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Autor Thema: [Eclipse Phase Szenario]....Trouble auf Darwin 4  (Gelesen 1799 mal)

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Offline Waldviech

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Ein Expeditions-Szenario für Eclipse-Phase  :):

62 Jahre ist es her, daß das vollautomatische Forschungsschiff "Von Braun" sich mit 20% der Lichtgeschwindigkeit zum fernen Planeten Darwin 4 aufmachte. Soweit damals bekannt war, bot der Planet Darwin 4 hervorragende Vorraussetzungen für ein komplexes außerirdisches Ökosystem - daher wurde die Von Braun mit den damals modernsten KIs und Drohnen ausgerüstet und führte alles mit sich, was man für die Erforschung eines fremden Planeten braucht. Die Reisezeit in das 6 1/2 Lichtjahre entfernte Darwin-System dauerte knappe 42 Jahre....die Wissenschaftler auf der Erde berechneten, wann das Raumschiff angekommen sein müsste und warteten sechseinhalb Jahre auf eine Antwort - doch nichts tat sich ! Die Expedition schien gescheitert zu sein. Das Darwin-System sollte seine Geheimnisse einstweilen für sich behalten.
Vor zwei Monaten jedoch öffnete die Gatecrusher-Company ein neues Pandoran-Gate in ein bislang unbekanntes Sonnensystem. Die Verwunderung war groß, als man von der anderen Seite Funksignale empfing, die eindeutig von irdischen Maschinen stammen mussten ! Das neue Gate führte nach Darwin 4 und die Funksignale waren die zwischen dem Von-Braun-Orbiter und den Sonden auf Darwin 4. Warum hatten die KIs an Bord des Orbiters nie die Erde kontaktiert ? Hatte es einen Defekt gegeben ? Hatten die KIs gegen ihre ursprünglichen Befehle verstoßen ? Was haben die Drohnen knappe 20 Jahre lang auf diesem fremden Planeten gemacht ?
Die Gate-Crusher-Company stellt nun ein Team aus verschiedenen Transhumans zusammen, um dem Geheimnis auf den Grund zu gehen. In einer bizarren Umwelt sollen die SCs und ihre Begleiter nicht nur das fremde Ökosystem erforschen, sondern auch die noch immer auf dem Planeten agierenden Drohnen der Von-Braun-Sonde lokalisieren.

Was ist passiert ? Wollen die KIs der VonBraun die einheimische intelligente Rasse der Eosapiens vor der Menschheit schützen ? Ist die VonBraun beschädigt ? Haben die Faktoren oder gar die Titans ihre Greiforgane im Spiel ? Steckt etwas ganz anderes hinter der "gescheiterten" VonBraun-Mission ?

Die ganze Idee basiert auf der Discovery-Channel-Mockumentary "Alien Planet" die ihrerseits auf Wayne Barlowes Buch "Expedition" basiert. Ich gehe hier allerdings vom DC-Film aus, da die dort präsentierte Drohnentechnik IMHO besser zu Eclipse-Phase passt. (Das Ökosystem und der Planet sind in beiden Fassungen identisch - nur die Rahmenhandlung mit der Expedition ist etwas anders)

Hier findet man eine schicke Seite von Discovery-Channel:

http://dsc.discovery.com/convergence/alienplanet/expedition/game/AP_landing.html

Und hier den Wiki-Eintrag zu Darwin 4:
http://en.wikipedia.org/wiki/Darwin_IV

Und hier ein paar hübsche Bilder:

Ein Eosapien


Der "Daggerwrist" - eines der gefährlichen Raubtiere von Darwin 4


Tod von Oben

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Offline Waldviech

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Re: [Eclipse Phase Szenario]....Trouble auf Darwin 4
« Antwort #1 am: 9.02.2010 | 10:49 »
Im Fundus Ludi ist das Szenario um Darwin 4 noch etwas weiter gewachsen ! Die Ergebnisse würd´ ich gern hier posten....aber vorsicht - ist mittlerweile etwas mehr Text  ;D

Etwas einleitendes Vorgeplänkel...

