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Gedanken zum Klassenbalancing

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Thandbar:
Ein häufiges erzählerisches Moment, wo Zauberei sehr mächtig ist, sind heftige Drawbacks von Magie. Also solche Dinge wie: Einsatz von Magie kostet Lebenszeit, jeder Spruch kann Dich umbringen, wenn Du es übertreibst, oder der Oberbösewicht kann Deinen Standpunkt ermitteln, sobald Du zauberst.
Ein Kritikpunkt an der 3.X gegenüber AD&D war ja, glaube ich, dass die Macht der Magie gleich blieb oder gar höher geschraubt wurde, die Einschränkungen, weil un-fun, aber entfernt wurden.

Scurlock:

--- Zitat von: nobody@home am 14.11.2015 | 14:06 ---Vor allen Dingen hängt es meist davon ab, wer gerade das Überraschungsmoment auf seiner Seite hat. Derselbe fiese Magier, der ein Königreich in die Knie zwingen kann, weil niemand mit ihm gerechnet hat, bis es auch schon zu spät war, läßt sich immer noch relativ einfach von dem Helden erschlagen, der wiederum ihn auf dem falschen Fuß erwischt.

Ein generelles "Magier sind mächtiger als Muggles, das ist nun mal so"-Gefälle kann ich also allgemein auch nicht so wirklich sehen.

--- Ende Zitat ---
Naja, nur weil Magier in der Regel mächtiger sind als mundane Helden, sind sie deshalb nicht allmächtig und unbesiegbar. Das gilt sowohl für Literatur/Film wie auch für D&D und insbesondere dann, wenn diese Magier auf dem falschen Fuß erwischt werden.
 

Wormys_Queue:

--- Zitat von: Thandbar am 14.11.2015 | 13:55 ---Diese Magier sind dann aber halt Antagonisten. Und nicht Teil der Gruppe. So wie bei Sindbad, wo die Zauberin oder der Zauberer automatisch böse ist, weil das sozusagen die Eintrittskarte zur Dämonenbeschwörung etc. ist.
--- Ende Zitat ---

Ja klar. Da ich aber möchte, dass die NSC und Monster einer Welt nach den selben Prinzipien im System gebaut werden, lebe ich gerne damit, dass diese Karriere den Spielern prinzipiell auch offen steht. Persönlich lieber wäre es mir natürlich, wenn der 3.X-Wizard im GRW durch eine deutlich schwächere Zaubererklasse ersetzt würde (so Warlock- bzw. Warmage-mäßig) bzw. in einer Form präsentiert würde, die gerade in höheren Stufen deutlich abgespeckt ist. Aber im Zweifel nehme ich lieber beides als auf eines von beiden zu verzichten bzw in einer balancierten Form, bei der Wizard, Warmage und Warlock alle gleichstark sind.


--- Zitat von: nobody@home am 14.11.2015 | 14:06 ---Vor allen Dingen hängt es meist davon ab, wer gerade das Überraschungsmoment auf seiner Seite hat. Derselbe fiese Magier, der ein Königreich in die Knie zwingen kann, weil niemand mit ihm gerechnet hat, bis es auch schon zu spät war, läßt sich immer noch relativ einfach von dem Helden erschlagen, der wiederum ihn auf dem falschen Fuß erwischt.

--- Ende Zitat ---

Ja, aber stelle sie in ein faires Duell wischt der Magier mit dem Helden den Boden auf. Meistens jedenfalls.

Thandbar:
So, wie Trefferpunkte in D&D funktionieren, ist das ja eh nicht so einfach mit dem Überrumpeln, denke ich. In Literatur und Film braucht es ja meist nur einen entscheidenden Schlag oder Trick, um den Gegner zu besiegen, während D&D sich aus Brettspiel-Kriegssumulationen entwickelt hat und da eher Hitpoints abgetragen werden.
Vor allem im höherstufigen Bereich.

nobody@home:

--- Zitat von: Wormys_Queue am 14.11.2015 | 14:28 ---Ja, aber stelle sie in ein faires Duell wischt der Magier mit dem Helden den Boden auf. Meistens jedenfalls.

--- Ende Zitat ---

Ein "faires" Duell? Also eins auf z.B. zehn Schritt Ausgangsentfernung, in das der Magier ohne vorbereitete Schutzzauber und dergleichen geht? Ganz im Ernst, da wäre ich selbst bei Dr. Strange nicht so völlig überzeugt von -- und bei den typischen Schwarzmagiern, die Conan vielleicht einen überraschenden Trick zu bieten haben, bevor er ihnen dann doch den Schädel spaltet, schon mal gar nicht.

Magier gewinnen in erster Linie dann, wenn sie unfair kämpfen und nach Kräften bescheißen -- ganz genauso wie die Muggles auch halt.

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