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Horror-Settings und Fiktion
Der Läuterer:
--- Zitat von: nobody@home am 4.09.2016 | 17:50 ---Ich spiele halt nicht..., um selbst Angst zu haben
--- Ende Zitat ---
Nun. Ganz so schlimm ist es ja zum Glück auch nicht. Kaum jemand wird wohl spielen, um selbst Angst zu haben. Aber ich spiele Cthulhu Tremulus, um mit meinen Char mit zittern zu können, wenn er in eine brenzlige Situation kommt. Das macht die Spannung aus.
Rhylthar:
--- Zitat von: Der Läuterer am 4.09.2016 | 18:49 ---Nun. Ganz so schlimm ist es ja zum Glück auch nicht. Kaum jemand wird wohl spielen, um selbst Angst zu haben. Aber ich spiele Cthulhu Tremulus, um mit meinen Char mit zittern zu können, wenn er in eine brenzlige Situation kommt. Das macht die Spannung aus.
--- Ende Zitat ---
Och, ein ehemaliger Sl hat es immerhin geschafft, einen sehr coolen Gruselfaktor zu schaffen. So gut, dass nach einigen Sitzungen damit Schluss war, weil einige Mitspeiler dies eben nicht so toll fanden.
Ich habe es bedauert. :(
Ucalegon:
--- Zitat ---Durch diesen Hintergrund bekommt das Abenteuer also eine Verknüpfung zum Cthulhu-Mythos. Damit geht allerdings zumindest für meinen Geschmack leider auch eine Fiktionalisierung einher. Während das Grauen des steckengebliebenen Fahrstuhls und die gestressten und an den Rand ihrer Nerven gebrachten Menschen mich noch völlig real mit Horror erfüllen, verpufft der in dem Moment, wo irgendwelche taubengroßen Cthulhu-Monster auftauchen. Jetzt kann ich grinsen und das Abenteuer in das Reich der Fiktion verschieben. Alles nur ein Spiel! Grauen vorbei. Was würde geschehen, wenn so ein Abenteuer auf das fiktive Element verzichten würde? Wenn es einfach darum geht, einen Fahrstuhl mit heiler Haut wieder zu verlassen, in dem ein paar Leute so lang eingeperrt sind, bis sie in Panik völlig die Kontrolle über sich verlieren? Wäre das nicht viel eindrücklicher, als irgendwelche albernen Monster zur Erklärung heranzuziehen?
Ich habe diesen Eindruck nicht immer, aber immer mal wieder: Ein Horror-Szenario beginnt für mich vielversprechend, aber dann geht irgendwo eine Klappe auf, ein Tentakel windet sich hervor und ich muss leider grinsen. Meine Erfahrungen mit Horror-Szenarien ohne fantastische Elemente sind spärlich. Was ich dort erlebt habe, fühlte sich aber intensiver an... und ich glaube genau deshalb, weil der Sprung in die Fiktionalität gefehlt hat.
--- Ende Zitat ---
Was waren das denn für Szenarios?
Von deinen drei Herangehensweisen her, scheint es mir, als hättest du dich vielleicht zu sehr auf den klassischen Mythos-Horror eingeschossen. Dabei gibt es mit Delta Green oder Szenariosammlungen wie Our Ladies of Sorrow auch innerhalb dieses Subgenres eine starke Personal/Psychological Horror Seite.
Mich interessiert am Mythos übrigens gar nicht, wie viele schleimige Tentakel das Ding mit dem unaussprechlichen Namen - dessen Spielwerte natürlich trotzdem fein säuberlich irgendwo ausgearbeitet wurden - jetzt genau hat. Je abstrakter und unverständlicher das Ganze bleibt, desto besser.
Und klar, übernatürlicher Horror ist gerade im Rollenspielbereich der Standard, aber es ist ja nicht so, dass es gar keine in der realen Welt angesiedelten Alternativen gäbe. Das geht dann halt in Richtung Mystery/Psychothriller.
Edit: Meine Frage zu SF Horror zielte übrigens auch auf Fiktion und Horror.
Der Läuterer:
Es gibt da dieses, wenn auch recht wenig bekannte, Rollenspiel aus den 90ern.
Serials - Ein Dark Reality Rollenspiel war auf der SPIEL95 DER Skandal.
Der WDR hatte damals massiv gegen das Werk getrommelt und der Stand auf der Messe musste geschlossen werden.
Allerdings... Einen Haufen von Serienkillern in einer Rollenspielgruppe spielen zu wollen, ist zugegeben ja schon recht dämlich, aber das Produkt als solches ist als Source richtig gut gelungen.
Leider ist die Autorin, Franziska Valena Holz, bei einem Autounfall vor 20 Jahren ums Leben gekommen.
Chruschtschow:
Ich kann kein Grusel als Spieler. Dauernd analysiere ich Stilmittel und freue mich über Gummitentakel. Meine bisher "erfolgreichste" Horrorrunde war die, in der ich mich selbst in die inneren Schrecken meines SC reingesteigert habe, dass ich mit dem Plot des SL weg und einer Feueraxt hinter den anderen SC her gelaufen bin (was die SL gut fand). Aber sonst ist das so gar nicht mein Genre. Ich "spiele" es, aber ich empfinde es nicht. :(
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