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Pen & Paper - Spielsysteme => D&D - Dungeons & Dragons => D&D5E => Thema gestartet von: flaschengeist am 12.12.2025 | 09:23

Titel: Ist D&D 5 im High-Level Bereich unspielbar?
Beitrag von: flaschengeist am 12.12.2025 | 09:23
Immer mal wieder lese ich im Tanelorn solche Aussagen:

Ich hab gerade mit meiner Gruppe gerade am Dienstag eine Level 20 Pathfinder 2 Kampagne abgeschlossen. Ich kann dem System zugute halten, das es wirklich bis zum ende Funktioniert hat und nicht wie DnD5e auf halber strecke ganz zusammenbricht.


Diese Perspektive wundert mich jedes Mal, weil ich schon viel im High Level Bereich unterwegs war, ohne Probleme zu bemerken. Allerdings immer als Spieler, geleitet habe ich hochstufiges D&D 5 bislang nicht. Daher ist meine erste Vermutung, dass es (manchen) SL Probleme macht. Mich würde nun interessieren:

1. Wie verbreitet diese Ansicht (hier) ist. Mit Praxiserfahrung heißt, dass ihr selbst D&D im High-Level Bereich gespielt und/oder geleitet habt.
2. Falls D&D5 für euch nicht mehr funktioniert hat, woran lag es?

Ich definiere HighLevel Bereich als Level 13+ (hier steigt der Übungsbonus auf +5 und es werden Grad 7 Zauber verfügbar). Falls eure Definition abweicht, gerne dazu schreiben.
Titel: Re: Ist D&D 5 im High-Level Bereich unspielbar?
Beitrag von: gilborn am 12.12.2025 | 10:49
Ich habe unsere DnD5 Kampagne bis Stufe 17 durchgezogen, dann aber ein Ende forciert weil ich den Fähigkeiten der Spieler bei der Encounterdarstellung nicht einmal mehr Ansatzweise mehr Herr geworden bin.

Allerdings muss ich einräumen, dass ich keiner bin, der die Möglichkeiten / Fähigkeiten der Spielercharaktere erfassen konnte - da fehlte das Interesse.

Ich habe "ja mit SL Erfahrung" gewählt, muss aber eben den Disclaimer einfügen, dass ich es nicht zur System Mastery gebracht habe.
Titel: Re: Ist D&D 5 im High-Level Bereich unspielbar?
Beitrag von: Quaint am 12.12.2025 | 11:25
Unspielbar ist ein hartes Wort. Aber es wird halt immer umständlicher und komplexer und es gibt IMHO eine klare Tendenz, dass (insbesondere fordernde) Kämpfe deutlich länger dauern und mehr Komplexität mitbringen, die man auch erstmal beherrschen muss. Mit meinen Präferenzen deckt sich das dann immer weniger. Daher hab ich nach ein paar Versuchen die wirklich hohen Levelbereiche immer gemieden.
Titel: Re: Ist D&D 5 im High-Level Bereich unspielbar?
Beitrag von: Mouncy am 12.12.2025 | 11:32
Meine Peaks waren als SL bis 20 und Spieler bis 17. Brauche ich beides nicht nochmal, ab 12+ wirds schon arg zäh. Die "Goldilocks Zone" ist für mich 1-12, wobei der echte sweet spot zwischen 5 und 9 liegt.
Titel: Re: Ist D&D 5 im High-Level Bereich unspielbar?
Beitrag von: flaschengeist am 12.12.2025 | 11:40
Unspielbar ist ein hartes Wort. Aber es wird halt immer umständlicher und komplexer und es gibt IMHO eine klare Tendenz, dass (insbesondere fordernde) Kämpfe deutlich länger dauern und mehr Komplexität mitbringen, die man auch erstmal beherrschen muss. Mit meinen Präferenzen deckt sich das dann immer weniger. Daher hab ich nach ein paar Versuchen die wirklich hohen Levelbereiche immer gemieden.

Da hast du recht. Ich meine einfach, dass es genug gestört hat, um die Erfahrung nicht wiederholen zu wollen.
Titel: Re: Ist D&D 5 im High-Level Bereich unspielbar?
Beitrag von: Luxferre am 12.12.2025 | 11:52
Ja (mit Praxiserfahrung als Spieler UND Spielleiter)

DISCLAIMER: ich schreibe hier MEINE Wahrheit und nicht DIE Wahrheit!


Ich habe dazu früher schon einiges geschrieben und wiederhole es gern  >;D
D&D5 ist die Edition, mit der ich (wahrscheinlich für immer) aufhörte, D&D zu spielen. Ich dachte immer, die 4e wäre mein D&D-Sargnagel, aber weit gefehlt.

Die 5e ist für mich (!) ab Stufe 5 nicht mehr spannend.
Kämpfe mutieren schnell zu reinem TP-Gekloppe, die Kampfrunden ziehen sich elendig lang und die Menge an KR pro Kampf ist auch zu hoch. Ab gewissen Stufen ist es nur noch spannend, ob der W20 eine 20 zeigt, oder nicht. Die Varianz des angerichteten Schadens ist lame. Effekte lame. Sonderfertigkeiten lame.

Zuletzt spielte ich einen Halbelf, Palading (Oath of the Ancients) und der Nahkampf war eher Nahkrampf, mit wenigen Glanzlichtern, wenn man bei einer nat20 nachträglich noch seinen Smite zünden durfte/konnte. Der Fernkämpfer (Elf, Waldläufer) war in Sachen Schadensoutput WEIT überlegen. Auch seltsam.

Für mich hatten die Kämpfe auch keine Spannungselemente. Es wurde nie knapp. Zu sehr das Gefühl, lediglich Ressourcen zu verwalten, viel zu wenig Angst um die SCs. Trefferpunkte = Ressourcen, Rettungswürfe = Ressourcen, spontane Heilfähigkeiten = Ressourcen ... usw. Teils ohne ersichtliche oder plausible Erklärung, wo das denn herkäme. Kämpfer haben halt x Runden die Luft angehalten und plötzelich kommen da mit dem Einatmen frischen Sauerstoffs neue Trefferpünktchenfünkchen angeflogen. Meh!

Die 5e ist mir in allen Belangen VIEL zu oberflächlich.


Außerdem ist die 5e in high-level unspielbar, weil die high-level Abenteuer schlicht nichts taugen. Die Qualität aller WotC-Produkte hat so eklatant abgenommen. Das ist so schade, wenn man dazu Produkte aus den 90er Jahren vergleicht ... oder den 00ern.
Titel: Re: Ist D&D 5 im High-Level Bereich unspielbar?
Beitrag von: gunware am 12.12.2025 | 17:48
Als SL habe ich eine Kampagne von 1 bis weit über Stufe 20 (halt mit epischen Gaben, wie im Regelwerk angegeben) mit großer Freude gespielt. Es ist zwar anders in Regelwerk empfohlen, aber bei uns gab es Unmengen an Magischen Gegenständen, da hatten die Spieler Qual der Wahl. Und durchaus auch sehr mächtige Gegenstände., wie z. B. dieser komische Horn, der ein Dutzend starke Kämpfer ausspuckt, wenn man reinbläst oder so ähnlich, Halbebenen für zu Hause, Ahnenwaffen, usw. Schon ziemlich abgefahren.
Und es war nicht langweilig, es stockte nicht und die Kämpfe waren interessant.
Wahrscheinlich hätten wir weiter D&D5 gespielt, wenn wir nicht PF2 ausprobiert hätten. Da hatten wir schon alles Gute und noch dazu sehr besser verregelt, was uns bei D&D5 gefallen hat und noch viel mehr. Und als großes Plus ist PF2 sehr gut gebalanct und viel mehr auf Teamplay ausgerichtet, als es D&D5 ist. Im Unterschied zu D&D5 sind die Kämpfe in PF2 viel dynamischer und für mich als SL besser einschätzbar. Das ist halt das Plus, aber sonst ist die Länge des Kampfes nicht großartig anders. Wo man sich aber auf dem Kampfplatz vorher fast nicht bewegt hatte, flitzt man jetzt hin und her, integriert man die Umgebung usw. In D&D5 war das aus dieser Sicht bisschen ärmer.
Aber wie gesagt, spaßig war es sehr wohl.
Titel: Re: Ist D&D 5 im High-Level Bereich unspielbar?
Beitrag von: Gunthar am 12.12.2025 | 18:47
Hier aus Erfahrung (Rappan Athuk als Spieler bis Level 18) sage ich, dass D&D 5e eher unspielbar ist.

Die Probleme:
a) Die Initiative entscheidet eigentlich schon, wer gewinnt. Weil das sofort in den Punkt b übergeht.
b) Wer zuerst die schwachen Saves der Gegner erwischt, gewinnt, und das liegt daran, dass die schwachen Saves kaum oder gar nicht ansteigen. Auf Stufe 18 hat man mit einem +1 oder weniger kaum eine Chance, einen Save DC von 19 zu schaffen.
c) Manchmal ist die Schadenausteilung schon eines Gegners so dermaßen hoch, dass er bei einem SC locker die Hälfte der HP wegkloppen kann.
d) AC bringt nur noch dann was, wenn man die richtig hochtreiben kann, was eigentlich nur die Frontliner schaffen. Ein Schurke oder ein Spellcaster mit AC 20 oder niedriger wird eigentlich so gut wie immer getroffen. Und AC 20 entspricht Studded Leather +3 plus Dex +5. Quasi das Maximum, was ein Schurke normalerweise erreichen kann. Und die meisten Spellcaster sind da immer noch darunter. Mein Sorcerer hatte AC 22/27 dank dessen, dass er in Hexblade multiclassed hatte.
e) Es spielt auch eine sehr große Rolle, welche Magic Items man in der Gruppe überhaupt kriegt. Wir hatten fast keine Tier-4-Gegenstände auf Level 18.
f) Ein Paladin auf Stufe 12+ in der Gruppe ist bereits fast eine Bedingung, um überhaupt eine Chance zu haben, einen schlechten Save zu schaffen.
g) SCs erhalten ab Level 12 nicht mehr so viele Klassensachen und auch die Progression flacht etwas ab, da meistens das Hauptattribut bereits gemaxt ist und nur noch der Proficiencybonus ansteigt, wenn man keine passenden Magic Items findet. Die Monster hingegen skalieren weiter, was auf Charakterlevel/CR 18 in einen Angriffsbonus/Save DC von +16 bis +20 (wenn nicht mehr) resultiert.

Einmal gingen 2 SC gleich in der ersten Kampfrunde down, weil wir die Initiative verloren hatten. Wir kamen aber grad noch weg (Teleport).
Der gleiche Kampf aber mit gewonnener Initiative ging voll zu unseren Gunsten aus.

Edit: Punkt g hinzugefügt.
Titel: Re: Ist D&D 5 im High-Level Bereich unspielbar?
Beitrag von: Feuersänger am 12.12.2025 | 18:58
Ich habe D&D5 bisher selber nur bis Level 11 gespielt, daher leider keine praktische Erfahrung im Highlevel-Bereich. Aber ich kann es mir nicht so richtig vorstellen, was da zusammenbrechen soll. Von den Werten und Fähigkeiten her entspricht rein numerisch 5E Level 20 so grob gegriffen Level 7 in 3E, also was soll einen da überfordern?

Man mag sich wohl daran stoßen, dass 5E-Monster halt in erster Linie große Tüten mit Hitpoints sind, die von den SC zum platzen gebracht werden. Das ist dann aber eher das Problem eines zu simplen, banalen Systems, als eines das aufgrund zu hoher Komplexität unspielbar geworden wäre.
Titel: Re: Ist D&D 5 im High-Level Bereich unspielbar?
Beitrag von: ElfenLied am 12.12.2025 | 19:50
Mehrmals geleitet und gespielt bis Stufe 20. Die Charaktere waren zu 90% ihres Potentials optimiert. Das System ist durchaus spielbar auf hohen Stufen, erfordert allerdings Erfahrung auf beiden Seiten. Die Spieler müssen ihre Optionen kennen und auch während der Züge anderer Mitdenken, und der SL kann sich nicht Stumpf auf CR verlassen sondern muss die Herausforderungen entsprechend designen.

Wichtige Anforderungen an die Spieler:
1. Kennt eure Charakterer und eure Fähigkeiten, also die der gesamten Gruppe.
2. Spielt was mit Synergie.
3. Spielt einen vernünftigen Build.

Anforderungen an den SL:
1. Erfahrung im Encounterdesign
2. Level die Charaktere in einem vernünftigen Maß, wenn du mit Milestones (wo ist der Kotzemoji eigentlich?) spielst.
3. Sorg dafür, dass passende Ausrüstung erhältlich ist.
Titel: Re: Ist D&D 5 im High-Level Bereich unspielbar?
Beitrag von: AlucartDante am 12.12.2025 | 21:48
Die Probleme:
a) Die Initiative entscheidet eigentlich schon, wer gewinnt.

Aber ist das nicht erstens ein wenig realistisch, zweitens schon immer so gewesen und drittens auch auf niedrigem Stufen so gewesen?

Haben wir nicht alle in Baldur's Gate 1 am Anfang die Erfahrung gemacht, dass im friendlys arm inn der gegnerische Magier unseren Charakter Level 1 mit seiner Magic Missile tötet wenn er dazu kommt? In jeder Edition schien es immer einen riesen Unterschied zu machen ob der eigene Level 5 Magier zuerst den Feuerball zündet oder ob es der gegnerische Magier tut? In Dnd3 hat unser Magier mit Schrei der Todesfee ziemlich viel weg geholt, bis ein gegnerischer Magier mal die Initiative gewonnen hat und mit Schrei der Todesfee mal die Hälfte unserer Gruppe zum Start killte. Da in 5e das Todesrisikos gesunken ist, finde ich, dass das Problem eher abgenommen hat...
Titel: Re: Ist D&D 5 im High-Level Bereich unspielbar?
Beitrag von: Ainor am 12.12.2025 | 21:54
Unspielbar? Die jungen Leute von heute wissen garnicht mehr was unspielbar ist. In der 3E haben wir sieben verschiede Boni von 10 verschiedenen Spells addiert!

und der SL kann sich nicht Stumpf auf CR verlassen sondern muss die Herausforderungen entsprechend designen.

Denke das ist der wesentliche Punkt. Die Designer (und viele (Nicht-)spieler) haben ein wenig unterschätzt wie stark die SC Fähigkeiten sind (Genau wie in der 3.0). Aber in der 3E musste man den SC ja auch oft etwas mehr 
entgegenwerfen.

In 2024 sind die offiziellen Encounter aber deutlich heftiger. K.a. wie das am Ende auskommt, aber es müsste nun deutlich besser passen.
Titel: Re: Ist D&D 5 im High-Level Bereich unspielbar?
Beitrag von: caranfang am 12.12.2025 | 21:54
Aber ist das nicht erstens ein wenig realistisch, zweitens schon immer so gewesen und drittens auch auf niedrigem Stufen so gewesen?
Nein, denn früher, zu AD&D-Zeiten, wurde die Innitiative jede Runde neu bestimmt und hin außerdem davon ab, was man in der Runde vorhatte.
Titel: Re: Ist D&D 5 im High-Level Bereich unspielbar?
Beitrag von: nobody@home am 12.12.2025 | 22:17
Nein, denn früher, zu AD&D-Zeiten, wurde die Innitiative jede Runde neu bestimmt und hin außerdem davon ab, was man in der Runde vorhatte.

