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[Empfehlt mir] Weltraum RPG Setting
nobody@home:
Ich kann mich jetzt gerade partout nicht erinnern, wie sich die moderne Fassung regeltechnisch darstellt, und das alte trotz des dünnen Buchs etwas überkomplexe und wahrscheinlich eh längst vergriffene prozentbasierte Regelsystem würde ich zumindest rein unter dem Aspekt nicht unbedingt empfehlen...
...aber könnte Justifiers rein vom Setting her passen? Die Default-Spielercharaktere sind eine kleine Gruppe von überwiegend Beta-Humanoiden (durch Gentechnik erzeugte Tier-Mensch-Hybride), bei denen sich auch schon mal so was wie ein menschlicher Sträfling und/oder Aufseher befinden kann, und die mit einem selbst nicht überlichttauglichen kleinen Forschungsshuttle mittels einer aufwendigen und teuren Teleportationstechnologie in interessant erscheinende Planetensysteme "gebeamt" werden, um zu erkunden, ob sich eine Ausbeutung und eventuelle Kolonisation rechnen würde. Beta-Humanoide sind rechtlich Eigentum der Firma, die sie (evtl. auch nur ihre Eltern) produziert hat -- es gibt da diverse Megacorps, von denen allerdings eins das Monopol auf die besagte Teleportationstechnik hält, was den anderen nicht unbedingt so paßt --, können sich jedoch bei entsprechender Leistung "freikaufen". "Justifier"-Teams sind bei der Erkundung weitgehend auf sich gestellt, da sich der Aufwand, ihnen großartige Hilfe hinterherzuschicken, im Allgemeinen nicht lohnen würde, werden aber auch bei Erfolg recht gut bezahlt...
Ich meine, da gäb's dieser Tage ein Regelwerk (Grundregelbuch plus mindestens einen Szenario-/Erweiterungsband) auf Deutsch, aber es ist ein bißchen her, daß ich bewußt darauf geachtet habe.
Skeeve:
Da es noch niemand genannt hat, wie wäre es mit Die Leere(the Void)? Ich habe es bis jetzt weder gespielt, noch geleitet, aber zu den genannten Punkten passt es doch, mehr oder weniger... (ich würde zwar die Tentakel gerne durch ein Nest von Aliens ersetzen, aber das liegt daran dass ich zur Zeit gerade einen "Alien"-Roman lese)
Exploration
Es ist zwar nur unser Sonnensystem , aber außerhalb der Kolonien, Minen und Bergwerke auf den Planeten und auf den Monden gibt es noch viel zu entdecken. Im Zweifelsfall entdecken die Bergleute beim erweitern der Mine eine riesige Höhle, mit einem gestrandetem nichtmenschlichem Raumschiff und gefährlichen Monster. Oder man fliegt raus zum Kuipergürtel, da kann es alles geben (nur keine Hilfe bei Problemen).
Oder ein Asteroid treibt mal wieder durch das Sonnensystem und beginnt auf einmal zu bremsen oder zu beschleuningen und stellt sich bei nährere Untersuchung als ausgehöhlt dar. [Irgendwo hier habe ich auch noch einen Roman bei dem es auch um ein Objekt im Sonnensystem geht, ich glaube zylinderförming, innen hohl und bewohnt und wenn das Teil von aussen viellleicht 10km lang war, dann war der hohle Innnenraum mindestens 30km lang. Ja, innen so mehrdimensional verknotet das es von innen größer war als von aussen. Habe leider den Titel vergessen. "Rendezvous mit Rama" von arthur C. Clarke war es wohl nicht. Oder vielleicht eine der Fortsetzungen?]
Sense of Wonder
Naja, nennen wir es "Sense of Horror"?
Deep Space Feeling (Leere, evtl auch Isolation)
ist schon im Namen...
Scale (also, das Feeling, dass der Weltraum einfach riesig ist, lange Reisen etc.)
Reisezeiten von Planet zu Planet zwischen 14 und 401 Tagen sind für mich kurze und auch lange Reisen. Ganz raus zum Kuipergürtel dauert dann noch mal länger...
Survival (nicht zu hard Sci-Fi, aber auch kein Space Opera a la Star Wars oder High-Tech, der Weltraumreisen alltäglich macht)
Zitat aus der Settingbeschreibung:
--- Zitat ---In der Leere geht es um das Überleben in einem unbarmherzigen Setting voller übernatürlicher Gefahren.
--- Ende Zitat ---
Ist bei Survival-Horror genügend Survival vorhanden?
Space Opera: nicht da
alltägliche Weltraumreisen: Nun ja, wenn es auf den Planeten und einigen Monden Kolonien gibt und man umherreisen kann, dann sind Reisen durch's All viellleicht alltäglich, aber ganz sicher nicht ungefährlich.
Wenn man beim Start erstmal für sieben Tage in der Gravitationdämpfungskammer im Tiefschlaf ist, um dann nach dem Aufwachen festzustellen dass sich in den sieben Tagen irgendwo auf dem Raumschiff irgendwas bösartiges eingeschlichen hat, dann sollte man sich bemühen das Böse schnell zu finden und zu eliminieren. Wenn man für die Bremsphase erstmal wieder in den Tiefschlaf muß und die Monster treiben sich noch auf dem Schiff rum, dann erwacht man vermutlich nicht mehr aus dem Tiefschlaf. Jedenfalls nicht mehr so komplett menschlich, wie man mal war.
