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Pen & Paper - Rollenspiel => Pen & Paper - Allgemein => Pen & Paper - Umfragen => Thema gestartet von: Namo am 13.05.2026 | 19:40

Titel: Wie wichtig sind Abenteuerbelohnungen in Form von Gegenständen?
Beitrag von: Namo am 13.05.2026 | 19:40
Wie wichtig sind für die Spieler:innen eigentlich heutzutage noch Belohnung im Rahmen geschaffter Abenteuer in materieller Form? Früher als alles sehr Charakterwerte fokussiert war, war das neben Erfahrungspunkten und Stufenaufstiegen das Highlight für mich.

Aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass das überhaupt nicht mehr so dolle im Fokus steht. In meiner aktuellen Kampagne muss ich fast schon aufpassen, dass nicht aus den Augen zu verlieren. Dadurch, dass es mangels Dungeoncrawls u.ä. auch nicht so die klassischen Gelegenheiten gibt Schätze abzugreifen, ergbit sich das auch nicht. Eher fahre ich aktuell lieber so, dass die wichtigsten Gegenstände bewusst in die Story eingebettet sind. Im Rahmen der Paladinzermonie hat unser Paladin eine besondere Rüstung des Ordens erhalten, der Waldläufer hat nach langer Suche und Rettung seines Bruders von seiner Mutter den magischen Bogen seines Vaters erhalten und der Magier hat einen sich verändernden Magierstab von seinem Meister erhalten. Ansonsten gibt es eher die üblichen gut geschmiedeten Waffen und Rüstungen vom Schmied. Heilkräuter werden meistens beim Kräuterhändler gekauft wenn Geld da ist, oder falls es logisch ist auch mal vom Questgeber überreicht.

Dieser ganze Part dürfte in Runden, in denen das Rollenspiel noch mehr Übergewicht haben ja nur noch extremer werden. Ich habe das auch nicht so im Blick wie das z.B. bei Critical Role läuft.

Wie ist es bei euch? Wichtiger Bestandteil der Rollenspielerfahrung eurer Runden/eures Charakters? Eher nice to have und unwichtig? Runden sie ein gelungenes Abenteuer für euch ab.

Ein wenig beißt sich die Frage auch. Eher wäre ja die Frage wie wichtig Gegenstände für den Charakter sind. Das muss noch nicht mal in Bezug zu einem Abenteuer stehen fällt mir gerade beim schreiben auf.
Titel: Re: Wie wichtig sind Abenteuerbelohnungen in Form von Gegenständen?
Beitrag von: Holothuroid am 13.05.2026 | 20:31
Also in Cairn ist das ja quasi das Ziel. In Beacon kriegst du halt regelmäßig was. In allen anderen Spielen, die ich regelmäßig spiele, gibt es nicht mal Equipment.
Titel: Re: Wie wichtig sind Abenteuerbelohnungen in Form von Gegenständen?
Beitrag von: HEXer am 13.05.2026 | 20:46
Naja, Equipment muss ja nicht gleichbedeutend mit Gegenständen sein.

Ich persönlich mag Würfeln und den begrenzten chaosfaktor, der dadurch entsteht, brauche aber weder detaillierte, steigerungsfähige Charakterwerte noch Ausrüstung, die regelseitige Auswirkungen auf Werte hat. Geht für mich auch ohne. Aber das Schwert von Künig Kurt ( aka Kurts Schwert) aus den Klauen des bösen Hexenmeisters befreit zu haben, das macht mir schon Spaß.

Titel: Re: Wie wichtig sind Abenteuerbelohnungen in Form von Gegenständen?
Beitrag von: Sphinx am 13.05.2026 | 20:47
Mir sind sie Komplett unwichtig. Es bringt mir persönlich nichts. Weder als etwas das den Charakter besser macht noch als etwas das fluff ist. Ich vergesse Gegenstände auch schnell wieder.

Meine Frau ist da anders. Deren Bardin hat mal von ihrem Gold von einem Berühmten Fidelmacher eine Fidel gekauft. Schweine Teuer, er hat darin noch ein Einhornhaar verwoben das sie von einer Quest bekommen hatten. Sie fand die Fidel obwohl sie keinen besonderen Bonus gab mega, ist dann auch verloren Gegengen als die Gruppe gefangen genommen wurde. Und es war ein völlig anderer Handlungsstrang als geplant die Fidel wiederzubeschaffen.
Titel: Re: Wie wichtig sind Abenteuerbelohnungen in Form von Gegenständen?
Beitrag von: nobody@home am 13.05.2026 | 21:33
Recht egal -- nicht unbedingt komplett, aber ich habe da doch einen recht definitiven und schnell erreichten Sättigungspunkt, ab dem "noch mehr Zeugs" zumindest geistig höchstens noch unter Souvenirs und Trophäen mitläuft. Ein oder zwei ganz persönliche Unikate, die einfach zu ihnen gehören und an denen man sie gegebenenfalls auch leicht erkennt, können viele (nicht mal unbedingt alle, aber doch so einige) Charaktere ja noch recht gut vertragen, aber wirklich mehr braucht's eher selten...vor allem auf Dauer.
Titel: Re: Wie wichtig sind Abenteuerbelohnungen in Form von Gegenständen?
Beitrag von: Femenmeister am 13.05.2026 | 21:42
Als Spieler kann ich mich nur an einen einzigen Gegenstand erinnern, der mir wichtig war und gleichzeitig einen regeltechnischen Vorteil verschafft hat: eine Mithril Kettenweste mit absurdem Rüstungsschutz. Irgendwie ist das Ding meinem Char ans Herz gewachsen, zumal es beinahe schon ein Erkennungszeichen von ihm wurde (Fremde erkannten ihn im Wirtshaus... "Die Weste! Das muss ER sein...!")

Das ist allerdings mehr als zwanzig reale Jahre her...

In meinen SL Runden wiederum ist das sehr unterschiedlich. Meiner rein weiblich besetzte Vaesen Spielerinnen Runde scheint so etwas völlig egal zu sein - fairerweise muss man sagen, dass das System weder eine gigantische Auswahl an entsprechenden Items bietet, noch darauf ausgelegt ist, Encounter maßgeblich mit derartigen Gegenständen zu entscheiden.

Bei meiner D&D Runde hingegen läuft der Hase anders. Zwar verhalten die Chars sich dort fast schon übertrieben tugendhaft ("Gehört uns nicht - lassen wir liegen!"), aber wenn sie wirklich mal einen außergewöhnlichen Gegenstand als Belohnung erhalten, leuchtet da durchaus das ein oder andere Augenpaar.
Titel: Re: Wie wichtig sind Abenteuerbelohnungen in Form von Gegenständen?
Beitrag von: Weltengeist am 13.05.2026 | 21:47
Als Spieler nehme ich sie natürlich (wehren werde ich mich nicht).

Aber als Spielleiter hasse ich sie aus tiefstem Herzen. Weil sie der schnellste Weg zum Powercreep sind, weil sie das Spiel sehr leicht aus der Balance bringen können, und weil Spieler dazu neigen, es persönlich zu nehmen, wenn sie irgendwann mal wieder nicht mehr da sind.
Titel: Re: Wie wichtig sind Abenteuerbelohnungen in Form von Gegenständen?
Beitrag von: Tudor the Traveller am 13.05.2026 | 22:30
Ich mags (bin die eine Stimme bisher für Antwort 1  :) )
Titel: Re: Wie wichtig sind Abenteuerbelohnungen in Form von Gegenständen?
Beitrag von: Feuersänger am 13.05.2026 | 22:34
Früher mal fand ich spezielle Gegenstände ziemlich doof. Da war ich halt generell eher auf dem Low Magic, Low Fantasy Trip, und da passt das eine mit dem anderen nicht so richtig zusammen. Also vielleicht hat ein Held mal _einen_ besonderen Gegenstand oder derer zwei, und selbst dessen Macht sollte sich dann noch in engen Schranken halten.

Dann bin ich halt irgendwann doch auf den Geschmack gekommen. D&D3 bzw AD&D und so. Wobei es da auch eigentlich eher selten war, dass Gegenstände da besonders mit dem Abenteuer verknüpft waren -- gab es natürlich auch (als erstes fällt mir da das Schwert der Täler ein), aber ist eher die Ausnahme. Unterm Strich kommt es darauf an, wie sinnvoll ein Gegenstand für einen Character ist, sonst ist es keine Belohnung oder Goodie sondern eine Plot Device.

Mächtige Gegenstände im Still von 2E und 3E erfüllen halt, ebenso wie erschlossene Zaubergrade und Klassenfähigkeiten, die spielmechanische Funktion des eingebauten Verjüngungseffekts. Wenn über die Level einfach nur die Zahlen größer werden und ansonsten der Gameplay Loop immer der gleiche bleibt, wird es halt (finde ich) irgendwann langweilig. Da ist es dann toll, wenn ein spezieller Gegenstand eben nicht nur die Zahlen größer macht, sondern dem Träger neue Handlungsoptionen verleiht. Das ist dann ein zentrales Element dafür, dass sich das Spiel auf Level 10 ganz anders anfühlt als auf Level 5 und so weiter.

Außerdem ist noch das reine Belohnungsmoment relevant, für manche Spieler mehr, für andere weniger. Für manche Spieler ist die Hatz nach dem Schatz unglaublich wichtig und quasi _das_ zentrale motivierende Element, noch vor Weltrettung oder Superkräften. Kurz, entfernt man solche Gegenstände aus dem Spiel, macht man das Spiel für diese Spieler unattraktiv.

