Autor Thema: Hotzenplotzens Großkampagne ca. 993 BF bis 1021 BF - Plauderei u. Diskussion  (Gelesen 3840 mal)

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Offline Skolman

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Abgetrennt aus dem Thread Hotzenplotzens Großkampagne ca. 993 BF bis 1021 BF - Arbeitsthread - auf besonderen Wunsch des Autors

Hier sollen die hoffentlich fruchtbaren Gespräche zum Thema Großkampagne rein.



Hallo liebe Mods, könnt ihr bitte die Diskussionsposts aus dem Arbeitsthread hierhin verschieben? Danke! :)


Oh Gott, die Attentäter!
Das schlechteste AB das wir je gespielt haben!
Spieler und Leiter waren alle gleichermaßen verzweifelt!   :-X
« Letzte Änderung: 9.06.2015 | 09:21 von Jens »

Offline Steppenork

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Ich habe das damals (irgendwann zu DSA3-Zeiten) geleitet. Die Idee hinter dem Abenteuer war ziemlich cool, aber die Umsetzung... nun ja. Railroading von Anfang bis Ende, umglaubwürdige Motivationen und alles andere, was damals halt so gang und gäbe war. Aber irgendwie hat es uns dennoch Spaß gemacht.
Wieso? Wer den Metaplot nicht mag, soll kein DSA spielen.

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Offline Hotzenplot

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Richtig. Und GENAU deshalb ist es in der Liste.  ;) Wie ich es verändere, ist noch nicht ganz klar. Bisher denke ich drüber nach, die SC als Verteidiger gegen diese Attentäter agieren zu lassen. Da ich zwei Maraskaner in der Runde habe, wäre es natürlich theoretisch auch denkbar, sie aus der Motivation eines Maraskaners tatsächlich das Attentat durchführen zu lassen. Aber das wird so vermutlich nicht klappen, da wir in der Runde besprochen haben, dass die SC mehr und mehr für die Mittelreicher/Mittelländer agieren, wenn nicht gar "reichstreu" zu werden, da uns sonst die nötige Motivation für die Abenteuer als die klassischen guten (Orkensturm, G7) fehlen wird.

« Letzte Änderung: 8.06.2015 | 07:42 von Jim Plotz »
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Draig-Athar

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Hallo Hotzenplotz,
sehr schöne Ausführungen über dein Projekt. (Ich lese auch dein Diary immer mit großer Begeisterung). Mir ist noch folgende Idee gekommen: vielleicht ließe sich die Stadt des toten Herrschers noch irgendwie in den Phileason einbauen? Vorausgesetzt, dass ihr den Handlungsstrang mit den Alten Echsengöttern nicht überspring (wie im anderen Thread angedeutet wurde).

Offline Hotzenplot

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Habe schon lange nicht mehr in "Stadt des toten Herrschers" reingeschaut. Was mir ad hoc einfällt, ist Atavar Friedenslied, der da aber leider auch so ein bisschen als "ach komm, ich mach das mal eben für dich, Junge"-NSC rüberkommt, oder täusche ich mich?
Wo siehst du denn die Verbindung, oder was hast du für Ideen?

Ich möchte das Tal der Echsengötter schon drin haben, aber mangels Bettlerkarawane (habe ich überhaupt keine Lust drauf) gibt es halt noch keinen Grund, da muss noch eine Idee her :)
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Draig-Athar

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Die Verbindung sehe ich eben über die Echsen - geht ja um einen uralten Echsenherrscher. Ging falls ich mich recht erinnere darum, dass man vom Friedenslied in die Vergangenheit geschickt wird um irgendeine Katastrophe zu verhindern (die man irgendwie selbst verschuldet hatte). Aber ich müsste da auch noch einmal reinlesen, ist einfach alles zu lange her.

