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5E Hausregelthread - Diskussionen
Erg:
Ich finde die Diskussion, hm, sagen wir... interessant.
Wenn ich eine Klasse spiele, die explizit (Paladin) oder implizit (Kleriker, Warlock etc.) Einschränkungen ihrer Handlungsfreiheit unterliegt (wenn ich einer "höheren" Macht diene bzw. mit ihr im Bunde stehe und deshalb gewisse "mystische" Fähigkeiten erhalte, sollte das, was ich so treibe tunlichst "gottgefällig" sein, sonst gibt es halt früher oder später Streß), muß es irgendjemanden geben, der beurteilt, ob ich mich innerhalb der festgelegten Grenzen bewege oder nicht. Und wenn man klassisch/altmodisch spielt, kommt dafür halt nur der SL in Frage. Dessen Entscheidung von vorneherein als Willkür zu betrachten, erscheint mir zum einen sinnlos, zum anderen schlicht falsch. Natürlich entscheidet/urteilt der SL aufgrund seiner Vorstellungen, das heißt aber doch nicht, daß der Entscheidung keine nachvollziehbaren Kriterien zugrunde liegen (was dann Willkür wäre). Zumindest Fragen der Plausibilität und Konsistenz wird der SL ja hoffentlich berücksichtigen (ansonsten ist die Angelegenheit wohl allgemein eher spaßfrei).
Natürlich müssen dem Spieler die Grenzen seiner Handlungsfreiheit bekannt gemacht werden, bevor er sich für oder gegen eine bestimmte Klasse entscheidet. Wer aber mit solchen Einschränkungen ein grundsätzliches Problem hat, sollte halt lieber etwas anderes spielen (und nach Möglichkeit ohne Gesinnungen, sonst wirds gleich wieder schwierig), es ist ja nicht so, als gäbe es keine Auswahl.
Ist die Tabelle hart ? Zweifellos. Würde ich sie so verwenden ? Eher nicht. Die Geschmäcker sind verschieden. Aber eine prinzipielle Ablehnung kann ich nicht nachvollziehen.
Muß es einen Ausgleich geben ? Nein, warum sollte das nötig sein ? Die Einschränkung der Handlungsfreiheit bei manchen Klassen ist ein konsistenter Teil des Spielsystems. Es wäre ja auch möglich, die entsprechenden Klassen ohne aktuellen Bezug zu "höheren" Wesenheiten zu konzipieren (ich glaube, ein entsprechendes Beispiel wurde angeführt), das ist aber nun mal nicht der Fall.
Archoangel:
"It´s your world now!"
... kann also jeder handhaben wie der Dachdecker. Wichtig ist, denke ich, nur, dass die Spieler vorher wissen worauf sie sich einlassen.
Ich tue mir bei neuen Editionen, die das ja nicht explizit ausweisen, mittlerweile auch sehr schwer jemanden für sein Verhalten zu bestrafen, seinen Tischnachbarn jedoch nicht, da dieser eine andere Klasse hat. So lange die Klassen noch unglaubliche Vorteile hatten (2nd Edition Paladin zum Beispiel) war auch jedem Spieler klar, dass er bestimmte Regeln einhalten musste um seine cool-Powers zu behalten - stand ja auch in den Regeln. Mittlerweile sind aber alle Klassen weitgehend ausgewogen, weshalb es wenig Sinn macht 1W6 Klassen seitens des SL einzuschränken, andere jedoch nicht.
Oder anders gesagt: sind die Beführworter der Abstrafung im Gegenzug auch bereit dem Priester/Paladin/Paktierer einen direkten Eingriff ihrer Entität zu gewähren, wenn sie sich besonders Glaubenskonform verhalten? Wäre ja eigentlich nur konsequent, da ein Pendel ja bekanntlich in beide Richtungen schwingt. Wo ist also des Ogers Tabelle für besonders gottgefälliges Handeln? Ein "Erziehungseffekt" des Spielers läuft ohnehin deutlich besser über Belohnung denn Bestrafung.
Mein Vorschlag:
- mehr Sprüche
- mehr special Powers
- früherer Zugang zu Sprüchen ("der Level 5 Spruch ist ab sofort ein Level 4er für dich - Jesus liebt dich eben")
- schnellerer Stufenanstieg
- magische Gegenstände als Geschenk vom Gott
- mehr Followers
- direkter Eingriff zu Gunsten des Spielers
...
Der Oger (Im Exil):
--- Zitat von: Rhylthar am 27.10.2015 | 09:31 ---Und der Mehrwert ist welcher?
Gut, es herrscht "Gleichberechtigung", aber was bringen die Einschränkungen/Bestimmungen/... am Spieltisch?
--- Ende Zitat ---
Gut, gehen wir mal auf Anfang zurück:
Der Sinn meiner Paladin - Hausregel war zum einen, etwas greifbares zu haben, um das Einhalten des Eides bedeutsam zu machen. So, wie es da steht, ist es erstmal nur unverbindliche Fassade, ohne handfeste Strukturen.