Darwin 4 ist etwas kleiner als die Erde und hat etwa 0.6 G Schwerkraft. Die Atmosphäre ist doppelt so dicht wie die auf der Erde, was große fliegende Lebewesen stark begünstigt. Das Darwinsystem ist ein Binärsystem und Darwin 4 kreist um die Primärsonne Darwin A. Trotz zwei Sonnen ist das Tageslicht auf dem Planeten nicht so hell wie auf der Erde, da Darwin 4 weiter von seiner (strahlungsintensiveren) Sonne entfernt ist. Vor Millionen von Jahren war Darwin 4 einmal von gewaltigen Ozeanen bedeckt, doch von denen ist nur noch die sog. "Amoebic Sea" übrig, eine gelatinöse Masse mit einem recht ungesunden Eigenleben. Der Löwenanteil des Wassers ist entweder in der Atmosphäre oder an den Polkappen gebunden, ansonsten gibt es nur kleine Teiche und Flüsschen. Um diese drängen sich die Reste der einst weitläufigen Urwälder Darwins. Kaum eine Lebensform auf Darwin 4 hat Sinnesorgane entwickelt, die für Menschen sichtbares Licht wahrnehmen. Sinneswahrnehmung läuft meist entweder im Infrarotbereich über Termosensoren und/oder biologisches Sonar. Zwar verfügen viele Lebewesen über eine Biolumineszenz, aber die Lebewesen nehmen davon hauptsächlich die Infrarotstrahlung wahr. Ebenso haben viele Lebewesen von Darwin 4 keine Kiefer, sondern speerartige Saugrüssel, mit denen sie, wie irdische Spinnen, Verdauungssäfte injezieren um danach die verflüssigte Biomasse aufzusaugen. Hier gibt´s eine Galerie von darwinischen Lebensformen mit Erklärung:

http://www.waynebarlowe.com/expedition_pages/index_expedition.htm 

Für Menschen ist die Atmosphäre auf Darwin 4 natürlich ziemlich ungesund, so daß vermutlich nur andere Morphs dorthin geschickt werden - vorzugsweise keine biologischen, da unbekannt ist, wie biologische Morphs auf Mikroorganismen von Darwin 4 reagieren. Vermutlich werden die Egos der SCs in Androidenkörper oder Ähnliches transferiert werden, um auf Darwin 4 agieren zu können. Das Pandoran Gate auf Darwin 4 steht in einer Schlucht in den weiten Ebenen des Planeten - allerdings über 1500 Kilometer vom vermuteten Landepunkt der ersten Drohne entfernt.

Unumgänglich ist, daß sich die SCs mit dem bizarren und tödlichen Wildlife auf Darwin 4 herumschlagen müssen, was auch diverse Forschungsarbeit beinhaltet. Immerhin erkunden sie eine Umgebung, die nie ein Mensch zuvor betreten hat. Neben T-Rex-ähnlichen Arrowtongues und ähnlichen Nettigkeiten ist das brutale Klima auf Darwin 4 auch noch ein Problem für sich....und die einheimische, etwa auf dem Niveau des Homo Erectus befindliche intelligente Rasse, die Eosapiens, ist auch nicht gerade von der freundlichen Sorte, zumal eine Kommunikation mit diesen Aliens sehr sehr schwer wird, (wir sind ja nicht bei Star-Trek).

Die echte Gefahr auf Darwin 4 ist eine ganz andere als das Alien-Ökosystem:
Was weder die SCs noch die Gate-Crusher-Company zum Startzeitpunkt der Expedition ahnen, ist das die VonBraun von dem Konzern, der sie vor 70 Jahren zu konstruieren anfing niemals nur als Sonde geplant war - die Von-Braun ist nichts anderes als eine mit KIs "beseelte" Neumannmaschine. Am Südpol des Planeten haben die Drohnen der VonBraun in einem Umkreis von 1000 km alles höhere Leben ausgelöscht und dort Industrieanlagen konstruiert - im Orbit von Darwin 4 kreisen mittlerweile 5 Repliken der originalen VonBraun, die jedoch noch nicht vollständig funktionsfähig sind. Sobald sie vollendet sind, werden sie in neue Sternensysteme aufbrechen. Das allein wäre aus Sicht der Transhumanity noch nicht problematisch - aber die KIs der VonBraun akzeptieren nur Autorisations-Codes ihres eigenen Konzerns und klassifizieren andere Raumexpeditionen als potentielle Bedrohung. Als die TITAN durch das Darwin-System kamen, kam es auch zum Kontakt zu den KIs der VonBraun. Die KIs erfuhren vom Fall und sahen es als sinnlos an, wie geplant via Laser-Transmission Kontakt zur Erde aufzunehmen. Möglicherweise wurden sie dabei auch mit dem Exurgent-Virus infiziert. Der Forschungsauftrag wurde in der Priorität zurückgestuft und der Reproduktionsprozess eingeleitet.....

