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System, Erfahrungen und Inspiration für Zombie-Kampagne
Medizinmann:
--- Zitat von: nobody@home am 13.12.2018 | 12:21 ---Das ist halt der Casus Knacktus: "Standardzombies" sind gar nicht fähig, komplett im Alleingang eine weltweite Apokalypse zu verursachen. Da muß schon noch irgendetwas anderes dazukommen, sonst bleibt's ein Strohfeuer.
--- Ende Zitat ---
da gebe Ich dir gerne Recht.
und nachdem ich mich mal längere Zeit damit beschäftigt habe , denke Ich auch das Standardzombies gar nicht so eine große Gefahr sind, wie immer gedacht.
(deshalb gibts ja auch die "Schnellen Zombies" sozusagen Zombies 2.0 )
AAaaber (wie gesagt) das ist ja die Prämisse einer Zombie-Apocalypse DASS die Zombies eben überall sind und Regierungen zusammengebrochen sind oder gerade zerbrechen und man ganz auf sich alleingestellt ist....
mit Tanz 2.0
Medizinmann
Tegres:
--- Zitat von: nobody@home am 13.12.2018 | 12:21 ---Das ist halt der Casus Knacktus: "Standardzombies" sind gar nicht fähig, komplett im Alleingang eine weltweite Apokalypse zu verursachen. Da muß schon noch irgendetwas anderes dazukommen, sonst bleibt's ein Strohfeuer.
--- Ende Zitat ---
Naja, da ist sich die WissenschaftTM gar nicht so sicher (sprich: eine Forschungsgruppe hat das mal was modelliert).
Im Uebrigen muss ich mich mal als "Trottel" outen. Es gibt in der Regel folgende Tropen:
* Moderne Zombies sind natuerlichen und nicht uebernatuerlichen Urpsrungs.
* Zombies fressen Menschen (aber keine anderen Zombies).
* Zombies uerbeleben aber auch lange (ggf. unendliche lange) ohne (Menschen-)Fleisch.
* Zombies infizieren Menschen ueber Bisse (oder andere Verletzungen mit Austausch von Blut).
* Nach einer gewissen Inkubationszeit wird ein Gebissener zu einem Zombie.
* Wenn also mehrere Zombies ueber einen Menschen herfallen, haben sie ihn frueher aufgefressen, als dass er sich verwandeln kann.
* Nur Leute, die sich noch aus dieser misslichen Lage befreien koennen oder befreit werden, haben ueberhaupt eine Chance sich zu verwandeln.
* Daraus ergeben sich die folgenden Irritationen:
* Zombiehorden sollten ab einem bestimmten Punkt nicht mehr wachsen, da sie potentielle neue Zombies schon laengst gefressen haben.
* Das Zombieproblem sollte sich also quasi von selbst loesen.
* Es muessen schon unglaublich viele Menschen trotz Bissen und Kratzern Zombies entkommen, wenn es am Ende dann doch solche Zombiehorden gibt.
* Warum fressen Zombies Menschen auf, wenn sie doch eh nicht essen muessen, anstatt sich "nur" neue Artgenossen zu besorgen, indem sie Menschen nur anknuspern?
* Mit dem vermeitlichen Realismus moderner Zombiewerke stellt man sich gewissermassen selbst ein Bein, da Erklaerungsluecken nicht mit Magie oder anderen Sachen beiseite gewischt werden koennen.(Unbefriedigende) Loesung: Das Zombiegenre funktioniert halt so und benoetigt eine gehoerige Portion Suspension of Disbelief.
Und diese Loesung klappt: Trotz all dieser Sachen finde ich Zombies faszinierend und cool.
Pyromancer:
--- Zitat von: Tegres am 13.12.2018 | 12:44 ---Daraus ergeben sich die folgenden Irritationen:
* Zombiehorden sollten ab einem bestimmten Punkt nicht mehr wachsen, da sie potentielle neue Zombies schon laengst gefressen haben.
* Das Zombieproblem sollte sich also quasi von selbst loesen.
* Es muessen schon unglaublich viele Menschen trotz Bissen und Kratzern Zombies entkommen, wenn es am Ende dann doch solche Zombiehorden gibt.