(Das mussten ein Kumpel und ich mal feststellen, als wir mit viel Fleißarbeit eine inhärente Bonusprogression für D&D 3.0 ausgetüftelt hatten. Wir waren sehr happy darüber da wir beide eher Low Magic, Low Item spielen wollten. Speziell eine Mitspielerin ging über diese angedachten Pläne dermaßen auf die Barrikaden, dass wir den ganzen Plan begraben mussten, und wir hatten damit etwas über Motivationen gelernt.)

Auch ist es meiner Erfahrung nach keine gute Idee, Gegenstände als Tradeoff zu basteln, also so nach dem Motto "+3 auf Angriff aber Nachteil auf Willenswürfe" oder umgekehrt, oder wie auch immer. Weil da so gut wie NIE die Balance stimmt. Meistens übertreiben es die Erfinder (SLs / Autoren) gewaltig mit den negativen Eigenschaften und machen diese Items damit ganz und gar unattraktiv, und Spieler ziehen die Konsequenen indem sie diese Items links liegen lassen oder verhökern. (Worüber dann wieder der SL frustriert seinen Unmut im Spieler Würgen Thread kundtut weil er sich soooo Mühe mit dem Item speziell für diesen SC gegeben hat, undankbares Pack...) -- Oder aber die Nachteile sind gut verkraftbar, dann kann man sie aber auch gleich weglassen.

--> Kurz:
- Items, die die Zahlen größer machen, sind schon okay aber sollten halt dann nicht alles sein
- Items, die neue Optionen eröffnen, sind super.

Ich kreuze jetzt mal auch Antwort 1 an, aber mit der Einschränkung, dass ich mich über _nützliche_ Gegenstände freue. Solche die sich eher wie magischer Sondermüll anfühlen, darf der SL sich gerne  behalten.
Titel: Re: Wie wichtig sind Abenteuerbelohnungen in Form von Gegenständen?
Beitrag von: Ainor am 13.05.2026 | 23:24
Also ich sag mal: ganz unwichtig können sie meinen Spielern nicht sein. Zumindest fragen sie dauernd danach.

Aber: solange Missionsziele oder Storyziele erreicht werden sind materielle Belohnungen nicht so wichtig. Aber wenn die Dinge nicht so laufen wie erhofft dann finden die Meisten es glaube ich ganz nett wenn man wenigstens etwas bekommt.
Titel: Re: Wie wichtig sind Abenteuerbelohnungen in Form von Gegenständen?
Beitrag von: gunware am 14.05.2026 | 19:24
Ich habe "kommt darauf an" angekreuzt. Je nach System fällt die Antwort unterschiedlich aus. Und je nach dem, ob man sich die Gegenstände frei besorgen kann oder ob sie nur vergeben werden können, ohne dass die Spieler Einfluss darauf haben, welche sie bekommen.
Titel: Re: Wie wichtig sind Abenteuerbelohnungen in Form von Gegenständen?
Beitrag von: nobody@home am 14.05.2026 | 20:09
Kurzer Nachtrag: Ich muß zugeben, daß meine obige Meinung wahrscheinlich auch dadurch mitbeeinflußt wird, daß ich Ausrüstungsbuchhaltung ohnehin schon weitgehend für eine lästige Optimierungspflichtübung halte, die mir entschieden zu viele Systeme schon gleich anläßlich der Charaktererschaffung kurzerhand ungefragt aufnötigen und mit der sie mich dann im Spiel möglichst weiter triezen wollen. ;) Im Kopf entstehen meine Charakterkonzepte normalerweise noch weitgehend ohne konkretes Ausrüstungspaket, und was mir dabei vielleicht trotzdem schon durch den Kopf geht, können auch schon mal Dinge sein, die von derselben Art von Regelwerk kurzerhand abgestraft werden...da halte ich mich doch lieber an Spiele, in denen ich mich möglichst nicht um verwalterischen Kleinkram kümmern muß und dafür aber meiner Fantasie etwas mehr freien Lauf lassen kann. Und das schlägt dann eben auch auf Themen wie Loot und Belohnungen durch -- gelegentlich und insbesondere passend kann so was immer noch ganz nett sein, aber standardmäßig nutze ich meine Spielzeit und -energie lieber anderweitig.
Titel: Re: Wie wichtig sind Abenteuerbelohnungen in Form von Gegenständen?
Beitrag von: Blizzard am 14.05.2026 | 20:22
Ich sehe das im Prinzip ähnlich wie der Weltengeist:
Als Spieler nehme ich sie natürlich (wehren werde ich mich nicht).

Aber als Spielleiter hasse ich sie aus tiefstem Herzen. Weil sie der schnellste Weg zum Powercreep sind, weil sie das Spiel sehr leicht aus der Balance bringen können, und weil Spieler dazu neigen, es persönlich zu nehmen, wenn sie irgendwann mal wieder nicht mehr da sind.

Ich meine, wenn ich Spieler bin (was nur noch selten der Fall ist), dann freue ich mich über die Power-Axt, die mir +3 auf jeden Angriff gibt. Zumindest in Computer-RPGs, aber da brauche ich das (Equipment) auch, weil sonst das Abenteuer wohl nicht zu schaffen ist. Als SL baue ich solche Dinge eher weniger oder selten ein, denn die meisten bringen einen nicht unwesentlichen, regeltechnischen Vorteil mit sich, der in vielen Fällen leider jegliche Balance vermissen lässt...in mehrfacher Hinsicht.
Von daher brauche ich als SL solche Dinge eigentlich nicht, und wenn es sie in der jeweiligen Spielwelt (offiziell) gibt, dann sind das für mich außergewöhnliche Belohnungen, die dementsprechend selten von mir als Belohnung 'verteilt' werden. Zumal viele Spieler - richtig angemerkt - sich bei einem Verlust (irrelevant, wie der zustande kam) verhalten wie das Baby, dem Mr.Burns gerade den Lolli geklaut hat. ::)

Mit (mag.) Gegenständen habe ich mal vor vielen Jahren (als SL) in einer WHFRP 2nd-Runde hantiert, weil mir die Kämpfe erzählerisch von Spielerseite aus zu monoton waren. Da die Runde noch aus Anfangscharakteren/-karrieren bestand, sollte der Bonus, den diese Gegenstände bringen, noch nicht allzu hoch ausfallen, also z.B. beim KG oder BF ein Bonus von 5% auf den Wurf. Aber eben nur bei entsprechend guten Beschreibungen. Es sollte die Spieler eigentlich dazu motivieren, in Kämpfen abwechslungsreicher und atmosphärischer (kurzum: "besser") zu beschreiben als ein ödes, monotones " Ich greife an" . Naja, im Nachhinein betrachtet wohl eine etwas aberwitzige Idee, deren Ziel leider nicht mal ansatzweise erreicht wurde. Und so habe ich nach kurzer Zeit das ganze wieder entzaubert und zurückgefahren, weil sich an der Erzählweise - und Struktur der (betreffenden) Spieler leider wenig bis gar nichts geändert hat.

Nicht nur deswegen stehe ich (mag.) Gegenständen in Regelwerken skeptisch gegenüber. Bei manchen muss man einfach nur die Beschreibung und die Werte dazu lesen, und da sieht man auf den ersten Blick, dass sich da keiner wirklich ernsthaft Gedanken (ums Balancing) gemacht hat. Und damit werden diese Gegenstände eigentlich ad absurdum geführt, denn eigentlich soll(t)en sie ja einen Vorteil bringen, und Dinge leichter machen. In dem Fall aber erschweren sie das Ganze, weil sie dem SL erstmal jede Menge Arbeit bescheren, weil sie nicht gebalanced sind.
Titel: Re: Wie wichtig sind Abenteuerbelohnungen in Form von Gegenständen?
Beitrag von: gunware am 14.05.2026 | 20:36
und da sieht man auf den ersten Blick, dass sich da keiner wirklich ernsthaft Gedanken (ums Balancing) gemacht hat. Und damit werden diese Gegenstände eigentlich ad absurdum geführt, denn eigentlich soll(t)en sie ja einen Vorteil bringen, und Dinge leichter machen. In dem Fall aber erschweren sie das Ganze, weil sie dem SL erstmal jede Menge Arbeit bescheren, weil sie nicht gebalanced sind.
Als Gegenbeispiel kann man PF2 aufführen, da sind magische Gegenstände als Teil des Balancing direkt mitberücksichtigt und vorgesehen.
Titel: Re: Wie wichtig sind Abenteuerbelohnungen in Form von Gegenständen?
Beitrag von: Zed am 14.05.2026 | 21:17
Als Spieler nehme ich sie natürlich (wehren werde ich mich nicht).

Aber als Spielleiter hasse ich sie aus tiefstem Herzen. Weil sie der schnellste Weg zum Powercreep sind, weil sie das Spiel sehr leicht aus der Balance bringen können, und weil Spieler dazu neigen, es persönlich zu nehmen, wenn sie irgendwann mal wieder nicht mehr da sind.

Da schließe ich mich an.

Und möchte die These ergänzen: Systeme, die magische Gegenstände als Teil des Balancings der Klassen nutzen, sind fundamental schlecht konstruiert.
Titel: Re: Wie wichtig sind Abenteuerbelohnungen in Form von Gegenständen?
Beitrag von: nobody@home am 14.05.2026 | 21:55
Da schließe ich mich an.

Und möchte die These ergänzen: Systeme, die magische Gegenstände als Teil des Balancings der Klassen nutzen, sind fundamental schlecht konstruiert.

