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Kritik an 5E

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Arldwulf:
Na gut, dann mal wieder etwas zur Kritik:

Was ich in der 5E irgendwie sehr häufig sah ist, dass sich die Charaktere sehr stark ähnelten. Durch die vergleichsweise geringe Auswahl an Optionen, verbunden mit dem nicht allzu genauen Balancing der Optionen scheint es für viele Spieler leicht sich die besten Optionen heraus zu holen.

Dies führte dann z.B. dazu, dass viele Zauberwirker die gleichen Zauber wählen. Kämpferische Charaktere wählen sehr häufig die gleichen Waffen.

Nun ist dies natürlich ein Effekt welcher generell auftritt wenn Spieler optimieren. Aber es ist selten, dass ich in der 5E das Gefühl hatte es gäbe viele Alternativoptionen welche prinzipiell gleichwertig sind und selbst in Gruppen mit Anfängercharakteren gab es dies.

Hier spielt natürlich auch mit herein, dass man zu gemeinsamen Zauberlisten zurück gekehrt ist. Kann ich aus Aufwandssicht für die Designer verstehen, natürlich ist es leichter Zauber auf diese Art und Weise wiederzuverwenden als sich für jede zaubernde Klasse eigene auszudenken. Rollenspielerisch sorgt es aber für eine geringere Individualisierung.

Tarendor:

--- Zitat von: Arldwulf am  1.06.2021 | 09:58 ---Na gut, dann mal wieder etwas zur Kritik:

Was ich in der 5E irgendwie sehr häufig sah ist, dass sich die Charaktere sehr stark ähnelten. Durch die vergleichsweise geringe Auswahl an Optionen, verbunden mit dem nicht allzu genauen Balancing der Optionen scheint es für viele Spieler leicht sich die besten Optionen heraus zu holen.

--- Ende Zitat ---

Hm, ich habe vor kurzem dieses Charaktererschaffungsvideo gesehen. Da sagt der SL, dass allein im PHB etwa 500 Variationen von Charakteren sind, und allein die ganzen Optionen für die Hexenmeister-Klasse, die er dann anhand der Zusatzbücher vorstellt, sind fast 30 Minuten Kurzerklärung.
Und dazu kämen noch die ganzen unterschiedlichen Völker und Unterarten.

Also wenn man bei D&D5 ausschließlich die offiziellen Optionen nehmen würde --und die dann auch noch 20 Stufen spielt -- ist man mindestens sein ganzes Leben beschäftigt.

Ist zumindest mein Eindruck als Anfänger.

Talwyn:
Dem Punkt kann ich mich auch nicht anschließen, ganz im Gegenteil, ich stelle fest, dass die Bandbreite der Mächtigkeit erheblich kleiner ist als in älteren Editionen - besonders 3.X war da schlimm, wo man trotz einer gigantischen Menge an Optionen irgendwie immer dieselben Builds gesehen hat, und zwar nicht notwendiger Weise weil alles andere unspielbar war, sondern weil es halt ein paar Kombinationen gab, die um so viel besser waren als der Rest, dass man unter Optimierungsgesichtspunkten kaum um sie herum gekommen ist. Derartige Extreme sind in 5E kaum möglich was daran liegen dürfte, dass es eben eine endliche Anzahl von Permutationen aus Rasse und Klasse(n) gibt.

Boba Fett:

--- Zitat von: Arldwulf am  1.06.2021 | 09:58 ---Na gut, dann mal wieder etwas zur Kritik:
Was ich in der 5E irgendwie sehr häufig sah ist, dass sich die Charaktere sehr stark ähnelten.

--- Ende Zitat ---
Hmmm... Regelwerke, die auf Kombinationen von Volk, Klassen und Stufe orientiert sind, haben nun mal eine eingeschränkte Optionsvielfalt.

Für die 5e:
Kombiniere Volk mit Klasse und dann die unterschiedlichen "Spezialisierungen" der Klasse ab Stufe 3. Da kommen schon einige Variationsmöglichkeiten heraus.
Möglicherweise sind die nicht alle gleich gebalanced - aber stört das?

Sicherlich gibt es den Hang des "nimm das Optimum". Aber ist diese Veranlagung wirklich so ausgeprägt?
Und wie sieht das in anderen Systemen aus - Optimizer spielen nun einmal immer die gleichen Kombos, weil die eben das Optimum erlauben.
(keine negative Wertung enthalten!)

Arldwulf:
Ist auch immer die Frage was man vergleicht. Ich würde Talwyn beispielsweise vollkommen zustimmen, dass die 3.X noch einmal größere Unterschiede im Powerniveau ermöglicht.

Bloß ist dies halt auch so ein wenig der Extremfall dahingehend. Ein Extremfall ist die 5E ganz sicher nicht, auch nicht in dieser Hinsicht. Aber wir sind hier ja im Kritik Thread und gerade die Entscheidung wieder gemeinsame Zauberlisten einzuführen ist nun einmal eine konkrete Regelanpassung.

Aber ehrlich gesagt könnte ich auch gar nicht sagen ob die Kritik dort nicht zu subjektiv ist. Ich hatte insgesamt 5 Runden in denen ich 5E gespielt hab, einige davon über ein paar Jahre hinweg. Klingt nach viel, sind aber auch nur 5 Runden. Wie ist das bei euch?

Wenn sich dort ein Charakter hinsetzt bei der Gruppenerschaffung und sagt: "Ich mach einen Magier!" - könnt ihr dann vorab und ohne etwas über den Charakter zu wissen grob abschätzen was für Zauber er nutzen wird?

Ich hatte mal eine Spielsituation in der in der Gruppe ein Magier, ein Hexer und ein Barde waren. Und jeder einzelne hatte Sleep. Und jeder einzelne plante es später dann auszutauschen wenn der Zauber an Wirkung verliert. Als wir dann auf die Zauberlisten schauten sah das alles recht gleichförmig aus. Ich würde gar nicht sagen das die einzelnen Zauber einen riesigen Unterschied zu anderen haben, es ist nicht so als ob es 3.5 artig 20 Möglichkeiten gibt dies noch weiter zu steigern. (ein paar gibt es natürlich).

Nein, die 5E ist keine Bastel und Optimieredition.

Aber dennoch scheint es für viele Spieler einfach zu sein zu sehen was die sinnvollsten Optionen sind und aus der vergleichsweise geringen Zahl an Optionen diese zu wählen. War zumindest bei uns so.

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