Pen & Paper - Spielsysteme > D&D5E
Kritik an 5E
Arldwulf:
--- Zitat von: Boba Fett am 1.06.2021 | 10:23 ---Sicherlich gibt es den Hang des "nimm das Optimum". Aber ist diese Veranlagung wirklich so ausgeprägt?
Und wie sieht das in anderen Systemen aus - Optimizer spielen nun einmal immer die gleichen Kombos, weil die eben das Optimum erlauben.
(keine negative Wertung enthalten!)
--- Ende Zitat ---
Ich glaube im Rahmen der Kritik am Regelwerk kann es bei so etwas natürlich auch nicht um das Spielverhalten an sich gehen. Optimierer gibt es schließlich überall und daran ist auch nichts schlimmes.
Wichtiger wäre halt die Frage welche konkreten Regelmechaniken diesen Effekt einer stärkeren Angleichung der Charaktere verringern oder verstärken. In der 5E würde ich halt sagen, dass der Wegfall von konkreten Handlungsoptionen für kämpferische Charaktere und die Wiederzusammenführung der Zauberlisten für Zaubercharaktere sich eher negativ auswirken.
Grob gesagt: Wenn Magier, Barde, Hexer und Zauberer weitgehend die gleichen Zauberlisten haben (Unterschiede im Detail gibt es ja durchaus noch) so führt dies eben auch verstärkt dazu das die gleichen Zauber gewählt werden.
Und wenn Kämpfer, Waldläufer, Dieb und Barbar weniger Möglichkeiten haben etwas abseits von "ich hau drauf" zu machen führt dies dazu das sie mehr generische Attacken machen als individuelle Aktionen und verringert auch die Möglichkeiten Individualisierung z.B. durch verschiedene Anwendungsmöglichkeiten für verschiedene Waffen und Kampfstile einzubringen.
Raven Nash:
--- Zitat ---Aber dennoch scheint es für viele Spieler einfach zu sein zu sehen was die sinnvollsten Optionen sind und aus der vergleichsweise geringen Zahl an Optionen diese zu wählen. War zumindest bei uns so.
--- Ende Zitat ---
Und da ist der eigentliche Kern des Problems: die Spieler. ;)
Zauber sind das Paradebeispiel. Was nimmt der 08/15-Spieler? Zauber, die ihm beim Durchlesen bereits nützlich erscheinen. Andere Zauber könnten vielleicht extrem gut sein - dazu müsste man aber vielleicht mal um die Ecke denken. Und im Kampf nicht immer nur den Schadensoutput im Auge haben.
Gunthar:
Habe mir mal einen Shadow Sorcerer zusammen gestellt. Und dabei gemerkt, dass dieser vor allem auf Utility ausgerichtete Caster an einem Detail krankt: die Konzentration. Weil nur auf einen Spruch konzentriert werden kann, sind gewisse Aktionen gar nicht durchführbar. ZB Unsichtbar über einen Gegner fliegen? Geht nicht mehr. Das fördert auch den Einheitsbrei, obwohl die Konzentration genau zur Verhinderung der Buffstaplerei eingeführt wurde.
tartex:
--- Zitat von: Raven Nash am 1.06.2021 | 11:26 ---Andere Zauber könnten vielleicht extrem gut sein - dazu müsste man aber vielleicht mal um die Ecke denken. Und im Kampf nicht immer nur den Schadensoutput im Auge haben.
--- Ende Zitat ---
Wobei bei den meisten Zaubern das aber bereits vor Jahrzehnten geschehen ist. So revolutionär wie manche tun, ist das meist auch nicht.
Ainor:
--- Zitat von: Arldwulf am 1.06.2021 | 01:25 ---Wie kommst du darauf? (Mal davon abgesehen, das auch dies immer noch save or suck wäre)
--- Ende Zitat ---
Also "save or suck" ist von "save or die" abgeleitet: ein Save vergeigt und du bist tot, bzw. ein Save vergeigt und du bist für den Rest des Kampfes ziemlich nutzlos. "save or suck for one round" ist deutlich schwächer.
Was Hypnotic pattern angeht: "The spell ends for an affected creature if it takes any damage or if someone else uses an action to shake the creature out of its stupor." Wenn also z.B. 4 von 5 Gegnern betroffen sind dann kann der eine einen der vier aufwecken.
Der kann dann den nächsten aufwecken, usw. Dann haben alle eine Runde verloren. Wenn jemand dran war bevor er aufgeweckt wurde verliert er zwei.
--- Zitat von: tartex am 1.06.2021 | 08:47 ---Also wenn man der grundlegenden Einteilung in Tanks, Damage Dealer und Healer (bzw. Controller, Defender, Leader und Striker) folgt, macht das schon Sinn. Die Nahkämpfer sind dann ja weniger für den Angriff als für die Verteidigung der Gruppe zuständig.
--- Ende Zitat ---
Aber warum sollte man der Einteilung folgen? Die 5E Klassen sind ja nicht auf eine Rolle festgelegt. Ein offensiver Nahkampf-Fighter
hat praktisch die gleiche Verteidigung wie ein Fernkampf-Fighter. Und der Rogue kann sowieso zwischen Fern- und Nahkampf frei wählen.
Allgemein stimmt es übrigens nicht dass Fernkämpfer mehr Schaden machen. Zweihäder ist besser als Langbogen. Nur das verunglückte Crossbow Expert feat macht Fernkampf so stark, und auch dann hat ein Nahkampf Battlemaster immernoch Vorteile.
--- Zitat von: Ein Dämon auf Abwegen am 1.06.2021 | 09:11 ---Wobei der die Möglichkeiten bei 5e wirklich als Effektiver Defender/Tank zu fungieren recht eingeschränkt sind.
Insbesondere bei einer größeren Anzahl an Gegnern und wenn diese die Möglichkeit haben aus verschiedenen Richtungen anzugreifen.
--- Ende Zitat ---
Einer meiner Spieler hat einen Defense Fighter. Der fängt sehr viel ab. Er hat auch schon eine Runde Hold Person mitten in den Gegnern überlebt.
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