Wenn in erster Linie gleich von der ersten Runde abhängt, wer gewinnt und wer verliert -- beispielsweise, weil gleich die ersten Aktionen Gegner komplett aus dem Kampf nehmen und ihre eigene geplante(n) Aktion(en) verhindern können und sich die Balance schon allein von daher verschiebt --, dann macht "...und in den Folgerunden würfeln wir jedesmal neu!" auch keinen besonders großen Unterschied mehr aus.
Titel: Re: Ist D&D 5 im High-Level Bereich unspielbar?
Beitrag von: Gunthar am 12.12.2025 | 22:31
Wir hatten mal einen Purplewurm (CR15) als L12-Gruppe gekillt, ohne dabei Schaden zu kassieren. Wir hatten die Initiative gewonnen und das Vieh mit einem Hypnotic Pattern lahmgelegt. Danach konnten wir es easy killen.
Titel: Re: Ist D&D 5 im High-Level Bereich unspielbar?
Beitrag von: caranfang am 12.12.2025 | 22:39
Wenn in erster Linie gleich von der ersten Runde abhängt, wer gewinnt und wer verliert -- beispielsweise, weil gleich die ersten Aktionen Gegner komplett aus dem Kampf nehmen und ihre eigene geplante(n) Aktion(en) verhindern können und sich die Balance schon allein von daher verschiebt --, dann macht "...und in den Folgerunden würfeln wir jedesmal neu!" auch keinen besonders großen Unterschied mehr aus.
Nicht wirklich. Schau dir mal die AD&D-Regeln an. Gerade Waffen mit einer hohen Schaden haben eine schlechte Initiative und auch etliche mächtige Zauber haben eine schlechte Initiative. Und es war sehr einfach, Zauber zu unterbrechen. Man musste den Zauberer nur angreifen.
AD&D war auf hohen Stufen wirklich noch spielbar, auch wenn das einige etwas anders sehen, weil alle zaubernden Klassen scheinbar mächtiger sind als jene, die nicht zaubern können, aber dafür war ihr Stufenaufstieg langsamer (etwas was gerne übersehen wird) und es gab magische gegenstände, die dies ausgleichen sollen.
Titel: Re: Ist D&D 5 im High-Level Bereich unspielbar?
Beitrag von: bobibob bobsen am 12.12.2025 | 23:20
Zitat
Wir hatten mal einen Purplewurm (CR15) als L12-Gruppe gekillt, ohne dabei Schaden zu kassieren. Wir hatten die Initiative gewonnen und das Vieh mit einem Hypnotic Pattern lahmgelegt. Danach konnten wir es easy killen.
Nur das der Zauber nicht wirkt. Solche Aussagen höre ich häufiger und meist stellt sich heraus das viele offenbar die Regeln nicht verstehen oder sie nicht anwenden.
Titel: Re: Ist D&D 5 im High-Level Bereich unspielbar?
Beitrag von: Gunthar am 12.12.2025 | 23:30
Und wieso sollte der nicht wirken?
Titel: Re: Ist D&D 5 im High-Level Bereich unspielbar?
Beitrag von: Sphinx am 12.12.2025 | 23:43
Unspielbar ist definitiv zu weit gegriffen. Und ich schließe auch nicht aus das es dem DM Gott gibt der es trotz aller Wiedrigkeiten schafft das gut zu leiten. Und vor allen Dingen hängt es ganz stark davon ab was man von Spiel möchte.. Will man einfach Monster kloppen und ist nicht daran interessiert das ein Kampf gefährlich ist wird man keine Probleme haben.

Ich ticke aber so: Der großartigste Kampf Encounter ist der, wo man gerade so mit letzter kraft über die Ziellinie kriecht. Und bis zum Schluss nicht klar ist wer gewinnt.
Klar kann nicht jeder Kampf ein knappes Ding sein, aber wichtige Kämpfe sollten zumindest das Potential dazu bieten können.
Und unter der Prämisse funktioniert 5e für mich nicht. Ich hab eine Kampagne bis Level 15 geleitet. Ab spätestens 12 war es komplett Banane. Save or Suck war an der Tagesordnung. Meint: Der Gegner hat den Save nicht geschafft? Gut dann ist der Kampf entschieden, aber wir würfeln ihn trotzdem noch 30 Min aus...gähn.
Dann einfach mehr/stärkere Gegner auffahren... Dann kann es leider sehr schnell eine Todesspirale auf Spielerseite geben.

Hab bei einer Level 16 Kampagne als Spieler mitgemacht. Die Kämpfe waren wirklich schwer und ich war überrascht wie gut das geklappt hat...bis ich erfahren hab das der DM Würfel dreht. Z.B. Der Boss stirbt dann wenn er genug Schaden an den Spielern angerichtet hat. Vorher sind die HP nur ein Vorschlag.

Es hat seine Gründe warum bei den Umfragen so viele Runden im Bereich unter 8 rumhängen. Und nur verschwindend geringe Spielergruppen im oberen drittel des Levelbereichs Spielen.
Titel: Re: Ist D&D 5 im High-Level Bereich unspielbar?
Beitrag von: nobody@home am 13.12.2025 | 00:11
Und wieso sollte der nicht wirken?

Also, prinzipiell wirken sollte er schon können. Steht ja nirgends, daß der Wurm ausdrücklich blind wäre, also kann er das Muster auch sehen und davon ggf. bezaubert werden, wenn er seinen Rettungswurf nicht schafft.

Nur hört der Effekt eben für eine betroffene Kreatur auch sofort wieder auf, sobald diese Schaden nimmt. Kein Problem, wenn die Gruppe die 247 (oder so) Trefferpunkte des Wurms in einer Runde weghauen kann -- nur kriegt sie durch den Zauber alleine dabei auch keinen besonderen Vorteil außer eben dem, daß der Wurm erst wieder agieren kann, wenn er am Zug ist.
Titel: Re: Ist D&D 5 im High-Level Bereich unspielbar?
Beitrag von: Ainor am 13.12.2025 | 00:19
Save or Suck ist eigentlich eher ein Problem der mittleren Stufen. Auf hohen Stufen hat man jede Menge Monster wie etwa Fiends mit Save Proficiencies und Magic Resistance, und natürlich Legendaries. Die sind nun wirklich keine leichte Beute für Save or Suck.

Ein Problem (was aber nicht nur 5E betrifft) ist eher dass hochstufige Monster logischerweise selten sind. Es kann nicht glaubwürdigerweise an jeder Ecke ein Drache stehen. Und entsprechend oft kommt es vor dass die SC alle Resourcen in einem Kampf verballern können.
Titel: Re: Ist D&D 5 im High-Level Bereich unspielbar?
Beitrag von: Sphinx am 13.12.2025 | 07:40
Na ja Beispeil Hypnotic Pattern. Je nach Ini Reihenfolge kostet es den Gegner einen ganzen Zug egal wie Hochstufig er ist. Und selbst wenn es ungünstig ist, kann ja jeder eine Aktion halten und die Gegnerrunde abwarten. Alleine das wirft jede angestrebte Balance (sofern das, wie oben beschrieben, das Ziel ist) komplett über den Haufen.
Ein Kritikpunkt einem meiner Spieler an PF2e war das die Gegner "ihre Saves eh schaffen" (Sie haben selbst geschafft immer noch einen Effekt, aber eben schwächer) das es in DnD viel besser ist das Zauber fast immer klappen. Sofern es nicht Ausnahmen sind würde ich jetzt mal behaupten in 5e Klappen Zauber in mehr als 50% der Fälle. Selbst wenn ein Gegner Boni gegen Zauber hat.  Was dann zu Stützrädern wie Leg. Resistenz führt.
Titel: Re: Ist D&D 5 im High-Level Bereich unspielbar?
Beitrag von: Ainor am 13.12.2025 | 08:58
Alleine das wirft jede angestrebte Balance (sofern das, wie oben beschrieben, das Ziel ist) komplett über den Haufen.

Eigentlich nicht. Wenn die Gruppe den Gegner in einer Runde wegbekommt war der eh nicht so gefährlich.
Wieviel Schaden hätte er denn sonst in einer Runde gemacht ?

Sofern es nicht Ausnahmen sind würde ich jetzt mal behaupten in 5e Klappen Zauber in mehr als 50% der Fälle. Selbst wenn ein Gegner Boni gegen Zauber hat.  Was dann zu Stützrädern wie Leg. Resistenz führt.

Wenn 50% der Gegner Goblins sind. Aber wenn ich mir die Liste so ansehe ist oberhalb von 11 nur der Purpurwurm schwach gegen Zauber. Alle anderen haben Save Proficiencies, Magic Resistance oder Legendaries. Ein handelsüblicher Horned Devil versiebt DC 18 WIS Saves nur zu 25%. Ein einzelner Purpurwurm wäre eher die Ausnahme.

In 2024 kann man übrigens innerhalb der Encounterregeln beliebig viel Kleinkram hinzufügen. Der Horned Devil
könnte also einfach 5 Imps dabei haben vondenen einer ihn Aufweckt falls er vom Hypnotic Pattern betroffen ist. Da steht die Action Economy nicht zu Gunsten der SC....

Was dann zu Stützrädern wie Leg. Resistenz führt.

Das ist eigentlich kein Stützrad. Genau wie TP dafür sorgen dass man starke Gegner nicht mit einem Schlag erledigen kann sorgt Leg. Resistenz dafür dass man starke Gegner nicht mit einem Zauber erledigen kann.
Titel: Re: Ist D&D 5 im High-Level Bereich unspielbar?
Beitrag von: Runenstahl am 13.12.2025 | 09:46
Als Spielleiter einer Gruppe von 6 Spielern deren Charaktere derzeit auf Stufe 14 sind (mit guter magischer Ausrüstung und GoT Drachen) kann ich sagen das das Spiel auf der Stufe natürlich anspruchsvoller ist. Unspielbar jedoch absolut nicht.

Auf der Stufe spielen wir epische Schlachten oder kämpfen gegen Boßgegner. Das diese Kämpfe dann länger dauern paßt mMn zum Thema. Die Schlacht um Helms Klamm will man ja auch nicht in 5 Minuten durchwedeln. Ich kann aber verstehen das es nicht jedem gefällt mehrere Stunden mit einem Kampf zu verbringen. Das ist für den SL auch anspruchsvoll das Spannend zu halten. Unmöglich aber definitiv nicht.

Unser letzter Kampf ging gegen einen Kraken und dessen Anhängerschaft. Ich behaupte mal das der Kampf zwar insgesamt zugunsten der Spieler lief, aber es schon ein paar Momente gab in denen die Spieler ins Schwitzen kamen. 2 der Charaktere waren letztlich im Magen des Viechs (haben aber lustig weitergekämpft) ein Charakter war mehrmals Bewußtlos und viele der Charaktere und ihre Drachen hatten massiven Schaden kassiert. Das Schiff der Charaktere ist zerschmettert worden, konnte aber dank innovativem Magieeinsatz lange genug über Wasser gehalten werden das die Charaktere (von denen viele Tischler sind) das Ding notdürftig flicken konnten (yeah für "unwichtige" Talente !). Es war allerdings auch ein Kampf der nicht überraschend kam. Die Spieler wußten wo das Viech sein Unwesen treibt, hatten bei der letzten Interaktion mit einem seiner Priester den Tribut verweigert und waren jetzt absichtlich auf der Jagd nach dem Kraken um die Passage für die Zukunft sicherer zu machen.

Zitat
Wir hatten mal einen Purplewurm (CR15) als L12-Gruppe gekillt, ohne dabei Schaden zu kassieren.

In der Annahme das ihr 5+ Spieler wart ist das tatsächlich vom System so vorgesehen. Das wäre ein "Medium" Encounter. Die Beschreibung dazu sagt das die Spieler das ohne Verluste gewinnen sollten und einer oder mehrere Charaktere hinterher vielleicht Heilung brauchen. In eurem Fall ist das "vielleicht" dann nicht eingetreten. Ich glaube in der Köpfen der meisten ist so ein "Oh, der CR liegt über der Stufe der SC's, das muß also schwierig sein" drin. Das ist aber schlichtweg nicht der Fall und auch nicht so gedacht.
Titel: Re: Ist D&D 5 im High-Level Bereich unspielbar?
Beitrag von: Arldwulf am 13.12.2025 | 10:55
Ich hab mal "Ja" angeklickt, aber eigentlich trifft es ein Jein besser. 5e ist natürlich auf hohen Stufen spielbar und die "man muss natürlich wissen was man tut" Aussage trifft es ganz gut.

Trotzdem ist es näher am "nicht spielbar" dran als an "es ist sehr gut spielbar und hilft Spielern und Spielleitern dabei hochstufige Abenteuer zu spielen"

Viele Probleme des Systems kommen so ab Stufe 11-13 richtig zum Tragen und das ohnehin schon recht in Richtung der Spieler ausgerichtete Balancing gegenüber den Gegnern kippt dort immer weiter in deren Richtung.

In der Annahme das ihr 5+ Spieler wart ist das tatsächlich vom System so vorgesehen. Das wäre ein "Medium" Encounter. Die Beschreibung dazu sagt das die Spieler das ohne Verluste gewinnen sollten und einer oder mehrere Charaktere hinterher vielleicht Heilung brauchen

Das wäre in etwa auch meine Erfahrung. Bloß stell ich mir dazu dann halt eher die Frage: sollte das so sein? Es fühlt sich schlichtweg nicht richtig an, zu wenig gefährlich und schränkt auch die Wahl der Gegner ein. Man kann natürlich immer sagen: Dann ist es halt ein schwereres Monster. Statt dem Hügelriese der Steinriese und so weiter. Aber das ist dann eben eher ein Pflaster das man auf das Loch im Boot klebt, statt ein etwas seetüchtigeres Boot zu nehmen.

Eigentlich sollte man die Frage wahrscheinlich anderes herum stellen. Nicht "kann man D&D 5e auch auf hohen Stufen spielen" sondern "wenn ich auf hohen Stufen und mit epischen Abenteuern spielen will, sollte ich dafür 5e benutzen?"

Titel: Re: Ist D&D 5 im High-Level Bereich unspielbar?
Beitrag von: nobody@home am 13.12.2025 | 11:05
Ist wohl auch ein bißchen die Frage, ob ein Purpurwurm wirklich so ein "episches" Monster sein soll...oder nicht vielleicht doch eher etwas, bei dem epische SC mal kurz seufzen und "Na schön, spielen wir halt Kammerjäger, denn wenn wir's nicht tun, wer dann?" murmeln. Ähnlich kann man auch den Hügelriesen betrachten -- seltene große Herausforderung oder "kennen wir schon, verdreschen wir mal kurz und schickn ihn dann ohne Abendessen ins Bett"?

