Pen & Paper - Spielsysteme > Systemübergreifende Themen

Rollenspiel in der Rennaisance???

<< < (3/6) > >>

Pyromancer:
Natürlich hat auch Midgard seine Renaissance-Gegend: Die Küstenstaaten. Die typischen Abenteuer-Gegenden wie Alba und Waeland sind die zurückgebliebenen, primitiven Teile der Welt.

Grandala:

--- Zitat von: Pyromancer am 22.03.2016 | 10:16 ---Natürlich hat auch Midgard seine Renaissance-Gegend: Die Küstenstaaten. Die typischen Abenteuer-Gegenden wie Alba und Waeland sind die zurückgebliebenen, primitiven Teile der Welt.

--- Ende Zitat ---

Ja aber ohne vernünftige Quellen außerdem fehlt mir das Schwarzpulver bei Midgard (noch).

Die meisten Fantasy Settings haben allerdings viele Elemente von Renaissance-Bewaffnung. Zweihänder, Anderthalbhänder, Helebarden, Piken und so weiter sind eigentlich keine mittelalterlichen Waffen. Auch wenn man sie in jedem zweiten Film als solche sieht.

Auch die Vollrüstung ist natürlich keine mittelalterliche Erfindung, findet sich trotzdem in jedem zweiten Setting wieder.

Der 30-jährige Krieg (die debatierbar eigentliche Verortung von WHFB zumindest im Imperium) ist für mich eigentlich keine Renaissance mehr. Das Thema scheint leicht anders.

Renaissance ist (für mich):
- gründsätzlich italienisch

- Bewusstsein der eigenen Sterblichkeit! Mit Pest, Krieg und Mord.

- Das Aufbrechen gesellschaftlicher Grundstrukturen (alte Regeln gelten noch aber niemand hält sich wirklich dran)

- Kampf um Glauben und Moral (Savonarola)

- Neue schockierende Ordnung der Staatsethik (Machiavelli)

- dauerhaftes Geschacher und Kriegerische auseinandersetzung zwischen reichen Familien (Florenz, Stadtstaaten ect.)

- Massiver Aufrüstungskrieg (Kanonen, Musketen, Rüstungen)

- Giftmord

- Mätzenwesen (Alle Künstler der Epoche)

- Rasanter Aufstieg und schneller Fall von Familien (Borgias)

- Mächtige Banken (Machiavelli)

- vieles anderes, das mir grade nich einfällt.

Daher sind mir SaWo und Fate einfach zu pulpig für Renaissance-Rollenspiel. Den Rest guck ich mir allerdings mal an.

Boba Fett:

--- Zitat von: Quaint am 21.03.2016 | 23:12 ---Naja, mit dem Trend ist wohl sowas gemeint wie bei DSA in den letzten 20+ Jahren.
Mittlerweile breiten sich da ja die Degenfuchtler doch etwas aus, man baut großartige hochseetaugliche Seegler mittlerweile und fährt teils auch zu fremden Gestaden um dort Kolonien hochzuziehen. Und man hat ja auch ein Äquivalent zu Schußwaffen (nämlich die Torsionswaffen) die sich ja auch zunehmend in Aventurien verbreiten.
--- Ende Zitat ---

Das war meine Aussage. Auch Splittermond finde ich da in vielen Aspekten zu "Rüschenhemdig".


--- Zitat ---Daraus jetzt einen allgemeinen Trend alle Rollenspiele betreffend machen zu wollen halte ich aber für gewagt.

--- Ende Zitat ---

koschkosch:



--- Zitat von: Grandala am 22.03.2016 | 10:47 ---Ja aber ohne vernünftige Quellen außerdem fehlt mir das Schwarzpulver bei Midgard (noch).

Die meisten Fantasy Settings haben allerdings viele Elemente von Renaissance-Bewaffnung. Zweihänder, Anderthalbhänder, Helebarden, Piken und so weiter sind eigentlich keine mittelalterlichen Waffen. Auch wenn man sie in jedem zweiten Film als solche sieht.

Auch die Vollrüstung ist natürlich keine mittelalterliche Erfindung, findet sich trotzdem in jedem zweiten Setting wieder.

Der 30-jährige Krieg (die debatierbar eigentliche Verortung von WHFB zumindest im Imperium) ist für mich eigentlich keine Renaissance mehr. Das Thema scheint leicht anders.

Renaissance ist (für mich):
- gründsätzlich italienisch

- Bewusstsein der eigenen Sterblichkeit! Mit Pest, Krieg und Mord.

- Das Aufbrechen gesellschaftlicher Grundstrukturen (alte Regeln gelten noch aber niemand hält sich wirklich dran)

- Kampf um Glauben und Moral (Savonarola)

- Neue schockierende Ordnung der Staatsethik (Machiavelli)

- dauerhaftes Geschacher und Kriegerische auseinandersetzung zwischen reichen Familien (Florenz, Stadtstaaten ect.)

- Massiver Aufrüstungskrieg (Kanonen, Musketen, Rüstungen)

- Giftmord

- Mätzenwesen (Alle Künstler der Epoche)

- Rasanter Aufstieg und schneller Fall von Familien (Borgias)

- Mächtige Banken (Machiavelli)

- vieles anderes, das mir grade nich einfällt.

Daher sind mir SaWo und Fate einfach zu pulpig für Renaissance-Rollenspiel. Den Rest guck ich mir allerdings mal an.

--- Ende Zitat ---

Schwarzpulver wird von den KanThai gehütet. Es wird wohl nicht in absehbarer Zeit (offiziell wohl nie) in den Rest der Welt kommen.

Grundstrukturen aufbrechen? Über den Religion vs. Magie-Technik Konflikt schon da.

Kampf um Glauben und Moral? Da. Alter Götterglaube wird - z.B. zum Entmachten weiblicher Familienmitglieder - ungedeutet und zwischen biederem Adel und fortschrittlichem reichen Bürgertum kriselts.

Dauerhaftes Geschacher und kriegerische Auseinandersetzungen? Ja. In den Küstenstaaten brodelts überall.

Giftmord, Mäzenwesen, mächtige Bank (en). Drin.

Also die Midgard-KüSta bieten schon 80% des Angesprochenen...

D. M_Athair:

--- Zitat von: Grandala am 22.03.2016 | 10:47 ---Renaissance ist (für mich):
- gründsätzlich italienisch
--- Ende Zitat ---
Und genau das dürfte die Stelle sein, worin die Differenz zwischen deiner Vorstellung und dem, was Boba angesprochen hatte liegt.



Die Fragen nach Italienischer Renaissance und Renaissance allgemein im Rollenspiel sind zwei grundverschiedene.
Siehe auch hier.

Beispiel WFRP: Es gibt die Italienische Renaissance, aber Tilea wurde fürs Rollenspiel leider nie aufbereitet.
(Es gibt allerdings eine Fanarbeit, die man kostenlos runterladen kann.)

... grundsätzlich gibt es wenig Kram, der sich ganz gezielt mit der Italienischen Renaissance beschäftigt.
Ich hatte mal mit Oger und Dirk im alten Disputorium eine Umsetztung für Labyrinth Lord angefangen. Weit sind wir leider nicht gekommen.

Navigation

[0] Themen-Index

[#] Nächste Seite

[*] Vorherige Sete

Zur normalen Ansicht wechseln