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Autor Thema: Verständnis von Druckabläufen, Lektorat, etc.  (Gelesen 1508 mal)

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Offline LushWoods

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Ich lese gerade interessiert im Forum eines nicht näher benannten deutschen Rollenspielverlages immer wieder von der obskuren Suche/dem Bemühen um "Offene Druckslots".
Das scheint bei vielen Leuten für Verwirrung zu sorgen.
Da ich selber jeden Tag mit Druckereien zusammenarbeite und selbst in einer Druckerei gelernt habe, möchte ich mal was zu dem Thema beitragen.

Ich versuche die Hintergründe kurz einfach zu erläutern, ohne auf diesen unbenannten Verlag näher einzugehen.

- Eine Druckerei muß ihre Aufträge planen. Sie muß Aufträge unterscheidlichster Kunden koordinieren.
- Um etwas zu drucken muss eine Druckerei Papier bestellen. Sie versucht an möglichst günstiges Papier zu kommen um ihre Dienste auf die attraktivste Art und Weise anzubieten.
- Um gute Angebote machen (und bequem planen) zu können braucht eine Druckerei Vorlauf um sich auf die Suche nach guten Papierangeboten machen zu können.
- Bei wirklich großen Aufträgen (oft im Bereich Rollenmaschine, also z.B. wenn Mailings gedruckt werden die Auflagen von mehreren Zehntausend oder Hunderttausend haben) brauchen die meisten Druckereien ca. 4 bis 5 Wochen Vorlauf für die Planung/Papierbestellung. Bei "normaleren" Bücherauflagen im Bereich einiger Hundert oder Tausend reichen meist zwei bis drei Wochen.
-> Das heißt also man sollte im Bereich Offsetdruck/digitaldruck so 3 Wochen vor dem Erscheinungstermin den Auftrag an die Druckerei vergeben haben
- Ausnahmen bestätigen die Regel.

So wenn jetzt ein Verlag sagt er "bemüht sich um offene Druckslots" kann es eigentlich nur sein das der Verlag zu spät dran ist oder die anvisierte Druckerei so wenig Aufträge hat die sich gut mit dem Auftrag des hypothetischen Verlages kombinieren lassen, das sich die ganze Sache nicht mehr wirklich rechnet.
Tatsächlich ist mir selber als u.a. Auftragsvergeber bei einem Verlag so etwas noch nie passiert. Nicht mal bei kleinen Auflagen von 1000Ex und weniger. Meine Erfahrung ist: Ich halte mich an diese Zeiten, dann klappt im Regelfall auch alles. Und ich das kann ich auch von ausländischen Druckereien sagen.
Eine "suche nach offenen Druckslots" habe ich (beim Buchdruck) noch nie erlebt.

Zur Zeit sind Druckereien generell und ganz grob gesagt froh Aufträge zu bekommen und bemühen sich diese gut abzuwickeln, da die Konkurrenz, auch durch ausländische Drucker, sehr groß ist.
Die Papierpreise schwanken stark.
Diese angebliche Inkompetenz der Drucker wie sie seitens dieses Verlages beschrieben wird ist mir in jetzt ca. 20 Jahren noch nie begegnet.
Selbst chinesische Drucker arbeiten zuverlässiger als das was dort beschrieben wird.

Um auf den Anfang zurückzukommen: Mir war das mal ein persönliches Bedürfnis das klarzustellen und die Ehre der Drucker, die es gerade nicht leicht haben, wieder herzustellen.


Ich könnte jetzt noch ausschweifend über das Thema Lektorat schwafeln, da mir da auch einige Aussagen seitens dieses Verlages sehr seltsam vorkommen, aber ich lass das jetzt mal.

Falls ich konkretere Fragen zu diesen Themen beantworten soll und das seitens der Moderation ok ist, nur her damit.
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Offline Quendan

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Re: Verständnis von Druckabläufen, Lektorat, etc.
« Antwort #1 am: 20.03.2017 | 15:18 »
-> Das heißt also man sollte im Bereich Offsetdruck/digitaldruck so 3 Wochen vor dem Erscheinungstermin den Auftrag an die Druckerei vergeben haben
- Ausnahmen bestätigen die Regel.

