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Ghostbusters 2016
Wulfhelm:
--- Zitat von: Chiungalla am 2.08.2016 | 23:16 ---Wenn Du das was folgst, nämlich eine sehr grobe aproximation bei dürftiger Datenlage mit sehr vielen sehr gewagten Vermutungen, als Rechnen bezeichnest
--- Ende Zitat ---
Nein, schätzen muss man bestimmte Entwicklungen. Aber rechnen muss man immer noch. Wenn man natürlich in seinen Annahmen so völlig an der Realität vorbei geht, dass man z.B.:
--- Zitat ---[Box Office] * [Anteil der Produktionsfirma am Box Office] > [Produktionskosten] -> Profit
--- Ende Zitat ---
... die Marketingkosten, auf denen diese ganze Faustformel beruht, völlig unterschlägt, hilft auch die Beherrschung der Grundrechenarten nichts mehr.
NARF!:
Die ganze Fachsimpelei macht ja überhaupt nur im Kontext Sinn. Und der geht mir ehrlich gesagt schon seit einer ganzen Weile ab. Mich persönlich würden ja, bevor hier jetzt zwei Seiten mehr oder weniger komplexe oder akurat aus dem Internet übernommene Formeln zur Kosten-Gewinn-Rechnung von Hollywood-Filmen folgen, erstmal folgende Dinge interessieren:
1. Warum ist der Erfolg oder Misserfolg bei so etwas Trivialem wie einem Ghostbusters-Film so wichtig, dass man sich allein darüber schon so in die Haare kriegt? Mal ganz zu schweigen von den Grabenkämpfen, die generell um diesen Film (!) ausgetragen werden.
2. Wie sieht die realistische Relation zu anderen Filmen aus? Nicht nur vermeintlich vergleichbar weil "Superhelden-Budget". In den Filmwirtschaftseminaren die mir um die Ohren geklatscht wurden hieß es schon vor Jahren, dass Hollywood größtenteils Miese macht, weil die Kostenrechnung schon lange nicht mehr aufgeht. Darauf folgend:
3. Wie wichtig ist Ghostbusters wirklich in diesem Kontext? Ich persönlich hab selten so viele Diskussionen dieser Art im Bezug auf irgendeinen Film gesehen, das müsste darauf schließen lasen, dass diesmal irgendwas anders ist. Bisher sieht es aber nach nem ziemlich unspektakulären Ergebnis aus, mit einer leichten Tendenz zum Positiven: "[...]It scored the biggest opening weekend ever for director Paul Feig and star Melissa McCarthy and was the biggest live-action comedy debut since Pitch Perfect 2 in May 2015."
4. Seit wann sagen Einspielergebnisse etwas über Qualität aus? Grown Ups 1+2 dürften zusammen in der Gewinnmarge so ziemlich über alles lachen, was hier bisher aufgeführt wurde - nur mal als Beispiel.
Chiungalla:
--- Zitat von: Wulfhelm am 2.08.2016 | 23:35 ---... die Marketingkosten, auf denen diese ganze Faustformel beruht, völlig unterschlägt, hilft auch die Beherrschung der Grundrechenarten nichts mehr.
--- Ende Zitat ---
Box office result > Produktionskosten *2
ist mathematisch das selbe wie
Box office result *0.5 > Produktionskosten
Du kritisierst da also Deine eigene Formel. 8)
Deine Milchmädchenrechnung resultiert nämlich nicht aus den Marketingkosten. Das "*2" ergibt sich nämlich sehr offensichtlich schon alleine aus der Tatsache das nur das halbe Einspielergebnis bei der Produktionsfirma landet. Und natürlich unterschlägt meine Deine Formel die Marketingkosten (wenn sie nicht in den Produktionskosten enthalten sind).
Holothuroid:
--- Zitat von: MARV! am 3.08.2016 | 02:23 ---
3. Wie wichtig ist Ghostbusters wirklich in diesem Kontext? Ich persönlich hab selten so viele Diskussionen dieser Art im Bezug auf irgendeinen Film gesehen, das müsste darauf schließen lasen, dass diesmal irgendwas anders ist.
--- Ende Zitat ---
Da spielen Frauen die Hauptrolle! In einem Actionfilm! Wo die Vorlagen doch Männer waren! Das kann doch nicht funktionieren! Da rechnen wir lieber mal ganz genau!
Die hier Diskutierenden müssen diese Gedanken gar nicht selber gehabt haben. Aber es ist der Grund, warum der Film in der cinematophilen Szene irgendwie anders behandelt wird.
6:
Actionfilm? Ghostbusters??
Nee. Das war schon immer ne Komödie.
Ersetze Actionfilm durch "Kultfilm aus der Jugend" oder sowas.
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