Hmmm...bist Du sicher, daß sich das allein auf die magischen Gegenstände beschränkt? ;)
Titel: Re: Wie wichtig sind Abenteuerbelohnungen in Form von Gegenständen?
Beitrag von: schneeland am 14.05.2026 | 22:06
Ich habe "kommt darauf an" angekreuzt. Je nach System fällt die Antwort unterschiedlich aus. Und je nach dem, ob man sich die Gegenstände frei besorgen kann oder ob sie nur vergeben werden können, ohne dass die Spieler Einfluss darauf haben, welche sie bekommen.

Ich habe mal "nice to have" angekreuzt, weil ich mich über nützliche/interessante Gegenstände als Spieler schon tendenziell freue, aber ich würde dem hier schon zustimmen: je nach System sind mechanisch relevante Gegenstände schon mal mehr, mal weniger essentiell.
Titel: Re: Wie wichtig sind Abenteuerbelohnungen in Form von Gegenständen?
Beitrag von: Zed am 14.05.2026 | 22:07
Hmmm...bist Du sicher, daß sich das allein auf die magischen Gegenstände beschränkt? ;)

In DnD-artigen Systemen: Ja.  8)
Titel: Re: Wie wichtig sind Abenteuerbelohnungen in Form von Gegenständen?
Beitrag von: nobody@home am 14.05.2026 | 22:27
In DnD-artigen Systemen: Ja.  8)

Könnte man immer noch drüber streiten, wenn man wollte(*), aber ich kann nachvollziehen, wenn man die "normale" Startausrüstung und eventuelle kleinere Upgrades gegen schnödes Geld schnell ausblendet und als gygaxgeben ansieht, während magischer Loot halt seltener und, ebenfalls dank D&D-Prinzip, generell gleich noch mal mächtiger ist. :)

(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)
Titel: Re: Wie wichtig sind Abenteuerbelohnungen in Form von Gegenständen?
Beitrag von: gunware am 14.05.2026 | 22:56
Systeme, die magische Gegenstände als Teil des Balancings der Klassen nutzen, sind fundamental schlecht konstruiert.
Im Spoiler, weil ich das Thema nicht entführen möchte:
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)
Titel: Re: Wie wichtig sind Abenteuerbelohnungen in Form von Gegenständen?
Beitrag von: Ainor am 15.05.2026 | 01:30
Und möchte die These ergänzen: Systeme, die magische Gegenstände als Teil des Balancings der Klassen nutzen, sind fundamental schlecht konstruiert.

Was wäre denn die Alternative? Klar, wenn Gegenstände keinen nennenswerten Effekt haben dann ist das halt kein Thema.
Titel: Re: Wie wichtig sind Abenteuerbelohnungen in Form von Gegenständen?
Beitrag von: Feuersänger am 15.05.2026 | 02:05
Das ist halt so diese Triangel. Hatte ich vor vielen Jahren schonmal formuliert, als "Magic Item Trilemma". Aus dem Kopf hätte ich es nicht mehr ganz herbekommen, aber die Suchfunktion hat es ausgespuckt. Ich fasse es nochmal kurz zusammen:

Magische Gegenstände können sein:
- Selten
- Mächtig
- Balanced
Pick any two.

Erläuterung:
- sind sie selten und mächtig, werden die Spieler meistens keine haben, und das Spiel muss trotzdem spielbar sein. Haben die Spieler aber dennoch welche, werden sie das Spiel sprengen.
- sind sie selten und balanced, heisst das also das Spiel wird nicht gesprengt, egal ob die Spieler sie haben oder nicht --> das bedeutet aber zwangsläufig, dass sie nicht mächtig sein dürfen. Du hast also ein super seltenes Schwert, das 5% schärfer ist als andere Schwerter --> dolle Wurst
- sind sie mächtig, aber sprengen trotzdem das Spiel nicht, heisst das, dass das Spiel darauf ausgelegt sein muss, dass die Spieler welche haben. Dann können sie aber nicht gleichzeitig selten sein. Kurz, sie sind halt Ausrüstung wie jede andere und somit nichts Besonderes.

* D&D3 ist halt auf die 3. Variante ausgelegt. Sie sind mächtig, aber du musst sie auch haben, und das Spiel erwartet dass du sie (deinem Level entsprechend) hast, und wenn nicht dann funktioniert über kurz oder lang das Spiel nicht mehr.

* D&D5 ist eher Variante 2, wobei das halt sehr auf den Spielstil der Runde ankommt. Du kannst mit Items extrem geizig sein oder du kannst die Spieler mit Items überhäufen, der Unterschied ist gering, weil halt einfach die Gegenstände so weaksauce sind dass es egal ist.

* PF2 hingegen ist (für mich) das Schlechteste aus beiden Welten, da Gegenstände hier mathematisch zwingend erforderlich aber gleichzeitig ultra langweilig sind.

--

Heute würde ich es noch ein bisschen stärker verkürzen zu:
Magische (oder sonstwie spezielle) Gegenstände sind entweder besonders oder balanced. Beides geht nicht. That's it. That's the tweet.

Titel: Re: Wie wichtig sind Abenteuerbelohnungen in Form von Gegenständen?
Beitrag von: Tudor the Traveller am 15.05.2026 | 07:12
Das ist halt so diese Triangel. Hatte ich vor vielen Jahren schonmal formuliert, als "Magic Item Trilemma".

[...]

Heute würde ich es noch ein bisschen stärker verkürzen zu:
Magische (oder sonstwie spezielle) Gegenstände sind entweder besonders oder balanced. Beides geht nicht. That's it. That's the tweet.

Ich denke man kann das auf alle Magie allgemein ausweiten.
Titel: Re: Wie wichtig sind Abenteuerbelohnungen in Form von Gegenständen?
Beitrag von: Zed am 15.05.2026 | 07:58
Ich denke man kann das auf alle Magie allgemein ausweiten.

Ja, die fehlkonstruierte Magie ist dabei das Grundproblem und die magischen Gegenstände sollen dann der Patch sein.

Meine damalige  AD&D 1 Gruppe spielte den „Temple of Elemental Evil“ durch, 5 Leute, davon nur 2 magiekundig, und ich erinnere mich daran, wie heftig sich um die Gegenstände gestritten wurde, denn sie waren für die immobilen, gegen massenhafte Gegner ungerüsteten Klassen  d e r  Gamechanger: Die zwei Superschwerter „Fragararch“ (Leihgabe) und Scather (trafen immer!); Flugschuhe, -teppich und sonstige Flugdinge; der Ring of Shooting Stars (ähnlich „Feuerball für alle“); Unsichtbarkeitsumhang und Schleichstiefel; die „Robe of useful items“; Primärattributsverbesserungsgegenstände (zB Ion-Stein).

Diese Gamechanger-Items trafen natürlich einzeln und nach und nach ein und belasteten die Gruppendynamik schwer: Erst die harte Diskussion, wer das eine Flugitem bekommen sollte, und dann der Frust, dass einer der Kämpfer nun endlich fliegende gegnerische Monster stellen konnte, während die anderen Däumchen drehen oder auf den einzigen Wizard (Flugzauber) hofften mussten.

+2 Schwerter galten schnell als Plunder. Die Hochrüstungsspirale für magische Gegenstände bestimmte die Gemüter, und zum Schluss zogen die SCs für jedes Problem eine Schnelllösung aus ihrem Inventar.

Ruhe wäre erst gekommen, wenn alle SCs dank ihrer Gegenstände das gekonnt hätten, was auch andere Klassen können, denke ich.
Titel: Re: Wie wichtig sind Abenteuerbelohnungen in Form von Gegenständen?
Beitrag von: Nodens Sohn am 15.05.2026 | 08:02
Ich denke, es kommt darauf an, wie High Fantasy das Regelsystem ist.
Wenn man Rollenspiele spielt, wo eh fast jeder mit Magie zu tun hat und in höhreren Stufen zum Halbgott mutiert (so sehe ich das z.B. bei dem derzeitigen D&D), dann sind besondere Gegenstände eigentlich kaum etwas wert.

Wenn die Stufenaufstiege jedoch langsam verlaufen, der Mächtigkeitszuwachs dabei moderat ist, dann können magische Gegenstände Highlights sein. Und wenn sie dann noch eine Geschichte haben und in die Welt eingebunden sind, dann um so besser.

Aber sonst werden besondere Gegenstände banalisiert.

Ich ging jetzt von magischen Gegenständen aus. Nichtmagische Gegenstände als Belohnung haben eher mit innerweltlichem Prestige und Anerkennung zu tun und können für die Charakter- bzw. Kampagnenentwicklung sehr spannend sein.