3 Wochen vor Anlieferung vielleicht. Aber da hängt dann ja auch vertrieblich noch einiges dran. Du kannst den Vertrieb nicht so planen, dass der genannte Liefertermin direkt wenige Tage vor dem Erscheinungstermin liegt, da müssen um eventuelle Verspätungen abzufangen sowie den Vertrieb selbst vorzubereiten (Versendung an Großhändler, etc.) noch mindestens 2 Wochen zwischen liegen.

Denn ja, es kommt immer wieder vor, dass Druckereien oder Spediteure Mist bauen. Natürlich nicht bei jedem Projekt und noch nicht mal beim Großteil der Projekte, aber es kommt immer wieder mal vor. Achtung! Cthulhu sollte z.B. im Dezember in den Verkauf gehen und wurde entsprechend im November an den Drucker gegeben. Erschienen sind die Bücher erst am 26. Januar. Die fast zweimonatige Verspätung lag an einem Fehlern in der Druckerei (wodurch es dann Richtung Weihnachten rutschte, was natürlich auch nicht half) und unabhängig davon einem bei der Spedition. Klar, sowas passiert nicht ständig, aber es kann eben vorkommen (und auch Sachen wie "Ups, das Buch war als matt kaschiert bestellt, es ist jetzt aber glänzend" sind uns schon passiert).

Wir planen meist circa 4-6 Wochen zwischen Auftragsvergabe an den Drucker und Erscheinen des Buches ein, je nachdem wie aufwendig die Produkte sind (schwarzweiß Softcover sind nun mal - zumindest bei allen Druckern die wir nutzen - schneller geliefert als vollfarbige Hardcover).

Das nur noch mal zur Perspektive - denn mit 3 Wochen wie von dir genannt ist es praktisch nie getan unserer Erfahrung nach.

Offline LushWoods

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Re: Verständnis von Druckabläufen, Lektorat, etc.
« Antwort #2 am: 20.03.2017 | 15:30 »
Wie gesagt, 3 Wochen sind meine Erfahrungswerte. Bei uns läuft das.
Was man dazu evtl. noch sagen muss ist das Auftragsvergabe bei uns = Abgabe der Druckdaten ist.
Außerdem arbeiten wir zum größten Teil mit Druckern mit denen wir schon seit vielen Jahren (teilweise seit den 80ern) zu tun haben, daher machen deine 4 bis 6 Wochen dann durchaus Sinn.

Aber wie auch immer ... ob es jetzt 3 Wochen oder 6 Wochen oder 3 Tage sind, ändert ja an der Sachlage nichts.
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Offline Quendan

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Re: Verständnis von Druckabläufen, Lektorat, etc.
« Antwort #3 am: 20.03.2017 | 15:32 »
Aber wie auch immer ... ob es jetzt 3 Wochen oder 6 Wochen oder 3 Tage sind, ändert ja an der Sachlage nichts.

Klar, wollte nur verhindern dass irgendwas sich das so als alleinige Wahrheit einprägt und sich dann später mal z.B. bei uns beschwert, weil ein Buch mal länger als 3 Wochen als "im Druck" gemeldet ist. ;)

Offline Der Narr

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Re: Verständnis von Druckabläufen, Lektorat, etc.
« Antwort #4 am: 20.03.2017 | 15:38 »
- Um gute Angebote machen (und bequem planen) zu können braucht eine Druckerei Vorlauf um sich auf die Suche nach guten Papierangeboten machen zu können.
Heißt das, dass ein Verlag etwa auch 3 Bücher in demselben Format mit demselben Papier auf einmal drucken lassen könnte, um ein günstigeres Angebot zu bekommen, als wenn es diese Bücher meinetwegen im April, Juni und September drucken lässt?
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Offline Pyromancer

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Re: Verständnis von Druckabläufen, Lektorat, etc.
« Antwort #5 am: 20.03.2017 | 15:40 »
So wie ich das verstanden habe kann man manchen Druckereien auch sagen: "Druckt das, wann es euch in den Kram passt und keinen anderen Aufträgen in die Quere kommt, dafür kriegen wir X% Rabatt."

