Pen & Paper - Spielsysteme > Systemübergreifende Themen
Nicht Sandbox Taugliche Rollenspiele
Infernal Teddy:
--- Zitat von: Skygerocknimo am 10.08.2016 | 22:27 ---Generell alle Systeme, die nicht Werkzeuge wie Zufallstabellen u.ä. bereitstellen, um die Sandbox mit Inhalt zu befüllen und blinde Flecken in der Vorbereitung abzufangen.
--- Ende Zitat ---
Also fast alles, was nach 1988 erschienen ist? Nee.
Chruschtschow:
--- Zitat von: Skygerocknimo am 10.08.2016 | 22:27 ---Generell alle Systeme, die nicht Werkzeuge wie Zufallstabellen u.ä. bereitstellen, um die Sandbox mit Inhalt zu befüllen und blinde Flecken in der Vorbereitung abzufangen.
--- Ende Zitat ---
Nein, andersrum wird ein Schuh draus. Es geht um Systeme, deren Werkzeuge auf bestimmte Dramaturgien und Verläufe abgestimmt sind. Beispiel Fiasco. Da gibt es eine Anzahl Würfel, wenn die durch sind, hat die Geschichte zu enden. Da kann ich nicht einfach Blumen pflücken gehen, da muss ich an der Geschichte dran bleiben.
Und diese Ausrichtung auf eine strukturierte Dramaturgie einer Geschichte samt definitivem Ende (oder zumindest scharf abgegrenzte Episoden) findest du systemseitig nicht allzu häufig. Die meisten Systeme erlauben im Prinzip ein beliebig langes und freies Weiterspielen. Da bleibt es dann nur noch eine Frage von Geschmack und Setting.
Wulfhelm:
--- Zitat von: Infernal Teddy am 10.08.2016 | 22:31 ---Also fast alles, was nach 1988 erschienen ist? Nee.
--- Ende Zitat ---
Ich würde nicht sagen, dass Systeme ohne diese Werkzeuge ungeeignet sind. Aber besagte Werkzeuge helfen natürlich. Wenn ich sowas wie die komplette Dosis Classic/MegaTraveller einschließlich habe, die mir einen Planeten mit allen physischen Daten, Regierung, Gesellschaft etc. etc. auf Kommando ausspuckt, ist das äußerst hilfreich.
Und wenn Du es schon ansprichst: Es ist äußerst bedauerlich, dass solche Werkzeuge in modernen Systemen nicht weiterentwickelt wurden.
Koronus:
--- Zitat von: Contains Diseases am 10.08.2016 | 16:12 ---Wirklich untaugliche Spiele findet man v.a. unter Storygames.
Spiele, die für Sandbox-Spiel unter Handycaps leiden, sind solche, die bestimmte Erzählstrukturen forcieren (ohne dass es einen fixen Ablaufplan - s.o. - gibt). WFRP3 (Aufladezeiten, Szenen, Akte) fällt mir da ein. Schattenjäger als reine Sandbox-Kampagne wird wohl wegen der Abhängigkeit der SC von "ihrem" Inquisitor eher nicht konsequent umsetzbar sein. (Allgemeiner: Wenn SC per Definition in einer Kommando-Kette nicht oben stehen.)
--- Ende Zitat ---
Dann scheint ihr nicht mit Agenten des Throns zu spielen. Allgemein allerdings sind alle Warhammer 40000 Welten recht frei beschrieben und nur wenig Metaplot (wie zum Beispiel die Chaos Kommandant Kampagne noch vor Only War spielen) so Spieler und Leiter die Story nahezu so ablaufen lassen können wie man möchte. Allgemein allerdings ist Sandbox Fokus der Reihe bei Freihändler und Schwarzer Kreuzzug. Am wenigsten Sandbox der Reihe ist allerdings Only War, allerdings wird das wohl kaum deswegen gespielt werden.
Maarzan:
Für eine Sandbox müssen nicht die Charaktere/Spieler die Freiheiten haben alles machen zu können was sie wollen, sondern die Spieler die Möglichkeit als ausprobieren zu können, was die Charaktere versuchen könnten mit dem Setting adequaten Wahrscheinlichkeiten.
Man kann also durchaus auch Minions als Sandbox spielen.
Was meines Erachtens Sandboxing beschädigt sind dann:
* Regeln, welche dem Setting wiedersprechen, insbesondere im Setting reguläre Aktionen indirekt oder gar direkt verbieten, aber auch grob widersprechende Wahrscheinlichkeiten liefern.
* Metagaming erfordernde Regeln und Ressourcen
* hochabstrakte Regeln
Kompliziertheit oder Umständlichkeit der Regeln verhindern an sich kein Sandboxing - insbesondere wenn sich dies durch entsprechendes Lernen beschleunigen lässt - aber verringern natürlich Zugänglichkeit und Komfort.
Navigation
[0] Themen-Index
[#] Nächste Seite
[*] Vorherige Sete
Zur normalen Ansicht wechseln