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Findungshilfe für das nächste System

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Swafnir:
Also ich Spiele Star Wars und leite HEX. Space 1889 hab ich im Schrank stehen.

HEX macht einfach Spaß, weil man in der Hohlwelt so ziemlich alles machen kann. Ich habe eine Runde auf einem Spieletreff mit wechselnden Spielern - das funktioniert top. Nazis, Dinosaurier, Affenmenschen, Piraten und Amazonen gefällig? Passt. Einziger Makel der Linie: Die Abenteuer spielen alle außerhalb der Hohlwelt.

Star Wars spielen wir jetzt seit 29 Sitzungen und es macht weiterhin sehr viel Freude. Da hoffen wir mal, dass der Output der deutschen Edition bald in die Pötte kommt.

Space 1889 hab ich mit Interesse gelesen. Ich fands schick und interessant, hatte aber nicht den Drang da gleich loszulegen. Ich hab mich nicht so ganz ins Setting eingefunden, aber auf meinem Bekanntenkreis hab ich nur positives gehört.

Mit der Auswahl kannst du eigentlich nicht viel falsch machen  :d

Enrico Pallazzo:
Da muss ich auch mal eine Lanze für das Star Wars RPG brechen.

Über die Veröffentlichungspolitik von FFG kann man streiten, das ändert aber nichts an der Qualität der Regeln, des Systems oder der Bücher. Wir spielen beispielsweise schon recht lange eigentlich nur mit dem GRW, die Zusatzbände habe ich mir zwar gekauft, spielen aber für die Spieler (!) bisher keine große Rolle. Sehe da, auch wieder im Vergleich zu vielen anderen Verlagen/Systemen (Pathfinder, DSA) kein Spieler-Gemelk.

Wo ich bei dem Spiel Rolemaster ähnliche Tabellen o.ä. finde, wüsste ich echt gerne. Ich, so wie auch viele andere, empfinden das Spiel gerade zu regelleicht (insbesondere zu Rolemaster % Co!), was die Geschichte IMHO in den Fokus rückt. Man muss sich aber auch darauf einlassen, dass eben nicht jeder Würfelwurf bis aufs letzte interpretiert werden muss bzw. dass es für die Interpretationen starre Vorgaben gibt. OK, wer es gewohnt ist, dass es für jedes Würfelergebnis eine festgeschriebene regeltechnische Auswirkung gibt, dürfte erstmal Schwierigkeiten haben. Ich empfinde die Würfel verleiten einen eher dazu, auch mal loszulassen und zu schauen, was neben der Intention einer Handlung noch passieren könnte.

Was man evtl. diskutieren kann, ist, ob sich jeder Abenteuer im Star Wars Universum abseits der Filme vorstellen kann. Wer Star Wars Romane, C-RPGs oder MMOs kennt, hat hier sicherlich Vorteile. Ich persönlich finde es gerade spannend, die Filme als Rahmen zu nutzen und in die Abenteuer immer mal wieder kleine Berührungspunkte einzubauen. Gerade da hat Star Wars einen unglaublichen Vorteil, weil eben fast jeder Spieler Rassen, Planeten, Themen (...) kennt.

Ludovico:
Noch etwas zu Ubiquity:
Es ist recht einfach, robust und intuitiv, aber auch nicht sonderlich innovativ.
Mir persönlich passt das sehr gut.
Aber manche Spieler mögen Innovationen halt sehr.

Deep_Impact:

--- Zitat von: HEXer am 12.01.2016 | 09:16 ---Und dann ist da noch der Faktor, dass das neue Star Wars RPG trotz allen Marketing-Hypes stark an Rolemaster mit Tabellen in Würfelform erinnert...

--- Ende Zitat ---

--- Zitat von: YTevanol 1300 am 12.01.2016 | 10:32 ---Wo ich bei dem Spiel Rolemaster ähnliche Tabellen o.ä. finde, wüsste ich echt gerne.

--- Ende Zitat ---

Als einer der Spieler vom HEXer vermute ich, dass ich die Gedankengänge nachvollziehen kann:
Bei Rolemaster wird in Tabellen das Ergebnis jeder möglichen Aktion sehr detailiert vorgegeben. In Star Wars wird dagegen über die Vielzahl möglicher Erfolge / Vorteile ein Ergebnis / Zusatzergebniss zur freien Ausarbeitung (Freiheit des SL....) generiert. Natürlich ist das nicht mit der starren Rolemaster-Struktur zu vergleichen.
Mir ist aber zu Ohren gekommen, das gerade in den Abenteuern diese Ergebnisse in Tabellen wieder genau so dezidiert aufgelistet werden.

Persönlich empfand ich das aber nicht so während des Spiels. Dass "Freiheit des SL" bei uns zum Running Gag wurde hatte glaube andere Gründe.  >;D

Skeeve:

--- Zitat von: Ludovico am 12.01.2016 | 09:53 ---Ubiquity und Savage Worlds bedienen beide die Pulp Sparte, wobei es für SW viel mehr Settings gibt.
Die Hauptunterschiede liegen darin, dass SW schwerer berechenbar ist durch explodierende Würfel, während Ubiquity leicht berechenbar ist (durch Poolsystem und der ständigen Verwendung des W2, sowie der Möglichkeit fast immer den Durchschnitt zu nehmen).

--- Ende Zitat ---

Wobei ich Savage Worlds nicht nur auf Pulp einschränken würde. Zu Ubiquity kann ich da nichts sagen, habe es noch nie gespielt und den Regelteil von Space 1889 nur kurz überflogen.
Bei den Hauptunterschieden stimme ich zu, ich hätte da aber noch eine andere Formulierung anzubieten aus einer etwas anderen Blickrichtung:

* Bei Ubiquity gilt:auch wenn der Charakter es viellelicht nicht weiß/einschätzen kann, so wissen es doch die Spieler/Spielleiter: es gibt Herausforderungen, die kann der Charakter einfach nicht schaffen, dass braucht er gar nicht erst zu versuchen. Mit 5W2 kann man keine 6 Erfolge schaffen, das geht einfach nicht.

Da muss man sich dann vor dem Würfeln noch mindestens einen zusätzlichen Würfel herbei erzählen und dann kann man es wagen. Also vorher für günstige Umstände, bereit gelegte Hilfsmittel, usw. sorgen.
* Bei Savage Worlds ist zwar auch sehr nützlich sich vorher irgendwelche Boni herbei zu erzählen, aber durch die explodierenden Würfel kann im Zweifel (wenn nicht durch Spielleitung anders vorgegeben) auch der kleinste/schwächste Charakter ohne Boni die extrem schwierige Probe bestehen. Die Chance ist vielleicht extrem klein, aber sie ist größer Null (und frei nach Murphy passiert sowas dann wenn man es am wenigsten erwartet). 

Da kann man dann nach dem Würfeln noch die extrem seltenen glücklichen Umstände herbei erzählen, die dazu geführt hatten dass der Charakter die Herausforderung, entgegen allen Erwartungen, doch geschafft hat.

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