Da mögen also in vielen Fällen schlicht die Erwartungen am heimischen Tisch einer- und bei den Spieldesignern andererseits mehr oder weniger weit auseinanderklaffen.
Titel: Re: Ist D&D 5 im High-Level Bereich unspielbar?
Beitrag von: Arldwulf am 13.12.2025 | 11:27
Ich denke man muss dort zwei Dinge berücksichtigen bezüglich der Erwartungshaltung.

Zum einen, dass die Erwartungen innerhalb der Gruppe unterschiedlich sein können. Denn während für manche in der Gruppe derartige Monster nur ein kleines Hindernis sind welches ein paar Zauber kostet sind sie für andere ja weiterhin gefährlich.

Zum anderen aber auch die Erwartungshaltung an das System ein bestimmtes Abenteuer gut zu unterstützen. Ein zu schneller Anstieg des Machtgrades ist auch mit einer entsprechend steilen Herausforderungskurve in einem Abenteuer verbunden. Und das macht manche Geschichten schwieriger zu erzählen.
Titel: Re: Ist D&D 5 im High-Level Bereich unspielbar?
Beitrag von: Sphinx am 13.12.2025 | 11:32
Eigentlich nicht. Wenn die Gruppe den Gegner in einer Runde wegbekommt war der eh nicht so gefährlich.
Wieviel Schaden hätte er denn sonst in einer Runde gemacht ?

Ich meinte gar nicht unbedingt erledigen. Aber 1 - 2 freie Runden ohne das der Gegner was machen kann kippt den Kampf wenn er vorher ausgeglichen war.

Zitat
Wenn 50% der Gegner Goblins sind. Aber wenn ich mir die Liste so ansehe ist oberhalb von 11 nur der Purpurwurm schwach gegen Zauber. Alle anderen haben Save Proficiencies, Magic Resistance oder Legendaries. Ein handelsüblicher Horned Devil versiebt DC 18 WIS Saves nur zu 25%.

Er hat wenn ich richtig sehen ein +7 auf Wis Saves und Magic Resistance. Ein Spieler hat auf dem Level +4 prof und wenigstens +3 im Haupttribut. Also eine DC15. Da hat er sogar nur eine 12% Chance das es Fehlschlägt. Ich kann nur aus meiner Erfahrung sagen das es viel zu oft vorgekommen ist das ein Kampf direkt durch einen Fehlgeschlagenen Save entschieden wurde. Wenn wir bei Platt schaden bleiben da müssen schon mehr als ein Crit Passieren damit der Kampf direkt entschieden wird. Bei einem Zauber der den Gegner eine Runde kostet sieht es schon anders aus.


Zitat
In 2024 kann man übrigens innerhalb der Encounterregeln beliebig viel Kleinkram hinzufügen. Der Horned Devil
könnte also einfach 5 Imps dabei haben vondenen einer ihn Aufweckt falls er vom Hypnotic Pattern betroffen ist. Da steht die Action Economy nicht zu Gunsten der SC....

OK die 2024er Regeln kenne ich nicht, da hatte ich schon mot WoTC gebrochen. Hört sich, für mich, aber auch wie "noch schwerer so Balancen" an.

Zitat
Das ist eigentlich kein Stützrad. Genau wie TP dafür sorgen dass man starke Gegner nicht mit einem Schlag erledigen kann sorgt Leg. Resistenz dafür dass man starke Gegner nicht mit einem Zauber erledigen kann.
Kann natürlich meine Erfahrung sein. Bei mir waren die Leg Resistenzen meist nach der spätestens zweiten Runde weg. Oder es waren Sachen wo die Leg. Res. nicht mal angewandt werden können.
Titel: Re: Ist D&D 5 im High-Level Bereich unspielbar?
Beitrag von: Runenstahl am 13.12.2025 | 11:34
Bloß stell ich mir dazu dann halt eher die Frage: sollte das so sein? Es fühlt sich schlichtweg nicht richtig an, zu wenig gefährlich und schränkt auch die Wahl der Gegner ein. Man kann natürlich immer sagen: Dann ist es halt ein schwereres Monster. Statt dem Hügelriese der Steinriese und so weiter. Aber das ist dann eben eher ein Pflaster das man auf das Loch im Boot klebt, statt ein etwas seetüchtigeres Boot zu nehmen.

Wie sollte es denn deiner Meinung nach sein ? Das Monster X relevant bleibt egal ob für niedrige oder hochstufige Charaktere ? Das kann eigentlich nur funktionieren wenn die Charaktere keinen relavanten Machtgewinn bekommen. Da ist D&D dann devinitiv das falsche System.

Ansonsten: Wenn man unbedingt Monster X verwenden möchte und kein Bock auf Homebrew hat ist die einfachste Lösung MEHR Monster zu nehmen. Die größte "Schwäche" von D&D ist mMn das das Encounter Design auf Dungeons ausgelegt ist mit ca. 6 Begegnungen und 2 Short Rests je Long Rest. Das beisst sich jedoch mit der Art und Weise wie viele Gruppen spielen (1 Encounter alle paar Tage). Da passt das Spieldesign nicht zu der Art und Weise wie es in der Praxis benutzt wird. Aber ist das ein Fehler des Designs oder der Anwendung ?

Damit Kämpfe nicht langweilig werden müssen mehrere Faktoren passen. Das ist grundsätzlich auch unabhängig von der Stufe. Aber auf hohen Stufen fällt es eher auf wenn es nicht gut läuft, weil die Kämpfe auf niedrigen Stufen schnell genug vorbei sind bevor ein schlecht designter Kampf einen langweilen kann.
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Titel: Re: Ist D&D 5 im High-Level Bereich unspielbar?
Beitrag von: nobody@home am 13.12.2025 | 11:55
Was die Gegnerauswahl angeht, betrachte ich persönlich es mittlerweile eher als eine Schwäche von D&D, daß es überhaupt einen verbindlichen "Monsterkatalog" mit hochoffiziell festgelegten Einheitswerten je nach Typ mitbringt. Schön, ich kann nicht von jeder Spielleitung erwarten, daß sie auf der Schiene von Systemen fährt, bei denen man sich seine NSC relativ einfach gleich komplett selbst bastelt und anstelle eines Fertigsortiments höchstens ein paar Beispiele zur Inspiration braucht; dafür mag D&D auch in zumindest den meisten Editionen einfach zu viele einzelne Werte, Tricks, und sonstige Details auffahren, die alle jedesmal definiert werden müßten. Aber ein Stück mehr Flexibilität als nur "Dies ist DER Hügelriese (tm), und Du sollst keine anderen Hügelriesen haben neben IHM" wäre schon nett.
Titel: Re: Ist D&D 5 im High-Level Bereich unspielbar?
Beitrag von: bobibob bobsen am 13.12.2025 | 12:01
Zitat
Also, prinzipiell wirken sollte er schon können. Steht ja nirgends, daß der Wurm ausdrücklich blind wäre, also kann er das Muster auch sehen und davon ggf. bezaubert werden, wenn er seinen Rettungswurf nicht schafft.
Das steht bei Blindsight. Das haben nur Kreaturen die keine Augen haben.
Titel: Re: Ist D&D 5 im High-Level Bereich unspielbar?
Beitrag von: Ainor am 13.12.2025 | 12:35
Er hat wenn ich richtig sehen ein +7 auf Wis Saves und Magic Resistance. Ein Spieler hat auf dem Level +4 prof und wenigstens +3 im Haupttribut. Also eine DC15. Da hat er sogar nur eine 12% Chance das es Fehlschlägt. Ich kann nur aus meiner Erfahrung sagen das es viel zu oft vorgekommen ist das ein Kampf direkt durch einen Fehlgeschlagenen Save entschieden wurde. Wenn wir bei Platt schaden bleiben da müssen schon mehr als ein Crit Passieren damit der Kampf direkt entschieden wird. Bei einem Zauber der den Gegner eine Runde kostet sieht es schon anders aus.

Also 60 Durchschnittschaden pro Runde sind auf den Stufen recht machbar. 180 TP sind damit in einer Runde abgetragen. Da ist eine Zauber der zu 25% den Gegner eine Aktion kostet irgendwie ... irrelevant.

Man muss ja bedenken: ein mittleres Monster gegen eine Gruppe ist ja sowieso schnell weg. Ein vergeigter Save mag zwar übel aussehen, aber wenn der Gegner eh nicht so stark war ist es eben nicht kampfentscheidend, und schon garnicht unspielbar. Aber es sieht halt unfairer aus wenn das Monster zu garnichts kommt anstatt brav seine Angriffe zu machen und einmal den Krieger zu treffen der das dann mit Second Wind wegheilt.

Kann natürlich meine Erfahrung sein. Bei mir waren die Leg Resistenzen meist nach der spätestens zweiten Runde weg. Oder es waren Sachen wo die Leg. Res. nicht mal angewandt werden können.

Naja, bei 50% save Fehlschlag braucht man erstmal 6 Effekte mit hoher DC, und die müssen auch gefährlich genug sein. Wo sollen die bei einer normalen 4er Gruppe herkommen?

Das steht bei Blindsight. Das haben nur Kreaturen die keine Augen haben.

Das stimmt so nicht. Drachen haben ja auch Blindsight. Aber der Wurm kann seine Augen (oder was auch immer) vorher schliessen weil er ja auch ohne kämpfen kann.
Titel: Re: Ist D&D 5 im High-Level Bereich unspielbar?
Beitrag von: nobody@home am 13.12.2025 | 12:42
Das steht bei Blindsight. Das haben nur Kreaturen die keine Augen haben.

Stimmt nicht. Ich zitiere mal kurz:

Zitat
A monster with blindsight can perceive its surroundings without relying on sight, within a specific radius.
Creatures without eyes, such as grimlocks and gray oozes, typically have this special sense, as do creatures with echolocation or heightened senses, such as bats and true dragons.
If a monster is naturally blind, it has a parenthetical note to this effect, indicating that the radius of its blind­ sight defines the maximum range of its perception.

Sollte der Purpurwurm also ausdrücklich blind sein, dann müßte irgendwo vermerkt sein, ab welcher Entfernung er als "blind" zu behandeln ist (dafür gibt's im Monsterhandbuch tatsächlich Beispiele), und dann wäre er vermutlich auch ausdrücklich immun gegen weiteres Geblendetwerden (dito). Keins von beidem ist aber zumindest in dem Material, das mir vorliegt, der Fall -- wenn's also nicht noch spätere Errata gibt, die das anders verregeln, dann hat er irgendwo am Körper auch ganz normal funktionierende Augen.
Titel: Re: Ist D&D 5 im High-Level Bereich unspielbar?
Beitrag von: Boba Fett am 13.12.2025 | 12:44
Ich finde, es kommt darauf an, wie viel Aufwand man betreiben kann und möchte und wieviel Zeit man in die Vorbereitung des Spielens investieren kann und will.
Und daneben kommt es darauf an, welche Art von Rollenspiel man spielen möchte.

D&D ist nun mal auf Konflikte und exponentiell steigenden Macht-Zugewinn strukturiert.
Wer das nicht will, sollte was anderes spielen.
Wer (DM) nicht genug Zeit hat, sich da hinein zu investieren, der sollte es auch lassen.
Alle anderen können ganz viel Spaß haben.
Titel: Re: Ist D&D 5 im High-Level Bereich unspielbar?
Beitrag von: Arldwulf am 13.12.2025 | 12:45
Wie sollte es denn deiner Meinung nach sein ?

Ich glaube es gibt da kein perfektes Maß, aber wenn du mich fragst sollte ein System welches hochstufige Abenteuer unterstützt zugleich auch auf langfristige Kampagnen und einen graduellen Machtanstieg ausgelegt sein. Und zugleich mit diesem auch nicht nur neue Monstervarianten sondern auch neue Arten von Aufgaben und Charakterentwicklung bieten.

Vergleicht man die einzelnen D&D Editionen, dann gibt es so etwas durchaus auch innerhalb des D&D Kosmos. Aber es fällt halt auch auf, das die gleichen Herausforderungen in D&D 5 als wesentlich schwächer (im Vergleich zu den Spielercharakteren) bewertet werden und auch wesentlich schwächer sind als in früheren Editionen.

Oben wird ja die Möglichkeit angesprochen statt dem Hügelriesen den Steinriesen zu nehmen. Stärkere Varianten der gleichen Monster. Das hat D&D immer gemacht. Aber wenn ich auf die Werte in der 5e schaue so ist der Hügelriese für eine Stufe 5 Gruppe, der Steinriese für eine Stufe 7 Gruppe und der Wolkenriese hat CR 9, Sturmriese 13.

Und ja...alle sind auch von Gruppen besiegbar die noch deutlich unter ihrem Level sind.

Die gleichen Gegner sind im Vorgänger halt in etwa auf doppelt so hohen Stufen angesiedelt.

Und lassen sich dort nicht mit einem einzelnen Zauber aus dem Spiel nehmen.
Titel: Re: Ist D&D 5 im High-Level Bereich unspielbar?
Beitrag von: Ainor am 13.12.2025 | 13:32
Vergleicht man die einzelnen D&D Editionen, dann gibt es so etwas durchaus auch innerhalb des D&D Kosmos. Aber es fällt halt auch auf, das die gleichen Herausforderungen in D&D 5 als wesentlich schwächer (im Vergleich zu den Spielercharakteren) bewertet werden und auch wesentlich schwächer sind als in früheren Editionen.

Oben wird ja die Möglichkeit angesprochen statt dem Hügelriesen den Steinriesen zu nehmen. Stärkere Varianten der gleichen Monster. Das hat D&D immer gemacht. Aber wenn ich auf die Werte in der 5e schaue so ist der Hügelriese für eine Stufe 5 Gruppe, der Steinriese für eine Stufe 7 Gruppe und der Wolkenriese hat CR 9, Sturmriese 13.

Und ja...alle sind auch von Gruppen besiegbar die noch deutlich unter ihrem Level sind.

Die gleichen Gegner sind im Vorgänger halt in etwa auf doppelt so hohen Stufen angesiedelt.

Die 4E verwendet 30 Stufen, insofern passt ein direkter Vergleich nicht. Zwischen 3E und 5E haben einige Monster höhere, andere niedrigere CR, aber die meisten sind gleich.

Was anders ist ist die Bedeutung. Die empfohlene Tagesdosis in 3E ist vier CR X Monster auf Stufe X, in 5E sind es etwa 7. Entsprechend ist ein CR X Monster für eine Stufe X Gruppe in 5E im Vergleich schwächer.

Und lassen sich dort nicht mit einem einzelnen Zauber aus dem Spiel nehmen.

