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[SF] FTL-Konzept (für Redshift)
Skyclad:
--- Zitat von: Mort am 29.01.2015 | 18:51 ---Was ich also für mein FTL ganz gerne hätte, ist das Prinzip des "Anlauf nehmens" -- ein Schiff kann nicht einfach so von einer Sekunde auf die andere springen, sondern muss erst einen bestimmten Vektor aufbauen, was Stunden oder gar Tage dauern kann.
Wie aber sich dieser Vektor herleitet, das ist die andere Frage. Ansonsten sollte man in Sachen Startpunkt nicht besonders eingeschränkt sein.
--- Ende Zitat ---
Führ den Gedanken weiter. Zum Hyperraumeintritt muss ein Schiff vorher auf relativistische Geschwindigkeit beschleunigen und beim Rücksturz daraus auch wieder abbremsen.
Dazu braucht es eine Menge Raum ohne irgendwelche Hindernisse. Also besserhalb ausserhalb der Ekliptik. Zur selben Zeit vermeidet das das "Saturn-Paradox". Du brauchst mehr Anlauf als die Erde-Saturn Entfernung um überhaupt auf die notwendige Sprunggeschwindigkeit zu kommen und das zusammen mit dem Abbremsen im Zielsystem, der Neuorientierung und erneuter Beschleunigung und Abbremsen verschlingt einiges mehr an Zeit als ein Erde-Saturn Direktflug.
Gleichzeitig willst Du dabei auch nicht im interstellaren Raum springen. Der nicht von einer Sonne weggeräumte Staub kann mit einem Schiff im relativistischen Flug böse Dinge anstellen.
--- Zitat von: Mort am 29.01.2015 | 18:51 ---Drittens aber, das ist mir wieder eingefallen, sollen prinzipiell mehrere Sprünge in Folge machbar sein, jedenfalls wenn die Reichweite pro Sprung begrenzt ist. Will heissen, ein z.B. 10pc entferntes System soll nicht extrem schwierig zu erreichen sein, weil das Schiff alle 2pc zwei Monate Pause einlegen muss.
Prinzipiell dürfen aber die Kosten einer FTL-Reise proportional zur Entfernung sein.
--- Ende Zitat ---
Schau Dir das FTL-System in C.J.Cherryhs Alliance/Union Universum an. Die Schiffe dort hangeln sich von Stern zu Stern, müssen aber nach Systemeintritt erst einmal abbremsen und danach wieder beschleunigen, da sie sonst in Gefahr laufen, dass ihre Hyperraumaustrittsgeschwindigkeit beim nächsten Sprung über der Lichtgeschwindigkeit liegt und sie damit im Hyperraum verloren gehen. Dasselbe passiert wenn sie zu weite Sprünge wagen (nicht zu sprechen davon, dass ein Rücksturz immer in Richtung Masseschwerpunkt des Systems erfolgt und zu nahe am Stern herauszukommen, ohne Chance zum Bremsen, im Endeffekt aus Selber herausläuft). Das macht im Setting Braune Zwerge zu wichtigen Wegpunkten und ihre Entdeckung kann Handelsrouten und damit Vermögen machen als auch zerstören.
Feuersänger:
*bump*
Letztens kam mir da wieder ein Gedanke -- vielleicht ein alter Hut, das möchte ich hier mal zur Diskussion stellen.
Es geht um den Ansatz "Vorgänger-Rasse hat Jumpgates hinterlassen" -- also quasi der Mass Effect-Ansatz.
Weiss jemand, _wie_ das Gate unseres Sonnensystems entdeckt wurde, bzw wie es verborgen war?
Ich könnte mir das nämlich so als Hintergrundszenario recht atmosphärisch vorstellen:
Man hat begonnen, im Sonnensystem Rohstoffe abzubauen. Unter den Jupiter-Trojanern befindet sich ein ziemlich dicker Brocken, der ersten Scans zufolge vielversprechende Masscons aufweist. Doch als man den Brocken zersägt, legt man keine Erzadern frei, sondern eine metallische Struktur -- voilà, ein Jumpgate der First Ones (um man einen Babylon-5 Begriff zu bemühen).
Cool? Lame? X-Mal dagewesen?
Antariuk:
Im Grunde ein alter Hut, ich habe es aber bisher immer so erlebt dass Leute damit eigentlich kein so wirkliches Problem haben - Stargates sind einfach cool. Nicht nur weil sie dem SL einiges an Arbeit und an Micromanagement des Settings abnehmen, sondern weil sie auch recht klare Verhältnisse für die Spieler schaffen. Stargate = neue Welten. Stargate geht nicht? Das bedeutet eine Artefaktjagd oder ein Abenteuer um es wieder zu Laufen zu bekommen. Stargate geht? Dann findet das Abenteuer auf der anderen Seite statt. Alles ganz direkt ohne abstrake Layer (wobei man die je nach Belieben natürlich einbauen kann), jeder weiß als Spieler was Sache ist.