Offline Hotzenplot

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Die Verbindung sehe ich eben über die Echsen - geht ja um einen uralten Echsenherrscher. Ging falls ich mich recht erinnere darum, dass man vom Friedenslied in die Vergangenheit geschickt wird um irgendeine Katastrophe zu verhindern (die man irgendwie selbst verschuldet hatte). Aber ich müsste da auch noch einmal reinlesen, ist einfach alles zu lange her.
Nach kurzer Lektüre des Wikis: Aaaachja, das war ja das AB mit dem einen Körper für mehrere Helden. Damals fand ich das schlecht, heute würde ich es machen.  ~;D :d

Ja, die Echsen, du hast natürlich recht. Werde mich in das Thema nochmal einlesen, wenn die Phileasson-Saga weit genug gedeiht. Vielleicht könnte man einen Teil der NSC aus dem Echsenreich in der Vergangenheit vielleicht auch auf die Inseln im Nebel übertragen.
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Wellentänzer

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Moin! Ich habe Dich noch nicht angerufen, weil ... aber lies selbst. Hier.

Bei Dir und Deiner Großkampagne hab ich aber immerhin eine Vorstellung, warum das cool ist und allen Beteiligten Spaß macht. Du als SL ziehst die Befriedigung und Motivation daraus, das Licht der Abenteuer zum Scheinen zu bringen und parallel den idiotischen Quatsch (Schienen etc.) cool umzubauen. Ich verstehe das Motiv des SL insofern als eine Art sportlichen Ehrgeiz. Korrekt? Für die Spieler ist das natürlich ebenfalls großartig, denn sie können die ganzen Klassiker mit einem SL auf der Höhe der Zeit spielen. Hm. Auf die Vorbereitung als SL hätte ich vermutlich keinen Bock, aber als Spieler würde ich da sofort und liebend gern mitspielen. Irgendwie empfinde ich aber zwischen dem, was Ihr da so treibt, und dem, wie ich die Old-School-Bewegung wahrnehme, noch einen recht großen Unterschied. Oder wie siehts bei Euch mit dem Gonzo-Faktor so aus? Ich hätte vermutet, dass der durch die SL tendentiell rausgebügelt wird?

Offline Hotzenplot

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Gute Frage, weil ich das Thema vielleicht selbst schon hätte anpacken und erklären sollen. Also hole ich das nach - danke für die Aufforderung ;).

Hotze lässt die Hosen runter
oder
Warum man so einen Scheiß eigentlich macht

Meine Großkampagne ist kein old-school-Spiel!
Old-School-Bewegung. Da gibt es schon einige Experten (Mann ohne Zähne, Glinnefiz, Oliof, soweit ich das überblicke - bin da nicht wirklich im Thema), da braucht es nicht noch einen Hotzenplotz. Zwar ist die Wurzel der Motivation, die Dinger anzupacken, zum Teil eben in Nostalgie begründet, aber alle alten Schinken werden von mir massiv umgebaut, um eben nicht mehr oldschoolig zu sein. Das Nostalgiegefühl habe ich dadurch teilweise auch ganz allein für mich, weil keiner meiner Spieler dieser Runde so lange DSA spielt wie ich und nur einer Ahnung von diesen alten Sachen hat. Es ist also so eine Art SL-Nostalgie-Masturbation, was ich da betreibe. Es ist so, wie wenn du mit Person A schläfst und an Person B denkst. Beide Seiten finden es geil, aber aus anderen Gründen. Ich erlebe und fühle wirklich immer wieder, sowohl in der Vorbereitung, als auch im Spiel selbst, den alten Sense of Wonder, den ich mit 9 oder 10 Jahren hatte, als ich Muffe vorm Nachtdämon hatte.
Nein, ich verstehe mich als modernen SL mit shared narrative control bzw. Player Empowerment, Fanmail, Feedback-mails, Runden-Website, Flags und mit ohne Hartwurst. Und irgendwo in dieser Torte steckt der Geschmack des alten Schinkens - den schmecke aber nur ich.
Teilweise bleibt eben auch nur der Kern enthalten. Die Canibal Garuks des Grausamen, der im Original-Ranak mal ein Orkhäuptling (im Südmeer!) war und nun ein untoter Pirat samt eigenem Hintergrund ist, wird das Schiff der verlorenen Seelen sein. Mir geht wahrscheinlich einer ab, wenn ich das leite, weil ich halt das Schiff der verlorenen Seelen spiele, dessen Bildgewalt ich als Kind geliebt habe, während die Spieler eben ein Pirates-of-the-Caribbean-Ding abziehen und sich freuen, den untoten Glibber-Piraten den Arsch zu versohlen.