Auf der anderen Seite möchte ich auch Götter haben, die launisch, eifersüchtig, intrigant, und leicht zu erzürnen sind. Keine weisen, über alles erhabenen Energiewesen, denen alles egal ist. Es geht mir also auch um die konsistente Darstellung, Abbildung einer chaotischen Welt.
Worauf ich mich noch einlassen könnte, wäre die Diskussion, ob die Strafen, wie ich sie angedacht habe, nach Schweregrad ausgegeben werden, und vielleicht noch eine Unterscheidung nach den Gesinnungen der Gottheiten getroffen wird.
Aber darum geht es Dir nicht, richtig?
--- Zitat ---Und vor allem: Mit welchen "Belohnungen" kann ich als Spieler rechnen...und sind sie planbar?
--- Ende Zitat ---
Planbar im Sinne von "Auf Stufe 5 hat mir der SL einen Magischen Gegenstand mit dem und dem Bonus und den und den Fähigkeiten zu schenken, bis dahin kann ich mich entspannt zurücklehnen und der Encountereisenbahn folgen?" Dies ganz sicher nicht. Stattdessen möchte ich, dass sich die Spieler selbst Ziele setzen, die sie erreichen wollen.
Etwas anderes (was es vielleicht nur bei mir gibt) ist die Tatsache, dass die Diener der Götter ein anderes Ansehen in der Welt als die Angehörigen anderer Klassen haben. Der durchschnittliche Bauernmob mag vielleicht einen arkanen Magieanwender auf dem Scheiterhaufen verbrennen, aber an einen Kleriker oder Paladin traut man sich nicht so einfach ran - wer will sich schon den Zorn der Götter zuziehen? Daher haben diese Klassen auch ingame mehr Autorität (wenn auch beliehen) und soziale Immunitäten, als dies Charaktere anderer Klassen haben. Daher starten sie schon mit einem gewissen Bonus.
Aber alles in allem: Die 5E ist so gebaut, dass man sie leicht an verschiedene Vorstellungen anpassen kann. Ob nun der Eid oder die Gottheit oder beides gleichermaßen entscheidend ist, bleibt jedem SL selbst überlassen.
--- Zitat von: Archoangel am 27.10.2015 | 11:09 ---"It´s your world now!"
... kann also jeder handhaben wie der Dachdecker. Wichtig ist, denke ich, nur, dass die Spieler vorher wissen worauf sie sich einlassen.
--- Ende Zitat ---
Ich mache das auch genau so.
--- Zitat ---Oder anders gesagt: sind die Beführworter der Abstrafung im Gegenzug auch bereit dem Priester/Paladin/Paktierer einen direkten Eingriff ihrer Entität zu gewähren, wenn sie sich besonders Glaubenskonform verhalten? Wäre ja eigentlich nur konsequent, da ein Pendel ja bekanntlich in beide Richtungen schwingt. Wo ist also des Ogers Tabelle für besonders gottgefälliges Handeln? Ein "Erziehungseffekt" des Spielers läuft ohnehin deutlich besser über Belohnung denn Bestrafung.
Mein Vorschlag:
- mehr Sprüche
- mehr special Powers
- früherer Zugang zu Sprüchen ("der Level 5 Spruch ist ab sofort ein Level 4er für dich - Jesus liebt dich eben")
- schnellerer Stufenanstieg
- magische Gegenstände als Geschenk vom Gott
- mehr Followers
- direkter Eingriff zu Gunsten des Spielers
...
--- Ende Zitat ---
Auch das halte ich für eine gute Idee. Ein paar Posts vorher auch schon. Bin bisher nur noch nicht dazu gekommen, da ich in dieser Diskussion feststecke :D
Nebula:
Prinzipiell meine Meinung:
wir spielen hier ein Rollenspiel und dazu gehört auch was Ausspielen. Also ohne Zwang, freiwillig. Und kein Werteausspielen, also irgendwelche Werte zusammenpicken, Klasse nur nach Nutzen auswählen... und das RPG sein lassen. Barbar/Paladin/Ranger wasauchimmer wird gleich gespielt.
Aber es gibt Leute denen ist das RPG echt egal, die machen Wertepicken und Optimieren.
Hatte einen Drachenblut Sorc der auf Warlock wollte: ich fragte welchen Patron er wählt und ich will das Ausspielen oder er soll mir es einfach sagen und dann isses so, ohne Rollenspieltechnische Auswirkung
Irgendwie fühlte sich das auch komisch an.
Ich mag da schon, wenn jemand nen Paladin nimmt oder Warlock, daß das RPG technisch irgendeine Auswirkung hat. Beim Warlock gibts ja auch keine Regeln wenn es ums Patron betrügen geht oder mal nicht tun was er will. Aber hey, der gibt dir seine Powers.
Aber ich werde mich eh nimmer mit solchen Leuten an nen Tisch setzen, die nix Ausspielen außer es passt ihnen in den Kram (also ist was positives) und alles negatives mit Folgen wird konsequent tot ignoriert.
Rhylthar:
Warum geht man eigentlich davon aus, dass es beim Warlock und seinem Patron sich um ein "Meister - Sklave/Diener"-Verhältnis handeln muss?
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