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Wieviel Mechanismen braucht Rollenspiel?

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Bad Horse:
@zant: Mit "Tabletop" meine ich das, was in Deutschland halt lange so genannt wurde (Warhammer, Warhammer 40K, Confrontation, diese ganzen Miniaturenspiele). Rollenspiel ist das Rollenspiel am Tisch. Dein Vorposter hat mich richtig verstanden.

@b_u_g: Mag sein, dass es ganz verschiedene Spielvarianten gibt, die man am Tisch spielt. Die interessieren mich leider alle nicht sehr, deswegen hab ich sie in einen Topf geworfen. Deiner Aufdröselung würde ich aber soweit zustimmen.

Chruschtschow:

--- Zitat von: blut_und_glas am 13.06.2015 | 20:23 ---Das alles miteinander in einen Topf zu werfen und als monolithischen Gegenpol zum "Improvisationstheater" darzustellen greift in meinen Augen einfach zu kurz.

--- Ende Zitat ---

Genau. Und nebenher ist Improtheater auch gar nicht der Gegenpol zum Spiel mit Regeln, weil es eben selbst auch Regeln braucht. Da muss ja auch klar werden wie wo was möglich ist, sonst zerläuft das auch nur zu einem bizarren Brei. Also gibt es Regeln. Das hat auch gar nicht viel mit Spiel zu tun, wie ich vermute, dass Bad Horse das meint (Regelspiel nach Oerter und Montada?). "Vater, Mutter, Kind" ist ein Rollenspiel und es hat Regeln. Schaut euch mal Kinder beim Rollenspiel an, wenn die die Regeln brechen: "Nein, ich will jetzt die Mutter sein!" Bäääm! Rolle verlassen! Katastrophe! Kurz drauf setzt es was mit der Kaffeekanne. ;)

Nørdmännchen:
Och menno, eigentlich fand ich das Thema gar nicht sooo spannend...  ;D


--- Zitat von: Huntress am 13.06.2015 | 14:48 ---Das Problem ist allerdings, dass man sich auf Spielmechanismen (GAME) einlassen muss, damit sie Erzählen begünstigen. Und das ist ein Bruch mit der Tradition, die beide Mechanismen gegenüber stellt.

--- Ende Zitat ---

Das stimmt wohl - die Tradition die Du beschreibst ist kaum zu verleugnen. Allerdings nehme ich persönlich sie immer als die Artikulation eines Dualismus wahr, der sich dann mit den Realitäten am Spieltisch kaum deckt. Wie einige Vorschreiber schon betonen, greift diese binäre Betrachtung mMn zu kurz. Aber da sind wir sehr im Bereich persönlicher Erfahrungen (und evtl. Erbsenzählerei meinerseits ;) ).


--- Zitat von: Huntress am 13.06.2015 | 14:48 ---Und natürlich funktioniert das, denn sowenig die ersten Rollenspiele reine Brettspiele waren, selbst wenn sie aus dem Wargames-Lager kamen, so wenig sind Erzählspiele reines Geschichtenerzählen, so sehr sie den GAME-Bereich auch kleinreden wollen.

--- Ende Zitat ---
Eben das!
Meine These ist dabei, das das Medium Rollenspiel derzeit aus seiner ersten/zweiten, eher experimentellen Gestaltungsphase austritt. Die unterschiedlichsten Spielerlebnisse, die schon im ersten D&D potentiell angelegt (wenn auch nicht intendiert) waren, werden nun vergegenwärtigt. In der Folge beginnen sie die unterschiedlichen Spiele in der Entwicklung zielgerichtet zu beeinflussen.
Will sagen: auch in alten Rollenspielen gibt es erzählerisch funktionale Mechaniken, speziell im Bereich der Reincorporation (blödes Denglisch), der Spannung und fiktionaler Entwicklungsbögen - nur standen diese eben "im Schatten" der KoSim-Mechanismen. Daher möchte ich eher an ein gezieltes Fokussieren und Erweitern von Mechanismen glauben, die dem jeweiligen Design-Ziel dienen. Sie waren in gewissem Sinne schon immer "unter einem Hut"; nur waren da eben auch noch ganz andere Dinge.

Sonja:

--- Zitat von: Zant am 13.06.2015 | 20:42 ---Es gibt ja nicht nur schwarz-weiß "reines regelfreies Erzählspiel" und "verregelter Simulationismus/Brettspiel", sondern gerade der Mittelweg trifft oft den sweet spot. Was zählt ist eben oft das Spielgefühl, das das Gesamtsystem (nicht nur der Kernmechanismus!) erzeugt. System matters!

--- Ende Zitat ---

Da kann ich mich nicht anschließen. Brettspiel ist Brettspiel, und das ist auch gut so. Aber was soll das ausgerechnet beim Rollenspiel? Drolliger historischer Ballast, weiter nichts.

Das ist genau so, als ob man beim Fußballspielen als Subsystem igrendwelche Würfelregeln für Zweikämpfe hätte, wo dann alles anhält, Minimum 25 Seiten Regeltext. 

Holothuroid:
Was das soll? Narrative Constraints.

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