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Monde von Ymir - transhumaner Space-Western

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Waldviech:
Die Idee mit der Gegenseitigkeit find ich Klasse! Möglicherweise haben die Ersten Forscher von den Aliens diverse spirituelle Philosophien und Designs übernommen. Dieser Austausch könnte sich dadurch intensiviert haben, dass die Ersten Forscher ihre Rolle als "Götter" und "Geister" ernst nehmen, weil sie die im Detail wie auch immer abgelaufene Katastrophe, die sie verursacht haben, bereuen. Sie sehen sich daher als Schutzmacht der Aliens, würden aber erst gegen Kolonisten aktiv werden, wenn diese ihre Schützlinge aktiv bedrohen. Expeditionen zu den Aliens hätten dann einen interessanten Aspekt: Man muss vorher die Erlaubnis der Ersten Forscher einholen oooder man zieht einfach los, das Einverständnis der Sonden voraussetzend. (Und hofft dabei, dass man nicht versehentlich irgend ein Tabu bricht und Knatsch mit transzendenten KIs von jenseits der Singularität kriegt).

Nebenher bemerkt: Die Idee dahinter ist auch so ein bisschen, den obligatorischen, ausgekauten Indianer-Abklatsch alá Avatar zu vermeiden. Die Konflikte, die sich aus der Anwesenheit der Aliens ergeben, sind weniger zwischen Mensch und Alien zu sehen, sondern laufen eher zwischen Mensch, Mensch und KI - darüber, wie mit der Anwesenheit von Aliens nun umzugehen sei.

Achamanian:
Schöne Idee mit den "Eingeborenen"!
Was das Erscheinungsbild/die Biologie dieser Aliens angeht: Wie wäre es, wenn sie äußerlich relativ vertraut wirken (evtl. sogar mit zwei-Beine-zwei-Arme-Kopf-Konfiguration), sich ihrem inneren Aufbau nach aber in geradezu unheimlicher Weise von diesem äußeren Eindruck unterscheiden? Mir fallen immer als erstes Pilzwesen ein, natürlich sind auch tausend andere Ansätze denkbar ... vielleicht haben sie Münder, die überhaupt nicht zur Nahrungsaufnahme da sind, sondern eine dünne Membran enthalten (und schützen), bei der es sich um ein Wahrnehmungsorgan handelt ... nehmen Nahrung durch eine Form von Osmose auf ... fühlen sich aufgrund ihrer Biochemie kalt und klamm wie Leichen an ... können Körperteile abstoßen, die für kurze Zeit eigenständig die letzte gespeicherte Bewegung durchführen ... verbreiten einen ganz leichten Geruch nach Terpentin ... haben einen Pelz, der aus beweglichen Fühlern besteht ... kurz: wirken aus fünf Meter Entfernung wie flauschige Ewoks, sind aber für Menschen bei dichterem Kontakt vage gruselig. Was alles nichts daran ändert, dass sie den Menschen freundlich begegnen, aber die Einstellung mancher Menschen zu ihnen beeinflussen könnte, weil sie halt auf den zweiten Blick nicht rüberkommen wie edle Wilde, sondern wie kleine, bizarre Gruselmonster.

Bad Horse:
Ich würde ja die Aliens eher vage lassen. Die sollen ja eh nicht unbedingt zentraler Spielinhalt sein, oder?

Da sind mir blaue Menschen (fehlgeschlagene Gen-Experimente aus Brasilien) und hochgezüchtete Oktopoden-Musiker lieber.

Als Indianer-Ersatz fänd ich Öko-Rebellen / -Terroristen eh passender: Die sind aggressiv, man kann mit ihnen herumkämpfen, aber man kann auch mit ihnen reden und gegenseitiges Verständnis entwickeln.

Achamanian:
Thread-Nekro:

Dieser Settingthread geht mir ja nicht so recht aus dem Kopf, hat einfach die richtige Mischung aus Abenteuer-Potenzial, abgefahrenen Ideen und Hard-SF-Elementen ... gibt es sonst noch jemanden, der daran rumdenkt? Für mich ist das gerade vor allem ein potentieller Schauplatz für das Cypher-System, das ich gerne mal mit einem "richtigen" SF-Setting (nicht Science-Fantasy) ausprobieren würde.

Ich habe leider bis Mitte/Ende August überhaupt keine Zeit für Hobby-Kram, hätte dann aber Lust, ein bisschen dran zu basteln, indem ich mir den einen oder anderen Aspekt rauspicke und ihn als Text ausarbeite, und das vielleicht auch mal zu bespielen. Mag wer mitmachen?

Waldviech:
Ja, irgendwann müsste man hier wirklich mal weitermachen - wenn das leidige RL nur nicht wäre! Ich war auch noch so am Überlegen, ob Welten außerhalb des ymirschen Mond-Systems eventuell auch eine Rolle spielen könnten. Das Sonnensystem von 109 Piscium b ist insgesamt ja größer als "nur" der Gasriese in der habitablen Zone mit seinen bewohnbaren Monden. Aus dem heimischen Sonnensystem hat die Menschheit bereits reichlich Expertise im Besiedeln "toter" Welten und im Konstruieren von Raumstationen (das ist ja einer der wichtigen Punkte des Settings). Da wäre es logisch, dass es auch weiter außen (oder innen) liegende Kolonien und Habitate gibt. Das Ymir und seine Monde so außergewöhnlich sind, würde ja nicht bedeuten, dass es an anderen Ecken von 109-Piscium-b nichts interessantes gäbe.

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