Pen & Paper - Spielsysteme > D&D5E
D&D 5 für Fluffer toll und für Cruncher eher unterdurchschnittlich?
Arldwulf:
--- Zitat von: Luxferre am 16.10.2015 | 08:15 ---Die 5e ist also crunchiger, als die Vorgängeredition(en), weil sie weniger (bzw. zu wenige) Regelmechaniken besitzt ... aha 8]
Das "Kräuterbeispiel" ist ganz schlecht gewählt, weil der Standardheiltrank mittels einer handwerklichen Alchemieprobe aus "Garten-"Kräutern gemixt wird.
--- Ende Zitat ---
Wie oben schon gesagt - ich glaube nicht das es da auf die Menge ankommt (zumal die Bücher ja auch nicht gerade dünner wurden - Regeln gibt es immer noch genug), sondern eher auf die Frage: Wobei hilft das System? Wie unterstützt es Spieler und Spielleiter den Hintergrund der Welt und der Charaktere in das Spielgeschehen einfließen zu lassen? Ob das mit vielen oder wenigen Regeln passiert ist eigentlich egal - wichtig ist nur das es passiert. Und bisher...tut es dies zu selten, zumindest aus meiner Spielerfahrung heraus.
Aber wahrscheinlich ist das auch nur eine Frage der Perspektive, ich merke dies bei deinem Kommentar bezüglich dem Kräuterbeispiel, und auch bei No Peanuts Kommentar bezüglich dem Schloss knackendem Paladin. Denn das mit dem Raunen welches als Ausdruck der Überraschung dort durch die Gruppe geht funktioniert natürlich nur aus einer Perspektive von Spielen in denen so etwas nicht geht.
Während bei mir die Perspektive dann eher die von Spielen ist in denen dies geht - und noch mehr. Bei den Kräutern zum Beispiel damit noch Zauber zu verändern, Fertigkeitsherausforderungen damit zu beeinflussen und eben nicht nur den einfachen Standardheiltrank damit zu erzeugen. Beim Paladin eben auch noch mehr Möglichkeiten um solche Dinge ihm zu geben als nur "war mal kriminell". Komme ich aus einem System welches dort etliche verschiedene Möglichkeiten vorsieht um derartiges umzusetzen so wirkt die 5E Herangehensweise wie eine Reduzierung, auch wenn sie aus einer anderen Perspektive sicherlich etwas erhöhen kann.
Doch der Punkt ist noch ein anderer: Der Paladin der Schlösser knackt hat einen konkreten Einfluss auf das Spielgeschehen. Das ist durchaus was ich oben damit meinte, dass die Mechanik Hintergründe transportieren, ins Spiel bringen kann. Und davon hätte ich letztlich nur einfach gern mehr, und hatte das am Ende natürlich auch in früheren Editionen.
Scurlock:
--- Zitat von: Arldwulf am 16.10.2015 | 11:44 ---Wie oben schon gesagt - ich glaube nicht das es da auf die Menge ankommt (zumal die Bücher ja auch nicht gerade dünner wurden - Regeln gibt es immer noch genug), sondern eher auf die Frage: Wobei hilft das System? Wie unterstützt es Spieler und Spielleiter den Hintergrund der Welt und der Charaktere in das Spielgeschehen einfließen zu lassen? Ob das mit vielen oder wenigen Regeln passiert ist eigentlich egal - wichtig ist nur das es passiert. Und bisher...tut es dies zu selten, zumindest aus meiner Spielerfahrung heraus.
--- Ende Zitat ---
Du sprichst aber nach wie vor von Regeln, also Crunch. Für Hintergrund von Welt und Charakteren, also dem Fluff, braucht es keine Regeln. Die Regeln brauchst Du für die Spielabläufe, gegebenenfalls um Fluff auf die Spielebene zu übertragen. Ich verstehe, worauf Du hinaus willst, aber denke, dass es von der falschen Seite gedacht ist. Die wenigsten Regeln dienen als Inspirationsquelle für den Hintergrund einer Kampagnenwelt oder den Hintergrund der Charaktere. Die Inspiration entnehme ich zumindest eher aus unterschiedlichsten Medien, also Quellenbüchern, Romanen oder auch Filmen. Regelmechaniken sind für so eine Ideenfindung dann eher hinderlich. Sie kommen dann zum Tragen, wenn ich den Fluff regelgerecht ins Spiel integrieren will.
Aber Crunch als Basis um Fluff zu generieren ist die denkbar schlechteste Variante.
--- Zitat ---Aber wahrscheinlich ist das auch nur eine Frage der Perspektive, ich merke dies bei deinem Kommentar bezüglich dem Kräuterbeispiel, und auch bei No Peanuts Kommentar bezüglich dem Schloss knackendem Paladin. Denn das mit dem Raunen welches als Ausdruck der Überraschung dort durch die Gruppe geht funktioniert natürlich nur aus einer Perspektive von Spielen in denen so etwas nicht geht.