Offline Lichtschwerttänzer

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Re: Verständnis von Druckabläufen, Lektorat, etc.
« Antwort #6 am: 20.03.2017 | 15:45 »
So in der Art soll Nackter Stahl ihre Bücher gedruckt haben, das ist aber VIELLEICHT bestenfalls aus 2ter Hand.
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Offline Silent Pat

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Re: Verständnis von Druckabläufen, Lektorat, etc.
« Antwort #7 am: 20.03.2017 | 18:31 »
Heißt das, dass ein Verlag etwa auch 3 Bücher in demselben Format mit demselben Papier auf einmal drucken lassen könnte, um ein günstigeres Angebot zu bekommen, als wenn es diese Bücher meinetwegen im April, Juni und September drucken lässt?

Definitiv ja
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Das neue Uhrwerk Forum ist online:

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Offline Zocat

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Re: Verständnis von Druckabläufen, Lektorat, etc.
« Antwort #8 am: 20.03.2017 | 23:20 »
So wie ich das verstanden habe kann man manchen Druckereien auch sagen: "Druckt das, wann es euch in den Kram passt und keinen anderen Aufträgen in die Quere kommt, dafür kriegen wir X% Rabatt."

Kann ich bestätigen, dass dies durchaus der Fall sein kann. Als Liefertermin kriegt man dann häufig 2-8 Wochen oder ähnliches zu hören.

Ist halt meistens nur im Bereich von kleineren Auflagen (also alle deutsche Rollenspiele) realistisch, weil man die mal zwischenschieben kann, wenn es bei Großprojekten Verzögerungen gibt (oder es alles ohne Verzögerungen glatt gelaufen ist und man den Puffer frei hat bis zum nächsten Großauftrag).

Offline sir_paul

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Re: Verständnis von Druckabläufen, Lektorat, etc.
« Antwort #9 am: 21.03.2017 | 06:34 »
Und dieses (oder etwas ähnliches) ist wohl die Praktik welche der nicht genannte deutsche Rollenspielverlag nutzt...

Offline LushWoods

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Re: Verständnis von Druckabläufen, Lektorat, etc.
« Antwort #10 am: 21.03.2017 | 07:19 »
Heißt das, dass ein Verlag etwa auch 3 Bücher in demselben Format mit demselben Papier auf einmal drucken lassen könnte, um ein günstigeres Angebot zu bekommen, als wenn es diese Bücher meinetwegen im April, Juni und September drucken lässt?

Ja, absolut. Wir selber nutzen das relativ wenig, weil wir an unsere Erscheinungstermine (ET) gebunden sind, aber manchmal ist das bei Büchern möglich die zeitnah zueinander erscheinen sollen.
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Offline LushWoods

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Re: Verständnis von Druckabläufen, Lektorat, etc.
« Antwort #11 am: 21.03.2017 | 07:20 »
So wie ich das verstanden habe kann man manchen Druckereien auch sagen: "Druckt das, wann es euch in den Kram passt und keinen anderen Aufträgen in die Quere kommt, dafür kriegen wir X% Rabatt."

Das geht sicher auch, kommt dann aber auf individuelle Absprachen an.
Das ist bei uns jetzt so nicht möglich, deswegen habe ich da keine konkreten Erfahrungen.
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Re: Verständnis von Druckabläufen, Lektorat, etc.
« Antwort #12 am: 21.03.2017 | 07:31 »
Und noch ein paar Sachen:
Die Lage der Drucker in Deutschland ist nicht unbedingt rosig. Es war schon schlechter, aber gut ist sie auch nicht.
Das kommt daher weil einfach weniger Bücher gedruckt werden. Die Folge ist das es weniger Aufträge gibt und dadurch der Konkurrenzdruck größer geworden ist (v.a. auch durch billige Drucker aus dem Ausland). Um diesen Druck standhalten zu können investieren viele Drucker in neue Verfahren und Maschinen, was wiederum Geld kostet.
Fazit: Vereinfacht gesprochen sind die um jeden Auftrag froh. Ein weiterer Grund warum mir diese ominöse Suche nach freien Druckslots etwas seltsam vorkommt.

Und zu den angeblichen ständigen Fehlern die diese bösen Drucker dauernd machen:
Klar kann es mal vorkommen das eine Auflage Fehler hat. Meine Erfahrung hat aber gezeigt das an diesen Fehlern in den Druckdaten in, sagen wir mal, 7 von 10 Fällen wir also der Verlag Schuld sind/ist. Und selbst wenn der Fehler auf den Drucker zurückzuführen ist, dauert es im Normalfall maximal 1 bis 2 Wochen bis eine korrigierte Ersatzauflage am Start ist.

