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D&D5 - Smalltalk
Sashael:
Tatsächlich spiel ich D&D unter anderem wegen des Schwarz-Weiß-Schemas.
Manche sind Gut, manche sind Böse, manche gesetzestreu, manche chaotisch.
Und zwischen denen herrscht Feindschaft.
Klar gibt es Ausnahmen, um das Schema auch mal aufzubrechen, aber die generelle Richtung ist klar.
Denn, wie ich weiter oben schon schrieb, für Grauzonen hab ich andere Spiele, die das besser können.
Ich mag auch die Volksboni auf Attribute, die zu klischeehaften SC führen. Das ist so ein Kern von D&D, eines seiner Erkennungsmerkmale.
Und all das wird immer weiter aufgeweicht, bis das in meinen Augen ne breiige Masse ist, die alles und nichts darstellt.
Feuersänger:
Ja, dito.
D&D ist für mich in 1. Linie ein Spiel, in dem es um kosmische Prinzipien des Multiversums geht. Also Ordnung, Chaos, Gut, Böse. Und dass Kreaturen nach diesen Prinzipien _ausgerichtet_ sind -- also Alignment. Ich finde die sich hieraus ergebenden Implikationen nämlich höchst spannend. Das ist für mich der USP von D&D.
Wie gesagt, da das ja schon 5.0 weitestgehend über Bord geworfen hat, war diese auch schon weitestgehend uninteressant für mich geworden.
Jetzt wird halt der Weg bis zum Ende gegangen und das Multiversums endgültig zu Einheitsbrei püriert.
Und wozu brauche ich dann überhaupt noch Orks, wenn sie nichts anderes mehr sind als die netten Menschen von nebenan, nur mit Unterbiss?
Zed:
--- Zitat von: Sashael am 29.06.2024 | 13:41 ---Tatsächlich spiel ich D&D unter anderem wegen des Schwarz-Weiß-Schemas.
...
Denn, wie ich weiter oben schon schrieb, für Grauzonen hab ich andere Spiele, die das besser können.
Ich mag auch die Volksboni auf Attribute, die zu klischeehaften SC führen. Das ist so ein Kern von D&D, eines seiner Erkennungsmerkmale.
Und all das wird immer weiter aufgeweicht, bis das in meinen Augen ne breiige Masse ist, die alles und nichts darstellt.
--- Ende Zitat ---
Ja, ein ursprüngliches Merkmal von (A)D&D sind neben vielen Anderen die schwarz-weiß Schemata. Wobei ich mich erinnere, dass es (Dragon?-)Artikel gab, in denen erklärt wurde, warum der Paladin nicht einfach sein permanentes Detect Evil nutzt, um alles Abzumurksen, was Evil ist.
Wir haben schon damals das Gesinnungssystem gehackt und DnD schattiert gespielt, das machte uns viel mehr Spaß. Mit Dämonen, Teufeln und Untoten hat man noch genügend Rein-Böse, wenn man sie mal braucht.
Myrianden von Gesinnungsdiskussionen seit Beginn von Internetforen sind Hinweise, dass viele DnD-Gruppen mit dem Schwarz-Weißen haderten. Die Regeleditionen folgten diesen Diskussionen in meinen Augen nur.
Mein Take: Nur weil Schwarz-Weiß-Schemata ein Teil der ersten DnD-Regeln waren, ließ sich DnD schon immer gut differenziert spielen - und war noch immer erkennbar DnD.
nobody@home:
--- Zitat von: Sashael am 29.06.2024 | 13:41 ---Tatsächlich spiel ich D&D unter anderem wegen des Schwarz-Weiß-Schemas.
Manche sind Gut, manche sind Böse, manche gesetzestreu, manche chaotisch.
Und zwischen denen herrscht Feindschaft.
Klar gibt es Ausnahmen, um das Schema auch mal aufzubrechen, aber die generelle Richtung ist klar.
Denn, wie ich weiter oben schon schrieb, für Grauzonen hab ich andere Spiele, die das besser können.
Ich mag auch die Volksboni auf Attribute, die zu klischeehaften SC führen. Das ist so ein Kern von D&D, eines seiner Erkennungsmerkmale.
Und all das wird immer weiter aufgeweicht, bis das in meinen Augen ne breiige Masse ist, die alles und nichts darstellt.
--- Ende Zitat ---
Na ja, zugestehen muß man auf jeden Fall, daß Schubladendenken tatsächlich schon seit Anfang an fest im Erbgut von D&D verankert ist -- da sage ich nur "Charakterklassen". Andererseits ist das "Vermenschlichen" von "Monstern" jetzt auch nichts wirklich großartig Neues, sondern findet sich auch schon in Kaufabenteuern und anderem Material aus der Zeit anno Gygax zumindest in vom "Standard" ausdrücklich abweichenden Einzelfällen...da würde ich mich bei den oben zitierten Orks schon gar nicht mehr über irgendein "Aufweichen" aufregen, sondern höchstens darüber mit den Augen rollen, daß WizBro mir das als überhaupt als noch irgendwie revolutionär verkaufen wollen. ;)
Und es ist natürlich auch richtig, daß ich persönlich Rollenspiel schon ewig nicht mehr durch die D&D-Linse betrachte, wenn das denn jemals überhaupt der Fall war. Wie ich schon vor Jahren mal (kann gut noch zu 3E-Zeiten gewesen sein) auf irgendeinem Forum in etwa gesagt habe: für das, was mich an D&D-artiger Fantasy noch genügend reizt, um es auch mal wieder spielen zu wollen, brauche ich die D&D-Regeln nicht.
Zero:
Ich weiss irgendwie nicht wo euer Problem mit Orks als Spieler-Spezies im GRW ist...
Wir reden hier von einem Spiel das unendlich Möglichkeiten hat und ihr regt euch darüber auf das im Grundregelwerk ganz viele Möglichkeiten geboten werden?
Wenn jemand in seiner Welt alle Orks böse sind dann ist das eben so, dann werden Orks als PC-Spezies eben verboten.
Und wenn jemand anderes in seiner Welt Orks hat die pazifistische Blümchenpflüger sind dann ist das eben auch so, der hat dann die Möglichkeit die Spezies aus dem GRW zu nehmen.
Das einzige wichtige ist das alle, die am einem Tisch sitzen und zusammen spielen, mit dem was der Weltersteller sich ausdenkt leben können... und das gilt ja nicht nur für die Spezies auswahl!
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