Zum sportlichen Ehrgeiz: Oh ja, den habe ich und zwar auf mehreren Ebenen. Wenn ich so forenweit lese, wie manche die Abenteuer verkorksen (ohne dabei Spaß zu haben), dann wird mir schlecht. Wenn ich lese, wie manche behaupten, das Grauen von Ranak wäre ein stumpfer crawl und total schlecht (und damit ihre Nicht-Ahnung beweisen), dann... ja, dann juckt es mich. Es juckt mich, den Leuten zu beweisen, dass wir (die Spielrunde) einen Haufen Spaß haben, obwohl wir diese alten Abenteuer spielen. Ich erdreiste mich sogar zu glauben, dass ich Menschen helfen kann, die Spaß mit der alten B-Reihe haben wollen.
Dann ist da noch der Ehrgeiz, dass Ding auch fertig zu bekommen. Ich habe ja unbedarft angefangen, was vielleicht eine besondere Schwierigkeit ausmacht (oder auch nicht, wie man will), aber inzwischen habe ich längst die Mammutaufgabe erkannt, die so eine Großkampagne ist. Man braucht neben einer guten Spielrunde (TM) und allem was dazu gehört, wurde hier ja oft genug versucht zu definieren, eben vor allem: Konstanz und Engagement. Letzteres bringe ich genug mit, keine Sorge, aber Konstanz, dafür ist die ganze Runde zuständig. Wer weiß schon, was in 7 Jahren ist? Denn ohne Frage, so lange wird es wohl dauern bei unserer Spielgeschwindigkeit (also insgesamt, gezählt ab Südmeer 1 bzw. der Vorgeschichte dazu).

« Letzte Änderung: 8.06.2015 | 21:44 von Hotzenplotz »
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Wellentänzer

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Ha! Das kann ich zu 100% nachvollziehen und finde es in jeder Faser ausgesprochen sympathisch. Aber: es hat dann in der Form wirklich nix mit Old School zu tun.

Offline Gwynplaine

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Offline Jens

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Auf besonderen Wunsch des Themenerstellers habe ich mal einige Beiträge aus dem Hauptfaden hier her verschoben.

Offline Just_Flo

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Offline Steppenork

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Tolle Idee, all die alten Abenteuer zu was eigenem umzubauen. Die alten DSA-Sachen waren ja schon sehr eigen, weswegen ich sie heute bei aller Nostalgie in ihrer Urfassung auch nicht mehr spielen wollte, aber so... das klingt spaßig.

Ich überlege, was ich unserer Gelegenheits-Langzeit-DSA-Runde nach dem (hoffentlich) baldigen Abschluss unserer Eigenbau-Kampagne als nächstes vorsetze und ich glaube, dein Konzept würde mir gefallen. Für wieder was ganz eigenes fehlt mir einfach die Zeit. Die alten Sachen so zu spielen, wie sie in den Büchern stehen, würde wohl keinem von uns wirklich gefallen, aber die neueren Sachen mag ich aufgrund des Metaplots auch nicht so richtig. Nur fehlt mir die Zeit für solch ein Mammutprojekt.  Welche Abenteuer haben dir denn bisher am besten gefallen, oder anders gefragt, welche haben am besten funktioniert? Wenn ich nur einen Bruchteil davon verwenden könnte, welche würdest du bisher empfehlen?
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Offline Hotzenplot

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Welche Abenteuer haben dir denn bisher am besten gefallen, oder anders gefragt, welche haben am besten funktioniert? Wenn ich nur einen Bruchteil davon verwenden könnte, welche würdest du bisher empfehlen?

Wirklich schwer zu sagen, weil die Abenteuer natürlich dem Stil der Gruppe angepasst wurden. Ich weiß nicht genau, was die Spieler sagen würden, aber aus meiner eigenen Sicht: Südmeerkampagne, Wolf von Winhall, Xeledons Rache, Phileasson-Saga: Himmelsturm.

