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[Film] Interstellar - neuer Film von Christopher Nolan
Grey:
Naja, ich konnte Interstellar sehr gut genießen, weil ich den Film nicht als realistische Zukunftsvision betrachtet habe, sondern als symbolisches Gleichnis auf den Zustand des SF-Genres; und als solches finde ich ihn brillant.
YY:
--- Zitat von: First Orko am 9.01.2019 | 09:25 ---Vielleicht hole ich mir auch nochmal The Science of Interstellar und versuche herauszufinden, warum Forenphysiker die physikalischen Hintergründe besser beurteilen können, als ein renomierter theoretischer Physiker
--- Ende Zitat ---
Dazu hat Pyromancer hier doch schon mal was geschrieben.
Es ist ja ganz entschieden nicht so, dass man den kompletten Film in enger Zusammenarbeit mit Mr. Thorne geschrieben, sondern ihn vielmehr zwischendurch mal gefragt hat, ob das Gezeigte (AFAIK nur in Bezug auf die Schwarzen Löcher) völlig unmöglich ist und beim folgenden "Nein, nicht völlig unmöglich" ist man losgerannt und hat geschrien, dass der Film von einem führenden Physiker abgesegnet ist und höchsten wissenschaftlichen Ansprüchen genügt.
Es geht nicht darum, dass irgendein dahergelaufener Forist mehr weiß oder kann als ein Kip Thorne, wenn der "losgelassen" wird. Es geht um den Grad seiner Mitarbeit und den Umgang damit; letzterer war nämlich eine schlichte Werbelüge und sonst nichts.
--- Zitat von: 6 am 9.01.2019 | 10:12 ---Ich denke dass da viel mit dem eigenen (gefühlten?) Wissenstand zu tun und in wie weit man diesen Wissenstand ausblenden kann.
--- Ende Zitat ---
Und auf der anderen Seite, wie weit einem die Autoren dabei entgegen kommen.
Oft genug sagt der Fachmann: Ja, für einen Film (wo das ggf. noch nicht mal Schwerpunkt ist) kann man das so machen, auch wenn es genau genommen so nicht stimmt.
Problematisch wird es da, wo die Autoren ganz offensichtlich kein bisschen Ahnung von der Sache haben und Plotelemente auf der falschen Darstellung aufbauen. Oder - ähnlich, aber nicht ganz das Selbe - wenn der Film von einer korrekten Darstellung auch plotseitig und dramaturgisch profitieren würde.
So was fuchst mich enorm.
--- Zitat von: Grey am 9.01.2019 | 10:42 ---Naja, ich konnte Interstellar sehr gut genießen, weil ich den Film nicht als realistische Zukunftsvision betrachtet habe, sondern als symbolisches Gleichnis auf den Zustand des SF-Genres; und als solches finde ich ihn brillant.
--- Ende Zitat ---
Hervorragende Darstellung eines rundum bedauernswerten Zustandes - toll und deprimierend zugleich ;D
Sashael:
--- Zitat von: Grey am 9.01.2019 | 10:42 ---Naja, ich konnte Interstellar sehr gut genießen, weil ich den Film nicht als realistische Zukunftsvision betrachtet habe, sondern als symbolisches Gleichnis auf den Zustand des SF-Genres; und als solches finde ich ihn brillant.
--- Ende Zitat ---
Okay, das ist aber schon sehr Meta, oder? ;D
Hewisa (gone for good):
--- Zitat von: Sashael am 8.01.2019 | 13:33 ---Ich hab sogar Angriff der Killertomaten in voller Länge gesehen
--- Ende Zitat ---
Der ist ja auch großartig.
Fast noch besser finde ich ja *Rückkehr* der Killertomaten (u.a. mit dem jungen George Clooney), aber der war zumindest vor ein paar Jahren komischerweise deutlich schwerer aufzutreiben als Teil 1. Müsste ich mal wieder versuchen.
Arldwulf:
Das Hauptproblem mit Interstellar ist, dass die Grundstory "die Erde ist unbewohnbar, darum reisen wir zu Planeten rund um ein schwarzes Loch den wir aber nicht kennen" vollkommen sinnlos ist. Im Detail sind dann immer noch genug andere Probleme da - aber selbst auf der ganz großen Ebene gibt es dort halt keine Glaubwürdigkeit.
Ein Film mit der Grundprämisse "Brandenburg ist zu kalt, also ziehen wir nach Antarktika" ist würde man wohl auch irgendwie als unlogisch bezeichnen.
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