Keine komplizierten Regeln (v.a. keine ellenlangen Feat-Listen o.ä.)
SavageWorlds ist doch recht übersichtlich und wenn ich dort drüben das erste Posting von Zwart richtig verstehe, dann hat auch irgendjemand das Setting nach Traveller konvertiert. Also gibt es möglichweise auch noch andere Konvertierungen...
Ansonsten wäre mein Vorschlag noch: Traveller
Kenne ich vom lesen her nur als Traveller [heutzutage "Classic Traveller" genannt?] und Mega-Traveller und vom Spielen in der Form Gurps-Traveller. Zu den aktuellen Regelwerken kann ich da nichts sagen und ich glaube dass mindestens Gurps-Traveller Probleme mit der Anforderung nach nicht komplizierten Regeln Probleme bekommen könnte.
alexandro:
Evtll. könnte das Setting von NOVA was für dich sein:
--- Zitat von: HEXer am 30.09.2015 | 10:08 ---Exploration
Sense of Wonder
Deep Space Feeling (Leere, evtl auch Isolation)
Scale (also, das Feeling, dass der Weltraum einfach riesig ist, lange Reisen etc.)
Survival (nicht zu hard Sci-Fi, aber auch kein Space Opera a la Star Wars oder High-Tech, der Weltraumreisen alltäglich macht)
--- Ende Zitat ---
Die Menschheit hat mit einem von Aliens erbeuteten FTL-Antrieb den Weltraum erobert. Erst zu spät haben sie gemerkt, dass der Einsatz dieses Antriebs auf Dauer höchst gesundheitsschädlich ist. Auch wenn die Menschheit inzwischen ihre eigenen FTL-Antriebe entwickelt (welche von ihnen gefahrlos verwendet werden können), sind die damit überbrückbaren Entfernungen doch deutlich geringer. D.h. dass viele der menschlichen Kolonien, welche damals im Übereifer der Exploration gegründet wurden, jetzt weit ab vom Schuss liegen und nur noch durch sehr langwierige Reisen erreicht werden können.
Klassisches "Points of Light" also, ziemlich abgefahrene Aliens (Es gibt Daleks! Und sie sind spielbare Charaktere. 8] ) und auf der Galaxienkarte nehmen die ausgearbeiteten Menschen- und Alienreiche nur einen kleinen Bruchteil des Raums ein (es gibt also noch viel zu entdecken).
Einziges Handicap:
--- Zitat ---Keine komplizierten Regeln (v.a. keine ellenlangen Feat-Listen o.ä.)
--- Ende Zitat ---
Das System ist ganz klar auf der SIM-Schiene verortet und wartet mit umfangreichen Baukasten-Systemen für alles Mögliche auf. Aber der Hintergrund ist gut genug, um es (wenn man die wichtigsten Bauoptionen zu Paketen zusammenfasst) auch mit anderen Systemen zu bespielen.
Außerdem ist wohl schon eine Konvertierung nach Savage Worlds in Arbeit...
D. M_Athair:
--- Zitat von: Ucalegon am 30.09.2015 | 11:40 ---River of Heaven (Prozentsystem, das Setting fand ich unattraktiv (trocken, zu viele Listen mit Jahreszahlen und so))
--- Ende Zitat ---
Mir hat das grundsätzlich schon gefallen. Die "unblumig" britische Schreibe macht das aber zu einem Spiel, das man nicht mal eben so noch liest. Was evtl. ein Dealbreaker sein könnte ist, dass das Spiel eher hardish SF mit transhumanistischen Einsprenkseln ist. (Augmentation kann man aber sicher auch weg lassen.)
--- Zitat von: Der Oger am 30.09.2015 | 10:28 ---Stars Without Numbers
--- Ende Zitat ---
Das OSR-Spiel, das recht nah an Traveller dran ist, bietet wohl auch relativ viel.
Insbesondere Bastelwerkzeuge (auch zum Settingbau). Das GRW gibts bei DrivethruRPG/RPGNow kostenlos zum Download.
Regellastig wird es - wie bei allen OSR-Spiele, die nicht gerade das "Advanced" mitschleifen - wahrscheinlich trotzdem nicht.
40K Rogue Trader würde ích noch in den Ring werfen. Und zwar deshalb, weil es diese Aspekte ziemlich gut abdeckt:
Exploration, Sense of Wonder, Deep Space Feeling (Leere, evtl auch Isolation), Scale (also, das Feeling, dass der Weltraum einfach riesig ist, lange Reisen etc.), Keine komplizierten Regeln (v.a. keine ellenlangen Feat-Listen o.ä.) ... einzig das präferierte Genre bedient das Spiel nicht. (Wobei man sich bei den Regeln auch schon streiten kann.) Die Bezüge zu 40K als Setting lassen sich - jenseits dessen, was die namensgebenden Freihändler ausmacht - durchaus weitgehend kappen, wenn man das möchte.
Skeeve:
zu NOVA:
--- Zitat von: alexandro am 2.10.2015 | 20:56 ---Außerdem ist wohl schon eine Konvertierung nach Savage Worlds in Arbeit...
--- Ende Zitat ---
Ist jetzt und hier viellecht halb-off-topic, aber erzähl mehr davon oder hast du einen Link für mich?
[edit]Hat sich erledigt, habe jetzt entdeckt das NOVA auch vom Prometheus-Verlag kommt.[/edit]
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