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D&D5 - Smalltalk
aikar:
--- Zitat von: nobody@home am 1.07.2024 | 12:25 ---Gleichzeitig war sie aber dein eigenes Argument gegen "Wunschlisten"...oder habe ich dich da falsch verstanden?
--- Ende Zitat ---
Höh? Wie kommst du jetzt darauf? Ich mag Wunschlisten nicht, weil sie meiner Meinung nach einseitiges Minmaxing zu den immer wieder gleichen "optimalen Builds" fördern und ich finde, dass viel Spaß daraus entstehen kann, wenn die Spieler:innen zufällige magische Gegenstände für sich nutzen. Das hat jetzt aber nichts mit Spielweltplausibilität zu tun.
Und ein Argument "gegen" irgendwas war das schon gar nicht, nur meine persönliche Vorliebe.
Die Gruppe mag gezielt geplantes Minmaxing? Dann sind Wunschlisten eine gute Idee. Ich habe mich nur gegen die Einstellung gewehrt, dass das der Weg zum Glück für alle D&D-Spieler:innen wäre.
--- Zitat von: Arldwulf am 1.07.2024 | 13:43 ---Der Sinn von CR ist aber ja nicht einen Anspruch auf schaffbare Encounter zu erhalten. Sondern Spielleitern zu helfen einzuschätzen wie schwer oder leicht eine Begegnung ist.
--- Ende Zitat ---
Ich verstehe allgemein die zum Teil harte Kritik am CR-System, nicht. Die Vorstellung einer präzisen Planbarkeit ist bei einem Rollenspiel eine Illusion. Wenn es so eingeschränkt und genau planbar wäre, wäre es ein Brettspiel und würde viel von seinem Reiz verlieren.
Das CR-System tut das was es soll. Es gibt mir eine ungefähre Ahnung ob ein Monster meine Gruppe auslöschen wird oder ob sie mit ihm den Boden aufwischt. Klar gibt es immer noch Ausreißer, aber meistens tut es seinen Job.
Tudor the Traveller:
--- Zitat von: aikar am 1.07.2024 | 12:00 ---Beim Zusammenfinden der Gruppe muss man ja eigentlich zwingend nicht nur das Grundregelsystem sondern auch das Setting und seine Eigenheiten kommunizieren, bevor es an den Charakterbau geht. Und da ist meiner Meinung nach der Punkt, wo man mit Spezifika wie "Ach ja, in diesem Setting sind alle Orks böse/dämonisch verdorben/gelb gestreift" anfangen sollte. Nicht im Grundregelwerk, das für unzählige Settings und Kampagnen genutzt wird.
Klar könnte man da auch sagen "dann sagt man halt bei diesem Setting sind Orks nicht immer böse" (Macht ja Eberron z.B. auch).
Aber letztendlich finde ich es besser vom allgemeinen (Alle spielbaren Völker haben die gleichen moralischen Freiheiten wie Menschen) zum Setting-spezifischen zu gehen.
Und letztendlich ist es auch eine Frage für WotC: Was wird vom Großteil der Spieler:innen gewünscht? Das ist die Basis. Alles weitere sind Spezialisierungen. Und da hat sich denke ich die Einstellung der (gerade jungen) Spielerschaft geändert.
--- Ende Zitat ---
Klar, Erwartungen und Vorlieben ändern sich. Aber wir brauchen auch Konstanten, sonst müssen wir uns jedesmal erstmal langwierig abgleichen. Wo fängt man an, was wird als gegeben vorausgesetzt?
Gerade Fantasy lebt sehr stark von Genrekonventionen und entsprechenden Topoi. Wenn wir z.B. von Zwergen sprechen, dann haben wir da die Gimlis,Thorins und Bruenors vor Augen und nicht die Gartenzwerg-Variante mit roter Zipfelmütze. Und so ist es mit Elfen und Orks imo auch, deshalb ja EDO.
Meines Erachtens muss man da als Autor sehr vorsichtig sein, dem Ganzen durch Änderungen nicht das Fundament zu zerlegen. Man kann im Prinzip ALLES ändern, aber man verliert da extrem schnell einen Bezugsrahmen für das Erwartbare und landet in Alice's Wonderland, wo Elfen am Ende vielleicht blutrünstige Menschenfresser und Zwerge baumbewohnende Pflanzenwesen sind.
aikar:
--- Zitat von: Tudor the Traveller am 1.07.2024 | 14:36 ---Man kann im Prinzip ALLES ändern, aber man verliert da extrem schnell einen Bezugsrahmen für das Erwartbare und landet in Alice's Wonderland, wo Elfen am Ende vielleicht blutrünstige Menschenfresser und Zwerge baumbewohnende Pflanzenwesen sind.
--- Ende Zitat ---
Klingt super ;D Sorry, da finden wir nicht zusammen, weil deine Ängste nicht meine sind. Meine Gruppe ist gerade unterwegs durch das Feywild und hatte gestern ein nettes Abendessen mit einer Schlüssel sammelnden Goblinfrau und ein paar sprechenden Bäumen. Und ich liebe Planegea (da sind Elfen transparent weil sie halb aus Träumen stammen und Zwerge zum Teil mit Kristallen durchwachsene besessene Baumeister, die ihre Städte verlassen, sobald sie fertig gebaut sind.) ~;D
Sashael:
--- Zitat von: aikar am 1.07.2024 | 14:29 ---Ich verstehe allgemein die zum Teil harte Kritik am CR-System, nicht. Die Vorstellung einer präzisen Planbarkeit ist bei einem Rollenspiel eine Illusion. Wenn es so eingeschränkt und genau planbar wäre, wäre es ein Brettspiel und würde viel von seinem Reiz verlieren.
Das CR-System tut das was es soll. Es gibt mir eine ungefähre Ahnung ob ein Monster meine Gruppe auslöschen wird oder ob sie mit ihm den Boden aufwischt. Klar gibt es immer noch Ausreißer, aber meistens tut es seinen Job.
--- Ende Zitat ---
In D&D 4 hat es imo diesen Job tatsächlich besser erledigt als in den Versionen vorher und nachher.
Wenn meine Spieler wieder mal sinnlos eskaliert haben und ein Kampf die logische Konsequenz war, konnte ich mit den Infos des 4e Spielmaterials sehr schnell Encounter zusammenwerfen, die ich ad hoc auf eine gewünschte Schwierigkeit trimmen konnte und das hat bis auf ganz wenige Ausnahmen auch ganz gut gepasst. Inklusive Beachtung von Umgebungseffekten, Fallen etc.
aikar:
--- Zitat von: Sashael am 1.07.2024 | 14:49 ---In D&D 4 hat es imo diesen Job tatsächlich besser erledigt als in den Versionen vorher und nachher.
Wenn meine Spieler wieder mal sinnlos eskaliert haben und ein Kampf die logische Konsequenz war, konnte ich mit den Infos des 4e Spielmaterials sehr schnell Encounter zusammenwerfen, die ich ad hoc auf eine gewünschte Schwierigkeit trimmen konnte und das hat bis auf ganz wenige Ausnahmen auch ganz gut gepasst. Inklusive Beachtung von Umgebungseffekten, Fallen etc.
--- Ende Zitat ---
Und das Ergebnis war, dass der 4e immer vorgeworfen wurde, zu brett- oder computerspielig zu sein. Darauf wollte ich hinaus. Es gibt das eine nicht ohne das andere.
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