So jedenfalls meine Meinung.
Titel: Re: Wie wichtig sind Abenteuerbelohnungen in Form von Gegenständen?
Beitrag von: Aedin Madasohn am 15.05.2026 | 08:19
"Magic Item Trilemma"

- Selten
- Mächtig
- Balanced
Pick any two.

 besonders oder balanced

ich würde hier ein "restricted" zur Quadratur in dem Sinne einführen, dass aufgrund der Herkunft (göttlich, karmal, dämonisch, blutmagisch...) zwar mächtig&besondere Gegenstände gibt, die aber definierte Handhabungen (und Benutzungstabus) aufweisen.

ein supermächtiges karmales Artefakt in den Händen des dazugehörigen Paladins, welches in einer Zwischenquest erworben wird und zur Versiegelung des Erzdämons benötigt (als Gefängnis"Lampe" für den OberhauptsupremacyLichKing, davor zerfallen im Licht dieser "Sol Invictus löscht alle Schatten - Lampe" alle Schergenskelette sofort zu Staub) und im Finale verbraucht wird.
Zwischen der Findungsquest und dem Finale hat der Paladin also einen deutlichen Powerzuwachs und opfert dann sein Artefakt in einer Finalen-Szene (um dann einen dollen Titel in seinem Paladin-Orden dafür zu bekommen)

die pösenpösen Kultisten sind mächtig&gefährlich, weil sie mit Blutmagie-aufgeladenen "Todestrahlen"-Artefakten nur noch von hochstufige Helden besiegt werden können.
Kann kombiniert werden mit Belohnungs-Gegenständen aus Vorquesten, in denen die Helden "Konternde Gute TM Artefakte" bekamen (etwa ein "Schutzschild" "im Herz des Waldes" vom "König der Hirsche" etc. pp.) 

hier wäre also ein sich aufbauende Bedrohung durch blutmagische-dämonische-böee-Kultisten Aufbauschritt um Auflevelschritt durch "restricted" mächtige Artefakte in den Händen der Party begegnet

und es gibt viele Spielys, die eine solche Akkumulation an Powarsz als Belohnung sehen, lieben und bei Ausbleiben als Verlust empfinden würden

in Partys. wo diese "Level-up" und "Zahlengrößerwerdenlassen" und "Powarz!!!" eh auf Unverständnis stößt, da würden solche Gegenstände auch keine Belohnung im Spiel darstellen.
Titel: Re: Wie wichtig sind Abenteuerbelohnungen in Form von Gegenständen?
Beitrag von: Ainor am 15.05.2026 | 08:47
Das ist halt so diese Triangel. Hatte ich vor vielen Jahren schonmal formuliert, als "Magic Item Trilemma". Aus dem Kopf hätte ich es nicht mehr ganz herbekommen, aber die Suchfunktion hat es ausgespuckt. Ich fasse es nochmal kurz zusammen:

Magische Gegenstände können sein:
- Selten
- Mächtig
- Balanced
Pick any two.

Jupp, so sieht's aus.

* D&D5 ist eher Variante 2, wobei das halt sehr auf den Spielstil der Runde ankommt. Du kannst mit Items extrem geizig sein oder du kannst die Spieler mit Items überhäufen, der Unterschied ist gering, weil halt einfach die Gegenstände so weaksauce sind dass es egal ist.

5E hat genauso Tabellen wie 3E oder 1E.  Der wesentliche Unterschied ist halt dass man in 3E "immer" zum halben Preis verkaufen kann um sich die Wunchausrüstung zu besorgen, während das in 5E im SL-Ermessen liegt. In 5E findest du im Extremfall eine +3 Armbrust und benutzt weiter das +1 Schwert. In 3E findest du eine +5 Armbrust, verkaufst sie und kaufst ein +3 Schwert davon. Ist eigentlich kein so grosser Unterschied. Und alles was die "Reichweite" der Caster erhöht (Stäbe etc) ist tendentiell stärker weil sie weniger Slots haben und die Sprüche darin besser sind.


Ich denke man kann das auf alle Magie allgemein ausweiten.

Naja, wenn "besonders" bedeutet dass es das Regelsystem sprengt dann ja, aber dann ist das quasi in der Definition enthalten. Aber die meisten Leute würden nicht zustimmen wenn man sagt ein Magier (in Standardsystemen) sei nichts besonderes.

Ja, die fehlkonstruierte Magie ist dabei das Grundproblem und die magischen Gegenstände sollen dann der Patch sein.

Weiso fehlkonstruiert? besonders!

ich würde hier ein "restricted" zur Quadratur in dem Sinne einführen, dass aufgrund der Herkunft (göttlich, karmal, dämonisch, blutmagisch...) zwar mächtig&besondere Gegenstände gibt, die aber definierte Handhabungen (und Benutzungstabus) aufweisen.

Ich glaube für sowas hatten wir hier letztlich den Begriff: "Balancing by world".
Titel: Re: Wie wichtig sind Abenteuerbelohnungen in Form von Gegenständen?
Beitrag von: Namo am 15.05.2026 | 09:13
Als Spieler nehme ich sie natürlich (wehren werde ich mich nicht).

Aber als Spielleiter hasse ich sie aus tiefstem Herzen. Weil sie der schnellste Weg zum Powercreep sind, weil sie das Spiel sehr leicht aus der Balance bringen können, und weil Spieler dazu neigen, es persönlich zu nehmen, wenn sie irgendwann mal wieder nicht mehr da sind.

Das ist wirklich ein ganz wichtiger Punkt. Das spüre ich in meiner Kampagne auch wieder ganz deutlich. Die Powerprogression durch Stufenaufstiege ist abseits der magischen Klassen bei MERS aber auch etwas abgeschwächt bei Rolemaster nicht so wirklich schnell und erreicht dann auch auf ca. Stufe 10 ein Plateau ab dem es nur noch in Kleinstschritten besser wird.

Ein magischer Gegenstand führt da meistens zu einer spürbaren Auswirkung auf die Charakterstärke. Und sobald das nicht nur ein Gegenstand wie "bessere Waffe für mehr Schaden" oder "bessere Rüstung/Schild für bessere Defensive" ist, sondern auch noch etwas echte Magie ins Spiel kommt, dann ist das schon erheblich. Damit bist du als SL auch gleichzeitig im Zugzwang, dass eben alle Charaktere einen Gegenstand erhalten der ihnen hilft, damit es fair bleibt. Also hat die ganze Gruppe einen deutlichen Schwung erlebt. Auch wenn ich damit nüchtern umgehen wollte, habe ich jetzt nach über 2 Jahren Kampagne dennoch die Situation, dass der Paladin quasi nicht weggemoscht werden kann. Der ist defensiv grundsätzlich schon sehr gut aufgestellt und wenn er dazu noch etwas defensiver agiert, kann er quasi nur noch mit Glück getroffen werden. Und selbst dann kommt wenig Schaden wegen der Rüstung bei ihm an. Mit einem Gegenstand habe ich da echt einen Fehler gemacht bei ihm. Aber den wieder wegholen werde ich auf keinen Fall.

Letzten Endes mag ich das als Spieler aber in einem Fantasysetting ja auch. Ich mag mich ja auch irgendwann gegenüber NSC abheben und auch mal nicht ständig auf die Mütze bekommen. Als Spielleiter wird das aber zunehmend eine Herausforderung was zumindest Kämpfe angeht.
Titel: Re: Wie wichtig sind Abenteuerbelohnungen in Form von Gegenständen?
Beitrag von: unicum am 15.05.2026 | 09:40
Characterprogress ist mir schon wichtig,... aber es ist nicht alles.

Deswegen: Ich freu mich schon wenn ich einen tollen Gegenstand bekomme aber eine tolle Geschichte ist mir wichtiger. Sicher ich hab dann auch eine Erinnerung auf dem Characterbogen stehen über ein Abenteuer "Das habe ich damals in den Hügelgräbern gefunden". Vieleicht wird aus einem Gegenstand sogar ein "Signiature Item" aber das ist alles eher ein kann denn ein muss.
Titel: Re: Wie wichtig sind Abenteuerbelohnungen in Form von Gegenständen?
Beitrag von: Blizzard am 15.05.2026 | 10:39
Kurze Ergänzung: Ich habe (tatsächlich) nichts angekreuzt, da ich meine Ansicht durch keine der Optionen wiedergegeben finde.

Dann ist mir Folgendes bei der Diskussion hier aufgefallen, in Bezug auf das Thema "Balancing magischer Gegenstände":

gunware behauptet:
Als Gegenbeispiel kann man PF2 aufführen, da sind magische Gegenstände als Teil des Balancing direkt mitberücksichtigt und vorgesehen.

Feuersänger sagt:
Das ist halt so diese Triangel. Hatte ich vor vielen Jahren schonmal formuliert, als "Magic Item Trilemma". Aus dem Kopf hätte ich es nicht mehr ganz herbekommen, aber die Suchfunktion hat es ausgespuckt. Ich fasse es nochmal kurz zusammen:

Magische Gegenstände können sein:
- Selten
- Mächtig
- Balanced
Pick any two.

...

* PF2 hingegen ist (für mich) das Schlechteste aus beiden Welten, da Gegenstände hier mathematisch zwingend erforderlich aber gleichzeitig ultra langweilig sind.


(Man beachte den letzten Satz; fett hervorgehoben durch mich).

Eigentlich könnte mir das in dem Fall komplett egal sein (PF allgemein (egal ob 1 oder 2) interessiert mich 0,0 - aber das stellt für mich schon einen Widerspruch dar. Und im Hinblick auf das Thema finde ich es dann doch wieder interessant und hätte diesen Widerspruch ganz gerne aufgelöst.

Titel: Re: Wie wichtig sind Abenteuerbelohnungen in Form von Gegenständen?
Beitrag von: nobody@home am 15.05.2026 | 10:46
Das ist halt so diese Triangel. Hatte ich vor vielen Jahren schonmal formuliert, als "Magic Item Trilemma". Aus dem Kopf hätte ich es nicht mehr ganz herbekommen, aber die Suchfunktion hat es ausgespuckt. Ich fasse es nochmal kurz zusammen:

Magische Gegenstände können sein:
- Selten
- Mächtig
- Balanced
Pick any two.

Erläuterung:
- sind sie selten und mächtig, werden die Spieler meistens keine haben, und das Spiel muss trotzdem spielbar sein. Haben die Spieler aber dennoch welche, werden sie das Spiel sprengen.
- sind sie selten und balanced, heisst das also das Spiel wird nicht gesprengt, egal ob die Spieler sie haben oder nicht --> das bedeutet aber zwangsläufig, dass sie nicht mächtig sein dürfen. Du hast also ein super seltenes Schwert, das 5% schärfer ist als andere Schwerter --> dolle Wurst
- sind sie mächtig, aber sprengen trotzdem das Spiel nicht, heisst das, dass das Spiel darauf ausgelegt sein muss, dass die Spieler welche haben. Dann können sie aber nicht gleichzeitig selten sein. Kurz, sie sind halt Ausrüstung wie jede andere und somit nichts Besonderes.

