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Waffen und Rüstungen bei Fate Core

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Chruschtschow:

--- Zitat von: Chiarina am  1.12.2014 | 21:26 ---Hm. Ich bekomme ganz schön Gegenwind... und muss gestehen, dass mich Chrustschows Argument...

--- Ende Zitat ---

Oha, das ist gar nicht so kritisch gemeint, wie das vielleicht rüber kommt. Ich komme ja nun als eher älterer Rollenspieler auch aus einer Ecke, in der jedes Fitzelchen simuliert wurde und sei es, dass ich meine Ausrüstung auf die Unze genau durchgerechnet habe, um zu schauen, ob das meinen SC irgendwie langsamer macht. Brrr, schauderliche Zeiten, wenn ich daran zurück denke... ok, übertrieben, wir hatten auch damals einen Heidenspaß. ~;D

Ich habe an Fates Verzicht auf Ausrüstung ein bisschen knabbern müssen, bis mir aufging, dass Fate nicht die Physik simuliert, sondern eben die Story. Und die geht halt anders mit Schwertern um. *Fatepunkt raus* *Schwenk auf das hoch erhobene Schwert* *Zoom* *mächtiger Schwung* *Gegner kugeln in kleinen Stückchen durch die Gegend* Fatepunkte sind Großaufnahmen. :d

Chiarina:

--- Zitat von: Chrustschow ---Oha, das ist gar nicht so kritisch gemeint, wie das vielleicht rüber kommt
--- Ende Zitat ---

Ach, ich hab´s auch gar nicht unangenehm empfunden. Ich war eben froh, dass ich endlich mal in einem Punkt so halbwegs feste Vorstellungen hatte und musste dann nach eurem Insistieren meine Ideen nochmal in Frage stellen. Daran ist ja nichts Schlechtes, eher im Gegenteil.

Ich finde das System superspannend, aber es erklärt sich mir nicht von selbst. Ich habe an einigen Punkten schon etwas Mühe, mich hineinzudenken. Da mich 08/15-Simulationssysteme aber zunehmend unzufriedener machen, ist das auch genau richtig so! Ich will ja raus aus meinen alten Standardprozeduren. Euch hier bei Tanelorn empfinde ich als Unterstützung dabei.

Herzlichen Dank,

Chiarina.

Dragon:

--- Zitat --- (sind wir mal großzügig und behaupten dass der Aspekt "Bewaffnet wie ein Ritter" Rüstung UND Waffen beinhaltet)
--- Ende Zitat ---
Aspekte sollten sowieso nicht zu eng gefasst werden. Aber du solltest deine Spieler auch nicht zwingen einen Waffen bzw. Rüstungsaspekt zu wählen (es sei denn, du gibst ihnen dafür einen Aspekt mehr)
Der Aspekt könnte aber auch einfach auf der Ausrüstung liegen (die gekauft werden muss).


--- Zitat ---Und jetzt noch einen Stunt (auf Fight):
- Swords Expert: Nach dem Einsatz eines Fatepunktes bekommt der Charakter einen +2 Bonus auf seinen Fight-Skill, wenn er mit einem Schwert kämpft.(Wenn ein Stunt Extrastress im Kampf verursacht, kostet er normalerweise einen Fatepunkt).
--- Ende Zitat ---
Also mal ein wenig aus der Erfahrungskiste:
Wir haben Stunts die "zu leicht" +2 auf Kampf, Verteidigung und Ini geben stark reglementiert (nur innerhalb einer Stuntskette). Ein Beispiel wäre: +2 wenn ich mit genau diesem Schwert kämpfe (oder Schwerter im allgemeinen).
Das ist nicht wirklich situational, weil die Situation eben quasi immer gegeben ist und Stunts sollten eben eingeschränkt sein. Das versuchst du hier mit einem FP.
ABER, ich als Spieler würde diesen Stunt den du vorschlägst niemals nehmen. Warum nicht? Wenn ich jemanden spiele, der gut kämpfen können soll, dann wird mind. einer meiner Aspekte das aussagen und dann kann ich den FP genauso gut für den +2 in meinen Aspekt pumpen und spar mir den Punkt Refresh für diesen Stunt.
Stunts die +2 geben mit einem FP bezahlen zu lassen ist i.d.R. unsinnig, weil ein Aspekt (und die kann ich ja auch selbst erschaffen) das gleiche macht und noch mehr.