Die Hauptmission der SC könnte also darin bestehen, die Von-Braun-KIs entweder auszuschalten oder sie auf diplomatischem Wege davon zu überzeugen, mit der Gate-Crusher-Company zusammenzuarbeiten. Beides wird mit Sicherheit nicht einfach (zumal im Falle einer Infektion durch die TITANs praktisch nur die Vernichtung als Option bleibt). Hier kann man natürlich auch wieder schön aus dem transhumanistischen Vollen schöpfen....z.b. könnten die SCs ersuchen, ihre Egos statt der KIs in die Anlagen auf Darwin 4 einzubauen und die Industrieanlagen so zu okkupieren. Vielleicht haben die KIs als kleines Nebenprojekt auch außerirdische Biomorphe erschaffen, die auf lange Sicht die alten Drohnen ersetzen....

Kapitel 1 - die Entdeckung einer Neuen Welt

Die Vorgeschichte ist ja soweit bekannt - bei einem Routine-Check des Pandora-Gates entdeckt der Wissenschaftler Dr. Tessler von der Gatekeeper-Corp Zielkoordinaten für ein bislang unbekanntes Sonnensystem. Schon bei einer ersten Standardüberprüfung (sofern man bei Gatecrushing von "Standard" reden kann) werden die mysteriösen Funksignale entdeckt. Die Öffnung des Wurmlochs ist groß genug, um ein omnibus-großes Fahrzeug durchzulassen und als die SCs sich der Expedition anschließen, ist schon einiges an Material auf Darwin 4.

Dafür, die SCs aus einer laufenden Kampagne in die Expedition einzugliedern, gibt es mehrere Möglichkeiten:

- arbeiten die SCs für Firewall, werden sie von der Organisation eingeschleust. Firewall vermutet bereits, daß es sich bei der Von-Braun um eine Neumannmaschine handelt und fürchtet, durch den Einfluss der TITAN könnte sich die Von-Braun zu einer "Berserker-Sonde" (siehe Wiki-Artikel oben) entwickelt haben. Irgend jemand muss das überprüfen...Firewall stattet die SCs dazu mit entsprechenden Skill-Programmen aus und schleust sie als Xenobiologen in das Team ein.

- arbeiten die SCs für eine der Hypercorps, so ist der Arbeitgeber ebenfalls an der Expedition interessiert und unterstützt diese.

- abenteuerlustige SCs könnten auch einfach in der Lotterie der Gatekeeper-Corp einen Platz im Expeditionsteam gewonnen haben.

Im Saturnsystem angekommen, werden die SCs zusammen mit den anderen Expeditionsteilnehmern nahezu umgehend resleeved und in synthetische Körper transferiert - ihre eigentlichen Morphs werden in Stasiskammern aufbewahrt und den SCs zurückgegeben, wenn diese von Darwin4 zurückkommen. Zur Verfügung stehen neben einer ganzen Reihe verschiedener Androiden auch acht Reaper (reserviert für Egos mit besonders guten Kampfskills) und diverse Dragonflies und ein Swarmaroid. Sollten die SCs bereits in geeigneten robotischen Körpern stecken, werden sie natürlich nicht resleeved. Danach erfolgt das Briefing, bei dem die 30 Expeditionsteilnehmer vom Expeditionsteilnehmer Dr. Tessler auf den aktuellen Forschungsstand über Darwin4 gebracht werden - er erwähnt zahlreiche Lebensformen und die Umweltbedingungen des Planeten. Die Funksignale der Von-Braun-Sonde erwähnt er hingegen nicht.