Ich denke, die beiden von mir hervorgehobenen Sätze sind schlicht Fehlschlüsse. Magische Gegenstände können sehr wohl gleichzeitig selten sein und trotzdem ihren Weg in die Hände der Spieler bzw. Spielercharaktere finden -- wir reden hier immerhin über eine Spielform, in der normalerweise eine Person die ausdrückliche Verantwortung hat, Schicksal zu spielen und allen anderen zu sagen, was als nächstes passiert. Da kann eine Gleichung, die exakt diesen Faktor geflissentlich zu ignorieren versucht, naturgemäß nicht aufgehen.
Titel: Re: Wie wichtig sind Abenteuerbelohnungen in Form von Gegenständen?
Beitrag von: Tudor the Traveller am 15.05.2026 | 10:52
Naja, wenn "besonders" bedeutet dass es das Regelsystem sprengt dann ja, aber dann ist das quasi in der Definition enthalten. Aber die meisten Leute würden nicht zustimmen wenn man sagt ein Magier (in Standardsystemen) sei nichts besonderes.

Ist denn ein Magiewirker in D&D-artiger Fantasy etc. besonders? Ich denke nicht.

Kurze Ergänzung: Ich habe (tatsächlich) nichts angekreuzt, da ich meine Ansicht durch keine der Optionen wiedergegeben finde.

Dann ist mir Folgendes bei der Diskussion hier aufgefallen, in Bezug auf das Thema "Balancing magischer Gegenstände":

gunware behauptet:
Feuersänger sagt:
(Man beachte den letzten Satz; fett hervorgehoben durch mich).

Eigentlich könnte mir das in dem Fall komplett egal sein (PF allgemein (egal ob 1 oder 2) interessiert mich 0,0 - aber das stellt für mich schon einen Widerspruch dar. Und im Hinblick auf das Thema finde ich es dann doch wieder interessant und hätte diesen Widerspruch ganz gerne aufgelöst.

Also in PF2 ist das so ähnlich wie in D&D 4: Items sind Teil der Progression. Z B. benötigen Waffen entsprechende "Ausbaustufen" insbesondere für zusätzliche Schadenswürfel.

Bei PF2 geht das so weit, dass Magiewirker gerade beim Damage gewollt nicht mithalten können, um den Damagedealer-Klassen nicht die Show zu stehlen. Das gilt ähnlich auch im Skill-Bereich. Ich habe häufig gelesen, dass die Magiewirker-Klassen dadurch als langweilig empfunden werden, weil die Magie halt wenig Wumms hat.
Titel: Re: Wie wichtig sind Abenteuerbelohnungen in Form von Gegenständen?
Beitrag von: Ainor am 15.05.2026 | 11:09
Eigentlich könnte mir das in dem Fall komplett egal sein (PF allgemein (egal ob 1 oder 2) interessiert mich 0,0 - aber das stellt für mich schon einen Widerspruch dar. Und im Hinblick auf das Thema finde ich es dann doch wieder interessant und hätte diesen Widerspruch ganz gerne aufgelöst.

Es ist kein Widerspruch, denn das Trilemma ("pick any two") sagt nur dass nicht alle 3 gleichzeitig erfüllt seien können. Nicht dass immer 2 erfüllt sein müssen. gunware sagt: ist Balanced. Feuersänger sagt: nicht selten und nicht mächtig. Beides kann wahr sein.

Ich denke, die beiden von mir hervorgehobenen Sätze sind schlicht Fehlschlüsse. Magische Gegenstände können sehr wohl gleichzeitig selten sein und trotzdem ihren Weg in die Hände der Spieler bzw. Spielercharaktere finden -- wir reden hier immerhin über eine Spielform, in der normalerweise eine Person die ausdrückliche Verantwortung hat, Schicksal zu spielen und allen anderen zu sagen, was als nächstes passiert. Da kann eine Gleichung, die exakt diesen Faktor geflissentlich zu ignorieren versucht, naturgemäß nicht aufgehen.

"selten" bedeutet hier eigentlich im wesentlichen dass es nicht vorgegeben ist was man wann findet. Ob man jetzt einen Gegenstand pro Stufe oder einen Gegenstand pro 5 Stufen findet ist egal. Das wesentliche ist dass zwei Gruppen derselben Stufe sehr unterschiedlich ausgerüstet seien können.

Ist denn ein Magiewirker in D&D-artiger Fantasy etc. besonders? Ich denke nicht.

Kann man definieren wie man will. Aber ich finde das Gruppen mit und ohne Wizard sich recht unterschiedlich anfühlen.
Siehe auch Zed's letzten Beitrag.
Titel: Re: Wie wichtig sind Abenteuerbelohnungen in Form von Gegenständen?
Beitrag von: Feuersänger am 15.05.2026 | 12:11
Meinetwegen kann man statt "selten" auch "besonders" sagen.
Wenn magische Gegenstände zwingend zur Charakterprogression dazugehören, sind sie halt nichts Besonderes mehr. Insbesondere wenn auch noch genau festgelegt ist, auf welcher Stufe man Anrecht auf wieviele Plusse hat.

Aber es stimmt schon auch, dass Items oft nur den Ausgleich für mangelnde eigene Fähigkeiten wie etwa Zauber darstellen. Insofern, ob man jetzt den Anspruch hat dass Items etwas Besonderes sein sollen, ist freilich Geschmacksfrage.

Edit: ich muss gerade an Monkey Island denken: "Ich habe den Schatz von Melee Island gefunden!" - "Schön. Kannst das T-Shirt behalten. Wir haben auch jeder eins."
Titel: Re: Wie wichtig sind Abenteuerbelohnungen in Form von Gegenständen?
Beitrag von: nobody@home am 15.05.2026 | 12:47
Letzten Endes, denke ich, sind "Verbesserungen durch Beute/Zufallsfunde/'Belohnungen'" etwas, was ich so gut wie nur aus dem Rollen- und Computerspielbereich kenne, und selbst da betrifft das längst nicht alle Spiele. Entsprechend würde das also vielleicht vom Thema her besser passen, wenn ich am Tisch eine Computerspielfigur verkörpern sollte, die in ihrer Welt naturgemäß fleißig Powerups sammelt... :)

Im Rahmen von Film, Buch, und Fernsehen sieht man das dagegen eher seltener und Protagonisten, die tatsächlich mal ein ganzes Sammelsurium an Spielzeugen ihr eigen nennen, haben normalerweise von vornherein eine eigene Quelle dafür und sind also auf ständiges Herumabenteuern allein zu dem Zweck, noch mehr davon zu kriegen, gar nicht erst angewiesen. In einer Kampagne, die sich mehr an solchen Vorbildern orientiert, stören ständige neue "Geschenke" also sogar eher.

Unabhängig davon sind eventuelle Plotcoupons und Mysterien in Gegenstandsform. Die sind dann weniger etwas, was den Spielern und ihren Charakteren direkt zugute kommen soll, als eben Dinge, die "gelöst" oder zur richtigen Zeit am richtigen Ort eingesetzt werden wollen und damit von vornherein nicht zwangsläufig bei der Gruppe bleiben, und zählen in diesem Sinn auch nicht unbedingt überhaupt als Belohnung.
Titel: Re: Wie wichtig sind Abenteuerbelohnungen in Form von Gegenständen?
Beitrag von: Ainor am 15.05.2026 | 13:13
Letzten Endes, denke ich, sind "Verbesserungen durch Beute/Zufallsfunde/'Belohnungen'" etwas, was ich so gut wie nur aus dem Rollen- und Computerspielbereich kenne, und selbst da betrifft das längst nicht alle Spiele. Entsprechend würde das also vielleicht vom Thema her besser passen, wenn ich am Tisch eine Computerspielfigur verkörpern sollte, die in ihrer Welt naturgemäß fleißig Powerups sammelt... :)

Würde eher sagen die Computerspiele haben das von D&D geerbt.

Im Rahmen von Film, Buch, und Fernsehen sieht man das dagegen eher seltener und Protagonisten, die tatsächlich mal ein ganzes Sammelsurium an Spielzeugen ihr eigen nennen, haben normalerweise von vornherein eine eigene Quelle dafür und sind also auf ständiges Herumabenteuern allein zu dem Zweck, noch mehr davon zu kriegen, gar nicht erst angewiesen. In einer Kampagne, die sich mehr an solchen Vorbildern orientiert, stören ständige neue "Geschenke" also sogar eher.

Also bei HDR "dropt" schon so einiges inerhalb einer recht kurzen Zeit. Das würde in einer längeren Kampagne auch zum Problem...

Aber der Unterschied ergibt sich halt auch daraus dass im  Film, Buch, und Fernsehen der Effekt eines Gegenstandes relativ gross seien muss um überhaupt darstellbar zu sein.
Titel: Re: Wie wichtig sind Abenteuerbelohnungen in Form von Gegenständen?
Beitrag von: nobody@home am 15.05.2026 | 13:39
Aber der Unterschied ergibt sich halt auch daraus dass im  Film, Buch, und Fernsehen der Effekt eines Gegenstandes relativ gross seien muss um überhaupt darstellbar zu sein.

