Umfrage

Wie wichtig sind Abenteuerbelohnungen durch Gegenstände (gefunden oder erhalten)

Ich freue mich sehr über jeden Gegenstand - eine schöne Belohnung für das geschaffte Abenteuer
19 (35.2%)
Gegenstände zu bekommen die den Charakter besser machen sind nice to have. Wertet das Abenteuer aber nicht auf oder ab.
11 (20.4%)
Der Charakter definiert sich über sein Wesen und seine Ansichten. Gegenstände sind mir recht egal. Hauptsache das Abenteuer geschafft
13 (24.1%)
Weiß nicht/kommt darauf an.
11 (20.4%)

Stimmen insgesamt: 54

Autor Thema: Wie wichtig sind Abenteuerbelohnungen in Form von Gegenständen?  (Gelesen 2140 mal)

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Offline Weltengeist

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Pippin hat (zumindest im Film) immerhin versucht, Sarumans Palantir zu looten. Ist aber nicht so der Erfolg gewesen.  ;)

Spielleiterwillkür, der DM will die Artefakte ja gar nicht rausrücken. ;)

Also Artefakte bei denen es begrenzt schlau ist sie zu verwenden sind im Spiel nicht so ungewöhnlich.

Ah, eine Hintertür! "Ihr könnt ganz viele Artefakte kriegen. Sie machen nur alle den Dunklen Herrscher stärker, jedesmal wenn ihr sie benutzt. Aber: nur zu, Jungs und Mädels!" ;D

Ja aber auch eine Rollenspielrunde muss nicht balanciert sein. Bei AD&D war es z.B.  nicht unüblich dass SC verschiedene Stufen hatten.
Das wesentliche Problem ist die Wahrnehmbarkeit.

Als Spieler bin ich da völlig bei dir und habe auch null Problem damit, die Lusche in einer Superheldengruppe zu spielen. Meine nicht ganz geringe Erfahrung mit real existierenden Rollenspielern sagt aber: Diese Einstellung findet sich nicht mehr sonderlich häufig (wenn sie denn wirklich jemals häufig war, was ich bezweifle). Bei mir rebellieren jedenfalls alle Gruppen schon, wenn ich so eine Pfui-Idee wie "individuell unterschiedliche XP" in den Mund nehme - da müssen sogar die SC, die bei der Sitzung nicht dabei waren, die gleichen XP kriegen, weil es ja sonst unfair wird...
Aktive Tischrunden (als SpL): Agenten von Nomikos (Eana - Savage Worlds), Eine Erbschaft in Freeport (Freeport - Savage Worlds)
Aktive Onlinerunden (als Spieler): Das Windkammtal (Barsaive - Earthdawn), Die Grauen (Shadow World - Rolemaster), The Price of Arrogance (Théah - 7te See)
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Offline Tudor the Traveller

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Bei den meisten System tritt das so nicht auf :)

Naja, zumindest bei D&D ist es ja exakt so. Zumindest haben die meisten Zauber eine Materialkomponente.
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Offline Ainor

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Meine Charaktere definieren sich dadurch was sie KÖNNEN, nicht darüber was sie BESITZEN.

Spielmechanisch ist das gar kein so grosser Unterschied. Zu 3E Zeiten gab es ab und zu Versuche statt der ganzen Items irgendwelche Charakterboni zu verwenden. Die wesentliche Unterscheidung ist: sind die Dinge vorgezeichnet, wie etwa die Fähigkeiten die man pro Stufe bekommt, oder sind sie selten/besonders/ungeplant wie zufällige und keineswegs garantierte Schätze.

Ah, eine Hintertür! "Ihr könnt ganz viele Artefakte kriegen. Sie machen nur alle den Dunklen Herrscher stärker, jedesmal wenn ihr sie benutzt. Aber: nur zu, Jungs und Mädels!" ;D

Ich würde Sagen Tolkien hat das Prinzip quasi zu einer Grundlage der Fantasy gemacht. Entschprechend oft sieht man das.

