeitgenössische Raumfahrt so prägt.
Da ist "Wir sind ja nur kurz unten, was soll schon schief gehen?" einfach ein Riesenbruch, insbesondere nachdem der Film uns gar nicht so lang vorher explizit noch mal Murphy´s Law um die Ohren gehauen hat.
--- Ende Zitat ---
Hierzu sei noch angemerkt, dass Cooper gegen den ersten Planeten war. Die anderen haben ihn überstimmt und er hat dann den Plan entworfen zumindest den Aufenthalt zu minimieren.
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