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D&D5 - Smalltalk
Mr. Ohnesorge:
--- Zitat von: Tudor the Traveller am 30.06.2024 | 10:10 ---Nee, Nostalgie geht mir am Allerwertesten vorbei, und Veränderungen finde ich grundsätzlich gut. Außerdem sollte die Wokeness Bewegung nicht für solche Banalitäten verwässert werden.
Aber wenn man Dinge verändert, muss man halt auch immer schauen, was man warum bzw. mit welchem Ziel verändert. Dafür muss man vorher ein Verständnis haben, was eigentlich den veränderten Gegenstand definiert, um ihn nicht durch die Veränderung zu zerstören. Es sei denn natürlich, das ist das Ziel. Aber dann ist es keine Änderung sondern ein Ersatz durch etwas anderes, und das sind zwei paar Schuhe. Da muss WotC imo viel mehr erklären.
Wie Aikar aber schon festgestellt hat, sind mir bei D&D offenbar Dinge wichtig, die von Anfang an nicht zwingend definierend waren. Das muss ich für mich jetzt erstmal sortieren.
--- Ende Zitat ---
Mein Eindruck von dir war - ausgehend von deinen letzten Postings hier - ein völlig anderer, also danke für die Erläuterung :d
Runenstahl:
--- Zitat von: Sashael am 30.06.2024 | 15:29 ---Ich rege mich doch nicht auf?
Ich sage die ganze Zeit nur, dass ich diese neue Edition der D&D Bücher nicht kaufen werde. Weil ich die Regeln darin nicht brauche. Sollen Andere damit glücklich werden. Es gibt ja sogar Leute, die spielen [hier System einsetzen, zu dem man mich mit vorgehaltener Waffe zwingen müsste] und haben Spaß dabei. So what.
--- Ende Zitat ---
Das habe ich dann mißverstanden. Und ja, da bin ich voll bei dir. Man muß nicht alles gut finden und letztlich soll jeder das spielen worauf er gerade Bock hat.
--- Zitat von: Tudor the Traveller am 30.06.2024 | 14:57 ---Eine Wahl zu haben ist nicht automatisch besser. Mehr Freiheit bedeutet automatisch weniger Ordnung (Hallo D&D Gesinnungssystem 8] ). Das kann sehr schnell zu Verlust von Klarheit und Eindeutigkeit führen, und das ist genau mein Problem mit den Orks. Das Konzept von "Ork" ist ohne Gesinnung und feste Eigenschaften dann völlig unklar.
--- Ende Zitat ---
Alte Editionen: Spezies XY hat eine festgelegte Gesinnung (aber wer will kann das für seine Kampagne lockern) = Gut ?
Neue Edition: Spezies XY hat keine festgelegte Gesinnung (aber wer will kann das für seine Kampagne dennoch festlegen) = Schlecht ?
Für mich besteht da kein Unterschied, weswegen ich auch Schwierigkeiten habe deiner Argumentation zu folgen. Aber ja, wenn du unbedingt diese Struktur brauchst, dann ist das halt so.
Mir ist es völlig schnurz ob und wie Gesinnungen festgelegt sind oder nicht, da ich ohnehin mache was ich will (und das Gesinnungsystem eh weitestgehend ignoriere).
Ein paar Kampagnen zurück habe ich meinen Spielern z.B. auch erklärt das bei meinen Drachen nur die Fähigkeiten farbkodiert sind, nicht jedoch die Gesinnung. Heißt: Ja, ein grüner Drache speit auch bei mir Gift, muss aber nicht zwingend eine böse Gesinnung haben.
Das hängt natürlich auch von der Kampagne ab. Wie gesagt: Wenn ich Herr der Ringe mit D&D bespiele wären Orks bei mir auch automatisch Böse.