So wirklich mit einem einzelnen Zauber komplett aus dem Spiel nehmen kann man Monster seit 3E eigentlich nicht mehr. Der wesentliche Unterschied wäre eher dass 4E Kämpfe länger dauern und so eine Runde verlieren weniger tragisch ist.
Titel: Re: Ist D&D 5 im High-Level Bereich unspielbar?
Beitrag von: Arldwulf am 13.12.2025 | 13:42
Die 4E verwendet 30 Stufen, insofern passt ein direkter Vergleich nicht.

In diesem Fall ja schon, denn in beiden Systemen levelt man ungefähr gleich schnell (nur der Machtanstieg ist geringer)

Edit: Genau betrachtet levelt man in der 5e (abgesehen von den Stufen zwischen 5 und 8) eigentlich deutlich schneller als im Vorgänger, pro Level benötigt man weniger Begegnungen und hat gleichzeitig mehr Begegnungen pro Abenteuertag.

Und dadurch bedeutet es halt auch, dass Gegner weniger lang eine Gefahr bleiben.

Ich stimm dir schon zu, dass so etwas nicht direkt vergleichbar ist. Aber man macht es sich aus meiner Sicht zu leicht wenn man sagt "Wer diesen schnellen Machtanstieg nicht will soll halt kein D&D spielen", denn auch innerhalb D&Ds gibt es da deutliche Unterschiede.

Und natürlich hat das auch einen Einfluss darauf wie gut hochstufige Kampagnen spielbar sind.
Titel: Re: Ist D&D 5 im High-Level Bereich unspielbar?
Beitrag von: Arldwulf am 13.12.2025 | 13:47
So wirklich mit einem einzelnen Zauber komplett aus dem Spiel nehmen kann man Monster seit 3E eigentlich nicht mehr.

Geht so...ein paar der 5e Zauber ermöglichen dies durchaus. Unser Horned Devil von oben ist halt auch nur einen verpatzten Rettungswurf vom Banishment entfernt und es gibt genug Möglichkeiten diesen zu erzwingen.

Was nicht schlimm ist, schließlich wurde oben ja durchaus richtig gesagt, dass der Gegner wahrscheinlich ohnehin nur kurz steht auch wenn man einfach drauf haut.

Ich würde nur nicht sagen, dass dies etwas ist was hochstufige Kampagnen erleichtert.
Titel: Re: Ist D&D 5 im High-Level Bereich unspielbar?
Beitrag von: Runenstahl am 13.12.2025 | 16:03
Was die Gegnerauswahl angeht, betrachte ich persönlich es mittlerweile eher als eine Schwäche von D&D, daß es überhaupt einen verbindlichen "Monsterkatalog" mit hochoffiziell festgelegten Einheitswerten je nach Typ mitbringt. Schön, ich kann nicht von jeder Spielleitung erwarten, daß sie auf der Schiene von Systemen fährt, bei denen man sich seine NSC relativ einfach gleich komplett selbst bastelt und anstelle eines Fertigsortiments höchstens ein paar Beispiele zur Inspiration braucht; dafür mag D&D auch in zumindest den meisten Editionen einfach zu viele einzelne Werte, Tricks, und sonstige Details auffahren, die alle jedesmal definiert werden müßten. Aber ein Stück mehr Flexibilität als nur "Dies ist DER Hügelriese (tm), und Du sollst keine anderen Hügelriesen haben neben IHM" wäre schon nett.

Wo steht denn das es verboten ist Monster zu variieren oder sie komplett selbst zu erschaffen ? Im Gegenteil, in der 2014'er Edition gab es Hilfen dafür wie man ein Monster baut (und wie man sein CR einschätzt). Das Monsterkompendium ist als Hilfe gedacht damit der SL Aufwand sparen kann. Es ist bestimmt nicht als ein eiserner Käfig gedacht der einen einschränken soll. Das gilt sowohl für die Werte als auch für den "Fluff". In der 2024'er Ausgabe finden sich bei einigen Monstern jetzt Fluff-Tabellen die einem Ideen für den Fluff geben können. Teilweise findet man da Einträge die 2014 noch "Kanon" waren und jetzt optional sind oder durch andere Features ersetzt werden können. Und nichts hindert dich daran das mit den Werten genauso zu handhaben. Du willst einen Hügelriesen Champion ? Dann überlege dir welche Werte da passen könnten und fertig. Du willst einen Elder-Purpleworm der auch der Stufe 15 Gruppe noch Angst macht ? Dann bau ihn dir !
Titel: Re: Ist D&D 5 im High-Level Bereich unspielbar?
Beitrag von: Ainor am 13.12.2025 | 16:10
Edit: Genau betrachtet levelt man in der 5e (abgesehen von den Stufen zwischen 5 und 8) eigentlich deutlich schneller als im Vorgänger, pro Level benötigt man weniger Begegnungen und hat gleichzeitig mehr Begegnungen pro Abenteuertag.

Also ich weiss nicht in wie weit Aufstieg in In-Game Zeit relevant ist. Auch Aufstieg in Realzeit dürfte sehr unterschiedlich ausfallen. Insofern sind solche Vergleiche recht müssig. Aber die 4E verteilt halbwegs dasselbe Material auf 30 statt 20 Stufen. Grad 9 Zauber gibt es kurz vor 30, und CR 20 Monster werden zu grob CR 30.

Und dadurch bedeutet es halt auch, dass Gegner weniger lang eine Gefahr bleiben.

Also typische Gegner bleiben in 5E vermutlich am längsten eine Gefahr wegen Bounded Accuracy.
Für meine 15er Gruppe spielen CR 3 Archer immernoch eine Rolle. In allen Anderen Editionen dürfte 12 (oder 18) Stufen Unterschied bedeuten dass sie nur bei einer 20 treffen.

Geht so...ein paar der 5e Zauber ermöglichen dies durchaus. Unser Horned Devil von oben ist halt auch nur einen verpatzten Rettungswurf vom Banishment entfernt und es gibt genug Möglichkeiten diesen zu erzwingen.

Ein verpatzter Rettungswurf und 10 Runden Konzentration. Und nur gegen Outsider. Und auch dann ist das ziemlich perfekt balanciert wenn man es in Erwartungschaden umrechnet. Nur irgendwie finden manche Leute es "zu einfach" wenn der Rettungswurf schlecht ausgeht.

Ich würde nur nicht sagen, dass dies etwas ist was hochstufige Kampagnen erleichtert.

Ich sehe nicht wo das Problem ist. Auf hohen Stufen hat man ja mindestens 2 (2024: 4) davon.
Vielleicht starten sie auf Entfernung in der Luft (kein Banishment). Vielleicht starten sie in Dunkelheit (auch kein Banishment). Vielleicht erledigen sie den Caster bevor er dazu kommt. Und auch wenn: dann ist einer weg und die übrigen haben die Chance die Konzentration zu unterbrechen. Auch wenn man den perfekten Spruch hat ist das keineswegs ein einseitiger Kampf.

Analog beim Purpurwurm: Klar, hold Monster ist für ihn tödlich. Aber der Kampf kann auch ganz anders laufen wenn er Überraschung bekommt, den Magier verschluckt, und dann einfach wegtunnelt.
Titel: Re: Ist D&D 5 im High-Level Bereich unspielbar?
Beitrag von: nobody@home am 13.12.2025 | 16:52
Wo steht denn das es verboten ist Monster zu variieren oder sie komplett selbst zu erschaffen ? Im Gegenteil, in der 2014'er Edition gab es Hilfen dafür wie man ein Monster baut (und wie man sein CR einschätzt). Das Monsterkompendium ist als Hilfe gedacht damit der SL Aufwand sparen kann. Es ist bestimmt nicht als ein eiserner Käfig gedacht der einen einschränken soll. Das gilt sowohl für die Werte als auch für den "Fluff". In der 2024'er Ausgabe finden sich bei einigen Monstern jetzt Fluff-Tabellen die einem Ideen für den Fluff geben können. Teilweise findet man da Einträge die 2014 noch "Kanon" waren und jetzt optional sind oder durch andere Features ersetzt werden können. Und nichts hindert dich daran das mit den Werten genauso zu handhaben. Du willst einen Hügelriesen Champion ? Dann überlege dir welche Werte da passen könnten und fertig. Du willst einen Elder-Purpleworm der auch der Stufe 15 Gruppe noch Angst macht ? Dann bau ihn dir !

Erzähl' das Arldwulf. ~;D

Persönlich bin ich in der Hinsicht einfach schon zu lange von...schön, in den letzten (sind's wirklich schon zehn?) Jahren Fate, aber auch vorher schon ausreichend transparenten Universalsystemen verwöhnt. (Champions/Hero war da wohl das erste Beispiel, das mir untergekommen ist -- nicht gerade einfach, aber doch recht gut durchschaubar.) Wo ich einfach direkt sehen kann, aus was für bekannten Bausteinen sich ein Monster wie zusammensetzt, und ich es also seinen Regeltext diesbezüglich nicht erst mehr oder weniger umständlich "entziffern" muß, um nachzuvollziehen, wo dieses und jenes Detail jetzt wieder genau herkommt, da ist es natürlich leicht, es entweder nach Geschmack anzupassen oder gleich von vornherein auf Kanonbeschreibungen zu verzichten und selbst an Originalkreationen zu werkeln. Nur -- oder vielmehr nicht nur, sondern eben auch -- bei D&D5 habe ich das so halt nicht. Da steht sinngemäß oft genug bloß "Diese Art von Kreatur hat diese Werte, weil isso"...und das weckt dann entsprechend leicht gewisse Berührungsängste in Sachen schöpferische Eigeninitiative.

(Daß man speziell bei D&D dann am Ende auch immer noch ausklamüsern soll, wie so ein modifiziertes oder Originalmonster eigentlich dann ins CR-Schema paßt und wieviele Erfahrungspunkte es also ggf. wert ist, ist dann nur noch eine aus meiner heutigen Sicht unnötige Zusatzkomplikation.)
Titel: Re: Ist D&D 5 im High-Level Bereich unspielbar?
Beitrag von: Selganor [n/a] am 13.12.2025 | 19:17
Da hast du recht. Ich meine einfach, dass es genug gestört hat, um die Erfahrung nicht wiederholen zu wollen.

Was genau "stört" dich denn an High Level 5e?

Titel: Re: Ist D&D 5 im High-Level Bereich unspielbar?
Beitrag von: Holycleric5 am 13.12.2025 | 19:46
Was genau "stört" dich denn an High Level 5e?

Das würde mich ebenfalls interessieren.

Ich selbst habe nie aktiv in den hohen Level-Bereichen gespielt, unabhängig von der Edition. Ich glaube, "um Stufe 7 herum" war das höchste der Gefühle.
Bereits um Stufe 5 herum habe ich das Gefühl, dass man (besonders bei D&D 2024) pro Charakter bereits sehr viele einzelne Sonderfähigkeiten auf dem Blatt stehen hat die man sich merken und verwalten (wegen X Einsätzen pro Tag oder kurzer Rast) muss. Wenn man (aufgrund niedriger Mitspielerzahl) mehrere Charaktere pro Spieler verwalten muss, wird es mühselig.
Titel: Re: Ist D&D 5 im High-Level Bereich unspielbar?
Beitrag von: Gunthar am 13.12.2025 | 22:02
Korrektur zum Purplewurmkampf. Hatte im Spielbericht nachgesehen und gemerkt, dass das ein Hold Monster war und kein Hypnotic Pattern. Außerdem hatten wir mit reduzierten HP auf beiden Seiten gespielt. Wir hatten eine Kämpferin mit 3 Angriffen pro Runde, und auch der Sorcerer hatte mit Cantrips, Guardian Spirits und Spiritual Weapon richtig ausgeteilt. Auch der Druide hatte erheblichen Schaden angerichtet.

Was auch eine ziemliche Rolle spielt, ist die Zusammensetzung der Gruppe.

Auf Level 12 sollte man ohne Einrechnung von magischen Gegenständen normalerweise bei ca. +9/DC 17 (+5 vom Attribut und +4 vom Proficiencybonus) angekommen sein.
Titel: Re: Ist D&D 5 im High-Level Bereich unspielbar?
Beitrag von: HEXer [n/a] am 14.12.2025 | 00:37
Das hier passt irgendwie genau zum Thema… 😉

https://youtube.com/shorts/JVAbsjF5h2g?si=7E9P3LHMvLQzRNAo
Titel: Re: Ist D&D 5 im High-Level Bereich unspielbar?
Beitrag von: Arldwulf am 14.12.2025 | 11:10
Gestrichen. Ich glaube "6-8 Begegnungen je Abenteuertag" wurden vor allem von Leuten verwendet die sich über das System beschweren wollten.

Es ist wahrscheinlich einfach eine Frage der Spielweise und Erwartungshaltung an das Spiel. Viele der Probleme des Systems sind Dinge mit denen man leben kann, die eher Hindernisse darstellen als ein tatsächliches "unspielbar" und für manche Spieler werden auch zu den Dingen die andere stören sagen das sei doch nicht schlimm.

So les ich auch deine Aussage oben zum Aufstiegstempo.

Aber ich weiß nicht ob hier irgendwer sich einfach nur über das System beschweren will. Dafür ist D&D einfach zu groß, historisch zu wichtig und dafür hat ein gutes D&D zu viel Einfluss auf die Rollenspielwelt. Wenn man heutzutage eine Runde sucht, werden ein Großteil der Spieler 5e spielen/kennen.

Alles gute Gründe für das System zu hoffen und sich zu wünschen das es etwas taugt. Vielleicht geht's auch nur mir so aber aus meiner Sicht sollte man der 5e auch noch nach mehr als zehn Jahren ein paar Vorschusslorbeeren geben, die Edition hat eine Menge für D&D bewirkt, viele Spieler ins System reingeholt.
Titel: Re: Ist D&D 5 im High-Level Bereich unspielbar?
Beitrag von: flaschengeist am 14.12.2025 | 11:33
Was genau "stört" dich denn an High Level 5e?

Mich persönlich fast nichts (spiele auch aktuell selbst zum x-ten Mal im High-Level Bereich), weshalb ich mich über Aussagen wie eben der von Sphinx immer wundere.

Ich hab gerade mit meiner Gruppe gerade am Dienstag eine Level 20 Pathfinder 2 Kampagne abgeschlossen. Ich kann dem System zugute halten, das es wirklich bis zum ende Funktioniert hat und nicht wie DnD5e auf halber strecke ganz zusammenbricht.

Ich wollte daher wissen wie viele Tanelornis Sphinx Perspektive teilen und warum.
Titel: Re: Ist D&D 5 im High-Level Bereich unspielbar?
Beitrag von: Sphinx am 14.12.2025 | 14:33

Mich persönlich fast nichts (spiele auch aktuell selbst zum x-ten Mal im High-Level Bereich), weshalb ich mich über Aussagen wie eben der von Sphinx immer wundere.

Zitat von: Sphinx
Ich hab gerade mit meiner Gruppe gerade am Dienstag eine Level 20 Pathfinder 2 Kampagne abgeschlossen. Ich kann dem System zugute halten, das es wirklich bis zum ende Funktioniert hat und nicht wie DnD5e auf halber strecke ganz zusammenbricht.

