Pen & Paper - Spielsysteme > D&D5E
D&D 5 für Fluffer toll und für Cruncher eher unterdurchschnittlich?
ElfenLied:
Dem Barbaren, der sein bisheriges Leben mit Jagen, Fallenstellen etc verbracht hat würde ich auch mindestens 14 Weisheit geben, dann geht das ganze wieder recht gut. Der Cleric kann Guidance ja auch auf den Barbaren wirken statt auf sich selbst. Langfristig skaliert der Proficiency Bonus mit und nimmt einen höheren Anteil an als der Attributsmodifikator, gerade wenn Expertise ins Spiel kommt.
Auf Sachen wie Jagen muss der Outlander ja explizit nicht würfeln, was ich gut finde.
Bei Tools muss man auch würfeln, z.B. Poisoner's Kit beim Gift herstellen wird explizit mit DC erwähnt im DMG. Bei Thief Tools würde ich je nach Aufgabe Dex oder Int veranschlagen.
Feuersänger:
--- Zitat von: Scurlock am 16.10.2015 | 13:03 ---Tatsächlich störe ich mich auch an dieser Regelung und dies ist dann auch einer meiner Kritikpunkte an der 5E. Rhyltar hat aber bereits in einem anderen Thread geschrieben, dass sich dieses Problem mit einer einfachen Hausregel weitgehend beheben lässt: Herausforderungsgrad ≥ 20 trained only
--- Ende Zitat ---
DC>20 sollte in der 5E ziemlich selten sein. Die DCs sollen ja eben nicht mehr mit den Leveln mitskalieren. Dann würde der SL also den DC hochschrauben, damit der Kleriker nicht mehr dem Barbaren die Fährtenlese-Schau stiehlt -- nur leider sinkt dabei auch die Erfolgschance des Barbaren auf ~10%. Damit ist auch niemandem gedient.
Siouxy:
--- Zitat von: Feuersänger am 16.10.2015 | 12:53 ---
Werden eigentlich bei Tool-Einsatz keine Würfe fällig? Ich meine nur, Thief Tools würde ich instinktiv auch Dex zuordnen, und da hat der Platten-Pala schwerlich mehr als 10 (jdf bei Point Buy Charakteren). Also sobald da gewürfelt würde, dürfte das erstaunte Raunen schnell mal in amüsiertes Frotzeln umschlagen. :p
--- Ende Zitat ---
Besagt die Proficiency für thief tools nicht, daß diese lediglich den Umgang damit ermöglicht?
In unserer Runde wird das so geregelt, daß beim Einsatz von Dietrichen auf Fingerfertigkeit gewürfelt wird (vorausgesetzt, der Char kann mit thief tools umgehen).
Meine Rogue würde den Paladin in dem Fall nur müde anlächeln....und dann eine 1 würfeln ;)
Wormys_Queue:
--- Zitat von: Scurlock am 16.10.2015 | 12:15 ---Du sprichst aber nach wie vor von Regeln, also Crunch. Für Hintergrund von Welt und Charakteren, also dem Fluff, braucht es keine Regeln.
--- Ende Zitat ---
Würde ich nicht so pauschal sagen. Die Frage ist ja immer von welchem Standpunkt man ausgeht. Es gibt (und gab) Spieler, die ihren Charakter als reines Regelkonstrukt anlegen, ohne sich allzuviel Gedanken über den Hintergrund und die Einbindung des Charakters in die Welt zu machen. Wenn es da eine Möglichkeit gäbe, über eine Regel die Spieler dazu zu bingen über das Regelwerk hinaus- und in die Spielwelt bzw. den Charakter hineinzudenken, würde ich eine solche Regel durchaus als "Flufffördernd" bezeichnen.
D&D hat über die verschiedenen Editionen hinweg immer wieder Angebote gemacht, die in diese Richtung zielen (manche PRCs in 3.X/traits in 3.5, Backgrounds in 4E usw.), die auf der einen Seite dazu geeignet waren, die Gedanken des Spielers auf den Charakterhintergrund zu lenken, gleichzeitig aber auch dem SL ein Fähnchen setzten, auf welche Weise er den Spieler anspielen könnte. Klar kann man sagen, dass man persönlich solche Regeln nicht braucht (ich brauch sie auch nicht), das gilt aber nicht für jeden Spieler. Und wenn ich einen Spieler durch eine kleine Regelbelohnung dazu animieren kann, über das Regelkonstrukt hinauszudenken, betrachte ich das durchaus als Gewinn.
Was es allerdings in D&D kaum bis gar nicht gibt (und so lese ich Arldwulfs Aussagen zu dem Thema) ist eine Verpflichtung des Spielleiters daraufhin, die von Spielerseite gesetzten Flags auch anzuspielen. Und da spielts dann tatsächlich keine Rolle, ob es diese Regeln gibt oder nicht. Ich kann mir auch völlig ohne Regeln für einen beliebigen Charakter problemlos eine zehnseitige Hintergrundgeschichte ausdenken, die seine Position in der Welt genau verortet. Wenn der SL das dann völlig ignoriert, hab ich die ganze Arbeit für die Katz gemacht. Wenn er meinen Background nicht mit einbringt, hab ich zwar weniger Zeit aufgewandt, ärgerlich ist es aber immer noch.
Ich frag mich allerdings, wie eine Regel aussehen müsste, um dem Spielleiter beim Einbau der Backgrounds behilflich zu sein, oder ob es da nicht tatsächlich ausreicht, wenn man das Thema im Dungeon Masters Guide ausführlich diskutiert, um den SL dafür zu sensibilisieren, wofür solche "fluffregeln" überhaupt gut sind.
Feuersänger:
--- Zitat von: Siouxy am 16.10.2015 | 13:17 ---Besagt die Proficiency für thief tools nicht, daß diese lediglich den Umgang damit ermöglicht?
--- Ende Zitat ---
Der Proficiency Bonus kommt dann schon auf jeden Fall dazu.
Hab jetzt auch die Regelstelle gefunden, S.12: Proficiency Bonus ist anwendbar auf "Ability checks using tools you are proficient with".
Womit auch geklärt wäre, dass auf Tools gewürfelt wird. Also, ja, der Platten-Pala mit Thief Tools ist nur eine Notlösung.
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