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[Gesucht] Die besten Regeln für Raumschiffkampf

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blut_und_glas:
Noch einmal kurz zurück:


--- Zitat von: Seelachs am 21.03.2016 | 15:16 ---Noch besser, einfach die jeweiligen Schiffskonstrukteure und Kampfmanöver-Programmierer oder was weiß ich gegeneinander würfeln lassen, wie die vollautomatischen Kampfmaschinen sich so schlagen. Eventuell Boni für die Geldmittel, die hinter den jeweiligen Schiffen stecken und sowas ...

--- Ende Zitat ---

Rückblende dazu und dann ist es auch wunderbar in die Dramatik der laufenden Handlung eingearbeitet. Absichtlich ohne Smilie mit Schild.

mfG
jdw

YY:

--- Zitat von: Chruschtschow am 22.03.2016 | 00:47 ---In den 70ern gab es da schon ganz imposante Experimente. Ich habe spontan was von einem russischen Wissenschaftler gefunden, der einen Ring von zwei Gramm mit einer Single-Stage-Coilgun auf 5 km/s beschleunigt. Auf einer Beschleunigungsstrecke von 1cm!

--- Ende Zitat ---

Mehr als genau diese Informationsbrocken finde ich da aber auch nicht - hast du da etwas mehr parat?

Es hat ja schon seine Gründe, wieso da heute noch dran gebastelt und geforscht wird und wir nicht schon seit 30 Jahren mit Coilguns aufeinander schießen.


--- Zitat von: Chruschtschow am 22.03.2016 | 00:47 ---Aber womit soll man das Ding betreiben? Chemische Treibmittel bieten viel Energie bei wenig Masse und Volumen im Vergleich zu einem elektrischen Speicher, den man da bräuchte. Ich sehe das Problem bei einem Setting in der nahen Zukunft tatsächlich bei der Energieversorgung.

--- Ende Zitat ---

Wie gesagt, wenn das Schiff sowieso selber ordentlich Strom produzieren kann und muss, ist das relativ.

Sobald man klein genug baut, dass Produktion nicht mehr in Frage kommt, sondern nur noch Transport von Energiespeichern - da wirds dann langsam blöd.
Wir haben da ja schon mal drüber fabuliert und kamen zu der Erkenntnis, dass sich das für den infanteristischen Maßstab möglicherweise nie lohnen wird und für die Größenordnung Kampfpanzer nur sehr bedingt bzw. nur unter sehr günstigen Rahmenbedingungen.

Aber als einzelnes Hauptgeschütz für ein Schiff mit eigenem Reaktor - da sehe ich eher weniger Probleme.


--- Zitat von: blut_und_glas am 22.03.2016 | 06:32 ---Das wiederum erinnert mich jetzt daran, dass sich natürlich der Raumkampf auch als Damage Control-Spiel aufziehen ließe.

--- Ende Zitat ---

Entweder komplett, oder als großen Anteil, ja.

Im Prinzip beschäftigt man sich bei so was ja eher mit sich selbst als mit dem Gegner, jedenfalls gefühlt.
Das fängt in der Infanteriegruppe schon an und wird dann nur immer ausgeprägter.


--- Zitat von: Feuersänger am 22.03.2016 | 11:21 ---Konventionelle Sprengstoffe kann man sich eh sparen, da die Sprengkraft derselben ziemlich marginal wird im Verhältnis zu den relativen Geschwindigkeiten der Geschosse.
In der Praxis dürften Lenkraketen etc also vor allem Wuchtgeschosse sein. Entsprechend besteht der Impaktor vermutlich aus einem ziemlich soliden Klumpen Hartmetall, wie Wolfram, DU oder ähnlichem.

--- Ende Zitat ---

Das kommt drauf an, wie die Schiffe so aufgebaut sind.
Gegen redundant konstruierte, im Gefecht entlüftete Schiffe ist es gar nicht so blöd, wenigstens einen Teil der Raketen mit (sekundären?) Gefechtsköpfen auszurüsten, um bei einem Treffer nicht nur einen einzelnen Durchschuss zu haben, sondern mehr internen Schaden anrichten zu können.
Stichwort Bunkerbrecher.

ArneBab:

--- Zitat von: Wulfhelm am 22.03.2016 | 13:12 ---Das ist nur dann der Fall, wenn Du davon ausgehst, dass der Laserangriff ein "Schuss" ist, der in (annähernd) Nullzeit seine gesamte Energie auf das Ziel überträgt. Und das ist eine ziemlich gewagte Annahme. Wenn man hingegen davon ausgeht (was absolut vernünftig ist), dass der Laser eine Weile lang auf einen möglichst kleinen Bereich des Ziels strahlen muss, um regelrechte Schadenswirkung zu entfalten, sieht die Sache schon anders aus. Dann kann das Ziel nämlich manövrieren, um die Energie (relativ) harmlos zu verteilen, oder direkt aus dem Strahl manövrieren, oder sogar Dinge in den Weg schubsen, die nur zum Absorbieren der Energie gedacht sind.

--- Ende Zitat ---
Die Energie, die du für den Strahl brauchst, unterscheidet sich nicht so sehr, ob sie auf einen Schlag abgeschickt wird oder über längere Zeit, daher denke ich, dass Laser eher als Puls sinnvoll sind. Außerdem ist das mit aktueller Technick einfacher :)

Ein kurzer Puls ist außerdem sinnvoll, damit die Energie nicht abgeleitet werden kann, so dass ein kleiner Bereich überhitzt und damit beschädigt wird — oder es ein großes Temperaturgefälle gibt, das das Material beschädigt.

Seelachs:
Drohnen aus der Luft schießen und sowas können Laserabwehrsysteme ja auch heute schon.

Und was die Coil- und Railguns angeht: Railguns sind tatsächlich bereits einsatzbereit als Schiffsbewaffnung. Da gibt es auch beeindruckende Videos von der Forschungsabteilung der US Army.
Coilguns sind etwas limitierter, in der Beschleunigung, die sich damit erreichen lässt, aber im Prinzip sind die effizienter als Railguns. Bessere Verfügbarkeit von Hochtemperatursupraleitern, Betrieb im Vakuum und dergleichen würden die für Raumschiffe in einem Hard Sci Fi Setting aber sehr glaubwürdig machen. Insbesondere für 100% lautlose Handfeuerwaffen wäre das was feines, aber das hat ja nix mit Raumschiffen zu tun.

YY:

--- Zitat von: Seelachs am 22.03.2016 | 21:17 ---Railguns sind tatsächlich bereits einsatzbereit als Schiffsbewaffnung.

--- Ende Zitat ---

Na ja - es gibt ein Versuchsmodell. Einsatzbereit oder gar serienreif ist das noch nicht.


--- Zitat von: Seelachs am 22.03.2016 | 21:17 ---Insbesondere für 100% lautlose Handfeuerwaffen wäre das was feines, aber das hat ja nix mit Raumschiffen zu tun.

--- Ende Zitat ---

Luftverdrängung und Geschosseinschlag bekommt man nicht weg - 100% lautlos wird es also nie, von sonstiger Mechanik mal abgesehen (Geschosstransport etc.).

Immerhin hätte man da aber weniger Probleme mit Hitzestau und Verschmutzung als bei konventionellen Waffen mit Dämpfer, und man könnte das Ding ein Stück kürzer bauen.

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