Ich wollte daher wissen wie viele Tanelornis Sphinx Perspektive teilen und warum.

Wie schon mal angedeutet ist zumindest bei mir wichtig aus welcher Denkweise diese Aussage entsteht.
Erst mal sehe ich die DnD artigen Systeme als Kampffokussiert an und darum muss das Kampfsystem solide sein.
Ich bin der festen Überzeugung das man im High Level 5e Bereich, wem man Combat as Sport (einen der geplanten Schwierigkeit entsprechenden Encounter), leiten möchte kaum eine Chance hat (andere Spielstile funktionieren sicherlich besser). Irgendwo wird man IMO "Smoke and Mirrors" einsetzten müssen. Es kommt mehr oder weniger Verstärkung als geplant. Die HP der Gegner sind "Dynamisch". Der Gegner nimmt doch nicht die optimale Taktik,....
Wenn es doch jemand schafft dann "Shapo"

Und ich meine damit, es verlässlich und regelmäßig hinzubekommen. Selbst im solidesten System wird eine Reihe von Crits jede Planung über den Haufen werfen.
Titel: Re: Ist D&D 5 im High-Level Bereich unspielbar?
Beitrag von: Johann am 14.12.2025 | 14:44
Ich bin der festen Überzeugung das man im High Level 5e Bereich, wem man Combat as Sport (einen der geplanten Schwierigkeit entsprechenden Encounter), leiten möchte kaum eine Chance hat (andere Spielstile funktionieren sicherlich besser). Irgendwo wird man IMO "Smoke and Mirrors" einsetzten müssen. Es kommt mehr oder weniger Verstärkung als geplant. Die HP der Gegner sind "Dynamisch". Der Gegner nimmt doch nicht die optimale Taktik,....

Ich bin bei High-Level D&D 4e ganz gut damit gefahren, den Schwierigkeitsgrad drastisch anzuheben - ich habe u.a. ein komplettes Abenteuer eines Adventure Paths weggelassen, ohne dass die Charaktere die fehlenden Stufen aufgeholt hätten - und mich nicht darum zu scheren, ob die Gruppe das packt. Ich habe ein ums andere Mal gedacht "Das überleben die nie" und dann haben sie es sogar gerockt.

Und wer Sorge hat, alle zu himmeln, der kann ja eine Deus Ex Machina bereithalten -- bei High Level D&D kein Problem, da ja true resurrection usw. sowie freundliche Götter usf. verfügbar sind. Dann bleiben Charaktere, Builds, Story usw. erhalten und die Gruppe weiß trotzdem sehr genau, dass sie es vermasselt hat.
Titel: Re: Ist D&D 5 im High-Level Bereich unspielbar?
Beitrag von: Runenstahl am 14.12.2025 | 17:01
Ich bin der festen Überzeugung das man im High Level 5e Bereich, wem man Combat as Sport (einen der geplanten Schwierigkeit entsprechenden Encounter), leiten möchte kaum eine Chance hat (andere Spielstile funktionieren sicherlich besser). Irgendwo wird man IMO "Smoke and Mirrors" einsetzten müssen. Es kommt mehr oder weniger Verstärkung als geplant. Die HP der Gegner sind "Dynamisch". Der Gegner nimmt doch nicht die optimale Taktik,....
Wenn es doch jemand schafft dann "Shapo"

Meine Gruppe ist derzeit "erst" Level 14, aber bislang passt das alles noch ganz gut. Ich bin kein Freund davon nachträglich irgendwas an einem Encounter zu ändern. Wenn der Endgegner dann zu einfach ist, dann ist das halt so. Gleiches gilt bei Encountern die dann zu schwierig sind. Dann müssen die SC's das halt erkennen und fliehen. Das sollte auf diesen Stufen dank hochstufiger Magie ja auch kein Problem sein.

Zum Thema Stufenanstieg: Ich "handwedele" das nach einem ähnlichen Prinzip wie Gruftengel. Als Richtlinie steigt man bei uns alle 4 Spielabende auf. Spielabende an denen kaum etwas passiert (wenn die Spieler endlos planen oder Shopping betreiben) zählen dabei nicht mit, Spielabende an denen relevante Bosse bezwungen werden zählen doppelt.
Titel: Re: Ist D&D 5 im High-Level Bereich unspielbar?
Beitrag von: Luxferre am 15.12.2025 | 10:38
Aufstiegs-Mechaniken evtl auslagern? Finde das ein interessantes Thema  :d
Titel: Re: Ist D&D 5 im High-Level Bereich unspielbar?
Beitrag von: ElfenLied am 15.12.2025 | 10:54
@Elfenlied: Woher weißt du, was an 99% der Spieltische passiert?

Ich bin allwissend und spioniere ALLE Spieltische aus  ~;D

Aber im Ernst: Gemeint war damit der Großteil der Spieltische, an denen ich teilgenommen habe.

Titel: Re: Ist D&D 5 im High-Level Bereich unspielbar?
Beitrag von: flaschengeist am 15.12.2025 | 10:55
Ich bin allwissend und spioniere ALLE Spieltische aus  ~;D

Aber im Ernst: Gemeint war damit der Großteil der Spieltische, an denen ich teilgenommen habe.

 :d
Titel: Re: Ist D&D 5 im High-Level Bereich unspielbar?
Beitrag von: schneeland am 15.12.2025 | 11:54
Ich habe die Diskussion um Aufstiegsgeschwindigkeit und -methoden in D&D dann mal in einen eigenen Thread ausgelagert: Link (https://www.tanelorn.net/index.php/topic,131959.msg135320928.html#new). Ich hoffe, ich habe das halbwegs korrekt sortiert - falls was nicht stimmt: bitte melden.
Titel: Re: Ist D&D 5 im High-Level Bereich unspielbar?
Beitrag von: flaschengeist am 15.12.2025 | 11:56
Ich habe die Diskussion um Aufstiegsgeschwindigkeit und -methoden in D&D dann mal in einen eigenen Thread ausgelagert: Link (https://www.tanelorn.net/index.php/topic,131959.msg135320928.html#new). Ich hoffe, ich habe das halbwegs korrekt sortiert - falls was nicht stimmt: bitte melden.

Danke dir :).
Titel: Re: Ist D&D 5 im High-Level Bereich unspielbar?
Beitrag von: Ein Dämon auf Abwegen am 15.12.2025 | 13:44
Hier aus Erfahrung (Rappan Athuk als Spieler bis Level 18) sage ich, dass D&D 5e eher unspielbar ist.

Die Probleme:
a) Die Initiative entscheidet eigentlich schon, wer gewinnt. Weil das sofort in den Punkt b übergeht.
b) Wer zuerst die schwachen Saves der Gegner erwischt, gewinnt, und das liegt daran, dass die schwachen Saves kaum oder gar nicht ansteigen. Auf Stufe 18 hat man mit einem +1 oder weniger kaum eine Chance, einen Save DC von 19 zu schaffen.
c) Manchmal ist die Schadenausteilung schon eines Gegners so dermaßen hoch, dass er bei einem SC locker die Hälfte der HP wegkloppen kann.
d) AC bringt nur noch dann was, wenn man die richtig hochtreiben kann, was eigentlich nur die Frontliner schaffen. Ein Schurke oder ein Spellcaster mit AC 20 oder niedriger wird eigentlich so gut wie immer getroffen. Und AC 20 entspricht Studded Leather +3 plus Dex +5. Quasi das Maximum, was ein Schurke normalerweise erreichen kann. Und die meisten Spellcaster sind da immer noch darunter. Mein Sorcerer hatte AC 22/27 dank dessen, dass er in Hexblade multiclassed hatte.
e) Es spielt auch eine sehr große Rolle, welche Magic Items man in der Gruppe überhaupt kriegt. Wir hatten fast keine Tier-4-Gegenstände auf Level 18.
f) Ein Paladin auf Stufe 12+ in der Gruppe ist bereits fast eine Bedingung, um überhaupt eine Chance zu haben, einen schlechten Save zu schaffen.
g) SCs erhalten ab Level 12 nicht mehr so viele Klassensachen und auch die Progression flacht etwas ab, da meistens das Hauptattribut bereits gemaxt ist und nur noch der Proficiencybonus ansteigt, wenn man keine passenden Magic Items findet. Die Monster hingegen skalieren weiter, was auf Charakterlevel/CR 18 in einen Angriffsbonus/Save DC von +16 bis +20 (wenn nicht mehr) resultiert.

Einmal gingen 2 SC gleich in der ersten Kampfrunde down, weil wir die Initiative verloren hatten. Wir kamen aber grad noch weg (Teleport).
Der gleiche Kampf aber mit gewonnener Initiative ging voll zu unseren Gunsten aus.

Edit: Punkt g hinzugefügt.
Ich würde noch ergänzen das bei manchen Klassen ohne Optimierung die Progression schon vorher abflacht, und auf den Stufen auch ein paar ziemlich überpowered Zauber gibt (insbesondere wenn dann level 9 Zauber online kommen).
Titel: Re: Ist D&D 5 im High-Level Bereich unspielbar?
Beitrag von: Ainor am 16.12.2025 | 08:46
Die Probleme:
a) Die Initiative entscheidet eigentlich schon, wer gewinnt. Weil das sofort in den Punkt b übergeht.

Wenn der Kampf perfekt balanciert ist dann macht das ja auch Sinn....
Andere schreiben wiederum dass 5E viel zu einfach ist.

c) Manchmal ist die Schadenausteilung schon eines Gegners so dermaßen hoch, dass er bei einem SC locker die Hälfte der HP wegkloppen kann.

Das ist durchaus so gedacht. Es gibt ja Heilung und death saves.

d) AC bringt nur noch dann was, wenn man die richtig hochtreiben kann,

Gegen starke Einzelgegner trifft das zu denn die sollen ja normalerweise den Tank angreifen und da auch mal Schaden machen. Aber gegen 20 Scouts macht es halt einen enormen Unterschied ob die zu 50%, 25%, oder 5% treffen.

e) Es spielt auch eine sehr große Rolle, welche Magic Items man in der Gruppe überhaupt kriegt.

Natürlich tut es das. Sonst würde sich jemand beschweren dass Gegenstände nutzlos sind.

Wir hatten fast keine Tier-4-Gegenstände auf Level 18.

Laut Tabelle hat eine Gruppe auf 18 einen oder zwei.

f) Ein Paladin auf Stufe 12+ in der Gruppe ist bereits fast eine Bedingung, um überhaupt eine Chance zu haben, einen schlechten Save zu schaffen.

Es gibt auch andere Möglichkeiten saves zu boosten, und oft ist es durchaus so dass man Zustände heilen oder bannen muss. Aber es ist schon richtig dass Paladine eine ziemlich einzigartige Fähigkeit haben.

g) SCs erhalten ab Level 12 nicht mehr so viele Klassensachen und auch die Progression flacht etwas ab,

Das ist durchaus so gedacht.


Die Monster hingegen skalieren weiter, was auf Charakterlevel/CR 18 in einen Angriffsbonus/Save DC von +16 bis +20 (wenn nicht mehr) resultiert.

Die macht der SC liegt nicht in den Zahlen sondern in den Fähigkeiten. Rerolls erzwingen, Disadvantage verteilen etc. Und die Tarraske hat +19. Normale Gegner, insbesondere Gruppen, haben deutlich weniger.

Einmal gingen 2 SC gleich in der ersten Kampfrunde down, weil wir die Initiative verloren hatten.
 Wir kamen aber grad noch weg (Teleport).
Der gleiche Kampf aber mit gewonnener Initiative ging voll zu unseren Gunsten aus.

Ich würde mal vermuten da waren noch andere Würfe (Angriffe, Saves) beteiligt.

und auf den Stufen auch ein paar ziemlich überpowered Zauber gibt (insbesondere wenn dann level 9 Zauber online kommen).

Jo, Grad 9 ist sowas wie das "Ultimate" der Caster. Aber dazwischen liegen 7 Stufen wo die Steigerung der Zauber eher mässig ist, und man hat sehr wenige von ihnen. 
Titel: Re: Ist D&D 5 im High-Level Bereich unspielbar?
Beitrag von: Ein Dämon auf Abwegen am 16.12.2025 | 10:43
Das ist durchaus so gedacht.
Macht aber eigendlich wenig sinn da die Progression der Monster nicht abflacht.

Jo, Grad 9 ist sowas wie das "Ultimate" der Caster. Aber dazwischen liegen 7 Stufen wo die Steigerung der Zauber eher mässig ist, und man hat sehr wenige von ihnen.
Ein paar ziemlich starke (z.B. Simulacrum) gibts aber auch vorher, wobei das glaub ich hauptsächlich den Wizard betrifft.
Und auf Grad 9 werden die Zauber zum Teil halt richtig überzogen.
Titel: Re: Ist D&D 5 im High-Level Bereich unspielbar?
Beitrag von: flaschengeist am 16.12.2025 | 11:01
Macht aber eigendlich wenig sinn da die Progression der Monster nicht abflacht.
Ein paar ziemlich starke (z.B. Simulacrum) gibts aber auch vorher, wobei das glaub ich hauptsächlich den Wizard betrifft.
Und auf Grad 9 werden die Zauber zum Teil halt richtig überzogen.

Simulacrum finde ich ebenfalls sehr stark, das Zaubern dauert allerdings 12 Stunden. Vor allem aber kostet es jedes mal 1500 Gold (außer du benutzt Wish).
Und recht hast du, der quasi exklusive Zugang zu solchen Zaubern ist ein bissel auch Klassenfeature des Wizard. Gerade wenn man sich im Vergleich den 2024er Sorcerer anschaut (der gegenüber seiner 2014er Version massiv verbessert wurde) halte ich das für folgerichtig.

Welche Level 9 Zauber stören dich denn besonders?


Titel: Re: Ist D&D 5 im High-Level Bereich unspielbar?
Beitrag von: Ein Dämon auf Abwegen am 16.12.2025 | 13:23
Welche Level 9 Zauber stören dich denn besonders?
Neben Wish, wären da z.B. noch Prismatic Wall und Shapechange.

Der Schaden von Prismatic Wall liegt halt weit über allen vergleichbaren Zaubern, und Shapechange gibt die halt zugriff auf alle möglichen Fähigkeiten die nie dafür gedacht waren von Spielern benutzt zu werden (darunter auch Legendary Resitance, Legendary Actions und unmengen freie Zauber).
Titel: Re: Ist D&D 5 im High-Level Bereich unspielbar?
Beitrag von: Selganor [n/a] am 16.12.2025 | 17:36
Was ist so schlimm daran maximal einmal am Tag einen Spruch Stufe 8 simulieren zu können?
Die sonstigen Effekte die ein Wish-Spell machen kann haben ja sehr drastische Nebenwirkungen - inklusive einer fast 1/3 Chance danach nie wieder einen Wish sprechen zu können... (Komischerweise kennt diese Nebeneffekte kaum jemand)

Bei Shapechange gibt es auch den interessanten Nebensatz "You must have seen the sort of creature before, and it can't be a Construct or an Undead." den scheinbar auch fast jeder ignoriert.

