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Attribute Auswürfeln

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Lasercleric:
Der Way of the Wicked Abenteuerpfad schlägt für Pathfinder folgendes System vor:


--- Zitat ---Choose a Focus, an ability score at which you excel. You receive an 18 in that score.
Choose a Foible, an ability score that is your weakness. You receive an 8 in that score.
The other four, roll 1d10+7 four times in order. There are no rerolls or moving of ability scores. Those are your other four scores.
--- Ende Zitat ---

Mal als Anregung.

Ich persönlich bin mittlerweile ein Freund (?) von 2d4+8. Meine Spieler haben einfach persönlich etwas gegen negative Attributsmodifikatoren, wollen aber unbedingt würfeln. Wenn dann bei 4d6 dl ein Wert unter 10 raus kommt ist gleich Essig angesagt. 2d4+8 war da der Kompromiss. Erschafft natürlich extrem ausgeglichene Charaktere.

BobMorane:
Wir haben die Attribute auch immer frei verteilt. Selbst dann hat man Probleme mit Helden die viele Attribute brauchen, oder die Probleme haben schlechte unterzubringen. Im von mir angeführten Paladinbeispiel, war es so, dass der Spieler ein leicht unterdurchschnittliches Ergebnis noch auf Int gesetzt hätte, aber einen Helden der Probleme mit gleichzeitigem gehen und Kaugummikauen hat wollte er nicht spielen.

Das Unearthed Arcana zu AD&D 1st Edition hatte da eine gute Idee. Bei AD&D braucht es ja schon ziemlich hohe Werte, damit sie was bringen. Um dem Herr zu werden hat man ein neues Würfelsystem eingeführt. Man würfelte 9,8,7,6,5,4 und 3 Würfel und wertete jeweils die 3 besten. Die so gewonnenen Ergebnisse wurden nach einen durch die Klasse bestimmten Schema auf die Attribute verteilt. Der Kämpfer hatte z.B. 9 auf Stä, 8 auf Kon und 7 auf Ges. So war mean meistesn in seinen Kernkompetenzen ziemlich gut, aber hatte auch mal schräge Ausreißer wie einen Kämpfer mit Wei 18 und Int 8.

Feuersänger:
Wenn ich mich recht erinnere, hab ich "von oben nach unten runterwürfeln" nur einmal gemacht, auf Insistenz des SLs. Allerdings nicht in D&D, sondern Midgard. Und natürlich konnte ich mit den Werten nicht das spielen, was ich wollte (ich weiß gar nicht mehr, was das war). Die Werte haben mit Müh und Not für einen Beschwörer gepasst. War dann aber letzten Endes auch egal, weil es den anderen auch nicht besser ging, und nach der zweiten Sitzung niemand mehr Interesse an einer Fortsetzung hatte.

Als ca 8 Jahre später nochmal das Gespräch auf dieses Thema kam, konnte der damalige SL es gar nicht mehr glauben, dass er mal auf einem derartigen Schwachsinn bestanden hat, und hat sich noch im Nachhinein ganz kräftig geschämt.

Altansar:
Ich fand das System aus Pathinder ganz gut, wo man einen Pool aus Würfeln hat und diesen dann für die Attribute verteilt.

Also man hat einen Pool von 25 Würfel und muss mindestens 3 Würfel für jedes Attreibut einrechnen (18). und hat eben die 7 Würfel übrig und kann selbst bestimmen welches Attribut mehr Würfel und welches eher unwichtig ist. Muss aber natürlich die höchsten 3 Würfel wählen.

Den Pool kann man natürlich erhöhen oder erniedrigen

Wormys_Queue:

--- Zitat von: afbeer am  4.11.2014 | 01:11 ---Pro:
* Man spielt etwas was man sich freiwillig nicht aussuchen würde und hat dadurch neue Herrausforderungen.
--- Ende Zitat ---

Das hier würde ich unbedingt anders formulieren:

*Man spielt etwas, auf das zu spielen man von alleine gar nicht gekommen wäre und hat dadurch neue Herausforderungen.

Ich würde nie etwas spielen, was ich mir freiwillig nicht aussuchen würde, egal mit welcher Charaktergenerierungsmethode. Wenn ich keine Lust habe, einen Kämpfer zu spielen, werde ich mich auch nicht durch die Würfel dazu zwingen lassen. Das hat nämlich nichts mit neuer Herausforderung zu tun, sondern damit, dass man schon von Anfang an mit schlechter Laune ins Spiel geht. Wozu mir meine Zeit zu schade ist. Man kommt ja schließlich auch nicht auf die Idee, das System auszuwürfeln und spielt dann [hier bitte persönliches Hasssystem einsetzen].

In dem Sinne aber, dass man aus der gewohnten Struktur ausbricht unn einfach mal etwas anderes ausprobiert, begrüße ich das Würfeln sehr. In der Tat lasse ich sehr gerne die Würfel entscheiden, weil ich mich eh nie entscheiden kann, worauf ich am meisten Lust habe (ich spiel tatsächlich alles gerne).



--- Zitat ---* Man hat extremere Werte der Charakterattribute
* nicht planbar
--- Ende Zitat ---

Dem stimme ich uneingeschränkt zu. Bei Punktekauf beobachte ich immer wieder dasselbe: Entweder ist man mit dem PB so großzügig, dass die Spieler auch für die Sekundärattribute was über haben, oder es werden die Primärattribute gnadenlos auf 18 gesetzt, selbst wenn man den Rest komplett dumpen muss.


--- Zitat ---Contra:
* In einer Gruppe gibt es (nahezu) immer einen Charakter, der in allen seinen Attributen von mindestens einem Mitcharakter überflügelt wird, so dass immer eine anderer Charakter den Spotlight für entsprechende Aktionen erhält.
--- Ende Zitat ---

Kann ich so nicht bestätigen, ist aber sicher SL-abhängig. Es hilft aber sicher, mit Spielern zu arbeiten, die keine Probleme damit haben, im Spotlight auch mal grandios zu scheitern. Wenn die natürlich immer erst OoC absprechen, welcher SC die größten Erfolgschancen hat und diesem den Vortritt lassen, kann das natürlich zum Nachteil werden.

[/quote]* Vergleichbare Erfahrungen der DMs mit Charakteren
* nicht planbar[/quote]

Wenn ich das erste richtig verstehe, finde ich es (wie das zweite auch) gar nicht schlimm. Rollenspiel nach Schema F ist langweilig und auch für den SL schadet es gar nichts, wenn der aus seinem Erfahrungswissen herausgeworfen wird.


Ein Kompromiss, der mir eigentlich ganz gut gefällt, ist das im Dragon Magazine vorgestellte Kartensystem mit dem Three Dragon Ante-Deck.  Dort legt man den gewünschten PB fest, hat aber dennoch eine gewisse Variabilität bei der letztlichen Attributsverteilung. Und eben nicht automatisch eine 18 auf Primärattribut vor Volksmodifikator.

Persönlich ist es mir letzten Endes eigentlich egal. Was mich tatsächlich nervt, ist eigentlich, dass viele Spieler beim PB sich natürlich nicht mit PB 25 (bei Pathfinder PB 15) zufrieden geben bzw. dass sie es beim Würfeln nicht einfach bei 6x 4W6 (best 3 of 4) belassen können. Da wollen sie mindestens PB 32 (bei Pathfinder PB 20-25), oder sie wollen 2 Reihen würfeln und die beste aussuchen oder was auch immer. Was mich daran nervt ist, dass das den SL  immer zur Anpassung der Begegnung zwingt, weil die Kampfbegegnungen sonst keine Herausforderungen mehr sind.

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