Die gute alte "Rule of Perception", ja. "Was das Publikum nicht wahrnehmen kann, existiert nicht." Die gilt genau genommen auch im Spiel noch direkt weiter...allerdings kann man sich da natürlich zumindest prinzipiell die Spielwerte des Gegenstands auch dann noch anschauen, wenn gar nicht wirklich dabeisteht, woran die Charaktere eigentlich den Unterschied in der Spielwelt konkret merken sollen. Mit anderen Worten, mit dem Medium ändert sich (logischerweise) auch direkt die Wahrnehmung. Das ist denn auch der so gut wie einzige Grund, warum gewisse übliche Verdächtige mit ihrem ganzen "Der Nettoeffekt ist +1 oder +2 auf bestimmte W20-Würfe"-Klimbim überhaupt durchkommen. :)
Titel: Re: Wie wichtig sind Abenteuerbelohnungen in Form von Gegenständen?
Beitrag von: Weltengeist am 15.05.2026 | 13:41
Also bei HDR "dropt" schon so einiges inerhalb einer recht kurzen Zeit. Das würde in einer längeren Kampagne auch zum Problem...

Aber der Unterschied ergibt sich halt auch daraus dass im  Film, Buch, und Fernsehen der Effekt eines Gegenstandes relativ gross seien muss um überhaupt darstellbar zu sein.

Der Unterschied zwischen HDR und einer typischen Rollenspielrunde ist aber auch, dass die Story gescriptet ist und dass Balancing dadurch keine Rolle spielt. Da sitzen halt keine Spieler am Tisch, die sich beschweren, warum sie Merry oder Pippin in einer Runde spielen müssen, in der auch Gandalf oder Aragorn dabei sind (die überdies auch noch alle coolen Gadgets haben). Da beklagt sich niemand über die Spielleiterwillkür, dass eigentlich alle wichtigen Boss-NSCs nicht oder nur mit einer völlig willkürlich vom SpL festgelegten Methode besiegt werden können und das tolle Artefakt gegen den Fürsten der Nazgûl völlig wirkungslos ist. Da meckert auch der Spieler von Aragorn nicht rum, dass sein Zauberschwert über 2/3 der Kampagne nicht benutzbar ist. Da kann einfach entschieden werden, dass die Ringe der Macht von ihren Trägern tatsächlich nicht benutzt werden. Da werden Artefakte besiegter Gegner (Saruman, anyone?) nicht gelootet. Und so weiter.
Titel: Re: Wie wichtig sind Abenteuerbelohnungen in Form von Gegenständen?
Beitrag von: Namo am 15.05.2026 | 14:11
Wir wissen nicht was der Boromir Spieler so erzählt hat  ~;D
Titel: Re: Wie wichtig sind Abenteuerbelohnungen in Form von Gegenständen?
Beitrag von: Kurna am 15.05.2026 | 14:45
Der Unterschied zwischen HDR und einer typischen Rollenspielrunde ist aber auch, dass die Story gescriptet ist und dass Balancing dadurch keine Rolle spielt. Da sitzen halt keine Spieler am Tisch, die sich beschweren, warum sie Merry oder Pippin in einer Runde spielen müssen, in der auch Gandalf oder Aragorn dabei sind (die überdies auch noch alle coolen Gadgets haben). Da beklagt sich niemand über die Spielleiterwillkür, dass eigentlich alle wichtigen Boss-NSCs nicht oder nur mit einer völlig willkürlich vom SpL festgelegten Methode besiegt werden können und das tolle Artefakt gegen den Fürsten der Nazgûl völlig wirkungslos ist. Da meckert auch der Spieler von Aragorn nicht rum, dass sein Zauberschwert über 2/3 der Kampagne nicht benutzbar ist. Da kann einfach entschieden werden, dass die Ringe der Macht von ihren Trägern tatsächlich nicht benutzt werden. Da werden Artefakte besiegter Gegner (Saruman, anyone?) nicht gelootet. Und so weiter.
Pippin hat (zumindest im Film) immerhin versucht, Sarumans Palantir zu looten. Ist aber nicht so der Erfolg gewesen.  ;)
Titel: Re: Wie wichtig sind Abenteuerbelohnungen in Form von Gegenständen?
Beitrag von: Feuersänger am 15.05.2026 | 14:48
Zitat
Letzten Endes, denke ich, sind "Verbesserungen durch Beute/Zufallsfunde/'Belohnungen'" etwas, was ich so gut wie nur aus dem Rollen- und Computerspielbereich kenne, und selbst da betrifft das längst nicht alle Spiele.

Im Gegensatz zu... was?
Andere Medien, Film und Literatur? Klar, da ist sowas eher die Ausnahme. Aber da funktionieren Geschichten sowieso komplett anders als im RPG. Das ist bissl als ob man darauf hinweist, dass Schweinebraten keinen Kakao enthält.

UND: Da WO es in solchen Stoffen Powerups gibt, sind diese meist einzigartig und hauen gewaltig rein: Siegfrieds Schwert, dass einen Amboss durchhauen kann. Siegfrieds Tarnkappe, mit der er sich unsichtbar machen kann, und es gibt _keinen_ Grad 2 Zauber der das aushebelt. Eisenmanns Rüstung, die einen Raketenvolltreffer abperlen lässt. Irgendwie so Zeug halt.
Solche Gegenstände kriegt man ja im RPG eher nicht. Die einen Gegenstände verschieben halt ein bisschen die Wahrscheinlichkeiten zu deinen Gunsten, die anderen erlauben dir einen Zauber zu emulieren, den du selber nicht wirken kannst (aber der trotzdem in der Welt ultra gewöhnlich sein kann).
Titel: Re: Wie wichtig sind Abenteuerbelohnungen in Form von Gegenständen?
Beitrag von: unicum am 15.05.2026 | 14:55
Tja und dann kippt Hagen von Tronje schwermetall in den Rhein,... erste urkundliche erwähnte Umweltverschmutzung in Teudschländ.
Vieleicht ein literarisches Vorbild von Frodo,... der hat schwermetall in einen Vulkan geworfen. (also beidesmal wieder zurück woher es kahm)

Ich bin was ich kann, nicht was ich habe.

Gab es nicht auch ein RPG wo ich ein permanentes Item mit EP bezahlen muss? (z.b. 7the See 1st Ed, war da was?)
Titel: Re: Wie wichtig sind Abenteuerbelohnungen in Form von Gegenständen?
Beitrag von: Namo am 15.05.2026 | 15:13
Wir vergessen bitte auch nicht den Alchimistenspieler der mit seinem Charakter Mac Gyver in jedem Abenteuer einen magischen Gegenstand nach dem anderen hergestellt hat.
Titel: Re: Wie wichtig sind Abenteuerbelohnungen in Form von Gegenständen?
Beitrag von: Ainor am 15.05.2026 | 15:17
Mit anderen Worten, mit dem Medium ändert sich (logischerweise) auch direkt die Wahrnehmung. Das ist denn auch der so gut wie einzige Grund, warum gewisse übliche Verdächtige mit ihrem ganzen "Der Nettoeffekt ist +1 oder +2 auf bestimmte W20-Würfe"-Klimbim überhaupt durchkommen. :)

IRL macht Ausrüstung für den Benutzer grosse Unterschiede, auch wenn das für Aussenstehende nicht immer sichtbar ist. Im Spiel hat man halt die Benutzerperspektive und im Film die Perspektive des Aussenstehenden. Bei "gewissen üblichen Verdächtigen" ist es ja schon so dass man z.B. ein besonders gut geschmiedetes Schwert quasi nicht darstellen kann weil +1 halt schon ein grosser Bonus ist.

Der Unterschied zwischen HDR und einer typischen Rollenspielrunde ist aber auch, dass die Story gescriptet ist und dass Balancing dadurch keine Rolle spielt.

Ja aber auch eine Rollenspielrunde muss nicht balanciert sein. Bei AD&D war es z.B.  nicht unüblich dass SC verschiedene Stufen hatten.
Das wesentliche Problem ist die Wahrnehmbarkeit.

Da werden Artefakte besiegter Gegner (Saruman, anyone?) nicht gelootet. Und so weiter.

Also Artefakte bei denen es begrenzt schlau ist sie zu verwenden sind im Spiel nicht so ungewöhnlich.

Solche Gegenstände kriegt man ja im RPG eher nicht. Die einen Gegenstände verschieben halt ein bisschen die Wahrscheinlichkeiten zu deinen Gunsten, die anderen erlauben dir einen Zauber zu emulieren, den du selber nicht wirken kannst (aber der trotzdem in der Welt ultra gewöhnlich sein kann).

Eigentlich schon, aber der Weg zum +5 Schwert führt über das +1, +2, +3, und +4 Schwert....
Titel: Re: Wie wichtig sind Abenteuerbelohnungen in Form von Gegenständen?
Beitrag von: nobody@home am 15.05.2026 | 15:22
Im Gegensatz zu... was?
Andere Medien, Film und Literatur? Klar, da ist sowas eher die Ausnahme. Aber da funktionieren Geschichten sowieso komplett anders als im RPG. Das ist bissl als ob man darauf hinweist, dass Schweinebraten keinen Kakao enthält.

UND: Da WO es in solchen Stoffen Powerups gibt, sind diese meist einzigartig und hauen gewaltig rein: Siegfrieds Schwert, dass einen Amboss durchhauen kann. Siegfrieds Tarnkappe, mit der er sich unsichtbar machen kann, und es gibt _keinen_ Grad 2 Zauber der das aushebelt. Eisenmanns Rüstung, die einen Raketenvolltreffer abperlen lässt. Irgendwie so Zeug halt.
Solche Gegenstände kriegt man ja im RPG eher nicht. Die einen Gegenstände verschieben halt ein bisschen die Wahrscheinlichkeiten zu deinen Gunsten, die anderen erlauben dir einen Zauber zu emulieren, den du selber nicht wirken kannst (aber der trotzdem in der Welt ultra gewöhnlich sein kann).

