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D&D5 - Smalltalk

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Ein Dämon auf Abwegen:

--- Zitat von: Arldwulf am  2.07.2024 | 13:14 ---Ist allerdings auch nicht das einzige Problem, auch die Regeln für Begegnungserstellung mit mehreren Monstern, die Nichtberücksichtigung magischer Gegenstände und die Streichung der Monsterrollen spielt dort stark mit rein.
--- Ende Zitat ---
Wobei die Magischen Gegenstände mMn auch unter das Problem mit der Varianz in Character Power mit reinspielt.

schneeland:

--- Zitat von: Arldwulf am  1.07.2024 | 18:55 ---Aber wer weiß, vielleicht hätte es die 5e damals gar nicht gegeben wenn die Designer ihren Bossen erzählt hätten "kommt lasst uns ein super ausgefeiltes Spiel bauen welches von Grund auf stringent designed ist und so richtig den Spielleitern Arbeit abnimmt, dauert zwar etwas länger und kostet mehr ist aber doch ok, oder?"

Damals war es einfach wichtiger die Spieler wieder an Bord zu holen.

--- Ende Zitat ---

Ja, ich denke auch, dass es eher die Wahl zwischen der real existierenden 5e und "keine 5e" war und eine hypothetische besser ausgearbeitete Variante nicht realistisch war. Das Team war ja zu diesem Zeitpunkt auch relativ.
Persönlich bin ich der Meinung, dass sie sich mit dem modularen Ansatz verrannt haben, weil sowas unter der Berücksichtigung des Ziels, dass es sich immer noch wie D&D anfühlen soll, schon eine harte Nuss ist. Die Zeit hätte man vielleicht besser in Überarbeitungen der 5e in ihrem aktuellen Hybrid-Design investiert. Aber letztlich war wahrscheinlich auch das dem übergeordneten Ziel geschuldet, möglichst viele Spieler wieder für D&D zu interessieren.

Was ich ein bisschen schade finde, ist dass mit dem aktuellen Rückenwind kein größerer Wurf gemacht wird und stattdessen der Lebenszyklus der 5e nochmal verlängert werden soll. Aber da greift dann natürlich die allgemeine Konzernlogik der Risikominimierung bei erfolgreichen Produkten.

Ainor:

--- Zitat von: Mouncy am  2.07.2024 | 13:18 ---Wieso? Ist doch völlig frei von jeglichen Konsequenzen. 1 Heal und man steht wieder. Wiederbelebung gibts ab 5 für ne Hand voll diamond dust.

--- Ende Zitat ---

Wer umfällt ist einen schlecht gelaunten Gegner (oder DM) vor dem Tod. Klar Revivify macht das sehr viel harmloser, aber das ist halt das Grundverständniss quasi seit 3E: man kann nicht oft dauerhafte Konsequenzen haben. Das das Spiel für AD&D Verhältnisse damit leicht wird ist völlig normal. Kann man blöd finden, aber das ist eine andere Frage als die Kampfschwierigkeit.

Trozdem ist ein Kampf in dem SCs umfallen jetzt nicht wirklich leicht. Man braucht zumindest mal einen Short Rest bevor man weitermachen kann.


--- Zitat von: Mouncy am  2.07.2024 | 13:18 ---Long Rest kann man ab mittleren Stufen auch gefühlt überall und zu jedem Zeitpunkt einlegen. Der Adventuring Day ist eine Lüge, da hält sich doch niemand ernsthaft dran.

--- Ende Zitat ---

Doch. Ich  :)


--- Zitat von: Mouncy am  2.07.2024 | 13:18 ---Im echten Spiel am Tisch ist es doch so, dass meist nur 1-2 Mal pro Tag gekämpft wird, in Ausnahmen vielleicht mal 3.

--- Ende Zitat ---

Dann hab ich wohl das falsche  :)
Es ist ja auch kein Problem wenn  1-2 Mal pro Tag gekämpft wird. Nur dann müssen die Kämpfe halt 50 oder 100% des Tagesbudgets haben. Wobei der Drache die 6er Party halt platt macht.


