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Gutes (Fantasy-)System für EinsteigerInnen

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Maarzan:

--- Zitat von: Chruschtschow am 21.02.2015 | 11:29 ---Und da habe ich vor allem mit Spielerinnen und Spielern im Kindes- und Jugendlichenalter diametral entgegenstehende Erfahrungen. "Ich entscheide erst was ich mache und suche dann die Regeln dazu" erleichtert das Spiel deutlich gegenüber einer durch Regeln vorgegebenen Handlungsauswahl, in der ich die Regeln als weitere Ebene für die Auswahl parat haben muss.

Ein Mangel an Ideen war bei den Spielerinnen und Spielern bisher nie das Problem. Natürlich hilft es massiv, wenn sich alle im gleichen Vorstellungsraum befinden. Normalerweise liegen Probleme mit der Aktivität eher da. Ein Zwölfjähriger findet sich in Hogwarts schneller zurecht als in Tiefwasser.

--- Ende Zitat ---

Damit sind wir wohl einmal bei der Frage des Alters und der Unterscheidung zwischen Rollenspiel und Erzählspiel.

Lasercleric:

--- Zitat von: Samael am 21.02.2015 | 11:22 ---Naja, das Abenteuermaterial hat man ja genutzt. In der 5E Basisbox ist ein gutes und umfangreiches Abenteuer - da sind die ~17€ gut investiert auch wenn man später auf PHB wechselt.

--- Ende Zitat ---
Oder die 11 EUR...
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)http://www.fantasywelt.de/product_info.php/info/p25797_Dungeons---Dragons-5--Edition-Starter-Set--ENGLISCH-.html

--- Zitat von: Feuersänger ---Ich würde ja von "Einsteigerboxen" die Pfoten lassen, sofern sie nicht kostenlos sind. So versimpelte Regeln werden schnell langweilig, und wenn man dann auf das volle System wechseln will, kann man die Ausgaben für Basisboxen in den Wind schreiben.
--- Ende Zitat ---
Zumindest bei D&D stehen ja auch die kostenlosen basic rules zur Verfügung. Ob die Regeln in der Box so versimpelt sind, kann ich nicht beurteilen, zumindest bezogen auf das D&D Starter Set lese ich die Kritik zum ersten Mal.

sv:
Danke für die ganzen Antworten!


--- Zitat von: Archoangel am 21.02.2015 | 10:35 ---Wie üblich ... frag`11 Rollenspieler und du bekommst 30 Meinungen.

--- Ende Zitat ---

Ja, das war mir schon klar, deswegen hab ich die Frage einfach mal unbedarft hier reingeworfen. Ich wollte ja neue Ideen und viele verschiedene Meinungen bekommen. Im Endeffekt muss ich dann ja noch selber entscheiden, wie ich nachher was leite. :-) Viele Meinungen helfen da ungemein finde ich. Ich versuche mal auf alles etwas einzugehen:

Splittermond reizt mich sehr, eben weil es eine "helle" Fantasy-Welt mit netten neuen Ideen ist. Rumpel hatte sich das damals angeschafft und ich hab mal reingeschmökert. Man muss wirklich nicht viel dafür auf den Tisch legen und die Einsteigerbox sieht sehr vielversprechend aus. Das lese ich mal rein!

D&D 5. Edition: Ehrlich gesagt hab ich damals nur mitbekommen, dass alle so über die 3. Edition gerantet haben, und hab mich damals gar nicht mehr weiter drum gekümmert. Das schließt auch Pathfinder mit ein, das ist alles an mir vorüber gegangen. Aber natürlich habe ich damals auch ganz klassisch mit DSA, ein bisschen Midgard und dann halt AD&D 2. Edition angefangen. D&D an sich ist für mich nach wie vor als Klassiker hoch im Kurs. Leider gibts das Starter-Set gerade beim Sphärenmeister nicht mehr, aber vielleicht finde ich es ja auch hier in Wien?