Das gemeine an der Prismatic Wall ist, dass du deine Gruppe dagegen immunisieren kannst (inklusive durchschauen und durch die Wand angreifen), für alle anderen ist das erstmal "Con-Save sonst blind", Schaden gibt es ja nur wenn das Wesen durch die (für Gegner undurchsichtige) Wand gehen will. Oder man muss den Gegner schon durch die Wand bewegen...
Setzt man die Wand mitten auf die Gegner passiert gar nix.

Ja, die Effekte von Stufe 9 Sprüchen sind "heftig", aber dafür hat ein Charakter ja 17 Stufen hingearbeitet (und kann dann trotzdem nur einen davon am Tag)
Titel: Re: Ist D&D 5 im High-Level Bereich unspielbar?
Beitrag von: Ainor am 16.12.2025 | 18:30
Macht aber eigendlich wenig sinn da die Progression der Monster nicht abflacht.

Schon irgendwie. Definitiv bei AC, aber auch bei TP. Ich glaube nicht dass hochstufige Monster in 5.0 zu stark sind.

Neben Wish, wären da z.B. noch Prismatic Wall und Shapechange.

Der Schaden von Prismatic Wall liegt halt weit über allen vergleichbaren Zaubern, und Shapechange gibt die halt zugriff auf alle möglichen Fähigkeiten die nie dafür gedacht waren von Spielern benutzt zu werden (darunter auch Legendary Resitance, Legendary Actions und unmengen freie Zauber).

Prismatic Wall muss man erstmal sinnvoll einsetzen können. Und 50w6 plus 2 saves ist zwar viel, aber der Meteorsturm macht 40w6 and vier Orten mit einer Meile Reichweite. 

Und Shapechange? Man bekommt einmal TP. Moon Druid 20 bekommt jede Runde neue. Und selbst wenn man effektiv unverwundbar würde: solange der Rest der Gruppe angreifbar bleibt ist das bei weitem kein automatischer Sieg. Legendary Actions kann man übrigens nicht verwenden.
Titel: Re: Ist D&D 5 im High-Level Bereich unspielbar?
Beitrag von: Ein Dämon auf Abwegen am 16.12.2025 | 19:33
Schon irgendwie. Definitiv bei AC, aber auch bei TP. Ich glaube nicht dass hochstufige Monster in 5.0 zu stark sind.
Die AC steigt im Schnitt Proportional zu Attacke Wert der SCs (ohne magische Waffen) an, HP gehen relativ Proportional mit dem CR bis CR20 hoch und darüber beginnen sie noch stärker anzusteigen.

Hier hat z.B. jemand das neue MM entsprechend ausgewertet https://tomedunn.github.io/the-finished-book/monsters/monster-manual-2024/ (https://tomedunn.github.io/the-finished-book/monsters/monster-manual-2024/)

Prismatic Wall muss man erstmal sinnvoll einsetzen können. Und 50w6 plus 2 saves ist zwar viel, aber der Meteorsturm macht 40w6 and vier Orten mit einer Meile Reichweite.
Es gibt zumindest mit 2024 DnD eine ganze Menge Forced movement Optionen, und Prismatic Wall hat anders als viele vergleichbare sprüche auch kein Once per turn limit.

Und Shapechange? Man bekommt einmal TP. Moon Druid 20 bekommt jede Runde neue.
was dich allerdings jedesmal einen Spell Slot kostet. Und Zudem ist ein Mammut halt etwas schwächer als ein CR17-CR20 Monster. Mal davon abgesehen kommen viele der Statblock die du annehmen kannst mit x/per day Zaubern (und bei den CRs auch viemlich hochstufige) und anderen Relativ potenten Featuren die du alle nutzen kannst.

Legendary Actions kann man übrigens nicht verwenden.
Mit 2024 Regeln schon. Die Einschränkung ist weggefallen.
Titel: Re: Ist D&D 5 im High-Level Bereich unspielbar?
Beitrag von: Ein Dämon auf Abwegen am 16.12.2025 | 19:38
Es gibt auch andere Möglichkeiten saves zu boosten
Aber keine die so universell funktionieren, so hoch sind und so wenig "kosten".
Titel: Re: Ist D&D 5 im High-Level Bereich unspielbar?
Beitrag von: Ainor am 16.12.2025 | 21:34
Die AC steigt im Schnitt Proportional zu Attacke Wert der SCs (ohne magische Waffen) an,

Genau. Die Progression wird langsamer. etwa +4 auf den ersten 10 Stufen und +2 auf den zweiten.
Mit besseren magischen Waffen und mehr Extraeffekten treffen die SC dann auch besser.
Bin mir auch nicht nicht sicher wo 22 AC auf CR 18 herkommen.

HP gehen relativ Proportional mit dem CR bis CR20 hoch und darüber beginnen sie noch stärker anzusteigen.

490 HP auf CR 20? Nee, da ist was falsch.

Es gibt zumindest mit 2024 DnD eine ganze Menge Forced movement Optionen, und Prismatic Wall hat anders als viele vergleichbare sprüche auch kein Once per turn limit.

Naja, wenn ein Gegner einmal dahinter ist ist es nicht mehr so einfach ihn wieder vorzuholen.
Klar ist das eine lustige Kombo, aber ich bleibe dabei das das schwer einzusetzen ist. Und Versetzung auf eine andere Ebene ist nicht unbedingt gut weil der Gegner damit entkommen kann.

was dich allerdings jedesmal einen Spell Slot kostet.

Ich meinte jetzt 2014. Da war das schon recht heftig.

Mit 2024 Regeln schon. Die Einschränkung ist weggefallen.

Ok. Aber was kann man damit machen? Ein Adult Red dragon mit 6 Angriffen +14 / 18 Schaden klingt jetzt nicht schockierend. Und viele extraspells sind zwar gut, aber nicht besser als das was du als 17er Caster kannst. Extraspells hat man auf den Stufen ja auch oft aus Items.
Titel: Re: Ist D&D 5 im High-Level Bereich unspielbar?
Beitrag von: Ein Dämon auf Abwegen am 16.12.2025 | 22:59
490 HP auf CR 20? Nee, da ist was falsch.
Wenn ich das richtig verstehe rechnet der da irgendwie die Legendary resistances mit rein.
Das hier scheint eine Bessere Quelle zu sein.
https://www.blogofholding.com/?p=8469 (https://www.blogofholding.com/?p=8469)

Aber in Endeffeckt läuft es drauf hinaus das ein CR20 Monster fast doppelt so viel HP hat wie eine CR10 Monster, und das über CR20 die HP noch mal deutlich schneller hoch gehen.
Und auf solche wird man in Tier 4 auch schon treffen.

Das muss jetzt mit optimierten builds und straken magischen Waffen kein problem sein, aber mit chars die schlecht skalieren und einem DM der nicht so großzüg is was magische Waffen angeht, dürfte man schon irgendwann Probleme haben.

Mit besseren magischen Waffen und mehr Extraeffekten treffen die SC dann auch besser.
Wobei die Monster halt auch immer besser treffen und ihr schaden auch gleichzeitig mit ansteigt, und die AC der Chars selbst mit Magischen Rüstungen da nicht wirklich mit halten kann.



Titel: Re: Ist D&D 5 im High-Level Bereich unspielbar?
Beitrag von: Gunthar am 17.12.2025 | 09:59
Ein Schurke kommt im besten Fall auf AC 22. (Studded Leather +3, Schutzring +1, Schutzumhang +1 und Dex +5) wenn er nicht noch besseres Zeug findet. Bis so um ca. Level 13/14 kann er damit noch so halbwegs mithalten. Darüber wird es eng.

Ein Spellcaster muss noch mehr Glück haben, um überhaupt eine vernünftige AC zu kriegen. Meistens wird es Magearmor als Rüstung benutzt und ob Dex gemaxt werden kann, ist die zweite Frage. AC 13, +5 Dex plus Schutzring +1 plus Schutzumhang +1 ergibt im besten Fall auch eine AC von 20. Ein Draconic Sorcerer 2024 kommt im gleichen Falle auf AC 22 hoch. Gewisse Spellcaster können noch zusätzlich Schild zaubern, was für AC 25/27 reicht.

Eine Kampfklasse oder Kleriker kann Full Armor +3 plus Schild +3 plus Schutzring und - Umhang was einer AC von 28 erreichen. Als Eldritch Knight käme man mit Schildspell sogar auf eine 33. Mit nur Medium Armor geht es einen AC-Punkt runter.

AC 20 wird mit einer +14 beim Angriffsbonus mit einer 6+ getroffen. Was in etwa 2/3 aller Würfe sein würde. Bei einer AC von 28 braucht es schon eine 14+ zum Treffen, was nur noch 1/3 aller Würfe ist. Und zusammen mit dem Schildspell sind es sogar nur noch 10%.
Titel: Re: Ist D&D 5 im High-Level Bereich unspielbar?
Beitrag von: Runenstahl am 17.12.2025 | 10:04
Wobei eine AC von 20+ gegen "Minions" ausreichend ist. Und wenn der Rogue vom Boß angegriffen wird benutzt er halt Uncanny Dodge und halbiert den Schaden.
Titel: Re: Ist D&D 5 im High-Level Bereich unspielbar?
Beitrag von: Ein Dämon auf Abwegen am 17.12.2025 | 15:31
Ein Spellcaster muss noch mehr Glück haben, um überhaupt eine vernünftige AC zu kriegen. Meistens wird es Magearmor als Rüstung benutzt und ob Dex gemaxt werden kann, ist die zweite Frage. AC 13, +5 Dex plus Schutzring +1 plus Schutzumhang +1 ergibt im besten Fall auch eine AC von 20. Ein Draconic Sorcerer 2024 kommt im gleichen Falle auf AC 22 hoch. Gewisse Spellcaster können noch zusätzlich Schild zaubern, was für AC 25/27 reicht.
Es gibt bessere Items für AC bei Spell Castern, Robe of the Archmagie gibt dir eine AC von 15+Dex, Staff of Power gibt +2 Armor, und Bracers of Defense wären nochmal +2 Armor.

Das wäre dann mit +5 Dex eine AC von 24.

Für andere Klassen gibts leider keine so guten Items.


Eine Kampfklasse oder Kleriker kann Full Armor +3 plus Schild +3 plus Schutzring und - Umhang was einer AC von 28 erreichen. Als Eldritch Knight käme man mit Schildspell sogar auf eine 33. Mit nur Medium Armor geht es einen AC-Punkt runter.
Wobei "Kampfklassen" meist keine Schilde nutzen können, ohne dass es ihren Schadensoutput deutlich senkt (außer vieleicht mit PAM Shillelagh oder Weapon Juggling), und Schutzring und - Umhang mMn nach dafür das sie einen Attunement Slot Blockieren echt wenig bringen.

Achja der Cloak of Displacement it auch ganz gut für die Defensive.
Titel: Re: Ist D&D 5 im High-Level Bereich unspielbar?
Beitrag von: Feuersänger am 17.12.2025 | 15:45
Hm ja, das geht nun sehr ins Situationelle, aber tendenziell ist Sword&Board in 5E trotzdem der bessere Deal. Ja man hat nicht ganz soviel Alpha wie mit THF/TWF, aber durch die höhere AC kann man zumindest gegen physische Kämpfer eine besser HP-zuHP Tauschrate erwarten. Sodass dann der Kampf halt vielleicht 2 Runden länger dauert, aber man am Schluss trotzdem mehr Ressourcen übrig hat. Da spielt dann zb auch mit rein, dass magische Schilde einen günstigen Seltenheitsindex haben.

Aber wie gesagt, das ist auch nicht zwingend immer besser, weil man speziell gegen Spellcaster lieber möglichst schnell möglichst viel Schaden machen will, damit diese möglichst wenig Gelegenheit zum zaubern haben.

Nichtsdestoweniger: mit Dueling steigt über die Level die AC stärker als mit GWF der Schaden, prozentual gerechnet.
Titel: Re: Ist D&D 5 im High-Level Bereich unspielbar?
Beitrag von: Quaint am 17.12.2025 | 16:11
Naja naja. Im Grunde biste auf den ganz hohen Stufen als Martial eh etwas gekniffen, weil du kannst halt Schaden machen und das wars dann so grob. Manchmal ist das gut. Dafür wenn das nicht so gut ist, sollte man halt Items haben, die einem "besondere" Dinge erlauben. Und da wäre ich sehr zurückhaltend damit, allzuviel mit einfachen Statsboosts wie +3 AC zu belegen. Wenn man das ohne Attunement kriegen kann, prima, aber die Attunement Slots will ich eigentlich (überwiegend) für witzigere Sachen.
Titel: Re: Ist D&D 5 im High-Level Bereich unspielbar?
Beitrag von: Ainor am 17.12.2025 | 16:30
Da spielt dann zb auch mit rein, dass magische Schilde einen günstigen Seltenheitsindex haben.

Genau. Zumindest in den 2014er Tabellen ist mehr als +1 Rüstung eher nicht drin, während +3 Schilde durchaus vorkommen. Und ja, einen Krieger vorne zu haben der von Gegnergruppen wenig Schaden nimmt ist schon ziemlich praktisch, auch wenn gegen Einzelgegner der Barbar mit halbem Schaden oft besser ist. 

Aber es gibt halt auch etliche Fähigkeiten wie Warding Flare oder Runic Shield die Disadvantage oder Rerolls erzwingen. Das ist zwar nominell keine RK, hat aber denselben effekt: man wird weniger getroffen.
Ganz allgemein ist RK auf hohen Stufen weniger oft die Hauptverteidigung.

Und je nach Klasse ist der Schild verkraftbar. Paladin macht auch einhändig Smite Schaden.

Wobei eine AC von 20+ gegen "Minions" ausreichend ist.

Jo. Auf hohen Stufen kämpft man ja nicht nur gegen hochstufige, sondern auch gegen Gruppen von kleineren Gegnern.

Naja naja. Im Grunde biste auf den ganz hohen Stufen als Martial eh etwas gekniffen, weil du kannst halt Schaden machen und das wars dann so grob. Manchmal ist das gut. Dafür wenn das nicht so gut ist, sollte man halt Items haben, die einem "besondere" Dinge erlauben.

Magier haben keine RK und TP. Die sind noch viel mehr gekniffen...

Aber in Endeffeckt läuft es drauf hinaus das ein CR20 Monster fast doppelt so viel HP hat wie eine CR10 Monster,

Fast, aber eben nicht so ganz. CR 10 ist etwas unter 200, CR 11 etwas über 200, und CR 20 und 21 haben etwa 320. Genau wie bei der RK steigen TP langsamer.

und das über CR20 die HP noch mal deutlich schneller hoch gehen.