Ich arbeite gerne und gut mit unseren Druckern zusammen und mir ist es wichtig mal mit diesem  "der Drucker hat dies verkackt und der Drucker hat das verbockt" etwas aufzuräumen. Sagen wir mal neutral ich versuche eine andere Perspektive darzulegen und aus meiner Erfahrung heraus zu sprechen.
Drucker selber, also der tatsächliche Mensch der da an der Druckmaschine steht, ist kein leichter und wie ich finde kein angenehmer Job.
« Letzte Änderung: 21.03.2017 | 07:34 von LushWoods »
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Re: Verständnis von Druckabläufen, Lektorat, etc.
« Antwort #13 am: 21.03.2017 | 07:34 »
Zitat von Deep_Impact auf Wunsch von Deep_Impact gelöscht.

Was konkret magst du denn wissen, bzw. von welcher Arbeit jetzt genau schreibst du, die dich frustriert?

Also du bist Autor und machst das auch schon lange und dich frustriert die Arbeit mit dem Lektorat?
Seh ich das richtig?
« Letzte Änderung: 21.03.2017 | 14:01 von LushWoods »
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Re: Verständnis von Druckabläufen, Lektorat, etc.
« Antwort #14 am: 21.03.2017 | 08:09 »
Sorry, ich weiß nicht genau auf was ich jetzt antworten soll.
Hast du jetzt eine Frage und wenn ja, welche?
Das hab ich jetzt nicht kapiert.
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Offline Grospolian

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Re: Verständnis von Druckabläufen, Lektorat, etc.
« Antwort #15 am: 21.03.2017 | 13:26 »
Die Frage ist btw ob man in Deutschland druckt und ob das Bild dann eins zu eins übertragbar ist.

Offline LushWoods

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Re: Verständnis von Druckabläufen, Lektorat, etc.
« Antwort #16 am: 21.03.2017 | 14:05 »
Die Frage ist btw ob man in Deutschland druckt und ob das Bild dann eins zu eins übertragbar ist.

Die Anmerkung verwirrt mich nicht weniger.
Vor allem jetzt nachdem die Beiträge von Deep_Impact weg sind.

Ob man in Deutschland druckt?
Welches Bild?
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Offline Issi

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Re: Verständnis von Druckabläufen, Lektorat, etc.
« Antwort #17 am: 21.03.2017 | 14:19 »
@
LushWoods

Kennst Du Dich evtl.auch mit Druck on Demand aus?
Oder ist das eher etwas, was nur Spezial Druckereien anbieten?
 :)

Offline LushWoods

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Re: Verständnis von Druckabläufen, Lektorat, etc.
« Antwort #18 am: 21.03.2017 | 14:24 »
Ja, ich kenn mich aus.
Und ja, das ist etwas was nur einige Druckereien anbieten. Dazu braucht eine Druckerei Digitaldruckmaschinen und muß den Dienst des PoD anbieten.
Es gibt Firmen wie epubli oder OneBookShelf die mehrere Druckereien an der Hand haben die die Aufträge dieser Firmen dann übernehmen.
Oder eine Druckerei hat einen eigenen Webshop in dem sie diesen Dienst anbietet. Das ist ganz unterschiedlich.
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Offline Issi

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Re: Verständnis von Druckabläufen, Lektorat, etc.
« Antwort #19 am: 21.03.2017 | 14:30 »
Zitat
Und ja, das ist etwas was nur einige Druckereien anbieten.
Das war auch mein Eindruck,
Vielen Dank.-)

Sowas könnte meiner Einschätzung nach ja Verlagen und gerade Kleinst Verlagen sowas wie große Vorfinanzierung ersparen.
Aber da kennst Du dich sicher besser aus.