Nachtrag: Mir wird gerade bewußt das ich ironischerweise beim Thema Attributsboni wiederum genau auf der anderen Seite bin. Da finde ich es doof das man die Boni nun frei verteilen darf während ich die festgelegten Boni je nach Spezies besser finde. Mein Argument: Wenn ich unbedingt eine suboptimale Spezies / Klassenkombo spielen möchte kann ich das auch mit festen Attributsboni tun (im Endeffekt hat der Charakter maximal 2 Punkte Attributsunterschied was dann maximal eine +1 Differenz im Spiel ausmacht). ABER mein Charakter (z.B. ein Orkbarde) ist dann wirklich etwas besonderes weil die festen Boni dabei helfen mehr Sterotypen zu spielen. Bei frei wählbaren Attributen ist der Orkbarde schon nicht mehr so selten weil jeder einfach seine Boni da nimmt wo man sie gerade braucht.
Für mich ist der Unterschied hier das halt das man bei den Attributen ja trotzdem auch mit festen Boni "gegen" den Trend spielen kann. Bei Gesinnungen ist es hingegen regelseitig nicht erlaubt den ausnahmsweise mal guten (oder zumindest nicht bösen) Ork zu spielen. Und da hätte ich gerne auch von den Regeln her die Unterstützung das es eben geht und man völlig wahnsinnige Konzepte wie "Hey, ich spiele einen Dunkelelfen der keine böse Gesinnung hat" auch spielen kann ohne dafür die Regeln verbiegen zu müssen.
Wisdom-of-Wombats:
Die Boni sind doch gar nicht frei verteilbar, sondern ab dem neuen PHB durch den Background vorgegeben. Pro Background 3 Attribute, von denen Du entweder 3x +1 oder 1x +2 und 1x +1 wählen darfst.
nobody@home:
Die reinen Plusse sind am Volk bzw. dann dem Hintergrund ohnehin mit der langweiligste Teil und waren es eigentlich auch immer schon, wenn man sie nicht gerade mal ganz speziell dazu nutzen konnte, um ein Attribut in für "Normalos" sonst nicht erreichbare Höhen zu treiben...okay, klingt nach übelster Ketzerei, aber da spricht aus meiner Sicht in erster Linie einfach nur die Macht der Gewohnheit. :) Prinzipiell könnte man die Dinger mMn auch gleich ganz streichen (meinetwegen mit Ausgleich durch leicht großzügigere Startwerte generell -- insbesondere, wenn die Werte auch in der nächsten Fassung eh für alle gleich auf einen fixen Maximalwert gedeckelt bleiben, wäre das in etwa dasselbe in Grün) und sich statt dessen mehr auf die "richtig" fühlbaren Unterschiede konzentrieren.
Feuersänger:
--- Zitat ---Für mich ist der Unterschied hier das halt das man bei den Attributen ja trotzdem auch mit festen Boni "gegen" den Trend spielen kann. Bei Gesinnungen ist es hingegen regelseitig nicht erlaubt den ausnahmsweise mal guten (oder zumindest nicht bösen) Ork zu spielen.
--- Ende Zitat ---
Aber bei den Gesinnungen ist es doch genau umgekehrt!
Nur _wenn_ die Gesinnungen mindestens "stark tendenziös" sind - also sowas wie die Marker "often" oder "usually", ist es überhaupt auch nur theoretisch _möglich_, einen "ausnahmsweise mal nicht bösen Ork" zu spielen. Denn wenn das Alignment eh völlig frei ist, gibt es keine "Ausnahmen". Das ist dann genauso außergewöhnlich wie "ein Sizilianer der NICHT bei der Mafia ist".
Bissl was anderes ist das wieder wenn die Gesinnung mit "always" hartcodiert ist; auch da gibt es zwar kanonische Ausnahmen wie eine Neutral-Gute Dämonin, aber das sind dann wirklich extrem spezielle Fälle die quasi nur durch sowas wie göttliches Eingreifen zustande kommen können; am heimischen Spieltisch hat sowas dann immer einen Geruch von "special snowflake" und wirkt auf mich mehr so als Red Flag.
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