--- Ende Zitat ---
Ja, und die 5E ist in dieser Hinsicht eben offener und weniger verregelt, so dass dies ohne weiteres machbar ist.
--- Zitat ---Während bei mir die Perspektive dann eher die von Spielen ist in denen dies geht - und noch mehr. Bei den Kräutern zum Beispiel damit noch Zauber zu verändern, Fertigkeitsherausforderungen damit zu beeinflussen und eben nicht nur den einfachen Standardheiltrank damit zu erzeugen. Beim Paladin eben auch noch mehr Möglichkeiten um solche Dinge ihm zu geben als nur "war mal kriminell". Komme ich aus einem System welches dort etliche verschiedene Möglichkeiten vorsieht um derartiges umzusetzen so wirkt die 5E Herangehensweise wie eine Reduzierung, auch wenn sie aus einer anderen Perspektive sicherlich etwas erhöhen kann.
--- Ende Zitat ---
Das hat aber weniger etwas mit Fluff, sondern viel mehr von verregelten, spielerischen Möglichkeiten zu tun. Aber am Ende sind Regeln auch immer noch (oft durchaus notwendige) Einschränkungen. Deine Systeme mögen vielleicht dem Spieler viele Möglichkeiten aufzeigen und sie regelgerecht verorten, aber in der 5E wird eben zugunsten von spielerischer Freiheit auf Regeln verzichtet, wo Regeln nicht zwangsweise notwendig sind. Dies ermöglicht Spielern und SL mehr Varianten, als es jedes noch so durchgeregeltes Werk umzusetzen vermag.
Thandbar:
Vielleicht ist einfach das Begriffspaar Fluff/Crunch mit einem stillschweigenden Antagonismus zwischen diesen Wörtern einfach nicht weiterführend. Das zumindest nehme ich aus dieser Diskussion mit.
Feuersänger:
Ich bin mir grad auch nicht so ganz sicher. Die 5E hat ja ein sehr rudimentäres Skillsystem, welches ich nicht so pralle finde. Da kollidiert in meinen Augen schon gern mal der Fluff mit dem Crunch, wenn rein mechanisch der Outlander-Barbar (mit Survival Proficiency), der - laut Fluff - sein bisheriges Leben mit Fährtenlesen, Fallenstellen und Jagen verbracht hat, in diesen Aufgaben immer noch ein Stückchen schlechter ist als der Kleriker, der in seinem ganzen Leben keinen Fuß vor die Klostertür gesetzt hat.
In einer flufforientierten Gruppe würde das vielleicht ignoriert werden, und der SL sagt einfach (ohne würfeln) an, ja klar, der Barbar kann die Spur verfolgen weil er das immer schon gemacht hat; der Kleriker kann es nicht. Aber wenn man in einer Runde spielt, wo bei den entsprechenden Ansagen der SL sagt "würfel mal", bricht diese Illusion schon wieder zusammen.
Werden eigentlich bei Tool-Einsatz keine Würfe fällig? Ich meine nur, Thief Tools würde ich instinktiv auch Dex zuordnen, und da hat der Platten-Pala schwerlich mehr als 10 (jdf bei Point Buy Charakteren). Also sobald da gewürfelt würde, dürfte das erstaunte Raunen schnell mal in amüsiertes Frotzeln umschlagen. :p
Scurlock:
--- Zitat von: Feuersänger am 16.10.2015 | 12:53 ---Ich bin mir grad auch nicht so ganz sicher. Die 5E hat ja ein sehr rudimentäres Skillsystem, welches ich nicht so pralle finde. Da kollidiert in meinen Augen schon gern mal der Fluff mit dem Crunch, wenn rein mechanisch der Outlander-Barbar (mit Survival Proficiency), der - laut Fluff - sein bisheriges Leben mit Fährtenlesen, Fallenstellen und Jagen verbracht hat, in diesen Aufgaben immer noch ein Stückchen schlechter ist als der Kleriker, der in seinem ganzen Leben keinen Fuß vor die Klostertür gesetzt hat.
--- Ende Zitat ---
Tatsächlich störe ich mich auch an dieser Regelung und dies ist dann auch einer meiner Kritikpunkte an der 5E. Rhyltar hat aber bereits in einem anderen Thread geschrieben, dass sich dieses Problem mit einer einfachen Hausregel weitgehend beheben lässt: Herausforderungsgrad ≥ 20 trained only
Navigation
[0] Themen-Index
[#] Nächste Seite
[*] Vorherige Sete
Zur normalen Ansicht wechseln