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Buchpreisbindung bei eBooks

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Lichtschwerttänzer:
Solange wir die Kosten für die e-book Formate nicht kennen(mir ist ausserhalb des RPG Bereiches kein pdf begegnet)ist weder dein Link noch deine Vorstellung von Belang.

Kowalski:

--- Zitat von: Lichtschwerttänzer am 19.06.2016 | 02:03 ---Solange wir die Kosten für die e-book Formate nicht kennen(mir ist ausserhalb des RPG Bereiches kein pdf begegnet)ist weder dein Link noch deine Vorstellung von Belang.

--- Ende Zitat ---

Du meinst also besser eine faktenlose Diskussion?
Wow!

Wenn man sich z.B. Lulu anschaut dann haben die einen Fixbetrag von 1$ pro Ebook für Storage, Credit-Card-Handling und deren E-Shop, was wohl bedeutet das sie auch mit diesem Dollar noch ein paar Cent verdienen.

Aber vergessen wir das wieder, sind ja nur Fakten.

Lichtschwerttänzer:
Welche Fakten?

Solange wir die Kosten für das Designen des E-Books und dessen Verwalten nicht kennen, sind deine Vermutungen nicht mehr als diese und Bücher als pdf sind mir ausser  als RPG Produkte und Comics noch nicht begegnet.

btw.

Lulu Share
-$1.94 

Yerho:
Meine Infos sind nicht taufrisch und daher mit Vorsicht zu genießen: Der Offset-Druck einer durchschnittlichen Paperback-Ausgabe macht pro Buch (abhängig von der Auflage, die heute nicht mehr so groß sind) nur ein paar Cent und damit nicht viel mehr aus als die (umgelegten) Lizenzgebühren für die Nutzung proprietärer eBook-Formate.

Etwaige Einsparungen ergeben sich also eher durch den Vertriebsweg, nicht durch das Medium, da man eBooks nicht physisch lagern, liefern und ggf. wieder abholen und einstampfen muss. So viel, wie man als Laie gern vermutet, macht das aber zumindest bei größeren Verlagen nichts aus, weil die den klassischen Buchhandel schon seit Jahren dermaßen so im Griff haben, dass dieser im Prinzip alle Kosten nach Lizenzen und Druck trägt (und über großzügige Festlegung des Verkaufspreises vom Käufer wieder hereinholt).

De facto sind eBooks für die Verlage (abgesehen von Klein- und/oder Nischenverlagen) eigentlich immer noch komplett uninteressant. Sie werden angeboten, weil viele Kunden es annehmen/verlangen, nicht weil man damit mehr Reibach machen könnte. Anders ausgedrückt: Ob der Kunde nun ein Paperback oder ein eBook kauft, macht in der Kasse keinen Unterschied. Man *muss* ein klein wenig im Preis nachgeben, weil dieser sonst nicht vermittelbar wäre und man *kann* das tun, weil man einige der oben erwähnten Kosten für physische Logistik spart.

Deshalb wird man es auch nicht erleben, dass Preise für eBooks stärker gegenüber dem der Printausgabe absinken - es sei denn, die komplette Gesetzes-, Lizenzierungs- und Vertriebslage ändert sich grundlegend. Das ist es, was man teilweise im Ausland sieht, wobei man aber auch dort merkt, dass der Preisunterschied nicht dem entspricht, was man in Unkenntnis der Details eigentlich erwartet. Der Mammutanteil der Kosten liegt nun einmal woanders, unabhängig von Medium und Vertriebsweg, weshalb Verlage und Vertriebler da auch nicht so viel drehen können.

Kowalski:

--- Zitat von: Lichtschwerttänzer am 19.06.2016 | 04:40 ---Welche Fakten?

Solange wir die Kosten für das Designen des E-Books und dessen Verwalten nicht kennen, sind deine Vermutungen nicht mehr als diese und Bücher als pdf sind mir ausser  als RPG Produkte und Comics noch nicht begegnet.

btw.

Lulu Share
-$1.94

--- Ende Zitat ---

Der Lulu Share ist ja der GEWINN von Lulu, wenn Du ein Buch für einen Dollar anbietest ist der Lulu Share Null Dollar.
Es ging ja nicht um den Reibach den die PLATTFORM macht, sondern um die Kosten des Publishings.
Lektorat,
Layout,
Bilder,
 Marketing auf anderen Plattformen,
 etc., alles außen vor.

Nur rein das
Speichern und Sichern des EBooks
Anbieten auf dem Marketplace
Abwickeln der Käufe
Abwickeln der Überweisungen
Erstellen von Wasserzeichen

Das Erstellen der persönlichen Kopie sowie die Abwicklung des EBook-Kaufs, das ist dann ein Dollar.
Wir erinnern uns, der Artikel des Kleinverlags sagte was von knapp 2 bis 2,50 Euro an vergleichbaren Printkosten, die sind dann auch noch nach Seitenanzahl leicht linear.
Bei Ebooks sind die Kosten für eine Seite ziemlich gleich wie für 2000 Seiten.

Wenn man beim Totholzbuch Vertrieb, Lagerung mit einrechnet dann bleibt auf jeder Ebene (Zwischenhändler, Logistik, Buchhändler) knapp 10% des Endverkaufspreisese hängen.
Beschäftigt also mehr Leute und stellt oft ein haptisches Exemplar in ein Ladenregal.

Eliminiert man Zwischenhandel, Logistik, Buchhandel kann man, theoretisch, bei einem EBookpreis von knapp 5 Euro in etwas das gleiche erlösen (mit dem Unterschied das man, wenn man z.B. nicht über Amazon anbietet, deutlich weniger Kundenreichweite hat, ebenso mit dem nicht-vorhandensein einer Printausgabe im stationären Buchhandel).

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