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Star Wars EpI-III (war: Star Wars EpVII Spoilerparty)
Sashael:
--- Zitat von: tartex am 29.12.2015 | 23:19 ---Star Wars VII war einer der ganz wenigen Filme, wo ich tatsächlich gefühlte 70% der Vorführzeit Bauchschmerzen hatte, weil ich das alles so irrsinnig schlecht fand. Trotzdem habe ich bis zum Ende gehofft, dass das alles noch clever erklärt wird.
Ich find aber auch dass vom schauspielerischen weder die alten Helden noch die neue Generation überzeugen konnte. Also die Chemistry zwische Rey und Finn war genauso wenig vorhanden wie jene zwischen Han und Leia. Hat da wer was gefühlt?
(Wird das jetzt wieder rüber in den anderen Thread kopiert? ::) )
--- Ende Zitat ---
Was hast du geraucht, als du Episode VII gesehen hast? Vielleicht war das Zeug ja schlecht?
Ernsthaft, ich hab den Film jetzt zweimal gesehen und kann deine Einstellung so absolut Null nachvollziehen. Es macht den Eindruck, als wolltest du mit aller Macht, dass der Film Scheisse ist. Die Einzige, die wirklich schlecht war, war Carrie Fisher (und somit war auch die Verbindung Han-Leia für die Tonne), aber alle anderen haben super gespielt. Im Vergleich zu den lächerlichen Präsentationen in Episode I-III, die stellenweise wie billiges Amateurtheater wirkten, war das alles ja nahezu oscarverdächtig. Rey und Finn waren großartig. Was Hayden Christensen und Natalie Portman dagegen an schauspielerischem Rotz geliefert haben, ging gar nicht.
Also wie man den Müll der Prequels besser finden kann als Ep VII wird sich mir nie und nimmer erschließen.
Talasha:
--- Zitat von: Sashael am 30.12.2015 | 00:24 ---Ernsthaft, ich hab den Film jetzt zweimal gesehen und kann deine Einstellung so absolut Null nachvollziehen. Es macht den Eindruck, als wolltest du mit aller Macht, dass der Film Scheisse ist. .
--- Ende Zitat ---
Genauso ernsthaft.
Tjoa, und ich habe den Eindruck du möchtest den Film unbedingt großartig finden und nimmst jede abweichende Meinung richtig persönlich. Oder anders Ausgedrückt: du legst das Verhalten an den Tag dessen du mich weiter vorne beschuldigt hast.
Ich kann jedenfalls seit diesem Film z.B. die Leute die den Mormoa-Conan nicht mögen viel besser verstehen.
Chiungalla:
Das Problem ist einfach, dass man mit abfällig negativen Meinungen viel massiver provoziert als mit überschwenglich positiven Meinungen. "Ich finde scheiße was Du toll findest" ist halt viel unhöflicher als "ich finde toll was Du scheiße findest". Aber trotzdem schlagen die abfälligen Kommentare der Kritiker hier viel stärker ins Extreme als die positiven Kommentare der Befürworter des Films.
tartex:
--- Zitat von: Sashael am 30.12.2015 | 00:24 ---Es macht den Eindruck, als wolltest du mit aller Macht, dass der Film Scheisse ist.
--- Ende Zitat ---
Ich bin vorsichtig optimistisch in den Film gegangen. Ich war schon seit Episode III einer der Leute, der sicher war, dass man Star Wars würde retten können, wenn man Lucas davon fern hält (und das Expanded Universe mit seinem ganzen Schrott kippt). Als Disney Star Wars gekauft hat, war ich einer der wenigen der hier gejubelt hat, weil Lucas raus war, und man endlich objektiv gute Filme machen können würde.
Und in der Vorführung habe ich bis zum Abspann gehofft, dass der große Plottwist kommt, der endlich erklärt, warum wir hier eine Aneinanderreihung von Szenen vorgeführt kriegen, die eigentlich als Gedenkveranstaltung viel mehr Sinn macht, als als kohärenter Plot.
Was ich am Film mag: Kylo Ren und das Set des abgestürzten Sternenzerstörers.
Was ich nicht mag: die Mary Sue namens Rey. Der sooooo absehbare Spalt im Boden, wenn das Lasersschwert Duell zu Ende geht. (Ich habe wirklich mit mir selbst während der Kampfszene gewettet, dass sich ein Spalt öffnen wird, aber ich dachte mir "J.J. kann ja nicht so vorhersehbar jedes Klischee einbauen".). Der neue Todesstern-aber-viel-gigantischer(TM), der plötzlich aus dem Nichts der Fokus des Films wird. Die Tatsache, dass die Zuseher über die politische Situation vollkommene im Dunklen gelassen werden. (Hautpsache es ist so ähnliche Episode IV.) Und so viel mehr. Ich könnte hier ewig tippen.
Um was es im Grunde geht, meine Suspension of Disbelieve wurde durch das muntere Szenenzitieren vollkommen ausgehebelt. Ich konnte das was ich auf der Leinwand sah nicht mehr als Geschichte ernstnehmen. Dazu will ich anmerken, dass ich eigentlich für experimentelles Meta-Kino, das die 4th Wall durchbricht, sehr offen bin.
PS: Das letzte Mal, dass ich bei einem Film etwas ähnliches erlebt habe, war "Biutiful" von Alejandro González Iñárritu (ansonsten bin ich ein großer Fan von ihm): da wurden soviele tragische Wendungen präsentiert, dass ich nach der Hälfte des Filmes nur noch einen Haufen Filmstudenten in meinem Kopf sehen konnten, die sich brustend immer abstrusere Tragiksituationen ausdenken, und danach nach einem High 5 schnell einen Kurzen leeren, bevor sie auf noch übertriebenere Schicksalswendungen kommen.
Lichtschwerttänzer:
--- Zitat von: tartex am 30.12.2015 | 08:15 --- Die Tatsache, dass die Zuseher über die politische Situation vollkommene im Dunklen gelassen werden.
--- Ende Zitat ---
das unterscheidet sich jetzt wie von IV - VI?
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