Die Südmeerkampagne habe ich auch deshalb genannt, weil der Änderungsaufwand ziemlich gering war. Ein großer Rahmen drum herum, eine bessere Inszenierung des Bundes der schwarzen Schlange und allgemeines NSC-pimpen - fertig. Das geht recht schnell. Diese Tatsache trifft aber auch auf ein paar andere der alten Perlen zu.
Wolf von Winhall habe ich schon ordentlich angepasst, hatte dadurch aber diesen besonderen Flair, dass man anfangs nicht wusste, was und wer die Bestie ist (weshalb die Spieler auch lange nicht wussten, welches AB wir spielten - der Name ist halt Programm ;)).
Xeledons Rache macht m.E. nur in neuem Gewand Spaß und ist nach alter Setzung öde. Aber die Änderungen sind schnell gemacht, insbesondere die Hervorhebung des spottenden Halbgottes war interessant.
Der Himmelsturm ist auch im Original unglaublich schlecht (unglaublich deshalb, weil die Phileasson trotz ihrer Schwächen ja einen sehr guten Ruf hat - aber das gilt für die G7 ja auch ;)). Hier war der Umbau schon aufwändiger, aber das Talenteinsatz- und Palastkartensystem, dass ich dafür entwickelt habe, hat sehr gutes Feedback geerntet und das Abenteuer dynamisch und dramatisch gemacht. Im Übrigen ist das Teil mit ein bisschen Anpassung auch entgegen mancher Unkenrufe völlig losgelöst von der Phileasson-Saga spielbar.
« Letzte Änderung: 9.06.2015 | 08:23 von Hotzenplotz »
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Der Himmelsturm ist auch im Original unglaublich schlecht (unglaublich deshalb, weil die Phileasson trotz ihrer Schwächen ja einen sehr guten Ruf hat - aber das gilt für die G7 ja auch ;)). Hier war der Umbau schon aufwändiger, aber das Talenteinsatz- und Palastkartensystem, dass ich dafür entwickelt habe, hat sehr gutes Feedback geerntet und das Abenteuer dynamisch und dramatisch gemacht. Im Übrigen ist das Teil mit ein bisschen Anpassung auch entgegen mancher Unkenrufe völlig losgelöst von der Phileasson-Saga spielbar.

Das ist mir auch schon mehrfach aufgefallen. Woher der gute Ruf von Phileasson kommt, ist mir ja echt schleierhaft. Ich kann mir das nur durch die Kombination aus heftiger nostalgischer Verklärung und damaligem Senser of Wonder erklären. Wie man ein eigentlich großartiges Setting wie diesen Himmelsturm so dermaßen beschissen ins Spiel bringen kann, ist mir echt vollkommen unverständlich. Aufgebohrt kann man da aber durchaus was draus machen. Das glaube ich sofort.

Offline Hotzenplot

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Das ist mir auch schon mehrfach aufgefallen. Woher der gute Ruf von Phileasson kommt, ist mir ja echt schleierhaft. Ich kann mir das nur durch die Kombination aus heftiger nostalgischer Verklärung und damaligem Senser of Wonder erklären. Wie man ein eigentlich großartiges Setting wie diesen Himmelsturm so dermaßen beschissen ins Spiel bringen kann, ist mir echt vollkommen unverständlich. Aufgebohrt kann man da aber durchaus was draus machen. Das glaube ich sofort.
Jap, Zustimmung in allen Punkten. Deshalb ist der Änderungsaufwand hier auch am größten. Klar, die simplen alten Hüte sind schneller zu überarbeiten. Wie man es aufbohrt, ist ja Geschmackssache, aber meine Art und Weise beschreibe ich ja fortlaufend in dem entsprechenden thread. Anfangs dachte ich ja noch "ach komm, bauste mal eben um" - Pustekuchen. Es ist eine Menge Arbeit, aber der Aufwand lohnt sich meiner Meinung nach. Vor allem in Punkto Stimmung (ich bin ja nicht so der über-Atmo-SL) und in vielen anderen Hinsichten ist halt auch das phileasson-projekt toll.
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Offline Germon

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....Wenn ich so forenweit lese, wie manche die Abenteuer verkorksen (ohne dabei Spaß zu haben), dann wird mir schlecht. ...
Wo kann man das lesen?
 8]
Just SLAY!