Als Spieler bin ich da völlig bei dir und habe auch null Problem damit, die Lusche in einer Superheldengruppe zu spielen. Meine nicht ganz geringe Erfahrung mit real existierenden Rollenspielern sagt aber: Diese Einstellung findet sich nicht mehr sonderlich häufig (wenn sie denn wirklich jemals häufig war, was ich bezweifle). Bei mir rebellieren jedenfalls alle Gruppen schon, wenn ich so eine Pfui-Idee wie "individuell unterschiedliche XP" in den Mund nehme - da müssen sogar die SC, die bei der Sitzung nicht dabei waren, die gleichen XP kriegen, weil es ja sonst unfair wird...

Klar. Aber bei Items ist es nunmal naheliegend das die nur einer haben kann, und dass die Gruppe sich halt irgendwie einigen muss.

Naja, zumindest bei D&D ist es ja exakt so. Zumindest haben die meisten Zauber eine Materialkomponente.

Nun, die Materialkomponente ist selten der beschränkende Faktor (und wenn dann ist sie eher ein Goldbetrag als etwas was man mit Glück finden muss). Aber in AD&D war es ja so dass Magier die Zauber finden müssen und dann auch noch erfolgreich lernen. Insofern unterschieden sie sich nicht so sehr von Items.
« Letzte Änderung: 15.05.2026 | 22:58 von Ainor »
Es wird zu viel darüber geredet wie gewürfelt werden soll, und zu wenig darüber wie oft.
Im Rollenspiel ist auch hinreichend fortschrittliche Technologie von Magie zu unterscheiden.
Meine 5E Birthright Kampagne: https://www.tanelorn.net/index.php/topic,122998.0.html

Offline Weltengeist

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Klar. Aber bei Items ist es nunmal naheliegend das die nur einer haben kann, und dass die Gruppe sich halt irgendwie einigen muss.

Deswegen bin ich ja (als SpL) gegen mächtige Items. Wenn Spieler schon anfangen zu weinen, wenn sie 50 XP weniger kriegen als der Nachbar, und wenn selbiger Nachbar dann auch noch einen "Ring of Wishes" bekommt und sie selbst nur einen Rückenkratzer +2, dann ist leicht zu sehen, wo das hinführt... ;D
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Online nobody@home

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Zweitens gibt es viele Beispiele, wo Ausrüstung eine Figur mit ausmacht. Ironman ist ohne seinen Anzug zwar ein brillianter Ingenieur, aber nicht Ironman. Oder Han Solo: der ist ohne den Millenium Falcon auch nur ein Typ mit ner Knarre und einem Alien als Kumpel.

In gewissem Rahmen richtig. Allerdings ist Tony Stark eben auch der Typ, der die Iron-Man-Rüstung überhaupt erst entworfen und gebaut hat, und Han Solo bleibt Han Solo auch dann, wenn Lando Calrissian am Steuer des Falken sitzt, weil Han unten auf diesem komischen Waldmond beschäftigt ist.

Die Kopplung zumindest bestimmter Figuren an ihr ganz persönliches Zeug hat nichtsdestotrotz eine laaange Tradition und findet sich schon in Mythologie und Legende. Gilt so nicht für alle; Robin Hood mag Bogenschütze sein, hängt aber nicht an einem ganz bestimmten Exemplar, Conan nimmt, was er gerade hat, und McGyver ist sowieso primär für seine Improvisation bekannt. Aber Thor ohne seinen Hammer, Elric ohne Sturmbringer, Captain America ohne seinen Schild? Die wären (und waren in der Praxis alle schon wenigstens kurzfristig) möglicherweise immer noch episch, aber eben nicht mehr ganz dieselben.

Was den Punkt "Tolles Zeug macht tolle Ergebnisse möglich" angeht...das mag oft genug in der Realität stimmen, aber in der Fiktion dann wieder nicht. Meistens auf die eine oder andere Art nach dem Prinzip "Jaaah, wenn alle gleich gut im Können wären, dann wären die Leute auf der Habenseite natürlich klar im Vorteil, aber upps, guckt mal, bei uns sind die Underdogs doch mal einfach viel fähiger...!". :)

(Was ja tatsächlich auf den Formel-1-Vergleich in etwa zutrifft. Die Fahrer sind alle schon in ihrer eigenen Eliteklasse und geben und nehmen sich nicht mehr unbedingt viel, also kommt es stärker auf den Wagen an. Aber setz mal einen Führerscheinfrischling in so einen Rennboliden und einen Rennprofi in ein normales Familienauto und schick sie beide auf die Rennstrecke, und dann sag mir, wer den Kurs überhaupt unfallfrei schafft, geschweige denn gewinnt...)

