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Übersetzungsklopse

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carthoz:
Großartig fand ich in der Hinsicht ja die deutsche Betitelung der "Pirates of the Caribbean"-Filme.
Da wurde aus "Pirates of the Caribbean: The Curse of the Black Pearl" (ein Titel, der mir damals schon gesagt hat: "Obacht, das könnte eine Reihe werden!", bevor klar wurde, dass es Fortsetzungen geben würde; wohlgemerkt zog ich diesen Schluss als lediglich interessierter Zuschauer ohne das Wissen, dass es diese Disney-Attraktion gleichen Namens überhaupt gab) "Fluch der Karibik". Ist ja noch irgendwie okay, um es griffiger und kürzer zu machen; aber dann wurde es abstrus: Aus "Pirates of the Caribbean: Dead Man's Chest" wurde "Pirates of the Caribbean - Fluch der Karibik 2" (!) und aus "Pirates of the Caribbean: At World's End" "Pirates of the Caribbean - Am Ende der Welt" ohne irgendeine Zahl und Verweis auf den deutschen Erstfilm. WTF?! Sowas Inkonsistentes ist mir wirklich bisher kaum untergekommen.

wjassula:

--- Zitat ---Und bei solch einer KONSTANTEN VERSAGERQUOTE der beteiligten "Übersetzer" kann ich auch keinerlei Verständnis für die Härten des Übersetzer-Jobs aufbringen.

--- Ende Zitat ---

Ich gebe dir ja recht bei deinem Hass auf sinnentstellende Übersetzungen, allerdings nehme ich an, dass für Filmtitel die Marketing-Abteilung zuständig ist, und nicht der Übersetzer/die Übersetzerin. Bei Büchern macht das meiner Erfahrung nach auch der Verlag in Eigenregie und sucht einen Titel nach Vermarktungserwägungen aus.

Aktuelles (harmlose) Beispiele: Richard Morgan, The Steel Remains wird zu Glühender Stahl, Scott Bakkers Prince of Nothing wid zu Krieg des Propheten.

Etwas schlimmer schon die deutschen Titel von Justina Robsons Otopia-Reihe. Dort geht es nämlich an zentraler Stelle um die Geschicke eines Elfen-Rockstars, entsprechend auch die Titel Keeping it real, Selling out und Going under. Zu deutsch: Willkommen in Otopia, Unter Strom und Elfentod (!).

Skurrile Titel werden aber auch auf deutsch nicht besser: Alan Dean Fosters "Nor crystal tears" heißt eben auch übersetzt tatsächlich "Auch keine Tränen aus Kristall". Tja.

Nie werde ich aber Heyne verzeihen, dass man dort aus dem coolen "Perdido Street Station" gleich zwei nichtssagende Titel gemacht hat, nämlich "Die Falter" und "Der Weber". Und da hat die Übersetzerin sogar einen Preis für die Übertragung des Buchtextes bekommen, also können wir wohl davon ausgehen, dass die tumbe Umbenennung nicht an ihr lag.

Schönes Beispiel dafür, wie auch Starübersetzer mal daneben greifen, findet sich übrigens in der aktuellen Titanic. Harry Rowohlt machte aus Opas Schach- und Lebensweisheit "When in doubt, castle" nicht etwa das pragmatische "Im Zweifel immer Rochade", sondern ganz platt und leicht verwirrend: "Wenn du nicht weiterweißt, Turm" :).

Feuersänger:

--- Zitat von: Jasper am  7.04.2010 | 22:37 ---Aktuelles (harmlose) Beispiele: Richard Morgan, The Steel Remains wird zu Glühender Stahl
--- Ende Zitat ---

Na, da darf man wohl noch froh sein dass kein Oberexperte das in "Stählerne Überreste" übersetzt hat.

wjassula:
Ach quatsch, das heißt "Riemen´s Stil"  :D.

Yerho:
Bekloppte deutsche Titel sind im Grunde einen eigenen Thread wert ... :)

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