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Brainstorming: "Modernes" SF-Setting

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blut_und_glas:

--- Zitat von: Quaint am 16.08.2014 | 17:08 ---inklusive einer optimalen Entwicklung ihres biologischen Potentials, also sind Menschen z.B. größer, athletischer und intelligenter als heute, viele Krankheiten usw. durch DNA Bereinigung und die Einflüsse der Naniten verschwunden

--- Ende Zitat ---

Also wie seit je die eugenische Übermenschenvision.

Sehr "modern".

Wie wäre es einmal damit ein "aktuelles" Thema wie beispielsweise Inklusion aufzugreifen anstatt wieder per "Bereinigung" die "sub-optimalen" Elemente der menschlichen Gemeinschaft auszumerzen?
Aber ich sehe natürlich ein, dass wir dann ja  viel weniger geiles Spielzeug hätten, was im Vergleich zu Gesellschaftsveränderungen/-entwürfen natürlich vorgeht.

Genau da liegt der Hase bei der Kombination aus "Transhumanismus" und "Rollenspiel(ern)" immer wieder im Pfeffer. Ich glaube ich bin dann mal lieber weg. Viel Erfolg.

mfG
jdw

Text:
Eine Idee die ich mal hatte, für ein post-humanes Setting:

Die Menschen haben zu ihrer Hochzeit eine Vielzahl von technischen und biologischen Lebensformen erschaffen (KIs, upgeliftete Tiere, komplett künstlich gen-Engineerte Lebensformen, Menschen-Varianten, etc.). Allen diesen Lebensformen haben ihre Schöpfer einen instinktiven Drang einprogrammiert, Menschen gefallen und dienen zu wollen.

Nun sind die Menschen schon seit tausenden Jahren verschwunden. Manche sagen sie seien ausgestorben. Aber ihre Schöpfung ist immer noch da - und diese versucht mit verschiedenen Methoden in einer Welt ohne Menschen einen Sinn in ihrem Leben zu finden.

Es gibt quasi-religiöse Kulte, riesige hierarchische Organisationen, die daran glauben dass irgendwo an der Spitze ein einzelner überlebender Mensch existiert, dem sie alle dienen und zuarbeiten. Freilich hat die seit Jahrhunderten niemand gesehen - aber man glaubt trotzdem an ihre Existenz.

Waldviech:

--- Zitat ---Wie wäre es einmal damit ein "aktuelles" Thema wie beispielsweise Inklusion aufzugreifen anstatt wieder per "Bereinigung" die "sub-optimalen" Elemente der menschlichen Gemeinschaft auszumerzen?
--- Ende Zitat ---
Ein transhumanes Setting würd ich mir im Idealfall schon ziemlich "inklusiv" vorstellen. Oder zumindest könnte es das im Falle einer positiven Utopie zumindest sein. Da der hohe Technologiestand eine unglaubliche Vielzahl an Handicaps ausgleichen könnte (welche Nachteile hätte ein Querschnittsgelähmter, wenn man seine Behinderung dank hoch entwickelter Medizin genauso leicht beheben könnte, wie man heutzutage eine Warze vereist oder einen Zahn überkront?), könnte man einer vollständigen gesellschaftlichen Teilhabe aller schon ziemlich nahe kommen, zumal man ja auch noch solche Dinge wie Cyberdemokratien u.ä. mit einbauen kann. Das Ergebnis wäre (man hat theoretisch einen Haufen Halbgötter) wäre bei der Herangehensweise ja auch gegeben - und ich sehe nicht, dass das weniger geiles Spielzeug bedeuten würde...

Eulenspiegel:

--- Zitat von: Rumspielstilziel am 16.08.2014 | 16:41 ---Wer mit der Über-Intelligenz zu tun hat, muss dabei immer auf der Hut sein, um nicht selbst von ihr aufgesogen zu werden und zu transzendieren.
--- Ende Zitat ---
Hier könnte ich mir vorstellen, dass es einen Kult gibt, dessen Ziel es ist, selber zu transzendieren.

Dieser Kult ist naturgemäß sehr klein, da die ganzen Anhänger ja früher oder später selber die Transzendenz erreichen und aufgesogen werden. (Das heißt, selber wenn der Kult mal starken Zulauf hat und anwächst, wird der Kult nach ein paar Jahren wieder zusammengschrumpft sein.) Es bleiben nur ein paar "Lehrmeister" zurück, die sich selber vielleicht noch nicht bereit zur Transzendenz sehen und andere Leute für die Transzenz werben wollen.
Vielleicht gibt es auch ein paar Geschäftemacher, die Transzendenz für doof halten, aber andere Leute zum Kult-Beitritt überreden, um deren Habseligkeiten zu erben.


--- Zitat ---Interessant fände ich auch noch irgendeine Lebensform aus einem anderen Sonnensystem, die sich evtl. in unserem Sonnensystem angesiedelt hat und nun entweder mit den Menschen und ihren Abkömmlingen konkurriert, eine Symbiose mit ihnen eingegangen ist oder beides ...
--- Ende Zitat ---
Hierzu würde mir spontan einfallen:
[*]Kristalline Wesen, die ein Uneingeweihter für eine Art Computer hält. Evtl. werden sich auch fälschlicherweise mit KIs verwechselt.
[*]Eine Art intelligente Schuppenflechte. Normalerweise siedelt sie sich auf unintelligenten Tieren an und übernimmt die Kontrolle über diese Tiere. In Einzelfällen verbinden sich aber auch Menschen und Schuppenflechte. (Ob das jetzt freiwillig war und die beiden symbiotisch leben oder ob das unfreiwillig war und die Schuppenflechte jetzt die Kontrolle über den Menschen inne hat, lässt sich nicht feststellen.)
[*]Ein Wesen, das sich asexuell durch Teilung vermehrt. Jeder der beiden neuen Wesen hat dabei die Hälfte der Erinnerung seines Vorgängers. Die neuen Wesen sind anfangs recht orientierungslos, da "die halbe Erinnerung" manchmal recht fragmentiert sein kann und sie erst lernen müssen, mit dieser Erinnerung umzugehen. (Wenn ein guter Freund Verrat begangen hat, kann sich das eine Kind-Wesen daran erinnern, dass sie gute Freunde waren. Das andere Kind-Wesen kann sich dagegen an den Verrat erinnern.)[/list]

Ein weiteres Stichwort:
Memory-Backup / Memory Copy: Man kann eine Kopie seines Gedächtnisses/Charakters erstellen. Diese Kopie kann man wahlweise auf einen Roboter oder Klon transferieren. Alternativ kann man die Kopie auch als Backup aufbewahren und erst dann wieder auf einen Körper spielen, wenn das Original gestorben ist.

Slayn:
Kehren wir mal eben zur angedachten "Core Story" zurück: Das wäre dann Exploration im klassischen Sinne und dazu noch Charakter Exploration.
Dann sind die meisten der angedachten Elemente aber nur schmuckes Beiwerk weil sie kaum etwas zur Core Story beisteuern.

@blut_und_glas:

Kommt wohl darauf an wie man Transhumanismus betrachtet. Du hängst dich anscheinend gerade daran auf das hier eine "bessere Sache" als neue Norm angesehen wird, was zeitgleich natürlich auch wertend ist.
Ich finde den Gedanken dagegen gruselig die eigene Menschlichkeit aufzugeben.

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