Draig-Athar

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Das ist mir auch schon mehrfach aufgefallen. Woher der gute Ruf von Phileasson kommt, ist mir ja echt schleierhaft. Ich kann mir das nur durch die Kombination aus heftiger nostalgischer Verklärung und damaligem Senser of Wonder erklären.

Die Kampagne hatte damals halt vieles eingeführt und definiert, was heute noch Setzungen sind (oder zumindest Grundlagen für heute noch geltende Setzungen). Damals war die einzige Möglichkeit an gewisse Informationen (speziell über Hochelfen und Echsen) zu kommen die Kampagne zu spielen (oder lesen - manche bösen Zungen würden jetzt behaupten das macht von den Handlungsmöglichkeiten keinen großen Unterschied  ~;D). Insofern denke ich ist es sehr schwierig für jemanden der aus heutiger Sicht (wo es diese Setting-Informationen anders aufbereitet gibt) auf die Kampagne blickt das nachzuvollziehen.

Offline Hotzenplot

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Wo kann man das lesen?
 8]
Ach, an vielen Stellen. Z. b. in der wiki-aventurica zu den jeweiligen Abenteuern. Lies einfach mal, könnte belustigend sein  ;D. Außerdem manchmal im dsaforum bei den Bewertungen, des weiteren bei den verschiedenen Spielberichten. Aufschlussreich ist da z. b. der spielrunden-blog Teil des Phileasson-Projekt-Forums. Der dort fleißig postende Brandur, der für seine Spieler glaube ich eine sehr atmosphärische dichte Kampagne geleitet hat, ist eben an einigen Sachen förmlich verzweifelt, was man auch in seiner Bewertung hier im dsaforum lesen kann (wo dann noch eine durchaus aufschlussreiche Antwort des Autors der Neuauflage kam).
In der Tat hat es mich aber wirklich weiter gebracht, etwas aus den verschiedensten Quellen über die ganzen schlechtgelaufenen Sachen der Abenteuer zu lesen. Das war für mich so ein bisschen wie das Prinzip einer Fuck-Up-Night, denn die Mißerfolge anderer helfen einem möglicherweise weiter als die Erfolge.  :d
« Letzte Änderung: 9.06.2015 | 11:36 von Hotzenplotz »
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Draig-Athar

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Mir kam da gerade ein Gedanke: vielleicht lässt sich das mit dem Friedhof der Seeschlangen irgendwie verbinden. Entweder die SCs finden dort Hinweise auf das Tal , oder du verlegst das Tal der Echsengötter gleich vom Regengebirge nach Maraskan.

Offline Hotzenplot

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Mir kam da gerade ein Gedanke: vielleicht lässt sich das mit dem Friedhof der Seeschlangen irgendwie verbinden. Entweder die SCs finden dort Hinweise auf das Tal , oder du verlegst das Tal der Echsengötter gleich vom Regengebirge nach Maraskan.

Gute Idee. Die Fährte zum Tal habe ich allerdings auch schon gelegt, im Abenteuer Kommando Olachtai.
Die Idee, das in Maraskan zu machen, gefällt mir allerdings richtig gut. Da gibts doch auch die Skrechu. Habe mich mit dem Tal der Echsengötter noch nicht allzu detailliert auseinandergesetzt und würde erst noch mal schauen, ob der Ort da nicht noch irgendwie wichtig ist für den Metaplot. Falls nicht (besonders), würde ich die Örtlichkeit einfach verlegen. Top Idee, danke :)
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Da ich es auch gerade im DSA-Forum bewertet habe, hier mal meine Meinung zum AB Ein Traum von Macht, was ich ja mit Unter dem Nordlicht verbunden und in die Recken-Saga gepackt habe.

Ein Traum von Macht ist ein Traum von einem guten AB, der leider nur teilweise verwirklicht wurde.

