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[Film] Interstellar - neuer Film von Christopher Nolan
Edler Baldur:
Für Hard-SF, hier ein brandheißer Tip, läuft aber leider nur noch heute
http://rosetta.esa.int/
;)
Arldwulf:
Mal zu Interstellar:
Wie wird die Verwüstung der Erde überhaupt erklärt, und warum ist es "günstiger" hinter einem Wurmloch nach neuen Welten zu suchen als einfach die Atmosphäre wieder zu reinigen?
Ich kenn nur die Trailer und Kurzzusammenfassungen, doch der Aufhänger "die Welt ist bald unbewohnbar" kommt mir ziemlich konstruiert vor, wenn dann die Lösung "wir gehen auf eine neue Welt" ist.
YY:
--- Zitat von: Arldwulf am 12.11.2014 | 14:14 ---Wie wird die Verwüstung der Erde überhaupt erklärt, und warum ist es "günstiger" hinter einem Wurmloch nach neuen Welten zu suchen als einfach die Atmosphäre wieder zu reinigen?
--- Ende Zitat ---
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Eine resistente Seuche (genauer: Mehltau, also diverse Pilze) befällt nach und nach alle Nutzpflanzen; dazu kommt wüsterlicher Klimawandel mit Staubstürmen usw..
In einer Szene sieht man ein winziges NASA-Labor, wo daran geforscht wird, was freilich gar keinen Sinn ergibt. Aber man fühlte sich wohl verpflichtet, dem Zuschauer hier was Greifbares zu zeigen.
Dass geforscht und versucht wird, ist also in jedem Fall etabliert.
Nur hat es bislang nichts gebracht und der Film konzentriert sich auf den im Vergleich ziemlich weit hergeholten Versuch, mit dem Wurmloch etwas Brauchbares anzufangen.
Ohne die Bedrohung der Erde würde der Film nicht in gleicher Weise funktionieren, und es wird schon mehrfach angesprochen, dass man nicht die gesamte Weltbevölkerung durch das Wurmloch wird fliegen können.
Es mag nicht so beabsichtigt gewesen sein, aber ich hatte im Kino zumindest an einer Stelle das Gefühl, dass die Astronauten das Thema unter sich nicht offen ansprechen wollten, weil jedem klar war, dass eine komplette Evakuierung nicht mal ansatzweise möglich ist.
Bad Horse:
--- Zitat von: Feuersänger am 12.11.2014 | 01:33 ---Ich nehme an, du meintest "aus"?
--- Ende Zitat ---
Nein, eben nicht. Ich habe kein Problem, mein Gehirn auszuschalten und irgendwelchen Unsinn zu akzeptieren - ich meine, ich fand Hänsel und Gretel großartig. Das ist totaler Humbug, aber großartiger Humbug.
Bei Nolan klingt aber immer so ein "intellektueller Anspruch" mit durch, so ein "ich bin ein Film für intelligente, kritische Menschen". Die nehmen sich in der Hinsicht super-ernst, und dann kommt irgendwelcher Kram, den ich nicht ernst nehmen kann, weil die Dinge so einfach nicht funktionieren.
Entweder der Film will ernst genommen werden, dann muss er auch funktionieren, oder er kommt mit einem Augenzwinkern daher, dann sind mir Ungereimtheiten relativ egal.
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken): Tu es dir nicht an. Das hat mit mittelalterlichem Mindset nicht sehr viel zu tun (oh, eine Königin, die mit einem Schmied durchbrennt... alles klar), und wenn du die Vorgeschichte vor dem 3. Kreuzzug kennst, dann wirst du dir aufgrund des verschenkten dramatischen Potentials hin und wieder an den Kopf greifen. Ging mir zumindest so. :P
YY:
--- Zitat von: Bad Horse am 12.11.2014 | 17:49 ---Bei Nolan klingt aber immer so ein "intellektueller Anspruch" mit durch, so ein "ich bin ein Film für intelligente, kritische Menschen".
--- Ende Zitat ---
Wird das nicht eher von außen aufgedrückt?
Grad Memento und Prestige sind hauptsächlich anstrengende Filme - die schaut man nicht nebenher, da muss man sich auf den Arsch pflanzen und durchgehend aufmerksam hingucken.
Aber z.B. die Batman-Reihe kam mir jetzt nicht so vor, als würde da ein besonderer intellektueller Anspruch bestehen.
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