Der Transfer erfolgt mit einem der Wurmloch-Transportfahrzeuge und die SCs bekommen vom eigentlichen Flug durch das Wurmloch kaum etwas mit. Selbst auf das Pandoran Gate ist ihnen nur ein kurzer Blick vergönnt. Als sie ankommen, ist es auf Darwin4 gerade Nacht und fluoreszierende außerirdische Algen heißen die Astronauten willkommen.
Wie das Gate auf der anderen Seite auch liegt das Basiscamp der Expedition in einer trockenen Schlucht, in der wohl früher einmal Wasser geflossen ist - das ist, zumindest laut den Geologen der Truppe, aber schon mehrere tausend Jahre her. Die Offroad-Fahrzeuge, mit denen die SCs längere Streifzüge durch die Wildnis von Darwin4 machen können, kommen erst mit einer der nächsten Lieferungen, so daß sich die SCs während der ersten Stunden auf ihre eigenen Beine/Ketten/Turbinen verlassen müssen.
Die kleine Basis auf der anderen Seite besteht aus einigen vorgefertigten Containern mit Unterkünften und Laboratorien. Bedarf für Luftschleusen u.ä. besteht natürlich nicht. 20 Kilometer vom Basiscamp entfernt liegt die Amoebic Sea.

Diese erste Phase des Abenteuers dient dazu, daß sich die SC erstmal in der fremden Umgebung "aklimatisieren" können und die Gefahren gehen hauptsächlich von der Natur des Planeten aus:

- Ein Charakter im Dragonfly-Morph, der zu dicht über der Amoebic Sea schwebt, könnte von den Pseudopodien der gigantischen "Qualle" erfasst und in den Schleim gezogen werden. Zwar können ihn die Mikroorganismen nicht verdauen, aber irgendwie muss man ihn wieder aus dem dicken Gelee befreien.

- Einer der NSC ist ein "LOtteriegewinner" und leider ein ziemlicher Blindgänger. Er will unbedingt eine "Alienbestie" schießen und sorgt dabei für eine Unnth-Stampede, die auf das Basiscamp zuhält....rhinozeros-große Alienviecher, die auf die Container fallen, sind sicherlich nicht sonderlich erquicklich - die SCs müssen sich was einfallen lassen, um die Lage zu retten.

- Ein Expeditionsteilnehmer wird leblos in der Nähe seltsamer roter Pilzgewächse gefunden. Irgendwas muss ihn unter Strom gesetzt haben. Was ist passiert ?

- Die Expeditionsfahrzeuge scheinen irgendwie lecker auszusehen und werden wiederholt von Arrowtongues und Skewern attakiert...wie wird man die Viecher los ?

Zu diesem Zeitpunkt ahnen die SC noch nicht, daß sich ein baldiger Verräter und Saboteur in den Reihen der Expeditionsteilnehmer verbirgt..

Kapitel 2 - Erstkontakt !

Einige Tage gehen in´s Land und die Erforschung des Planeten geht munter vorran, als sich eines der Expeditionsfahrzeuge auf dem Weg in die Berge nicht mehr meldet. Fünf Wissenschaftler waren an Bord. Natürlich werden die SCs mit zum Suchteam eingeteilt ! Dank eines Peilsenders ist das Fahrzeug schnell gefunden, doch der Anblick, der sich den SC und ihren Begleitern bietet, ist überaus seltsam. Um das Fahrzeug herum sind schwere, meterlange Steinsplitter in den Boden gerammt, das Dach des Fahrzeugs ist mit roher Gewalt aufgerissen - von den Insassen fehlt jede Spur, atmosphärische Störungen erschweren das weitere Orten der Vermissten. Eine der steinernen Lanzen hat den Motorblock durchschlagen. Nähere Untersuchungen ergeben, daß die Steinlanzen aus großer Höhe auf das Fahrzeug herabgeworfen worden sind. Doch von was ?!

Die SCs wissen natürlich noch nicht, daß dies das Werk von Eosapiens ist, der einheimischen intelligenten Rasse. Diese Wesen auf Steinzeitniveau bewegen sich schwebend fort und jagen, indem sie steinerne "Flechettes" auf ihre Beutetiere herabwerfen. Genau das ist hier passiert. Die Eosapiens beobachten die trans-menschlichen Besucher schon längere Zeit, sind aber dabei a) kaum bemerkt worden und wurden b) wenn sie denn gesehen wurden, nicht als vernunftbegabte Wesen erkannt. Die Eosapiens haben zwar keine rechte Vorstellung von "Technik", da ihre eigenen Werkzeuge nur knapp über Faustkeile hinausgehen, aber sie haben begriffen, daß die eigentlichen Wesen in den seltsamen Räderwesen drin sitzen.