Offline manbehind

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Naja, zumindest bei D&D ist es ja exakt so. Zumindest haben die meisten Zauber eine Materialkomponente.
Genau. Die grundsätzliche Fähigkeit, den Zauber wirken zu können, ist nicht an die Komponente gebunden, sondern weiterhin im Zauberer lokalisiert. Die Materialkomponente ist lediglich eine externe Bedingung, um den Zauber wirken zu können.

Offline CAA

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Kommt aufs gespielte System an?

In M&M ist erbeuteter Kram im wesentlichen Kram der im Hauptquatier in die Vitrine kommt.

Bei D&D ist es vom System vorgesehen - und mit entsprechend wichtig.

Bei DSA fühlt es sich falsch an keine Gegenstände zu finden, andererseits geräht das System schnell aus den Fugen....
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Offline gunware

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Eigentlich könnte mir das in dem Fall komplett egal sein (PF allgemein (egal ob 1 oder 2) interessiert mich 0,0 - aber das stellt für mich schon einen Widerspruch dar. Und im Hinblick auf das Thema finde ich es dann doch wieder interessant und hätte diesen Widerspruch ganz gerne aufgelöst.
Ich habe dazu einen Faden aufgemacht: https://www.tanelorn.net/index.php/topic,133024.msg135348126.html#msg135348126

Da sind auch Zitate von Ainor, Feuersänger und Zed dabei. Ich finde, es ist eine Diskussion wert. Mal schauen, ob ich recht behalte.
Ich bin der letzte Schrei der Evolution, als sie mich erschaffen hatte, schrie sie: "Oh Gott, was habe ich denn gemacht?!"

Online Maarzan

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Als Spielleiter spiele ich ja auch mit schönem Klimbim. Da muss ich auch davon ausgehen, daß da so einiges auch bei den Spielern von landet. Fair ist fair.
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Offline Tudor the Traveller

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Nun, die Materialkomponente ist selten der beschränkende Faktor (und wenn dass ist sie eher ein Goldbetrag als etwas was man mit Glück finden muss).

Naja, nimm einem Magier sein Täschchen weg (oder den Fokus), und er kann ganz viele Dinge nicht mehr tun. Und nur weil man es in der Praxis einfach hält, wachsen die wenigsten Komponenten einfach so auf Bäumen. Gerade die kostspieligen bekommt man nicht einfach in jedem Krämerladen. (Ja ja, der Diamantstaub ist im Fach zwischen dem Lampenöl und den 5 ft Poles zu finden  ;D )
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Offline Ainor

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Deswegen bin ich ja (als SpL) gegen mächtige Items. Wenn Spieler schon anfangen zu weinen, wenn sie 50 XP weniger kriegen als der Nachbar, und wenn selbiger Nachbar dann auch noch einen "Ring of Wishes" bekommt und sie selbst nur einen Rückenkratzer +2, dann ist leicht zu sehen, wo das hinführt... ;D

Hab ich bei mir so noch nicht erlebt.  Ich gebe Items eher in kleineren Inkrementen weil ich gerne öfter was verteile.  Aber dass ist sicher ein weiterer Punkt warum es so besser ist. Im Prinzip ist es ja SC vs SC Balancing.

Naja, nimm einem Magier sein Täschchen weg (oder den Fokus), und er kann ganz viele Dinge nicht mehr tun. Und nur weil man es in der Praxis einfach hält, wachsen die wenigsten Komponenten einfach so auf Bäumen. Gerade die kostspieligen bekommt man nicht einfach in jedem Krämerladen. (Ja ja, der Diamantstaub ist im Fach zwischen dem Lampenöl und den 5 ft Poles zu finden  ;D )

Klar, aber nimm einem Schützen die Pfeile weg und der macht auch nicht mehr viel. Aber zumindest seit 3E ist klar dass das man die recht einfach bekommen kann. Entsprechend sind Komponenten was ganz anderes als z.B. Zauberstäbe.
Es wird zu viel darüber geredet wie gewürfelt werden soll, und zu wenig darüber wie oft.
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