Mangels Zeit mal in aller Kürze:
Gut:
- Grundidee des Abenteuers
- Darstellung Vayavindas bzw. des Restes davon und der dort lebenden NSC (für die Kürze des ABs wohlgemerkt)
- schöne Atmosphäre insgesamt
- Aufgreifen von Lysira, der altbekannten Reifkönigin
- die Idee, ein Einsteigerabenteuer jenseits von "ich befreie den Wirt von seiner hässlichen Schwiegermutter im Dorf Gradnochsniepjengurken" zu schaffen, top!
- Layout und Bilder, gerade die Bildergeschichte, wirklich toll
- Vilan und sein Heim
- Darstellung NSC und Orte im ersten Teil

Schlecht:
- Einstieg veraltet und bräsig. Statt Tipps dazu, wie die Helden nach Nostria kommen, hätte man ja mal Vorschläge zu eigenen Motivationen der Spieler und Helden machen können
- definitiv _kein_ Einsteigerabenteuer, da erstens die Masse an für das Abenteuer sinnvollen und benötigten Settinginformationen einen Einsteiger m.E. erschlägt und zweitens (wichtiger) ein Spielerkleinhalten vorgekaut wird, dass ich persönlich jedenfalls keinem Einsteiger gönnen möchte
- ganz klassisches Railroading. Zum Abenteuer hat einer was von freiem Spiel geschrieben, da musste ich herzlich lachen. Nein, frei ist es nicht. Man kann hin und wieder zwischen Optionen wählen, aber das Ergebnis ist doch das gleiche.  Typische Entwertung von Spielerentscheidungen: Vilan stirbt, Deoderich stirbt, niemand glaubt dir über Vayavinda und in der Stadt selbst wird auch nichts verändert!
- der erste Teil hat mit dem zweiten nichts zu tun. Der erste Teil ist zwar nett (dabei aber so ein bisschen Bauerngaming-heimelig, mag aber manchen gefallen), hat aber außer einer Verfolgung mit dem späteren AB nichts zu tun. Insbesondere schlecht daran ist ein Stilbruch, über den Anfänger-SL und Spieler vielleicht schneller stolpern könnten
- putzige Flugkätzchen *schnurrschnurr* oh Gott, wie ich die Dinger hasse (zugegebenermaßen ziemlich subjektiv, bestimmt finden sie viele totaaaaal süüüüß o.O)

Ich habe das Abenteuer gelesen, um es in meiner Phileasson-Saga zu verwursten, was ich (zusammen mit Unter dem Nordlicht) auch tun werde. Zum Ausschlachten ist es wirklich toll, weil es viele schöne Elemente enthält.

Neueinsteiger Finger weg!

Edit:
Extra Rant zum Railroadingteil
Habe dann noch mal ein paar Stellen nachgelesen und kriege bald das kotzen. Wie kann man heutzutage noch so einen Sightseeing-Mist ernsthaft an die Spielerschaft bringen wollen? Und dann noch an Einsteiger, damit man die Neukunden gleich verprellt oder was? "Kommen Sie doch rein, schauen Sie sich um, aber anfassen dürfen Sie nicht" *aufdieHandplatsch*, will man so ein Produkt verkaufen?
Auch der im Detail vorgeplottete Tod Vilans ist genauer betrachtet eine absolute Abschreckung für Neulinge.
Vorher: "Du, spiel doch mal bei uns Rollenspiel mit, da kannst du eine Figur spielen und deine eigene Geschichte schreiben. Du kannst so handeln, wie du es dir von Film- und Romanhelden manchmal gewünscht hast!"
Im Spiel: "Nein, ihr könnt da jetzt nichts machen. Der ist schon aus dem Fenster raus, also sofort und stürzt da runter. Nein, deine Heilzauber gehen jetzt nicht - ne, deine Liturgien auch nicht und ja, du hast zwar ne 1 gewürfelt in der GE-Probe, um den zu fangen, aber das ist halt ein Hochelf, da gilt sowas nicht!"
*megakotz*

« Letzte Änderung: 17.06.2015 | 15:16 von Hotzenplotz »
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