Du hast gerade beschrieben, warum "magische Gegenstände" im Rollenspiel oft genug eher eine Enttäuschung als eine Offenbarung sind. ;) Die sind einfach nicht dasselbe und halten einem Vergleich mit dem Original entsprechend schlecht stand.

Das müßte aber meiner unbescheidenen Meinung nach gar nicht zwangsläufig qua "ist halt Rollenspiel, da isso" so sein, auch wenn es sich in gewissen Systemkreisen als Industriestandard festgesetzt haben mag, und entsprechend orientieren sich meine Ansprüche an "ordentliche" Belohnungen auch im Spiel nach wie vor deutlich stärker an den "Originalen". Die dürfen dann auch ruhig entsprechend besonders sein und seltener vorkommen; findet der auserwählte SC-Fantasykämpe halt einmal die ganz eigene einzigartige magische Waffe für den Rest seines Lebens und sammelt im Lauf der Zeit keine ganze Golftasche voll an.
Titel: Re: Wie wichtig sind Abenteuerbelohnungen in Form von Gegenständen?
Beitrag von: AndreJarosch am 15.05.2026 | 15:33
Magische Gegenstände sind cool, wenn man sie besitzt und zum Gelingen eines Abenteuers einsetzen kann, und ich verstehe den Wunsch vieler Spieler danach solche Gegenstände finden oder als Belohnungen eines Abenteuers gewinnen/erobern zu können.

Ich selbst kann dem nicht viel abgewinnen.

Eine dauerhaft magische Rüstung ist klasse, aber den Zauber zu beherrschen jedwede Rüstung (zumindest temporär) magisch zu machen finde ich besser.

Eine dauerhaft magische Waffe ist klasse, aber den Zauber zu beherrschen jedwede Waffe (zumindest die Waffen einer bestimmten Kategorie, wie z.B. Klingenwaffen) temporär magisch zu machen gefällt mir besser.

Ein magisches Essen zu besitzen, was mich nach Verzehr für drei Tage gesättigt hält ist cool, aber ein Zauber der Bewirkt, dass ich einen Tag lang nichts zu Essen und zu trinken brauche finde ich besser.

Ein Heiltrank ist klasse, aber selbst die Fertigkeit Erste Hilfe/Medizin/Heilkunde zu beherrschen finde ich besser.

Meine Charaktere definieren sich dadurch was sie KÖNNEN, nicht darüber was sie BESITZEN.
Titel: Re: Wie wichtig sind Abenteuerbelohnungen in Form von Gegenständen?
Beitrag von: nobody@home am 15.05.2026 | 15:36
Ich bin was ich kann, nicht was ich habe.

Das ist definitiv ein Punkt, der mir bei Diskussionen um Gegenstände im Rollenspiel gerne mal etwas zu kurz kommt. ;)

Zitat
Gab es nicht auch ein RPG wo ich ein permanentes Item mit EP bezahlen muss? (z.b. 7the See 1st Ed, war da was?)

Mehr als eins. Gerade in Punktkaufsystemen findet sich öfter so etwas wie "Auch hinreichend besondere Ausrüstung will mit Punkten bezahlt sein", und auch Fate spielt in manchen Settings gerne mal mit "Wenn du dieses neue Dings behalten willst, zieh dir Erholungsrate ab". Rein intuitiv ergibt das für mich unter dem Aspekt "Ja, natürlich gehören manche Dinge einfach direkt zum Charakter" einen gewissen Sinn, aber an Details der Umsetzung stoße ich mich trotzdem gelegentlich ganz gerne.

Wir vergessen bitte auch nicht den Alchimistenspieler der mit seinem Charakter Mac Gyver in jedem Abenteuer einen magischen Gegenstand nach dem anderen hergestellt hat.

Alchimisten und ähnliche Bastler sind noch mal ein ganz eigenes Thema. Normalerweise bin ich kein Fan davon, so jemanden einfach nebenher ein ganzes Arsenal von Supergegenständen anlegen zu lassen (insbesondere, wenn die dann auch noch permanent sein sollen)...auf der anderen Seite sollen sie die prinzipielle Fähigkeit, mitten im Abenteuer schnell mal spontan einen Trick aus dem Ärmel zu schütteln und "Gut, daß ich das vorbereitet hatte..." zu murmeln, schon behalten. Das geht mMn generell dann besser, wenn die Regeln gar nicht erst versuchen, den Spieler des Charakters mit der ganzen Vorbereitung zu betrauen.
Titel: Re: Wie wichtig sind Abenteuerbelohnungen in Form von Gegenständen?
Beitrag von: Maarzan am 15.05.2026 | 16:18
... Das geht mMn generell dann besser, wenn die Regeln gar nicht erst versuchen, den Spieler des Charakters mit der ganzen Vorbereitung zu betrauen.

Das ist doch der eigentlich Spaß daran - zumindest für mich.
Wobei das "zwischendurch" Zeug ja üblicherweise dann auch nicht so gewaltig ist.
Titel: Re: Wie wichtig sind Abenteuerbelohnungen in Form von Gegenständen?
Beitrag von: Tudor the Traveller am 15.05.2026 | 16:59
Ich bin was ich kann, nicht was ich habe.

Das sah ich früher auch so, aber heute nicht mehr.

Erstens benötigt man für viele Dinge Ausrüstung, und tolles Zeug macht oft erst tolle Ergebnisse möglich. Ein gutes Formel 1 Auto kann entscheidend für den Erfolg eines Fahrers sein.

Zweitens gibt es viele Beispiele, wo Ausrüstung eine Figur mit ausmacht. Ironman ist ohne seinen Anzug zwar ein brillianter Ingenieur, aber nicht Ironman. Oder Han Solo: der ist ohne den Millenium Falcon auch nur ein Typ mit ner Knarre und einem Alien als Kumpel.
Titel: Re: Wie wichtig sind Abenteuerbelohnungen in Form von Gegenständen?
Beitrag von: manbehind am 15.05.2026 | 17:09
Die Antwort hängt ja davon ab, was man spielt:

Meine Charaktere definieren sich dadurch was sie KÖNNEN, nicht darüber was sie BESITZEN.

Wenn die Zauber eines Zauberers in einer Spielwelt an den Besitz bestimmter Artefakte gebunden sind und wenn der Zauberer mit dem Artefakt auch die Zauber verliert, die an dieses Artefakt gebunden sind, dann ist "(zaubern) können" an "besitzen" gebunden und die Trennung zwischen beidem so nicht mehr möglich. Er hat dann zwar das Wissen und das Können, Zauber an das Artefakt zu binden, muss es (oder ein gleichartiges) aber erstmal wiederbeschaffen.

Zugegeben:

Bei den meisten System tritt das so nicht auf :)
Titel: Re: Wie wichtig sind Abenteuerbelohnungen in Form von Gegenständen?
Beitrag von: Weltengeist am 15.05.2026 | 17:14
Pippin hat (zumindest im Film) immerhin versucht, Sarumans Palantir zu looten. Ist aber nicht so der Erfolg gewesen.  ;)

Spielleiterwillkür, der DM will die Artefakte ja gar nicht rausrücken. ;)

Also Artefakte bei denen es begrenzt schlau ist sie zu verwenden sind im Spiel nicht so ungewöhnlich.

Ah, eine Hintertür! "Ihr könnt ganz viele Artefakte kriegen. Sie machen nur alle den Dunklen Herrscher stärker, jedesmal wenn ihr sie benutzt. Aber: nur zu, Jungs und Mädels!" ;D

Ja aber auch eine Rollenspielrunde muss nicht balanciert sein. Bei AD&D war es z.B.  nicht unüblich dass SC verschiedene Stufen hatten.
Das wesentliche Problem ist die Wahrnehmbarkeit.

Als Spieler bin ich da völlig bei dir und habe auch null Problem damit, die Lusche in einer Superheldengruppe zu spielen. Meine nicht ganz geringe Erfahrung mit real existierenden Rollenspielern sagt aber: Diese Einstellung findet sich nicht mehr sonderlich häufig (wenn sie denn wirklich jemals häufig war, was ich bezweifle). Bei mir rebellieren jedenfalls alle Gruppen schon, wenn ich so eine Pfui-Idee wie "individuell unterschiedliche XP" in den Mund nehme - da müssen sogar die SC, die bei der Sitzung nicht dabei waren, die gleichen XP kriegen, weil es ja sonst unfair wird...
Titel: Re: Wie wichtig sind Abenteuerbelohnungen in Form von Gegenständen?
Beitrag von: Tudor the Traveller am 15.05.2026 | 17:15
Bei den meisten System tritt das so nicht auf :)

Naja, zumindest bei D&D ist es ja exakt so. Zumindest haben die meisten Zauber eine Materialkomponente.
Titel: Re: Wie wichtig sind Abenteuerbelohnungen in Form von Gegenständen?
Beitrag von: Ainor am 15.05.2026 | 17:33
Meine Charaktere definieren sich dadurch was sie KÖNNEN, nicht darüber was sie BESITZEN.

Spielmechanisch ist das gar kein so grosser Unterschied. Zu 3E Zeiten gab es ab und zu Versuche statt der ganzen Items irgendwelche Charakterboni zu verwenden. Die wesentliche Unterscheidung ist: sind die Dinge vorgezeichnet, wie etwa die Fähigkeiten die man pro Stufe bekommt, oder sind sie selten/besonders/ungeplant wie zufällige und keineswegs garantierte Schätze.