Die Eosapiens haben ihre Gefangenen in ein etwa fünf Kilometer entferntes Tal verschleppt, um sie dort näher zu untersuchen. Können die SCs die Vermissten orten und aufspüren, werden sich die Eosapiens zunächst hinter einigen Felsen verstecken (was sie trotz ihrer immensen Körpergröße erstaunlich gut können) und die Lage beobachten. Drei der fünf Wissenschaftler sind relativ unverletzt und lediglich leicht verbeult, während der Fahrer durch die Steinlanze, die den Motorblock durchschlagen hat, stark verletzt ist. Wissenschaftler Nr. 5 liegt bewegungsunfähig am Boden, da sein Androidenkörper mit der Verdauungsflüssigkeit eines Eosapiens vollgepumpt ist. Ein neugieriger Eosapien hat probiert, ob man die seltsamen Wesen essen kann - und entschieden, daß sie ungenießbar sind. Wäre der "Angefressene" organisch, wäre die Magensaftinjektion sicherlich sein Todesurteil, so sind "nur" einige motorische Systeme außer Funktion, seine neuralen Komponenten arbeiten noch einwandfrei. Um die "Gefangenen" herum sind käfigartig Steinlanzen angeordnet, auf dem Boden finden sich mehrere, verschiedengroße Steinkreise aus glatten, runden und auffällig gefärbten Kieseln.
Die SCs können problemlos mit den Gefangenen reden - die Eosapiens interpretieren die seltsamen Geräusche, die die fremden "Tiere" machen, nicht als Kommunikation, da sie sich selbst über eine Mischung aus Infrarotsignalen und Pheromonen verständigen. Die Gefangenen werden in jedem Falle von den großen, schwebenden Wesen berichten, die eindeutige Zeichen von intelligentem Verhalten aufweisen. Problematisch wird es erst, wenn die SCs versuchen, die Steinlanzen aus dem Boden zu ziehen, um die Eingeschlossenen zu befreien. Dann beginnen die Eosapiens, ihre "Beute" zu verteidigen und mit Steinen zu werfen....verdammt großen Steinen, die einen Synthomorph durchaus beschädigen können. Im Kampf stellt sich schnell die Schwachstelle der Außerirdischen heraus - der große Gasbeutel am "Kopf" der Kreaturen, ohne den sie sich nicht in der Luft halten können und mehr oder weniger handlungsunfähig am Boden liegen. Mit Feuerwaffen und genügend Skrupellosigkeit ist der kleine Eosapiensstamm recht schnell in die Flucht geschlagen. (Sollten die SCs das Lager des Stammes danach weiter beobachten, werden sie feststellen, daß die Überlebenden Eosapiens ihre gefallenen Artgenossen mit kleinen Tieren füttern und sich um sie kümmern - die Eosapiens sind also nicht nur intelligent, sondern kennen auch Gefühle wie Mitleid und Freundschaft...nicht, daß es den gefallenen Eosapiens viel nützen würde. Von kleineren Löchern im ledrigen Gasbeutel können sich die Aliens erholen, aber wenn er zu stark durchlöchert ist, bleibt nur langsames, qualvolles Verenden...)
Eine völlig andere Reaktion ergibt sich, wenn die Charaktere versehentlich oder absichtlich an den Kieselkreisen vergreifen und Steine verschieben. Auch, wenn die SC es vermutlich nie herausfinden werden: Es handelt sich um sogenannte "Erzählsteine", mit denen die Jäger des Stammes durch Umherschieben ihre Berichte von der Jagd "illustrieren" - eine Fähigkeit, die nur Eosapiens haben. Andere Wesen kümmern sich nicht um die Steinkreise. Möglicherweise kann einer der Gefangenen die SCs darüber informieren, daß das Verschieben der Steine irgend eine besondere Bedeutung zu haben scheint.
Ein neugieriger Eosapien wird offen in das Tal schweben und seinerseits einige der Steine in den Kreisen verschieben und dazu mit seinen Leuchtorganen am Bauch in einem bestimmten Muster blinken, wenn man ihn lässt. (Andererseits erfolgt der oben beschriebene Kampf). Miit den Eosapiens wirklich sinnvoll zu kommunizieren ist unter den gegebenen Umständen völlig unmöglich, aber immerhin besteht die Chance, das beide Spezies begreifen, daß sie ein denkendes Wesen vor sich haben. Nach einer ganzen Weile des Steineschiebens kommen schließlich immer mehr Eosapiens friedlich in das Tal und Versuche, die Gefangenen zu befreien, werden toleriert.