--- Zitat von: Mouncy am  2.07.2024 | 13:18 ---Wenn man möchte, dass auch diese Kämpfe echte Konsequenzen haben können und nicht einfach nur zur belanglosen Würfelorgie und Mini Schubserei verkommen, muss man an die death saves ran, da geht kein Weg dran vorbei.

--- Ende Zitat ---

Na da gibt es noch eine Menge andere Möglichkeiten. Es reicht im Prinzip schon das der Kleriker umfällt und die Gegner nachtreten.


--- Zitat von: Ein Dämon auf Abwegen am  2.07.2024 | 12:24 ---Ein Funktionierendes CR System erfordert quasi, dass das power nivau verschiedener Chars des selben levels recht nah beisammen liegt, weshalb CR in 5E nicht funktionieren kann der unterschied zwischen einem optimierten und einem nicht optimierten char ist einfach zu groß.

--- Ende Zitat ---

Die 3E hat angerufen, sie möchte ihre Kritikpunkte zurück  ~;D

Runenstahl:
Dieser Probleme sind von D&D auch ein Stück weit hausgemacht.

D&D scheint mir inzwischen mehr und mehr auf perfekt balancierte Kämpfe ausgelegt zu sein das wird teilweise auch so vermarktet. Dann darf sich der Kunde auch beschweren wenn es nicht so gut passt.

Dazu muss man aber auch sagen das dies Jammern auf sehr hohem Niveau ist. Das muss ein System erst einmal schaffen das es (ohne zuuu viel mathematische Kunststücke vom Anwender zu verlangen) einen spannenden Adventuring Day hinbekommt. Ich behaupte sogar das das gar nicht möglich ist ohne im Abenteuer massives Railroading zu betreiben. Denn wenn der Tag auf 6 Begegnungen ausgelegt ist die nach und nach die Ressourcen wegknabbern, dann knirscht es schon wenn die SCs durch gute Ideen und Würfelglück eine dieser Bewegnungen diplomatisch lösen. Oder umgekehrt wenn sie durch schlechtes Verhalten und vergurkte Würfe einen Kampf provozieren der gar nicht eingeplant war. Das das System am Ende dann dennoch zumindest so halbwegs funktioniert (was es mMn tut) ist schon ein kleines Wunder und zeugt davon das das Design gar nicht so schlecht ist.

Vielleicht müssen wir alle (einschließlich den Entwicklern) wieder ein wenig mehr in Richtung freies Spiel gehen wo Begegnungen eben nicht perfekt auf die Gruppe zugeschnitten sind und man mit den Konsequenzen leben muss. Das sorgt auch für mehr Abwechslung am Spieltisch wenn man genau überlegen muss ob man die Typen vor einem wirklich besiegen kann, oder ob ein taktischer Rückzug / eine panische Flucht nicht eher angebracht wären.

Wir spielen auch so das es nur 1-2 Kämpfe je lange Rast gibt. Dabei benutze ich tatsächlich (meistens) den Encounterbuilder (dort pendel ich dann meist zwischen "Hard" oder "Deadly" und kann schon sagen das es recht gut hinhaut).

Ein Dämon auf Abwegen:

--- Zitat von: schneeland am  2.07.2024 | 15:04 ---Was ich ein bisschen schade finde, ist dass mit dem aktuellen Rückenwind kein größerer Wurf gemacht wird und stattdessen der Lebenszyklus der 5e nochmal verlängert werden soll. Aber da greift dann natürlich die allgemeine Konzernlogik der Risikominimierung bei erfolgreichen Produkten.
--- Ende Zitat ---
Ich weiß nicht ob ein wirklich großer Wurf überhaupt nötig ist. In Teilen machen sie bei der Überarbeitung schon einen ganz guten Job damit Probleme zu beheben und ein paar der schlimmsten Ausreißer zu fixen.

Leider gibt es aber auch einige Probleme die sie irgendwie komplett ignorieren, und ein paar Dinge bei den man sich ernsthaft fragt ob sie ihr eigenes Spiel verstehen oder auch nur über grundlegende Kenntnisse des Mathematik verfügen.

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