Generell würde ich empfehlen mächtige Stunts (alles was mehr als potentiell einen FP/+2 wert ist) eher anders einzuschränken und nur, wenn sich wirklich gar nichts anderes anbietet (oder der Spieler das so will, damit der Stunt in jeder Situation potentiell verfügbar ist) einen FP fordern. Weil FP sind limitiert. Stunts die zusätzlich FP ziehen können tatsächlich einschränkender auf den Spielfluss wirken als man glaubt.
Wie gesagt, das heißt nicht, dass man es nicht tun soll, aber man sollte andere Optionen auch abwägen. (z.B. einmal pro Spielsitzung, einmal pro Szene, einmal pro Conflict/Contest/Challenge, wenn man einen Wurf mit Spin schafft, wenn man vorher einen bestimmten Aspekt erschaffen hat.... usw.)
Bei +2 Stunts würde ich wie gesagt einfach die Situation in der sie einsetzbar sind einschränken.
Z.B. bekommt +2 auf Kämpfen in einer Duellsituation (für Ritter)
oder
Bekommt +2 auf die erste Attacke, die nach erfolgreichem Anschleichen erfolgt (für Assassinen z.B.)


--- Zitat ---Bei dieser Regelung wird es in meiner Gruppe die Realismusdebatte geben (Wieso muss ich dafür schon wieder einen Fatepunkt ausgeben? Ich habe die Waffe doch immer noch in der Hand!). An der werde ich allerdings sowieso nicht vorbeikommen, also auch grad egal.
--- Ende Zitat ---
Ja er hat die Waffe immer zur Hand, natürlich und er ist auch jederzeit ein Ritter und das erlaubt ihm ja auch seinen fight-skill einzusetzen und schaden an dem anderen Mann in der Plattenrüstung zu machen (mit bloßen Händen? Eher nicht...).
ABER der einsatz des FP stellt eben einen besonders guten Schachzug da, eine Schwachstelle die er nutzt usw. ;)
Denk daran, dass ein Konflikt dadurch definiert ist, dass man jemanden schaden zufügen will und kann! Das können ist hier manchmal sehr entscheidend.

Chiarina:
Hallo Dragon, ich habe noch ein bisschen Erklärungsbedarf:


--- Zitat von: Dragon ---+2 wenn ich mit genau diesem Schwert kämpfe (oder Schwerter im allgemeinen).
--- Ende Zitat ---

Deutet die Klammer auf die Stuntkette hin? Heißt das, dass der Basisstunt +2 auf das spezielle Schwert gibt und die nächste Stufe in der Stuntkette dann den Bonus für Schwerter allgemein erlaubt?

Und dann zu deiner Kritik an meinem (unoriginellen) Stunt:
Du kritisierst gleich mehrere Dinge, wenn ich dich richtig verstanden habe:
1. Der Stunt ist zu allgemein (ein Ritter bekommt den Bonus quasi immer)
2. Der Stunt ist für das, was er bewirkt, zu teuer.
Ich fand den Stunt deshalb ganz in Ordnung, weil ich die Boni ja addieren kann. Ich bekomme +2, wenn ich erfolgreich einen Vorteil erschaffen habe UND +2 wenn ich dann auch noch meinen Stunt einsetze. Ich habe den Stunt deshalb nicht situativ eingeschränkt, weil ich denke, ein kampfgeschulter Ritter sollte in vielen Kampfsituationen Vorteile haben (nicht nur mit dem Schwert seines Großvaters, nicht nur in einer Duellsituation, oder was auch immer). Deinen Vorschlag mit den eingeschränkten Einsatzmöglichkeiten (einmal pro Szene, etc.) finde ich aber eine gute Anregung, um um die Fatepunkt-Kosten drumherum zu kommen.

Nebenbei: Was ist ein Wurf "mit spin"? Ein success with style?

Chiarina.

LvR:

--- Zitat von: Chiarina am  2.12.2014 | 09:07 ---Nebenbei: Was ist ein Wurf "mit spin"? Ein success with style?

--- Ende Zitat ---

Jep, hieß früher (glaube es war FreeFate) so.

Eine weitere Variante, die ich vor einiger Zeit für meine Fantasyrunde überlegt hatte: Waffen bringen keinen zus. Schaden, aber sie erleichtern bestimmte Manöver (sollte auch dazu dienen, dass Manöver (Create an advantage) intensive genutzt warden, was bei uns gar nicht funktionierte).
Also Waffe A bringt +2 auf Aktionen, die den Aspekt "Entwaffnet" herbeiführen, Waffe B +2 auf Aktionen, die dem Gegner den Aspekt "Am Boden" verpassen sollen usw.

Rüstungen haben wir über Aspekte und zus. Konsequenzen abgebildet.

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