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Magie?

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Abaton23:

--- Zitat von: Selganor am  2.06.2015 | 11:50 ---Besonders mit diesen Spielern sollte dann doch besser VORHER geklaert sein was/wo/wie die Eckdaten der magischen Faehigkeiten sind. Wenn auch die damit zufrieden sind kommen wenigstens im Spiel keine weiteren Diskussionen ueber das "was kann denn Magie?" auf.

--- Ende Zitat ---

Nun, genau solche Eckdaten werden schon im Vorfeld abgelehnt. Es soll nur die Beschreibung des Aspekts zur Magie dienen. Man fordert, dass die Definition der Magie dann in der jeweiligen Szene frei erfunden werden darf, sofern sie der Aspektbeschreibung nicht widerspricht.

Das heißt: Wenn Magie mit einer allgemeinen Fähigkeit verglichen werden kann, so soll es keinen Fate-Punkt kosten dürfen. Der Feuerball ist ein Fernkampfangriff des Feuermagiers, somit kann er ihn 5.000 Mal ohne Einsatz von Recourcen vom Turm feuern. Will er aber die gesamte Burg abfackeln, so kann das nicht mit der Fertigkeit abgehandelt werden. Dann schmeißt er nen Fate-Punkt und fackelt trotzdem die Burg ab. Stunts soll er genauso wie Nichtmagier noch obendrauf kriegen, damit er ja nie Nachteile hat, sondern stets mehr als ein Nichtmagier kann.

Das finde ich gegenüber Nichtmagiern als sehr unfair. Was soll denn der als Trost kriegen? Ne andere Aspektbeschreibung? Damit komm ich als SL nicht klar.

Selganor [n/a]:
Klingt nach klarem Fall von: Gruppe (in dem Fall: SL und Powergamer) kann sich nicht auf ein Setting einigen -> entweder nachverhandeln bis doch eine Einigung passiert oder mit anderem System probieren.

Klingt zwar hart, ist aber bei Fate nicht selten.

Wenn die Gruppe da unterschiedliche Vorstellungen hat wird das einfach nix.
Mal so als Extrembeispiel:
Geplant ist eine "Polizeiserie"
SL hat "The Wire" oder "The Shield" im Kopf.
S1: "Polizei-Inspektion 1"
S2: "Sledge Hammer"
S3: "beliebiger Skandinavien-Krimi"
das wird einfach nix... oder zumindest nix bei dem alle Spass haben werden.

Daheon:
Ich sehe ehrlich gesagt das Problem nicht.
Der Magier zaubert mit Fertigkeit Schießen oder Zaubern oder Gezielte Sprüche und erzeugt eine Anzahl Steigerungen.
Wenn er angreifen wollte, erzeugt er den entsprechenden Schaden.
Wenn er damit einen Vorteil schaffen wollte (Die Hütte brennt), dann erzeugt er den Vorteil.
Die allgemeinen Fateregeln gelten ja auch für zaubernde Charaktere. Insofern hat ein Zauberer die selben Möglichkeiten wie ein Krieger.
Wenn man also eine zu erstürmende Burg nach Fatemanier als Charakter mit Stress und Konsequenzen darstellt, dann haben im Endeffekt beide Spieler die selben Möglichkeiten. Und ein Zauberer, der die Burg mit einem Wurf abfackeln will, muss schon seeehr gut würfeln.

Wenn die Spieler allerdings glauben, dass ein Aspekt ihnen erlaubt, den Regeln des Spiels nicht folgen zu müssen, dann hat das auch nichts mehr mit Regelausnutzung zu tun.

Andererseits, wenn ich mich recht entsinne, hat die Beispielrunde aus Fate Core für Magie auch nur einen Aspekt und Fertigkeitsstufen in Wissen genutzt, um den Zauberer darzustellen. Das schien auch nicht zu einem Ungleichgewicht zu führen.

Abaton23:
Das Problem besteht damit, dass der Spieler sich alle Optionen offenhalten will und im Gegenzug auf rein garnichts verzichten will. Nicht einen einzigen Stuntverbrauch, keine noch so geringe Änderung der bestehenden Fertigkeiten. Wählt er den einzigen Aspekt "Magier der Kristallkugel", ohne dass Magie vorher im Detail geklärt wird, kann er jetzt ständig Plotkiller beantragen. "Hey, ich guck in die Vergangenheit und will Infos." "Hey, wer ist der Mörder?" "Wo finde ich den?" Klar hab ich als SL ein Veto. Nur leg ich das dreimal ein, dann hab ich einen Typ am Tisch, der "Spielleiterwillkür" schreit und die Stimmung vermiest. Deshalb will ich vorher ne Klärung, um diese Sinnlos-Diskussionen am Tisch zu verhindern.

Vor Allem will der Magier all diese Möglichkeiten mit einem einzigen Aspekt kriegen. Der Nichtmagier soll nicht einmal den geringsten Fussel als Ausgleich kriegen. Was soll ich den anderen Spielern sagen?

Bei meinen derzeitigen Spielern ist mir FATE einfach viel zu schwammig. Entweder, wir definieren Magie im Vorfeld durch erläuternde Hausregeln. Wenn das ein Einzelner nicht akzeptieren will, ist mir FATE zu riskant.

aikar:
Das ist natürlich Blödsinn. Fate erlaubt sehr viele Freiheiten in der Anwendung der Regeln, aber die Grundlage ist, dass das Setting (und damit die Optionen, die jemand im Setting hat) geklärt ist.

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