OSR: Labyrinth Lord hatte ich mal reingeschaut, gefiel mir prinzipiell recht gut. Allerdings finde ich diese fehlende Unterteilung zwischen Races und Klassen nie. Wieso zur Hölle ist ein "Elf" das gleiche wie ein "Priester"? Das gilt natürlich auch für LotFP - das finde ich nur aufgrund des Weird/Gore Faktors so toll. Von daher werde ich mir Swords & Wizardry mal anschauen. Leider sind sowohl LabLord als auch S&W als Print fast überall ausverkauft. Scheint eine Krankheit bei den OSR-Produkten zu sein.

Savage Worlds: Frage mich, ob für Neulinge dieser ganze Slang wie "Wildcards", "Bennies", "Acing" und die Pokerkarten nicht too much sind. Wenn jemand das erste Mal einen Würfel zum Bestimmen von Erfolg oder Misserfolg verwendet, könnten die zusätzlichen Konzepte sehr verwirren. Aber ja, dafür sprechen sicherlich das günstige Einsteigerheft, das ausgewogene Regelsystem (noch nie selber gespielt, aber nur Gutes gehört) und viele mögliche Settings.

Erzählerische Settings wie Dungeon World oder Fate: Da müsste ich mal vorfühlen, wie so die generelle Stimmung ist. Meine Freundin hat das Katzensetting für Fate Core sehr angesprochen. Das wäre dann aber auch weniger klassische Fantasy als ein erzählerischer One-Shot. Dungeon World würde für mich aber rausfallen, da zu viel spontanes Improvisieren erforderlich ist. Ich glaube das würde alle Beteiligten überfordern.

Barbarians of Lemuria: Man kann die Regeln in ein anderes Setting übertragen, das stimmt. Habe ich auch erst letztens gemacht. Die Laufbahnen und der immergleiche Würfelwurf finde ich ziemlich gut. Wäre ein großer Favorit meinerseits.

Was ich noch gar nicht kenne, sind Arborea (ah, Rolemaster mit einer eigenständigen Welt, sieht gut aus), Dragon Age, Crypts and Things und Ulisses Universal Regeln. Schau ich mir mal an!

Ja, ich wäre eine erfahrene Spielleiterin (bzw. zumindest erfahrene Rollenspielerin) und würde Neulinge an das Thema Rollenspiel heranführen wollen. Es macht sicherlich Sinn ein System zu nehmen, das mit auch gut gefällt. Wahrscheinlich werde ich irgendetwas nehmen, was es mir erlaubt das Abenteuer ein wenig erzähltechnisch auszuschmücken, aber trotzdem halbwegs klare Optionen für die SpielerInnen mit einer klaren Aufgabenstellung verbindet. Z.B. finde ich persönlich die One-Page-Dungeons von Dungeonslayer immer ein wenig zu mechanisch. (Hatte eh die Idee mal einen eigenen One-Page-Dungeon mit 5 anstatt 2 Seiten erzähltechnischem Hintergrund zu schreiben.)

Gerade tendiere ich zu Barbarians of Lemuria mit anderem Setting, Savage Worlds mit irgendeinem Fantasy-Setting, Fate Accelerated oder Splittermond.

Germon:

--- Zitat von: sv am 21.02.2015 | 00:10 ---Bei Dungeonslayers finde ich die Regeln zu unausgewogen.

--- Ende Zitat ---
Köntest Du das näher erläutern?
Dungeonslayers wäre nämlich mein Tipp gewesen, das es aus meiner Sicht mit leicht verständlichen Regeln, viel (kostenlosem) Material und einer tollen Community (die Neulinge freundlich aufnimmt und gerne Regelfragen etc. beantwortet) punktet.

Chruschtschow:

--- Zitat von: Maarzan am 21.02.2015 | 13:14 ---Damit sind wir wohl einmal bei der Frage des Alters und der Unterscheidung zwischen Rollenspiel und Erzählspiel.

--- Ende Zitat ---

Das betrifft wohl nur Richtiges-Rollenspiel(tm)-Theoretiker. Und das sind die wenigsten Anfänger. ;)

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