Ah, eine Hintertür! "Ihr könnt ganz viele Artefakte kriegen. Sie machen nur alle den Dunklen Herrscher stärker, jedesmal wenn ihr sie benutzt. Aber: nur zu, Jungs und Mädels!" ;D

Ich würde Sagen Tolkien hat das Prinzip quasi zu einer Grundlage der Fantasy gemacht. Entschprechend oft sieht man das.

Als Spieler bin ich da völlig bei dir und habe auch null Problem damit, die Lusche in einer Superheldengruppe zu spielen. Meine nicht ganz geringe Erfahrung mit real existierenden Rollenspielern sagt aber: Diese Einstellung findet sich nicht mehr sonderlich häufig (wenn sie denn wirklich jemals häufig war, was ich bezweifle). Bei mir rebellieren jedenfalls alle Gruppen schon, wenn ich so eine Pfui-Idee wie "individuell unterschiedliche XP" in den Mund nehme - da müssen sogar die SC, die bei der Sitzung nicht dabei waren, die gleichen XP kriegen, weil es ja sonst unfair wird...

Klar. Aber bei Items ist es nunmal naheliegend das die nur einer haben kann, und dass die Gruppe sich halt irgendwie einigen muss.

Naja, zumindest bei D&D ist es ja exakt so. Zumindest haben die meisten Zauber eine Materialkomponente.

Nun, die Materialkomponente ist selten der beschränkende Faktor (und wenn dann ist sie eher ein Goldbetrag als etwas was man mit Glück finden muss). Aber in AD&D war es ja so dass Magier die Zauber finden müssen und dann auch noch erfolgreich lernen. Insofern unterschieden sie sich nicht so sehr von Items.
Titel: Re: Wie wichtig sind Abenteuerbelohnungen in Form von Gegenständen?
Beitrag von: Weltengeist am 15.05.2026 | 17:37
Klar. Aber bei Items ist es nunmal naheliegend das die nur einer haben kann, und dass die Gruppe sich halt irgendwie einigen muss.

Deswegen bin ich ja (als SpL) gegen mächtige Items. Wenn Spieler schon anfangen zu weinen, wenn sie 50 XP weniger kriegen als der Nachbar, und wenn selbiger Nachbar dann auch noch einen "Ring of Wishes" bekommt und sie selbst nur einen Rückenkratzer +2, dann ist leicht zu sehen, wo das hinführt... ;D
Titel: Re: Wie wichtig sind Abenteuerbelohnungen in Form von Gegenständen?
Beitrag von: nobody@home am 15.05.2026 | 17:37
Zweitens gibt es viele Beispiele, wo Ausrüstung eine Figur mit ausmacht. Ironman ist ohne seinen Anzug zwar ein brillianter Ingenieur, aber nicht Ironman. Oder Han Solo: der ist ohne den Millenium Falcon auch nur ein Typ mit ner Knarre und einem Alien als Kumpel.

In gewissem Rahmen richtig. Allerdings ist Tony Stark eben auch der Typ, der die Iron-Man-Rüstung überhaupt erst entworfen und gebaut hat, und Han Solo bleibt Han Solo auch dann, wenn Lando Calrissian am Steuer des Falken sitzt, weil Han unten auf diesem komischen Waldmond beschäftigt ist.

Die Kopplung zumindest bestimmter Figuren an ihr ganz persönliches Zeug hat nichtsdestotrotz eine laaange Tradition und findet sich schon in Mythologie und Legende. Gilt so nicht für alle; Robin Hood mag Bogenschütze sein, hängt aber nicht an einem ganz bestimmten Exemplar, Conan nimmt, was er gerade hat, und McGyver ist sowieso primär für seine Improvisation bekannt. Aber Thor ohne seinen Hammer, Elric ohne Sturmbringer, Captain America ohne seinen Schild? Die wären (und waren in der Praxis alle schon wenigstens kurzfristig) möglicherweise immer noch episch, aber eben nicht mehr ganz dieselben.

Was den Punkt "Tolles Zeug macht tolle Ergebnisse möglich" angeht...das mag oft genug in der Realität stimmen, aber in der Fiktion dann wieder nicht. Meistens auf die eine oder andere Art nach dem Prinzip "Jaaah, wenn alle gleich gut im Können wären, dann wären die Leute auf der Habenseite natürlich klar im Vorteil, aber upps, guckt mal, bei uns sind die Underdogs doch mal einfach viel fähiger...!". :)

(Was ja tatsächlich auf den Formel-1-Vergleich in etwa zutrifft. Die Fahrer sind alle schon in ihrer eigenen Eliteklasse und geben und nehmen sich nicht mehr unbedingt viel, also kommt es stärker auf den Wagen an. Aber setz mal einen Führerscheinfrischling in so einen Rennboliden und einen Rennprofi in ein normales Familienauto und schick sie beide auf die Rennstrecke, und dann sag mir, wer den Kurs überhaupt unfallfrei schafft, geschweige denn gewinnt...)
Titel: Re: Wie wichtig sind Abenteuerbelohnungen in Form von Gegenständen?
Beitrag von: manbehind am 15.05.2026 | 18:05
Naja, zumindest bei D&D ist es ja exakt so. Zumindest haben die meisten Zauber eine Materialkomponente.
Genau. Die grundsätzliche Fähigkeit, den Zauber wirken zu können, ist nicht an die Komponente gebunden, sondern weiterhin im Zauberer lokalisiert. Die Materialkomponente ist lediglich eine externe Bedingung, um den Zauber wirken zu können.
Titel: Re: Wie wichtig sind Abenteuerbelohnungen in Form von Gegenständen?
Beitrag von: CAA am 15.05.2026 | 18:28
Kommt aufs gespielte System an?

In M&M ist erbeuteter Kram im wesentlichen Kram der im Hauptquatier in die Vitrine kommt.

Bei D&D ist es vom System vorgesehen - und mit entsprechend wichtig.

Bei DSA fühlt es sich falsch an keine Gegenstände zu finden, andererseits geräht das System schnell aus den Fugen....
Titel: Re: Wie wichtig sind Abenteuerbelohnungen in Form von Gegenständen?
Beitrag von: gunware am 15.05.2026 | 21:48
Eigentlich könnte mir das in dem Fall komplett egal sein (PF allgemein (egal ob 1 oder 2) interessiert mich 0,0 - aber das stellt für mich schon einen Widerspruch dar. Und im Hinblick auf das Thema finde ich es dann doch wieder interessant und hätte diesen Widerspruch ganz gerne aufgelöst.
Ich habe dazu einen Faden aufgemacht: https://www.tanelorn.net/index.php/topic,133024.msg135348126.html#msg135348126

Da sind auch Zitate von Ainor, Feuersänger und Zed dabei. Ich finde, es ist eine Diskussion wert. Mal schauen, ob ich recht behalte.
Titel: Re: Wie wichtig sind Abenteuerbelohnungen in Form von Gegenständen?
Beitrag von: Maarzan am 15.05.2026 | 21:55
Als Spielleiter spiele ich ja auch mit schönem Klimbim. Da muss ich auch davon ausgehen, daß da so einiges auch bei den Spielern von landet. Fair ist fair.
Titel: Re: Wie wichtig sind Abenteuerbelohnungen in Form von Gegenständen?
Beitrag von: Tudor the Traveller am 15.05.2026 | 22:18
Nun, die Materialkomponente ist selten der beschränkende Faktor (und wenn dass ist sie eher ein Goldbetrag als etwas was man mit Glück finden muss).

Naja, nimm einem Magier sein Täschchen weg (oder den Fokus), und er kann ganz viele Dinge nicht mehr tun. Und nur weil man es in der Praxis einfach hält, wachsen die wenigsten Komponenten einfach so auf Bäumen. Gerade die kostspieligen bekommt man nicht einfach in jedem Krämerladen. (Ja ja, der Diamantstaub ist im Fach zwischen dem Lampenöl und den 5 ft Poles zu finden  ;D )
Titel: Re: Wie wichtig sind Abenteuerbelohnungen in Form von Gegenständen?
Beitrag von: Ainor am 15.05.2026 | 22:59
Deswegen bin ich ja (als SpL) gegen mächtige Items. Wenn Spieler schon anfangen zu weinen, wenn sie 50 XP weniger kriegen als der Nachbar, und wenn selbiger Nachbar dann auch noch einen "Ring of Wishes" bekommt und sie selbst nur einen Rückenkratzer +2, dann ist leicht zu sehen, wo das hinführt... ;D

Hab ich bei mir so noch nicht erlebt.  Ich gebe Items eher in kleineren Inkrementen weil ich gerne öfter was verteile.  Aber dass ist sicher ein weiterer Punkt warum es so besser ist. Im Prinzip ist es ja SC vs SC Balancing.

Naja, nimm einem Magier sein Täschchen weg (oder den Fokus), und er kann ganz viele Dinge nicht mehr tun. Und nur weil man es in der Praxis einfach hält, wachsen die wenigsten Komponenten einfach so auf Bäumen. Gerade die kostspieligen bekommt man nicht einfach in jedem Krämerladen. (Ja ja, der Diamantstaub ist im Fach zwischen dem Lampenöl und den 5 ft Poles zu finden  ;D )

Klar, aber nimm einem Schützen die Pfeile weg und der macht auch nicht mehr viel. Aber zumindest seit 3E ist klar dass das man die recht einfach bekommen kann. Entsprechend sind Komponenten was ganz anderes als z.B. Zauberstäbe.