21 nicht. Und ab 22 gibt es nur noch Riesenviecher. Mordenkainens hatte CR 22+ Gegner mit weniger TP.
Titel: Re: Ist D&D 5 im High-Level Bereich unspielbar?
Beitrag von: ElfenLied am 17.12.2025 | 16:32
Die optimierten Martials in 5e2014 waren auf hohen Stufen meist keine Nahkämpfer mehr, und hatten Zauber wie Shield und Absorb Elements, wenn sie vernünftig gebaut wurden. Paladin war in der Regel Quarterstaff+Schild mit wahlweise Defense oder Dueling auf den niedrigen Stufen (später Eldritch Blast), Ranger meistens mit Hand Crossbow während ihrer gesamten Karriere.

Die Schurken wurden bei uns ganz im Sinne Darwinns aussortiert, da sie nur mittelmäßigen Schaden verursacht haben und schlechte Defensive hatten. Keine Schilde und nur Einhänder bzw Fernkampfwaffen für Sneak Attack begünstigst ganz klar Fernkampf, und Sneak Attack ist eine massive Mogelpackung, die auf dem Papier gut aussieht aber durchgerechnet nicht mithalten kann mit Extra Attack + GWM/SS. Dazu kommt noch, dass sie nur leichte Rüstungen hatten. Mönche hatten ein ähnliches Problem; eher niedrige AC, schlechter Schaden und unzuverlässiger Stunning Strike.

Die Barbaren fuhren anfangs besser, sind auf hohen Stufen dann tatsächlich auch abgefallen. Als reiner Nahkämpfer hat man immer ein größeres Risiko, und nach dem dritten Tod meinter der Spieler dann, dass wir uns den Diamanten sparen können.

Die beste Defensive haben gut gebaute Caster. 14 Dex mit medium armor+shield und den drei essentiellen Reaktionszaubern, und du warst meist unantastbar. Du bist primär Fernkämpfer, hattest jedoch keine Nachteile dadurch, wenn ein Nahkämpfer wider erwarten rankam.

Unsere Gruppe bei der letzten Kampagne (3-20):
Start: Barbar, Schurke, Mönch, Kleriker, Barde
Ende: Druide, Paladin, Ranger, Kleriker, Barde  >;D

Man muss sich da auch drauf einlassen können, dass manche Klassen nur spielbar sind, wenn das Powerniveau der Gruppe runtergefahren wird, v.a. auf hohen Stufen. Das scheint für WotC auch kein Problem darzustellen, Stichwort "Ivory Tower Design". Wenn man dagegen die guten Klassen über Hausregeln auf Mönch und Schurkenniveau runterstutzt, dann macht das Spiel für mich keinen Spaß mehr.
Titel: Re: Ist D&D 5 im High-Level Bereich unspielbar?
Beitrag von: Feuersänger am 17.12.2025 | 16:43
Dafür wenn das nicht so gut ist, sollte man halt Items haben, die einem "besondere" Dinge erlauben. Und da wäre ich sehr zurückhaltend damit, allzuviel mit einfachen Statsboosts wie +3 AC zu belegen. Wenn man das ohne Attunement kriegen kann, prima, aber die Attunement Slots will ich eigentlich (überwiegend) für witzigere Sachen.

Sicherlich, aber "einfache" +X Waffen, Rüstungen und Schilde brauchen ja kein Attunement. Hingegen sowas wie ein Ring of Protection sehr wohl. Auch haben wie angedeutet Schilde niedrigere Seltenheits-Indices als Rüstungen mit dem gleichen Bonus. Man kommt also mit Schild _viel_ "billiger" auf eine bestimmte AC als ohne, eben was Ressourcen wie Rarity und Attunement angeht.

Point in case, ich hatte damals einen GWM Paladin, der lange Zeit extrem am darben war was AC anging und quasi permanent Dreck gefressen hat. Irgendwann so ab Level 9 waren mir dann mal die Lootdrops hold und ich hatte eine magische Platte sowie einen Animated Shield und iirc auch einen Ring. Das waren dann 2 Attunement Slots um auf bescheidene AC22 zu kommen. Während bis dahin schon haufenweise magische Schilde aus den Zufallstabellen rausgepurzelt waren, mit denen ich halt nix anfangen konnte. Mit Dueling und einem +2 Schild zB hätte ich auf den Ring verzichten können und hätte trotzdem AC 23 gehabt, und alle Attunement Slots wären für "witzigere Sachen" verfügbar gewesen.
Das alles dafür, dass halt andererseits mein Dämmitsch mit GWF vielleicht 1,2 Punkte höher war. Das hat sich mal so richtig überhaupt nicht gelohnt. Ich habe es in dieser Kampagne sehr bereut, auf GWF gegangen zu sein, zumal die Standardgegner so hohe ACs hatten, dass ich denen mit Power Attack nicht kommen brauchte.
Titel: Re: Ist D&D 5 im High-Level Bereich unspielbar?
Beitrag von: Quaint am 17.12.2025 | 16:56
Aber um mal zum eigentlichen Threadthema zurückzukehren: DnD 5 im High Level Bereich funktioniert auch deshalb schlecht für mich, weil ich es halt falsch spiele. Ich hab überhaupt keine Lust auf soviele Encounter, bei denen dann überwiegend klar ist, wie sie ausgehen, und es höchstens ne Rolle spielt wieviele Ressourcen abgetragen werden. Daher mache ich viel weniger Encounter, die dann aber vergleichsweise hart und gefährlich sind. Und das funktioniert halt immer schlechter mit steigendem Level, war zumindest mein Eindruck. Und irgendwann wird halt die Luft dünn. Bissle großzügig gewesen mit Items, Gruppe geht vorbereitet und frisch in den Kampf, dann vielleicht noch Gummipunkte drangeklatscht die die Gruppe stärker machen, und schon kannst du auch unterhalb dessen was hier High Level genannt wird nen ancient red dragon legen. Vielleicht gibt es da noch andere Monsterbücher oder so, aber ich hab schon das Gefühl, dass jenseits von Pit Fiend, Lich und Ancient Dragons in "normalem" DnD nimmer soviel kommt. Und selbst wenn es das gäbe, wackelt halt das System in seinen Grundfesten, weil die Werte halt stark auseinandergehen von SC und Gegnern.
Titel: Re: Ist D&D 5 im High-Level Bereich unspielbar?
Beitrag von: Ein Dämon auf Abwegen am 17.12.2025 | 18:59
Fast, aber eben nicht so ganz. CR 10 ist etwas unter 200, CR 11 etwas über 200, und CR 20 und 21 haben etwa 320. Genau wie bei der RK steigen TP langsamer.
Also im Schnitt sollten es so ca. 15HP pro CR sein (wobei es da Ausreißer nach oben und unten gibt) das "fast" kommt daher das durch die Monster kit einem CR<1 einen Gewissen offset gibt.

Auf CR 10 haben die Monster im neuen MM zwischen 136HP (Guardian Naga) und 229HP (Deva), Mittelwert sind 170,7HP Median 161,5 HP.

Auf CR 20 haben die Monster alle ungefähr 330HP (minimum ist 323 maximum 337).

Vergleichen mit dem Mittelwert wären das grob 10HP weniger as das Doppelte vergleichen mit dem Median grob 10HP mehr.

Nimmt man relativ gut vergleichbare Monster (und andere Faktoren ausschließen zu können) hätte man auf CR10 den Young Red Dragon und en Young Golden Dragon beide mit 178 HP und auf CR 20 den Ancient Brass Dragon und den Ancient White Dragon mit 332HP bzw. 333HP das wäre dann ein bisschen mehr als 20HP unter dem doppelten (356 HP).

Also das die HP Progression jetzt dramatisch sinkt seh ich ehrlich gesagt nicht.

Und dazu kommt auch noch nach den neuen Encounter Richtlinien ein CR10/20 Monster für eine Gruppe aus 4 Chars auf level 10/20 nur ein leichter Encounter wäre. Ein Schwerer Encounter wäre ein CR14 bzw. CR25 Monster oder zwei CR10 bzw CR22 Monster oder drei CR 8 bzw. CR20 Monster. Und da ist man dann vermutlich bei mehr als den doppelten HP.

Titel: Re: Ist D&D 5 im High-Level Bereich unspielbar?
Beitrag von: Ein Dämon auf Abwegen am 17.12.2025 | 19:07
Naja naja. Im Grunde biste auf den ganz hohen Stufen als Martial eh etwas gekniffen, weil du kannst halt Schaden machen und das wars dann so grob. Manchmal ist das gut. Dafür wenn das nicht so gut ist, sollte man halt Items haben, die einem "besondere" Dinge erlauben. Und da wäre ich sehr zurückhaltend damit, allzuviel mit einfachen Statsboosts wie +3 AC zu belegen. Wenn man das ohne Attunement kriegen kann, prima, aber die Attunement Slots will ich eigentlich (überwiegend) für witzigere Sachen.
Wobei du auch bedenken musst das eine +3 Rüstung ein Legendary Item und ein +3 Schild eine Very Rare Item ist, wenn ich die Richtlinien aus XGE Richtuig im Kopf hab kriegt jeder Char davon (abgesehen von consumables) immer nur ein einziges.

Sprich nach Richtlinie könnetst du dann nur noch ein Rare Item als Waffe haben, und für deine Attunemnt slots vielleicht noch ein Rare und zwei uncommon items.
Titel: Re: Ist D&D 5 im High-Level Bereich unspielbar?
Beitrag von: Ainor am 18.12.2025 | 08:23
Die optimierten Martials in 5e2014 waren auf hohen Stufen meist keine Nahkämpfer mehr,

Weiss nicht ob man das so verallgemeinern kann. Klar gibt es auf hohen Stufen die Tendenz zu grösseren Schlachtfeldern, aber das kommt oft auf die genaue Situation an. Und wenn man einmal ans Nahkämpfer aufgestellt ist ist es nicht so einfach umzusatteln. Aber ja. Der Fighter in meiner Gruppe hat sich Eldritch Blast angewöhnt....
Zum anderen haben in 5.5 viele Monster besseren Fernkampf, und SC eher schlechteren. Ob das allerdings zu mehr oder weniger Fernkampf führt weiss ich nicht.

Die Schurken wurden bei uns ganz im Sinne Darwinns aussortiert, da sie nur mittelmäßigen Schaden verursacht haben und schlechte Defensive hatten. Keine Schilde und nur Einhänder bzw Fernkampfwaffen für Sneak Attack begünstigst ganz klar Fernkampf, und Sneak Attack ist eine massive Mogelpackung, die auf dem Papier gut aussieht aber durchgerechnet nicht mithalten kann mit Extra Attack + GWM/SS. Dazu kommt noch, dass sie nur leichte Rüstungen hatten.

Schurken werden schon etwas besser mit Steady Aim weil dann der Sneak viel zuverlässiger wird. Aber ja, wirklich effektiv sind sie nur mit Teamwork und Reaction Sneak attack. Skills sind zwar super, aber in den grossen Kapitelendkämpfen tut sich der Rogue bei mir auch schwer.

Die Barbaren fuhren anfangs besser, sind auf hohen Stufen dann tatsächlich auch abgefallen. Als reiner Nahkämpfer hat man immer ein größeres Risiko, und nach dem dritten Tod meinter der Spieler dann, dass wir uns den Diamanten sparen können.

Der Barbar in meiner Runde ist Zealot: sterben? Nein danke. Aber furchtbar anfällig für Magie.

Die beste Defensive haben gut gebaute Caster. 14 Dex mit medium armor+shield und den drei essentiellen Reaktionszaubern, und du warst meist unantastbar. Du bist primär Fernkämpfer, hattest jedoch keine Nachteile dadurch, wenn ein Nahkämpfer wider erwarten rankam.

In 5.5 schwieriger. Individuell trifft das in 5.0 zu, aber nicht unbedingt wenn die ganze Gruppe das macht. Ich hatte auch schon auf niedrigeren Stufen eine Gruppe die darauf basierte, aber dann nicht ganz so erfolgreich war.

Aber um mal zum eigentlichen Threadthema zurückzukehren: DnD 5 im High Level Bereich funktioniert auch deshalb schlecht für mich, weil ich es halt falsch spiele. Ich hab überhaupt keine Lust auf soviele Encounter, bei denen dann überwiegend klar ist, wie sie ausgehen, und es höchstens ne Rolle spielt wieviele Ressourcen abgetragen werden. Daher mache ich viel weniger Encounter, die dann aber vergleichsweise hart und gefährlich sind. Und das funktioniert halt immer schlechter mit steigendem Level, war zumindest mein Eindruck. Und irgendwann wird halt die Luft dünn.

Naja, jeder Angriff des Gegners trägt nur  Ressourcen ab solange er keinen SC killt...

Es ist natürlich richtig dass bei den Einzelgegnern irgendwann die Luft dünn ist. Aber mit grossen, komplexen Schlachten finde ich kann man auch auf hohen Stufen viel machen.

Wobei du auch bedenken musst das eine +3 Rüstung ein Legendary Item und ein +3 Schild eine Very Rare Item ist, wenn ich die Richtlinien aus XGE Richtuig im Kopf hab kriegt jeder Char davon (abgesehen von consumables) immer nur ein einziges.

Sprich nach Richtlinie könnetst du dann nur noch ein Rare Item als Waffe haben, und für deine Attunemnt slots vielleicht noch ein Rare und zwei uncommon items.

5.5 ist grosszügiger.

Was mir noch zu Prismatic Sphere eingefallen ist: Viele hochstufige Gegner haben jede Menge Resistenzen und Immunitäten. Ein Pit Fiend nimmt nur 30 von 60w6, und schafft dann 3/4 der Rettungswürfe. Da bleiben grade mal 65 Punkte übrig. Unspielbar ist anders...
Titel: Re: Ist D&D 5 im High-Level Bereich unspielbar?
Beitrag von: nobody@home am 18.12.2025 | 11:06
Naja, jeder Angriff des Gegners trägt nur  Ressourcen ab solange er keinen SC killt...

Ach, SC- und Ressourcenstatus schließen sich nicht mal unbedingt zwingend aus... >;D
Titel: Re: Ist D&D 5 im High-Level Bereich unspielbar?
Beitrag von: flaschengeist am 18.12.2025 | 11:34
Zeit für eine kleine Auswertung bei immerhin 41 Stimmen:

Dass D&D 5 im High-Level Bereich nicht mehr richtig funktioniert denken 56% (n=23) der Teilnehmer.
Entsprechend sind rund 44% (n=18) der gegenteiligen Ansicht.

Interessant ist noch der Blick auf jene 14 Teilnehmer, die im High-Level Bereich sowohl als Spieler als auch als Spielleitung Praxiserfahrung haben.
Hier meinen 86%, dass es im High-Level Bereich signifikante Probleme gibt und nur rund 14% sind anderer Meinung.
Titel: Re: Ist D&D 5 im High-Level Bereich unspielbar?
Beitrag von: Ein Dämon auf Abwegen am 18.12.2025 | 13:14
Schurken werden schon etwas besser mit Steady Aim weil dann der Sneak viel zuverlässiger wird. Aber ja, wirklich effektiv sind sie nur mit Teamwork und Reaction Sneak attack. Skills sind zwar super, aber in den grossen Kapitelendkämpfen tut sich der Rogue bei mir auch schwer.
Wobei ich es immer etwas fragwürdig finde ob sich das team Work wirklich auszahlt wenn du einrechnest wie viel Schaden der Andere Char aufgibt um den Rogue zu helfen.

