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Brainstorming: "Modernes" SF-Setting

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Achamanian:
@Slayn:
Konfliktthemen finde ich so gut zusammengefasst!


--- Zitat von: Waldviech am 17.08.2014 | 10:37 ---Wie wäre es denn mit der Godhead-Singularität als Lösung des Fermi-Paradoxons? Die selbe Story, die grade die Menschheit erlebt, durchlaufen auch andere Spezies. Immer wieder und überall. Das bedeutet "nur" Folgendes: Das wahre Zeitalter interstellarer Reisen sieht nicht aus wie Star-Trek, sondern so, das postmenschliche "Geistwesen" in transzendierter Form durch die Grundstruktur des Alls selbst wabern. Leute mit Raumschiffen kommen nicht so weit, dass sie von ihren Nachbarn bemerkt werden können, die Transzendierten sind mit den Mitteln einer Zivilisation unserer Tage nicht erkennbar - die Folge: Wir gucken ins All und sehen nichts.

--- Ende Zitat ---

Wäre natürlich interessant, wenn der menschliche Godhead vielleicht Kontakt zu anderen "Geistwesen" aufnimmt. Ich meine, diese Lösung des Fermi-Paradoxes wurde auch schon hier und da in der Literatur vorgeschlagen ... wobei ich die nicht gerne als ganz ausschließlich stehen lassen würde. Die Vorstellung, dass intelligentes Leben immer und automatisch auf das gleiche Endergebnis hinauslaufen muss, fände ich für ein Rollenspielsetting wiederum etwas so einschränkend.
Man könnte aber annehmen, dass diese "Transzendenzschwelle" eine typische "Krise" intellligenter Zivilisationen und einer der Gründe dafür ist, dass es relativ wenige solche Zivilisationen gibt (die für uns noch als solche erkennbar sind ...)
(Um  verschiedene mögliche Antworten auf das Fermi-Paradox dreht sich auch David Brins von mir eingangs genannter Roman "Existenz", da stecken auch viele schöne Ideen drin!)

Waldviech:

--- Zitat ---Die Vorstellung, dass intelligentes Leben immer und automatisch auf das gleiche Endergebnis hinauslaufen muss, fände ich für ein Rollenspielsetting wiederum etwas so einschränkend.
--- Ende Zitat ---
Immer und automatisch sollte das natürlich der Fall sein - aber (zumindest aus Perspektive der Transzendierten) so oft, dass es ein Konglomerat verschiedener "Godhead-Bestandteile" gibt.

--- Zitat ---Man könnte aber annehmen, dass diese "Transzendenzschwelle" eine typische "Krise" intellligenter Zivilisationen und einer der Gründe dafür ist, dass es relativ wenige solche Zivilisationen gibt (die für uns noch als solche erkennbar sind ...)
 
--- Ende Zitat ---
Das wär ein Klassiker, den ich befürworten würde :)

Achamanian:

--- Zitat von: Waldviech am 17.08.2014 | 10:53 ---Immer und automatisch sollte das natürlich der Fall sein - aber (zumindest aus Perspektive der Transzendierten) so oft, dass es ein Konglomerat verschiedener "Godhead-Bestandteile" gibt.

--- Ende Zitat ---

Klingt für mich, als könnte man sich ein loses "Transzendenznetz" vorstellen, das dort den die Materie durchzieht, wo es intelligente Zivilisationen gab oder gibt, die eigene Godheads entwickelt haben. So ein Netz könnte je nach Ort verschiedene Eigenschaften haben und verschieden nützlich/bedrohlich/fremd sein. Für's Rollenspiel hätte man dann vielleicht wirklich eine interessante Alternative zu Magie/Psi, bei der man als SL auch immer wieder mit neuen Nebenwirkungen aufwarten könnte.

Wobei ich gerne vermeiden würde, dass es zu "mystisch" wird. Irgendwie sollte bei all dem die "wissenschaftliche" Grundästhetik gewahrt bleiben. Vielleicht ginge das am besten, indem man die Godheads als extrem distanziert beschreibt. Und gleichzeitig müsste man noch mal überegen, ob dieses "in die Struktur des Raums eingeschrieben" nicht vielleicht doch ein wenig zu weit geht ... vielleicht sind die Godheads in der Regel schon an irgendwelche Form von Trägermaterie/-strahlung gebunden? Wie schon vorgeschlagen, könnten sie sich in alle möglichen Arten von informationsverarbeitenden Medien einschreiben, darunter vielleicht auch ganze Biosphären - aber um in Kontakt mit ihnen zu treten, müsste man irgendeinen Kontakt zu diesen Medien herstellen (und vielleicht überhaupt erst mal herausfinden, ob es ein Stück eines Godheads enthält).

Skeeve:
also zum brainstormen bin ich gerade nicht wach genug, aber bei der Beschreibung von Rumspielstilziel ist mir sofort
Ein Feuer auf der Tiefe von Vernor Vinge eingefallen!

* eine tranzendierte Intelligenz, die nach aonenlangen Schlaf unabsichtlch wieder entdeckt und aufgeweckt wird (und sich gleich Virus-mäßig verbreitet und für Probleme sorgt)
* Aliens die erst zusammen im Rudel richtig intelligent sind
* ein (Kommunikations-)Netzwerk von intelligenten Zivilisationen in der Galaxis

was bei Rumspielstilziel noch nicht dabei war: Zonen, weit draußen am Rande der Galaxis, in denen sich alles deutlich schneller entwickelt und denkt (oberhalb der Lichtgeschwindigkeit, die in der "langsamen Zone", in der auch die Erde ist, die obergrenze ist)  und das die Grenzen zwischen den Zonen nicht statisch sind, sondern sind immer wieder verändern. So dass man am Rand der langsamen Zone mit Glück Artefakte finden kann, die aus der schnelleren Zone stammt und schon ein paar Jahrtausende weiter entwickelt ist... Was dann auch der Grund für vielle Glücksritter ist sich dort rumzutreiben

Achamanian:
"Ein Feuer aus der Tiefe" habe ich noch nicht gelesen, sollte ich mal machen. Klingt allerdings, als passt es mehr zu meiner ursprünglichen Richtung ...

Hier geht die Tendenz ja gerade zu "doch nicht ganz so ferne Zukunft und nicht zu viele/sehr fremde Aliens". Ich habe mich zumindest schon sehr mit Quaints nicht ganz so abgedrehtem Grundansatz angefreundet, wenn man da jetzt gleichzeitig die politischen Konflikte innerhalb einer transhumanistisch aufgespaltenen Menschheit, die Character Exploration zum Thema "sind wir noch menschlich, und spielt das eine Rolle?" und eher vorsichtig das Motiv der Transzendenz und der Godheads reinbringt, wäre ich damit recht glücklich.

Die Ansätze für's Spiel finde ich mit Slaynes "Space Exploration + Character Exploration" auch gut getroffen.

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