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Star Trek : Plot Holes, oder auch nicht...
Lichtschwerttänzer:
--- Zitat von: Kwuteg Grauwolf am 24.01.2016 | 20:51 ---Chruschtschow: (Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Danke. Wollte ich auch schreiben. Nur weil es gleichlautende Begriffe wie "Hauptmann" und "sergeant" im Spätmittelalter gibt, ist das dann doch eine völlig andere Kiste, und vor 1300 greift das überhaupt nicht mehr.
Meine Professoren haben das auch immer wieder betont, und beim Quellenstudium fällt einem dann wirklich auf, dass der Bewaffnete im Feudalismus ü-ber-haupt nichts mit dem neuzeitlichen Soldaten zu tun hat, weder was Selbstverständnis, sozialen Rang und überhaupt Stellung in der Gesellschaft betrifft.
--- Ende Zitat ---
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Danke, was ich mit Soldaten meinte, waren jene die ihren militärischen Status nicht ihrem feudalen Rang - Verpflichtungen Lehen o.ä. verdankten.
Soldritter, Reisläufer, Haustruppen, Kernelmen, Condottiere - John Hawkins oder Hawkwoods Weisse Kompagnie.
Welche Nichtoffiziere meinst du?
Beverly Crusher hatte Offiziersrang(LtC IIRC in TNG - Captain und Kommandantin eines Schiffes, McCoy brachte es IIRC zum Admiral im medizinischen Bereich.
Vielleicht sind die Wissenschaftler etc. keine Offiziere sondern Wissenschaftler die als Wissenschaftler für Starfleet arbeiten, oder wie Dr Crusher werden sie in ihrem Bereich mit dem medizinisch-wissenschaftlichen Titel angesprochen.
Nicht LtC Crusher sondern Dr Crusher
Kowalski:
Also Berufsarmeen sind nicht nur Neuzeit.
Ömeh anyone?
Das reicht bis in die Antike, die Saalburg ist ein Zeugnis hiervon, z.B.
Ein Großteil der Maschinenraumbesatzung sind z.B. keine Offiziere.
Es gibt auf dem Mars eine Star Fleet Technical Services Academy (also für Ränge die z.B. in der US Navy oder Army als "Specialist" bezeichnet würden. Also gemeiner Soldat mit einer Ausbildung z.B. zur Radarbedienung. Oder Latrinendienstschieber wie Finn z.B.
6:
[OT]
--- Zitat von: Kowalski am 24.01.2016 | 21:27 ---Also Berufsarmeen sind nicht nur Neuzeit.
Ömeh anyone?
Das reicht bis in die Antike, die Saalburg ist ein Zeugnis hiervon, z.B.
--- Ende Zitat ---
Die Römer hatten aber auch kein Feudalsystem und darauf bezog sich Chruschtschow ja.
[/OT]
KWÜTEG GRÄÜWÖLF:
Okay letzter OT Beitrag, ansonsten machen wir mal einen eigenen Thread dazu auf:
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Nicht-Berufsarmeen sind um einiges häufiger in der Geschichte, Berufsarmeen sind NICHT die Norm, die Römer sind da die bekannteste Berufsarmee der Vergangenheit. Die übrigens ebenfalls in vielen Punkten sehr viel anders war als neuzeitliche Armeen, nebenbei.
Und von Soldaten kann man schon gar nicht im Mittelalter reden.
Was die von Schwerttänzer angesprochenen Typen wie Reisläufer und Soldtruppen angeht - sorry, wenn du das mal in einem ausführlichen mit Quellen arbeitenden Seminar untersucht hast, oder als Mitarbeiter fürs Lexikon des Mittelalters, würdest du nie den modernen Ausdruck "Soldat" für diese Leute benutzen.
Es hat wirklich NICHTS mit den seit Ende des 30jährigen Krieges eingesetzten Truppen zu tun. Und was du da nennst, sind schon Formen der Frührenaissance, also die letzten 100 Jahre des Mittelalters, das 1000 Jahre umfasst. Vorher kannst du niemals von Soldaten reden, weder im Fyrd der Angelsachsen, noch bei den Karolingern, Ottonen, Plantegenets oder sonstirgendjemanden. Feudalaufgebote, Wehrbauern, Gefolgsleute, nichts von denen hat in Formen stattgefunden, wie es die Berufsheere seit 1700 auszeichnet.
Warum ich so darauf herumreite (ja, ich weiss, ich tue das ;)): Soldat ist für diese Zeit einfach ein anachronistischer Ausdruck, bei dem zu viele Vorstellungen mitschwingen, die für diese Epoche grundfalsch sind. Jeder Militärhistoriker, der bisher zu dem Thema was Braucbares produziert hat, sei es Gillingham, Contamine oder France, vermeidet möglichst den Begriff.
Um es mal etwas anschaulicher zu machen: Ist ungefähr so, wie wenn man pauschal jeden Chronisten zwischen 800 und 1300 als Reporter bezeichnen würde.
Ja, es gibt da durchaus Deckungsgleichheit, aber da ist einem schon klar, dass das zu sehr in eine falsche Richtung führt.
Ich würde trotzdem gerne wissen, woher das ganze unglamouröse Personal der Sternenflotte kommt, das meiner Meinung nach die eigentliche Arbeit hinter den Kulissen machen muss :)
YY:
Ich hätte nichts gegen einen weiterführenden SwoF-Thread zu dem Thema :d
--- Zitat von: Kwuteg Grauwolf am 24.01.2016 | 21:49 ---Ich würde trotzdem gerne wissen, woher das ganze unglamouröse Personal der Sternenflotte kommt, das meiner Meinung nach die eigentliche Arbeit hinter den Kulissen machen muss :)
--- Ende Zitat ---
Verstehe die Frage nicht - wo sollen die großartig herkommen?
Die verpflichten sich ganz normal und werden dann entweder direkt im Stammverband, d.h. auf dem jeweiligen Schiff oder im zugehörigen Heimathafen ausgebildet/angelernt oder gehen für größere Sachen an die entsprechenden Ausbildungsstätten - sofern sie nicht sowieso eine anerkennungs- bzw. verwendungsfähige Zivilqualifikation haben und nur noch den Kleinkram (Protokollgedöns, Arbeits- u. Schiffssicherheit/Brandschutz, Erste Hilfe etc. pp.) brauchen.
Mit denen befasst sich eben logischerweise ein Film nur nicht großartig, wenn er teilweise an der (Offiziers-)Akademie spielt und dessen Protagonisten hauptsächlich Offiziere sind.
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