Was mir noch zu Prismatic Sphere eingefallen ist: Viele hochstufige Gegner haben jede Menge Resistenzen und Immunitäten. Ein Pit Fiend nimmt nur 30 von 60w6, und schafft dann 3/4 der Rettungswürfe. Da bleiben grade mal 65 Punkte übrig. Unspielbar ist anders...
Wenn der Mönch den Pit Fiend Grappelt und 5 bis 6 mal mit ihm durch die Wand rennt (Prismatic wall hat kein once per turn limit) ist er dann trotzdem tot.

Und es geht ja auch nicht nur um Bosse minions kannst du mit dem Zauber total trivialization.
Titel: Re: Ist D&D 5 im High-Level Bereich unspielbar?
Beitrag von: Ainor am 18.12.2025 | 16:56
Wobei ich es immer etwas fragwürdig finde ob sich das team Work wirklich auszahlt wenn du einrechnest wie viel Schaden der Andere Char aufgibt um den Rogue zu helfen.

Och das sollte hinkommen. Gibt ja einige Möglichkeiten. Muss auch nicht immer ein anderer Charakter sein.

Wenn der Mönch den Pit Fiend Grappelt und 5 bis 6 mal mit ihm durch die Wand rennt (Prismatic wall hat kein once per turn limit) ist er dann trotzdem tot.

Das wäre dann der erste übermächtige Zauber der einen Mönch erfordert  :)
Aber das geht irgendwie davon aus dass der Mönch nah ran kommt, der Magier die Wall castet und der Mönch danach dran ist ohne dass der Pit fiend zwischendurch entkommt oder fliegt oder so. Mit +14 Initiative.
Und dann muss er noch Legendary Resistance beim Grapple vergessen (in 2024).

Und es geht ja auch nicht nur um Bosse minions kannst du mit dem Zauber total trivialization.

Naja, also zum Absperren reicht meistens die Wall of Force. Und "wirkt gegen Minions" ist halt auch nicht unbedingt das Verkaufsargument für übermächtige Zauber.
Titel: Re: Ist D&D 5 im High-Level Bereich unspielbar?
Beitrag von: Ein Dämon auf Abwegen am 18.12.2025 | 17:06
Zitat
Aber das geht irgendwie davon aus dass der Mönch nah ran kommt, der Magier die Wall castet und der Mönch danach dran ist ohne dass der Pit fiend zwischendurch entkommt oder fliegt oder so. Mit +14 Initiative.
Man can das Ding auch im den Pit Fiend herrum casten

Zitat
Und dann muss er noch Legendary Resistance beim Grapple vergessen (in 2024).
Gibt auch genug option en die keinen Save erlauben, wie die Push Mastery.
Titel: Re: Ist D&D 5 im High-Level Bereich unspielbar?
Beitrag von: ElfenLied am 18.12.2025 | 17:36
Mönche können bei euch grapplen? Spielt ihr mit gewürfelten Attributen?

Beim Pointbuy reicht das vorne und hinten nicht, und Stärkegürtel sind keine Garantie.
Titel: Re: Ist D&D 5 im High-Level Bereich unspielbar?
Beitrag von: Ainor am 18.12.2025 | 18:37
In 5.5 grappelt der mit Dex.

Man can das Ding auch im den Pit Fiend herrum casten

Und ?

Gibt auch genug option en die keinen Save erlauben, wie die Push Mastery.

Mit der Armbrust sicher. Aber vermutlich nur einmal, danach ist er ja hinter der Wand. Und für Nahkämpfer ist es schon wieder schwierig. Da ist die erstmal die Fear Aura, dann braucht man eine Menge Bewegung um mehrmals zu Pushen, und wirklich viele Angriffe hat auch nur der Kämpfer. Abgesehen davon: der Pit Fiend muss erstmal garnicht in die 60er Reichweite der Wall kommen. Und viele von den 21+ Monstern sind Huge oder Gargantuan, die sind noch schwerer zu bewegen.

Für die allgemeinen Frage ob 5E unspielbar ist sind Effekte von Zaubern die nur unter ganz bestimmten Umständen funktionieren und dann vielleicht nichtmal den Kampf gewinnen irgendwie irrelevant. Aber so als allgemeine Orientierung was hochstufig normal ist sind Treantmonks Stufe 18 Champions ganz gut. Die funktionieren zumindest gegen quasi alle Gegner.
Titel: Re: Ist D&D 5 im High-Level Bereich unspielbar?
Beitrag von: Arldwulf am 18.12.2025 | 20:51
Zeit für eine kleine Auswertung bei immerhin 41 Stimmen:

Dass D&D 5 im High-Level Bereich nicht mehr richtig funktioniert denken 56% (n=23) der Teilnehmer.
Entsprechend sind rund 44% (n=18) der gegenteiligen Ansicht.

Interessant ist noch der Blick auf jene 14 Teilnehmer, die im High-Level Bereich sowohl als Spieler als auch als Spielleitung Praxiserfahrung haben.
Hier meinen 86%, dass es im High-Level Bereich signifikante Probleme gibt und nur rund 14% sind anderer Meinung.

Man muss das aber in den Kontext setzen. "Unspielbar" ist natürlich das Schlagwort welches die Probleme überspitzt darstellt, tatsächlich haben aber ja auch die Spieler mit Problemen in ihren hochstufigen Kampagnen diese bis dahin gespielt. Und dabei ja gewiss auch nicht nur gejammert. Ich hab auch "Ja" angeklickt, natürlich gibt es die Probleme.

Spaß hatten wir trotzdem.

Ich denke es ist eher eine Frage ob man das System für diese Art von Kampagnen empfehlen sollte, ob es dafür konkrete Sachen bietet die andere Editionen von D&D und andere Systeme nicht haben.

Und halt welche Steine einem in den Weg gelegt werden, wenn man doch 5e dafür benutzt.
Titel: Re: Ist D&D 5 im High-Level Bereich unspielbar?
Beitrag von: flaschengeist am 18.12.2025 | 20:53
Man muss das aber in den Kontext setzen. "Unspielbar" ist natürlich das Schlagwort welches die Probleme überspitzt darstellt, tatsächlich haben aber ja auch die Spieler mit Problemen in ihren hochstufigen Kampagnen diese bis dahin gespielt. Und dabei ja gewiss auch nicht nur gejammert. Ich hab auch "Ja" angeklickt, natürlich gibt es die Probleme.

Spaß hatten wir trotzdem.

:d Deswegen habe ich in der Auswertung bewusst "unspielbar" nicht wiederholt. Ich selbst hatte übrigens "nein" angeklickt.
Titel: Re: Ist D&D 5 im High-Level Bereich unspielbar?
Beitrag von: caranfang am 18.12.2025 | 20:58
ich glaube, dass das Hauptproblem von 5e ist, dass die Eigenschaften zu wichtig geworden sind. Man hat im Vergleich zu 3e und 4e die Boni für Angriff bzw. Fertigkeiten massiv reduziert. In 3e konnten die Angriffsboni auf Stufe 20 ja nach Klasse +20, +15 oder sogar nur +10 betragen und der Fertigkeitswert maximal +23 für Klassenfertigkeiten und +11 für alle anderen Fertigkeiten. In 4e entsprachen diese Boni der halben Stufe , also +15 auf Stufe 30, da dies laut offizellen Konvertierungsregeln Stufe 20 in 5e entspricht. In 3e konnten die Boni durch magische Gegenstände maximal +5 betragen, in 4e waren es sogar +6.
Gehen wir in allen drei Editionen vom maximal Fall auf: maximal Stufe, maximaler Eigenschaftswert und maximaler magischer Bonus.
EditionBonus durch StufeBonus durch EigenschaftBonus durch GegenstandSummeVerhältnis Eigenschaft/Gesamtbonus
3e+10/+15/+20+5+5+20/+25/+300,25/0,2/0,166667
4e+15+5+6+260,1923076
5e+6+5+3+140,3571428
Während in 3e die Eigenschaften im besten Fall je nach Klasse nur ein Viertel, ein Fünftel oder sogar nur ein Sechstel des Gesamtbonus ausmachen und in 4e weniger als ein Fünftel, steigt der Einfluss der Eigenschaften in 5e massiv an und zwar auf über ein Drittel. Ich habe dabei zwar ignoriert, dass in 3e und 4e Eigenschaftswerte über 20 möglich sind und 4e sehr viele Eigenschaftssteigerungen erlaubt. Meiner Meinung nach änders dies nichts daran, dass Eigenschaften in 5e besonders wichtig geworden sind.
Titel: Re: Ist D&D 5 im High-Level Bereich unspielbar?
Beitrag von: Feuersänger am 18.12.2025 | 21:20
Äh naja. In 3E pumpst du deine relevante Eigenschaft ja über die Level so ungefähr auf 30. Möglich sind sogar bis zu 34 (wenn man in ein +5 Manual investiert), also +12 Bonus.  Für den Angriffswurf bedeutet das also +20 BAB, +12 Attribut, +5 Waffe, und dann gibt's noch Kram wie Bardenlied etc - aber bis hierhin hat das Attribut immer noch knapp 1/3 Gewicht. Also so viel weniger als in 5E ist das nicht. Ob 33 oder 35%, das ist echt nicht relevant.

Der größte Unterschied zwischen den Eds ist halt -- Achtung bahnbrechende Offenbarung! -- die Bedeutung der Stufe; das ist halt wirklich gewaltig ob zwischen Level 1 und 20 nun 19 Punkte liegen oder schlappe 4.
Titel: Re: Ist D&D 5 im High-Level Bereich unspielbar?
Beitrag von: caranfang am 18.12.2025 | 21:33
Äh naja. In 3E pumpst du deine relevante Eigenschaft ja über die Level so ungefähr auf 30. Möglich sind sogar bis zu 34 (wenn man in ein +5 Manual investiert), also +12 Bonus.  Für den Angriffswurf bedeutet das also +20 BAB, +12 Attribut, +5 Waffe, und dann gibt's noch Kram wie Bardenlied etc - aber bis hierhin hat das Attribut immer noch knapp 1/3 Gewicht. Also so viel weniger als in 5E ist das nicht. Ob 33 oder 35%, das ist echt nicht relevant.
Wie das denn? Du hast doch nur 5 Steigerungen auf 20 Stufen. Damit kann man bestenfalls eine Eigenschaft auf 23 bringen, wenn diese schon auf 18 war. Oder habe ich da irgend etwas übersehen?
Titel: Re: Ist D&D 5 im High-Level Bereich unspielbar?
Beitrag von: flaschengeist am 18.12.2025 | 21:41
Wie das denn? Du hast doch nur 5 Steigerungen auf 20 Stufen. Damit kann man bestenfalls eine Eigenschaft auf 23 bringen, wenn diese schon auf 18 war. Oder habe ich da irgend etwas übersehen?

Ja, diverse magische Gegenstände wie z.B. die angesprochenen Tomes (https://www.dandwiki.com/wiki/SRD:Tome_of_Leadership_and_Influence). Wie Feuersänger sagte: 30 in der Haupteigenschaft ist in High Level 3.5 kein Thema.
Titel: Re: Ist D&D 5 im High-Level Bereich unspielbar?
Beitrag von: caranfang am 18.12.2025 | 21:51
Ja, diverse magische Gegenstände wie z.B. die angesprochenen Tomes (https://www.dandwiki.com/wiki/SRD:Tome_of_Leadership_and_Influence). Wie Feuersänger sagte: 30 in der Haupteigenschaft ist in High Level 3.5 kein Thema.
Wie häufig sind diese?
Titel: Re: Ist D&D 5 im High-Level Bereich unspielbar?
Beitrag von: Ainor am 18.12.2025 | 22:14
Das Verhältnis Eigenschaft/Gesamtbonus ist keine relevante Statistik.

Die höhe der stufenabhängigen Boni (insbesondere in 4E, aber auch sonst) ist völlig egal solange man auf derselben Stufe kämpft. Sie entscheidet nur wie schnell Monster "veralten", also harmlos werden
(oder besiegbar, bei höherstufigen Gegnern).

Die wirklichen Unterschiede ergeben sich daraus worauf es die stufenabhängigen Boni gibt. In 4E auf alles, entsprechend sind nur die Attributsunterschiede relevant (Items wachsen da ja auch mit der Stufe im Gleichschritt).

In 3E hat man unterschiedlichen BAB, weshalb z.B. der Rogue zurück fällt. Und in 3E & 5E gibt es starke und schwache Saves mit +6 Unterschied.

Zusammen mit den hohen Attributunterschieden ist der Unterschied in 3E aber dann trotzdem grösser.
Wenn der Kleriker eine 2 braucht braucht der Kämpfer eine 18.

In jedem Fall kann ich nur davon abraten die Edition auf Basis der Boni zu vergleichen.
Die Stärke der 5E Charaktere liegt nicht in ihren Boni.

Wie häufig sind diese?

Gibts in jedem Magieladen an der Ecke :-)

Tomes dagegen sind etwas schwieriger, denn solange man nicht das +5 Tome hat (oder sich leisten kann) ist es nicht klar ob es sich lohnt ein Tome einzusetzen.
Titel: Re: Ist D&D 5 im High-Level Bereich unspielbar?
Beitrag von: Ein Dämon auf Abwegen am 18.12.2025 | 22:17
Ja, diverse magische Gegenstände wie z.B. die angesprochenen Tomes (https://www.dandwiki.com/wiki/SRD:Tome_of_Leadership_and_Influence). Wie Feuersänger sagte: 30 in der Haupteigenschaft ist in High Level 3.5 kein Thema.
Zusätzlich zu den Tomes gibt es in 3.5 auch für jedes Attribut einen Gegenstand der dir noch mal zusätzlich +2/+4/+6 bringt (z.B. headband of Intellect und Belt of Giant Strength).
Titel: Re: Ist D&D 5 im High-Level Bereich unspielbar?
Beitrag von: Feuersänger am 18.12.2025 | 22:37
Genau. 3E hat eine Wealth-By-Level Tabelle, und geht davon aus dass man mehr oder weniger alles kaufen / bestellen / selber herstellen kann was die Ausrüstungsbücher hergeben, eben für die entsprechende Goldinvestition. Tomes/Manuals sind wie Ainor sagt ein Sonderfall. Aber sowas wie einen Stärkegürtel oder einen Intelligenzstirnreif kann man sich einfach von der Stange kaufen. In Summe sähe das auf Level 20 ungefähr so aus:

Startwert 18
Levelboosts +5
Item +6 (Kostenpunkt 36000gp)
Handbuch +1 bis +5 --> Summe 30 oder 34
Titel: Re: Ist D&D 5 im High-Level Bereich unspielbar?
Beitrag von: Ein Dämon auf Abwegen am 19.12.2025 | 09:41
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Mit den 2024 neuen Regeln können Mönche mit Dex statt Str dafür nehmen.