Sehe ich komplett anders.
Du schreibst ja oft davon, dass Attribute, Fertigkeiten und Dingsies nichts zu bedeuten haben. Das ist Dein Stil, aber mitnichten der Standard.
Es ist tatsächlich so wie die Farbe an einem Auto. Das erste was Konsumenten auffällt - siehe auch: Ohne die sechs Attribute sei D&D kein D&D mehr. -, aber ziemlich irrelevant, wenn man sich anschaut wie Rollenspiel tatsächlich funktioniert.
Und das führt dann letztendlich zu Herumdoktern an der falschen Stelle. Also wir überlegen dann z.B.: "Huh, ich habe hier diese X Werte. Die müssten ja mal irgendwie vorkommen, damit es sich auch lohnt darein zu investieren." Statt zu überlegen: "Warum habe ich diese Werte überhaupt?" Klang hier ein paar mal an.
Man fragt sich: "Kann/darf/soll ich einen Charakter mit Wert X darstellen?" statt zu überlegen: "Welchen Charakter möchte darstellen? Wie mache ich das am besten?" Hat direkt wieder ganze Threads gespawnt.
Man fragt sich: "Wie viel x-er ist Charakter A als Charakter B, wenn der Wert X drei Punkte höher ist?" statt zu fragen: "Was macht Charakter A spannend? Was macht Charakter B interessant?"
Also für das, was du als Nutzen anführst, sind Attribute noch nicht mal die beste Lösung. Wenn du kompakt sagen willst, wer oder was ein Charakter ist, gibts Charakterklassen und frei definierbare Traits. Niemand anders merkt sich die Liste deiner Attribute, alllenfalls einen besonders hohen oder niedrigen Ausreißer. Niemandem ist unmittelbar verständlich, was Attributswert X bedeutet.
Wenn du sagst, solche Einsicht sei Stil, bin ich fein sehr damit.