Ist es zum Kampf gekommen, werden die Eosapiens die Expedition in den folgenden Tagen immer wieder angreifen, indem sie Steinlanzen oder schwere Findlinge auf Personen und Equipment werfen. Hat man sich friedlich mit ihnen geeinigt, werden sie die Expedition nun offen, aber aus sicherer Entfernung beäugen. Es ist sogar möglich, daß sie kleinere, getötete Tiere als "Geschenke" vor das Lager legen.
Egal, wie der Erstkontakt mit der primitiven Fremdrasse ausgeht - er sorgt im Basiscamp für einen handfesten Streit, da etwa die Hälfte der Expeditionsteilnehmer der Meinung ist, das es unmoralisch wäre, in die Welt einer anderen vernunftbegabten Rasse einzudringen. Die andere Hälfte hält das Eindringen der Menschen in das Reich der Eosapiens für vertretbar - schließlich dient es wissenschaftlichen Zwecken. Sollten die SCs einige Eosapiens erschossen haben, ziehen sie sich den unerbittlichen Zorn der ersten Fraktion zu....immerhin hätten sie sich nicht anders verhalten als die Eroberer Amerikas, als sie auf die Eingeborenen trafen (so zumindest die Wortführerin der Gruppe). Die Stimmung im Lager wird ungemütlich (und wird es wahrscheinlich auch bleiben). Zwar glätten sich die Wogen wieder etwas....aber der Saboteur wird bald zuschlagen....schließlich will er die primitiven Aliens vor dem verderblichen Einfluss der Transhumanity schützen....

Weiter ist das Abenteuer noch nicht gediehen, aber Kritiken, weitere Ideen und Kommentare sind herzlich willkommen  :D
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Offline Blechpirat

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Re: [Eclipse Phase Szenario]....Trouble auf Darwin 4
« Antwort #2 am: 9.02.2010 | 13:39 »
 :d

Offline Quaint

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Re: [Eclipse Phase Szenario]....Trouble auf Darwin 4
« Antwort #3 am: 9.02.2010 | 13:55 »
Das sind doch ein paar sehr hübsche Sachen. Ein paar Ideen

- Die Expedition könnte von dem Neumanncluster am Pol entdeckt werden (sie haben ja auch "orbital assets" und sollten weiträumige Scans durchführen können, bei denen eine Expedition mit allerlei Energiequellen durchaus herausstechen könnte)

Das eröffnet dann Tür und Tor für allerlei verschiedene Reaktionen des Clusters, z.B. einfache Kontaktaufnahme, vorsorglicher Nuklearschlag/orbitales Bombardement, senden eines taktischen Subschwarms der Bedrohungen neutralisieren und Informationen sammeln soll, vorsichtiges abwarten und abhören/dekodieren von Funkübertragungen, eventuell kombiniert mit Data Intrusion, also dem einhacken in Computer und dergleichen um dort vorhandene Informationen abzurufen.
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Offline Waldviech

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Re: [Eclipse Phase Szenario]....Trouble auf Darwin 4
« Antwort #4 am: 9.02.2010 | 18:02 »
Das die Expedition bereits entdeckt wurde, halte ich auch für sehr wahrscheinlich ! Ich dachte allerdings daran, erstmal den internen Saboteur agieren zu lassen, damit die SC bei weiteren Hackversuchen erstmal so richtig schön rätseln können :)
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Offline dunklerschatten

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Re: [Eclipse Phase Szenario]....Trouble auf Darwin 4
« Antwort #5 am: 18.01.2017 | 13:38 »
Ist zwar schon uralt das Thema...aber egal

@waldviech

hast du das Darwin4 Abenteuer noch weiter entwickelt ? Wenn ja wo kann man das lesen ;)
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