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D&D5 - Smalltalk
Visionär:
"Rulings not rules" war doch die Devise. Kann aber gut sein, dass D&D3, 3.5 und 4 die Spieler nun anders sozialisiert hat -- und jetzt explizit der "Knopf" für jede Aktion, die im Spiel möglich ist, verlangt wird.
In meiner Spielpraxis erläutere ich oft den Spielern, wie ich eine gewisse nicht definierte Aktion nun regeln möchte, und anschließend kann mir der Spieler sagen, ob er die Aktion nun machen will oder nicht. Gelegentlich kommen auch Gegenvorschläge, die ich akzeptiere, zurück.
Sashael:
--- Zitat von: Visionär am 25.08.2015 | 15:28 ---"Rulings not rules" war doch die Devise. Kann aber gut sein, dass D&D3, 3.5 und 4 die Spieler nun anders sozialisiert hat -- und jetzt explizit der "Knopf" für jede Aktion, die im Spiel möglich ist, verlangt wird.
--- Ende Zitat ---
"Es gibt kein Delay!" ist ziemlich eindeutig eine "Rule" für etwas, das im Spiel nicht möglich ist. Das ist das genaue Gegenteil von dem, was du beschreibst. Ein Verbotsschild im Rollenspiel. ;)
Feuersänger:
Eben. Wir hatten schon gemerkt, dass Delay nicht im Regelwerk stand, und haben es halt sozusagen per "Ruling" gemäß 3E-Gewohnheitsrecht reingeholt. Und jetzt kam dann vor kurzem die ausdrückliche Ansage der Designer - in einer FAQ oder was - dass es kein Delay geben soll. Damit wird eigentlich auch nicht nur das Delay, sondern gleich das ganze "Rulings not Rules" Prinzip ad absurdum geführt, denn dadurch wird quasi der Präzedenzfall aufgestellt "Was nicht im Buch steht, gibt es nicht, und basta".
Mal ganz davon abgesehen, dass auch einige Regelstücke laut Designer-FAQ ganz anders zu handhaben sind als sie im Buch stehen, jedenfalls für mein Verständnis.
Dann kann man sich entscheiden, ob man sich dem fügen will, oder riskieren will auf einmal die Rollenspielpolizei im Haus stehen zu haben.
Ginster:
--- Zitat von: kalgani am 25.08.2015 | 15:20 ---Hab mir gestern beim spielen den Abschnitt nochmal durchgelesen und im Endeffekt sagt er nur: Wenn dein SL nickt ist alles gut.
Konkrete Beispiele wann dies immer zuverlässig Auftritt gibt der Abschnitt nicht her (Seite 200?).
Aber das ist sowieso ein Phänomen unter dem nicht nur 5E leidet.
Neuere Regelwerke gehen klar davon weg, Regel klipp und klar auszuformulieren.
--- Ende Zitat ---
Der DMG gibt da eigentlich ganz gute Ratschläge. Letztlich finde ich es gut, dass nicht alles irgendwo definiert ist.
Außerdem bin ich sowieso eher vorsichtig mit dem Vergeben von Adv./Disadv. weil ein leicht erhaltenes Advantage an vielen Stellen Klassenfähigkeiten abwertet. Daher halte ich zum Beispiel auch nichts von der Flanking-Regel. Ist aber sicher Geschmackssache.
Nightfall:
Haben die wirklich geschrieben, dass es kein Delay geben DARF, oder nur, dass sie dafür keine Regeln schreiben werden? Klingt nämlich nicht sonderlich passend zu dem, wie sich D&D 5 sonst darstellt. Also ein "Was nicht im Buch steht, gibt es nicht, und basta." ist natürlich blödsinn und sicher in keinster Weise so gesagt, gemeint, gedacht oder geregelt worden. Sonst gäbe es z.B. ja auch nicht die Erklärung, wie man sich eigene Hintergründe baut und danach einige Beispiele. Ich denke eher, dass das mit dem Delay ne Formulierungssache in der FAQ gewesen sein dürfte (werde mir diese demnächst mal ansehen). Ihr hatte aber auch in anderen Foren davon gelesen, dass man sich wohl mit einer höheren Initiative einfach aussuchen darf wann man agiert und nicht stur von hoch nach niedrig abgearbeitet wird. Sprich: Dann wäre Delay nicht vorhanden, weil nicht notwendig : Wer eine hohe Init hat, entscheidet einfach wann er agiert und Leute mit niedrigerer Initiative können dagegen nicht viel tun. Selbst gelesen hatte ich die Regelung (im Buch) nicht, aber im Grunde würde ich eine Abart davon auch sowieso als Hausregel einführen, wenn mir das Konzept gefällt.
Diktatorisch sagen, wie man spielen soll und darf kann, will und wird ein Rollenspiel übrigens sowieso niemanden. Rollenspielpolizei ist n nettes Wort, aber impliziert völlig falsche Impressionen. Wegen solcher (mMn auch sehr schlechten) Aussagen musste ich Leuten erstmal erklären, dass Rollenspieler im Allgemeinen KEINE Leute sind, die sich wegen Regeln und deren Auslegungen anschreien und das Spiel damit eher zu dafür nutzen, ihre Meinung durchzuboxen als Freude am Spiel zu haben.
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