Ps. Ich drucke mir meine eigenen Sachen für den Selbst Gebrauch da gerne mal. Und es dauert selten länger als zwei Wochen.
Manchmal nicht mal eine Woche bis das Buch da ist.
« Letzte Änderung: 21.03.2017 | 14:53 von Issi »

Offline Hollaus

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Re: Verständnis von Druckabläufen, Lektorat, etc.
« Antwort #20 am: 21.03.2017 | 14:37 »
[ot] Ich kann zum Thema leider nicht viel, oder gar nix, beitragen, möchte aber kurz anmerken, wie interessant ich den Einblick in das Thema finde. Danke![/ot]
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Offline LushWoods

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Re: Verständnis von Druckabläufen, Lektorat, etc.
« Antwort #21 am: 21.03.2017 | 14:56 »
@ Issi
Jein.
PoDs drucken lassen ist teuerer als "große" Auflagen im Offset. Manche Druckereien die PoD vorantreiben wollen behaupten da etwas anderes, aber das ist so nicht richtig.
PoD ist immer noch teurer. Außerdem gibt es da noch das Problem der Großhändler die normalerweise auf Lager zurückgreifen in denen die Auflage darauf wartet verkauft zu werden.
Aber man spart an Lagerkosten.

So gesehen kann es sich für kleine Verlage mit geplant ganz kleinen Auflagen rentieren. Je größer das Ganze wird aber desto unwirtschaftlicher wird es.
Noch. Das wird sich aber in absehbarer Zeit verschieben. PoD ist schon irgendwo die Zukunft.
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Offline Issi

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Re: Verständnis von Druckabläufen, Lektorat, etc.
« Antwort #22 am: 21.03.2017 | 15:09 »
Zitat
PoDs drucken lassen ist teuerer als "große" Auflagen im Offset.
Hätte ich auch gedacht.
Ich weiß,dass z. B. über Demand auch größere Auflagen günstiger werden.
Ein einzelnes Buch ist vermutlich immer teurer.
Wieviel mehr das PoD im Verhältnis zum normalen Einzelbuch ausmacht, weiß ich nicht.
Zitat
Außerdem gibt es da noch das Problem der Großhändler die normalerweise auf Lager zurückgreifen in denen die Auflage darauf wartet verkauft zu werden.
Aber man spart an Lagerkosten.
Denke auch wenn man viel vorinvestiert hat, muß man die Bücher ja nicht nur lagern sondern auch verkaufen.
Was übrig bleibt hat man dann draufgezahlt.
Zitat
So gesehen kann es sich für kleine Verlage mit geplant ganz kleinen Auflagen rentieren. Je größer das Ganze wird aber desto unwirtschaftlicher wird es.
Noch. Das wird sich aber in absehbarer Zeit verschieben. PoD ist schon irgendwo die Zukunft.
Ich weiß ja wie gesagt auch nicht wie viel mehr das Einzel Pod Exemplar im Vergleich wäre.
Und wenn ich mein Eigenes Buch  dort für z.B. 13,80 kaufe( 340 Seiten Din A5 Softcover, in Din A4 Hardcover wären es 23,50), dann muß ich logischerweise nicht noch den Autor, den Illustrator und den Lektor usw.bezahlen.
Wäre das der Fall, wäre es dann wohl mehr

Wenn ich mir aber anschauche was manche Regelwerke so kosten, dann ist ja bis zum Normpreis von 49,95 auch noch ne Menge Luft. :D
« Letzte Änderung: 21.03.2017 | 15:31 von Issi »

Offline LushWoods

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Re: Verständnis von Druckabläufen, Lektorat, etc.
« Antwort #23 am: 21.03.2017 | 15:15 »
@ Hollaus: Danke, das war auch mein Anliegen da mal etwas Licht rein zu bringen.

Aber wie gesagt, ich kann nur von meiner Warte aus berichten und wir sind ein mittelgroßer Verlag, in unserer Sparte einer der größten.
Wir fangen im Normalfall bei Neuauflagen mit vorsichtigen 1000Ex an z.B. im Jahr haben wir ca. 200 Neuauflagen dazu dann die Nachdrucke.
Nur mal so als Vergleich.
« Letzte Änderung: 21.03.2017 | 15:19 von LushWoods »
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Offline Chaos

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Re: Verständnis von Druckabläufen, Lektorat, etc.
« Antwort #24 am: 21.03.2017 | 18:50 »
[ot] Ich kann zum Thema leider nicht viel, oder gar nix, beitragen, möchte aber kurz anmerken, wie interessant ich den Einblick in das Thema finde. Danke![/ot]

Geht mir genauso.

Also, danke, LushWoods.
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