Das mit Vorgängern, Allerersten, Antika, oder wie man sie noch so nennen mag... ich persönlich finde die Idee solcher Aliens interessant, konnte vielen Umsetzungen in Büchern oder Filmen/Serien jedoch nur wenig abgewinnen. Die Implikationen ihrer Existenz oder die Auswirkungen ihrer Technologie auf die menschlichen Lebensverhältnisse waren meist spannender als die Aliens selber, zumindest in den Sachen die ich kenne.
Ich kenne ME jetzt nicht so wirklich, daher kann ich da nicht mitreden, aber die Runcible Gates aus Neal Ashers Polity-Reihe fand ich immer toll. Die brauchen aber eine mächtige AI um zu funktionieren, zumindest in den Romanen. Aber vielleicht findest du ja 1-2 Ideen die dir zusagen :)
Ucalegon:
Eclipse Phase macht das mit seinen Stargates so. Die heißen "Pandora Gates" nach dem Saturnmond, auf dem man das erste entdeckt hat. Die anderen vier stehen auf einem Vulkanoiden, im Ma’adim Vallis auf dem Mars, auf Oberon und auf Eris. Notorisch schwer zu finden/Unklar, wer sie gebaut hat und wozu (gibt z.B. eine nette, fluffige AR-Sidebar namens "GEOLOGICAL STRATA IMPLICATIONS ON GATE AGE")/Vermutete Gates an anderen Stellen des Sonnensystems und so weiter. Alles ein großes Mysterium und gleichzeitig extrem nützlich. Und natürlich besteht die Möglichkeit, dass es sich bei den Gates um eine Falle handelt.
Fand ich zu Beginn etwas cheesy, was aber mehr am Vorbild lag als an der Umsetzung in EP. ;)
Gerade, wenn es nur ein Gate gibt, ist das halt der ultimative chokepoint.
Als spontane twists fallen mir noch ein: Das Gate ist eine Sackgasse, führt also in genau ein weiteres Sonnensystem ohne das große Netzwerk/Das Gate erlaubt generell keine Rückkehr/Das Gate hat keinen komplexen Aktivierungsmechanismus o.Ä., sondern stand schon den frühesten Menschen und Kulturen offen.
Bei der Frage nach dem "Wer hat's erfunden" sollte man es , finde ich, nicht übertreiben mit den uralten, technisch weit überlegenen Zivilisationen. Zumindest, wenn man nicht gerade die zündende Idee hat. Vielleicht mehr in die Richtung römischer Straßen oder so: Die Nachwelt versteht das Prinzip, erkennt den Nutzen, ist beeindruckt, aber die eigenen kulturellen Verhältnisse reichen nicht, um 100% Leistung aus dem Netzwerk zu ziehen, es vernünftig zu warten oder gar zu erweitern.
---
Cool Gate Trope / Portal Network Trope
Eulenspiegel:
Laute Mass-Effect Wiki handelt es sich bei dem Stargate von Mass Effect um den Mond Charon.
Und ja, Stargates sind mittlerweile Klassiker. Aber Klassiker sind schließlich Klassiker, weil sie so cool sind.
Wie das erste Stargate gefunden wird, ist interessant, wenn man ein AB darum spielt. Das heißt, die SCs entdecken das Stargate. - Wenn das Stargate jedoch vor 100 Jahren entdeckt wurde, interessiert es mich eigentlich nicht, wie genau es entdeckt wurde.
Aber Möglichkeiten der Entdeckung wären:
[*]Stargate war inaktiv, Menschen haben das Eis/Gestein ringsherum weggeräumt und es so gefunden.
[*]Stargate hat sich plötzlich selber aktiviert. Keiner weiß, warum.
[*]Stargate hat sich plötzlich selber aktiviert und ein Alien-Schiff kommt durch das Stargate ins Sol-System. (Erkundungsschiff, das herausfinden will, was auf der anderen Seite ist.)
[*]Stargate existiert noch nicht. Irgendwann kommt per Sublicht eine KI-Flotte im Sol-System an und baut das Stargate auf. Die KIs ignorieren die Menschen und fliegen weiter, sobald das Stargate aufgebaut ist. (Sollten die KIs oder das Stargate angegriffen werden, werden sie sich verteidigen und die Angreifer vernichten. Sie fliegen aber keine Racheaktion auf die Erde sondern bauen anschließend einfach ruhig weiter.)[/list]
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