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D&D5 - Smalltalk
Raven Nash:
--- Zitat von: PayThan am 6.03.2024 | 08:51 ---Unsere Starfinder-Kampagne hat mir jedoch einen neuen Blickwinkel eröffnet und meine Einstellung komplett verändert. Die Vielfalt der verschiedenen Völker dort war einfach genial und hat enorm zur Atmosphäre und zum Spielspaß beigetragen, was das Spiel insgesamt enorm bereichert hat.
--- Ende Zitat ---
Tja, das ist eben ein anderes Genre. Wenn tausende Sternsysteme existieren, und Reisen dazwischen möglich sind, ist es nur logisch, wenn da ein solcher Zoo existiert.
Das Ganze aber auf einem einzigen Planeten - nö.
Da gehe ich genau in die entgegengesetzte Richtung. Hatte ich früher noch Settings mit X Rassen, hat sich das im Laufe der Zeit immer weiter reduziert, und mein aktuelles Setting hat genau 3 Spezies, die alle durch Gentechnik bewusst erschaffen wurden.
Und die D&D-Planes fand ich immer schon ziemlich strange, und hab sie nie verwendet. Aber ich hab's nunmal generell nicht so mit abgedrehten Settings und High-High Magic.
Feuersänger:
Ja, der doofe Naturwissenschaftler in mir tut sich auch immer ein bisschen schwer mit der Vielzahl intelligenter Spezies auf handelsüblichen Fantasywelten. Weil ich aber auch immer davon ausgehe, dass das Leben auch auf diesen Welten evolviert ist und nicht Rasse 1 von Gott A erschaffen wurde usw.
Aber auch wenn ich das ausklammere, bzw hinnehme, dass es alle möglichen Gründe für so eine Vielfalt geben KANN, bin ich immer noch kein Fan davon wenn jede Lebensform vom Alpaca bis zum Pilz in einer antropomorphen Variante daherkommen muss. Weniger ist manchmal mehr.
tartex:
Ich bin ja meist der Quotenmensch-Spieler, weil irgendwer muss ja...
Als Spielleiter habe ich sowieso freie Hand. Da lasse ich einfach immer den Mix in Hauptrollen auftreten, der sich für mich nachvollziehbar anfühlt. Monster Manuals haben bei mir - auch im Regal - eigentlich nie eine große Rolle gespielt.
nobody@home:
--- Zitat von: Ainor am 6.03.2024 | 08:32 ---Warum? Nur weil es Wesen gibt muss man sie nicht spielen können.
--- Ende Zitat ---
Umgekehrt gibt's aber oft auch keinen überzeugenden Grund, warum man sie nicht spielen können soll. Daß D&D einfach schon immer nichtmenschen-und-abziehbildfeindlich war, zähle ich dabei ausdrücklich nicht als "überzeugend", weil das seinerseits nicht mehr als ein "Das haben wir halt schon seit Gygax so gemacht" ist (wobei dem dann eventuell ein wenig die Anekdote im Weg steht, Gary selbst hätte kein Problem damit gehabt, einen Balrog als SC zu erlauben, solange der jung genug anfängt...das ist allerdings bloß aus Murphy's Rules und nicht separat bestätigt, geschweige denn hochoffizielles Stiftervermächtnis ;D) und reichlich andere Systeme vormachen, daß es eben doch geht.
--- Zitat ---Man spielt halt Menschen oder Wesen die ihnen sehr ähnlich sind. Das macht das Spiel halt irgendwie zugänglich, und ermöglicht es Dinge abseits der Regeln zu entscheiden. Und so richtig gut haben die meisten nicht-Tolkien Rassen eh nie funktioniert.
--- Ende Zitat ---
"Zugänglich", pfft. Was Menschen sich ausdenken können -- und nichts anderes ist selbst die exotischste fiktive Lebensform ja --, dazu finden Menschen auch Zugang. Alles andere wäre schließlich schon eine mindestens halbe Bankrotterklärung der menschlichen Fantasie an sich, und so weit weigere ich mich schlicht zu gehen.
(Mal ganz abgesehen davon, daß, wenn das schon ein Problem wäre, D&D selbst eigentlich von Anfang an hätte krachend scheitern müssen. Wie "zugänglich" ist denn einem Normalo-Nerd des späten 20. Jahrhunderts überhaupt schon ein ahistorisches Quasi-Mittelalter mit Magie bis zum Abwinken, dafür aber ohne moderne Selbstverständlichkeiten wie Benzin, Strom, und Gas? ;))
aikar:
--- Zitat von: PayThan am 6.03.2024 | 08:51 ---Unsere Starfinder-Kampagne hat mir jedoch einen neuen Blickwinkel eröffnet und meine Einstellung komplett verändert. Die Vielfalt der verschiedenen Völker dort war einfach genial und hat enorm zur Atmosphäre und zum Spielspaß beigetragen, was das Spiel insgesamt enorm bereichert hat.
--- Ende Zitat ---
--- Zitat von: Raven Nash am 6.03.2024 | 09:34 ---Tja, das ist eben ein anderes Genre. Wenn tausende Sternsysteme existieren, und Reisen dazwischen möglich sind, ist es nur logisch, wenn da ein solcher Zoo existiert.
Das Ganze aber auf einem einzigen Planeten - nö.
--- Ende Zitat ---
Als Numenera-SL (wo alles geht und praktisch jeder seine eigene Subspezies ist) verstehe ich das Problem mit der Handvoll von D&D-Spezies nicht ~;D
Wenn Gott X Lust hat in einer Ecke der Welt eine Mini-Community einer neuen Spezies zu erschaffen oder eine einzelne Familie (oder sogar nur eine Person) durch einen Riss aus einer anderen Welt kommt, so what? Oder irgendwo im Untergrund (Zeitblase/Magischem Gefängnis/...) haben noch Mitglieder einer lange ausgestorbenen Spezies überlebt. Oder Mutationen, magische Verwandlungen,...
--- Zitat von: Feuersänger am 6.03.2024 | 09:51 ---Ja, der doofe Naturwissenschaftler in mir tut sich auch immer ein bisschen schwer mit der Vielzahl intelligenter Spezies auf handelsüblichen Fantasywelten.
--- Ende Zitat ---
Was hat denn Naturwissenschaft mit Fantasy-Welten zu tun? Im absoluten Großteil der Settings ist der Ursprung der Spezies ja eine Sache der Religion, nicht der Evolution.
Die einzigen Fragen die (m.M. nach) relevant sind:
Ändert die Einführung der Spezies das Spiel/Setting-Gefühl so, dass es für den Rest der Gruppe ein Problem wird?
Lassen sich die Eigenheiten der Spezies mit den Regeln abbilden und falls Balance wichtig ist, ist die im Vergleich zu den anderen Spezies gegeben?
Sprengt die Existenz dieses Charakters das ganze Szenario (weil alle Mitglieder der im Setting vorherschenden Spezies wegen Allergie gegen den Spielercharakter tot umfallen o.Ä.)?
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