--- Ende Zitat ---
Das kann man dadurch erklären, dass es noch andere Infektionswege gibt: Ein Erreger, der über Luft oder Tröpfcheninfektion übertragen wird, Menschen, die den Zombie-Erreger tragen, selbst immun sind aber als Überträger dienen, lange Inkubationszeit, in der der Erreger übertragen wird, der Träger aber noch nicht zombiefiziert.
Oder die Zombies fressen keine Menschen, sondern infizieren/verwandeln sie nur.
Oder die Zombiefizierung geht schneller, je mehr man gekratzt/gebissen wird. Wenn man also einem einzelnen Zombie mit einem kleinen Kratzer entkommt, dann kann es Tage oder Wochen dauern, bis man selbst zum Zombie wird. Wenn man aber von einer Horde angefallen wird und Dutzende Wunden zugefügt bekommt, dann ist man in Sekunden/Minuten ein Zombie und die Horde lässt von einem ab, so dass da vielleicht hier und da ein Bissen vom Körper fehlt, die Funktionsfähigkeit aber nicht groß beeinträchtigt wurde.
Tegres:
Deswegen habe ich geschrieben, wie die Tropen in der Regel sind. Die von dir genannten Erklärungen helfen tatsächlich, aber viele Zombiefilme bieten gar nur rudimentäre Erklärunge. Wenn es sich um eine Komödie handelt, ist das ja auch kein Problem. Für einen ernsthaften Zombiefilm kann es ein Problem werden, muss aber es nicht.
AlucartDante:
--- Zitat von: Medizinmann am 13.12.2018 | 11:28 ---Wenn man eine Zombie Apocalypse nicht mag, dann soll man sie auch nicht spielen.
--- Ende Zitat ---
Ich weiß nicht, wie du es gemeint hast, ich bin eben ein großer Fan vom Zombiegenre, aber lieber nicht als unrealistische Apokalypse.
Es gehört für mich zum Zombiegenre, dass diese weniger intelligent sind und daher den Menschen schlussendlich unterlegen. Erstens können Menschen Waffen und Maßnahmen entwickeln, zweitens betreiben Zombis keine Viehzucht und sterben daher von alleine aus, wobei das auch anders gelöst werden kann, Photosynthese, was auch immer. Ausnahmen sind beispielsweise I am Legend oder Vampirzombis. Diverse Zombieklassiker gehen ja auch von einem begrenzten Ausbruch aus und einer Rückeroberung. Eigentlich schon in Night of the Living Dead von 1968 tötet am Ende die Antizombiemiliz alle und es war eben nur eine Nacht. Deswegen mag ich das Genre am liebsten mit der Idee: Halten wir in Quarantäne durch, bis das Militär kommt. Kann dann gerne auch was von This war of mine haben.
Vielleicht werden Zombies auch von Vampiren oder irgendwem als biologische Waffe eingesetzt, weil man weiß, am Ende stellen sie keine Gefahr da, zur Zeit des Ausbruchs und durch den Überraschungseffekt sind sie aber eine wirksame Waffe.
Klar kann man auch mit Apokalypse spielen. Wie in left for dead. Irgendwie werden alle infiziert, vielleicht sogar über die Luft. Nur ein paar Leute - zufällig die Spieler - sind immun.
Mich nervt ein wenig die Prepperidee, dass alle in der Katastrophe aufeinander losgehen. Notsituationen sorgen auch für sozialeres Miteinander. Wenn aber eh Apokalypse ist, wofür dann eigentlich am Leben bleiben? Was wollen die Charaktere denn bei einem Weltuntergang erreichen? Noch einen Apfelbaum pflanzen oder noch einmal Twinkies essen? Das motiviert mich für einen Oneshot, aber in einer Kampagne brauche ich größere Ziele, zum Beispiel zurück in die normale Welt kommen oder die neue Welt aufbauen.
PS: Ich finde auch den Inkubationsweg von Walking Dead interessant: Alle sind infiziert, aber erst der Biss oder Tod machen einen zum Zombie.
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