Autor Thema: [IScdP] 1. Kapitel - In Tunis  (Gelesen 5708 mal)

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Offline Waylander#

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[IScdP] 1. Kapitel - In Tunis
« am: 31.03.2017 | 15:46 »
Zitat von: Karl May, Die Gum
Afrika! -
Sei mir gegrüßt, du Land der Geheimnisse! Ich soll auf edlem Rosse deine kahlen, leeren Steppen, auf flüchtigem Dromedare deine gluterfüllte Hammada durchreiten, soll unter deinen Palmen wandeln, deine Spiegelung schauen und auf grünender Oase an deine Vergangenheit denken, deine Gegenwart betrauern und von deiner Zukunft träumen.

Tunis 1879


Zitat von: Karl May, Christus oder Muhammed
Tunis [ist] immer noch orientalischer als Algier und selbst Kairo. [...]
Von der Stadt selbst läßt sich wenig sagen. Sie gleicht den anderen orientalischen Städten, ohne irgend welchen Vorzug vor ihnen zu haben. Der Moslem freilich hat eine so gute Meinung von ihr, daß er sie die Stadt der Glückseligkeit nennt. Dem pflichtet der Europäer bei, wenn er von dem Ölbaumhügel, Belvedère genannt, im Licht der sinkenden Sonne die schlanken Minarehs und platten Dächer, auf deren Weiße goldene Tinten flimmern, liegen sieht. Doch wird er, wenn er das Innere der Stadt betritt, diese Meinung sicher ändern. Die Gassen sind krumm und eng; überall liegt Schutt, Geröll und übelriechender Schmutz. Oft treten die Häuserreihen so nahe an einander, daß man mit einem kurzen Schritte von einem Dache der diesseitigen Straßenseite auf ein Dach der jenseitigen gelangen kann. Baufällige Gebäude werden nicht repariert; man läßt sie zerfallen und baut, da es nicht an Platz gebricht, ein neues Haus nebenan. So stehen Ruinen, wohlgepflegte Gebäude, improvisierte Zelte, ja Grabkapellen neben einander, die Geschichte und Entwicklung der Stadt von der ältesten bis auf die neueste Zeit vertretend. Kaiser Karl V. ließ nach dem Siege von Keleah eine Zwingburg bauen, zu welcher die Bewohner die Quadern des karthagischen Aquäduktes abbrechen und herbeischaffen, auch aus den Marmorsäulen Karthago´s Kalk brennen mußten. Diese Burg liegt heute auch in Trümmern. Das einzige erwähnenswerte Haus ist der Palast des Beys am Kasbahplatze, welcher aber nur sehr selten benutzt wird.[...] Der Bey wohnt in seinem Schlosse Bardo, welches in westlicher Richtung eine Stunde von der Stadt entfernt liegt. Um dorthin zu gelangen, passiert man einen Bogen des imposanten Aquäduktes, welcher einst Karthago mit Wasser versorgte. Dieser Bardo ist eine Zusammenstellung von verschiedenen Gebäuden, in denen nicht nur der Bey residiert, sondern auch viele hohe Würdenträger, Beamte und Bedienstete wohnen.


Arthur Lloyd
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Pierre Mathis
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Karim El-Ahmed
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Raschid ben Yussuf
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Jeder von euch hat sich also unabhängig zur etwa gleichen Zeit im Bardo Palast, der etwa 4 Kilometer vom Stadtzentrum von Tunis entfernt liegt, eingefunden.
Ein Diener führt jeden von euch zunächst in einen Raum und bittet euch, dort zu warten, da der "Herr der Heerscharen" noch beschäftig sei.
Der Boden des Raumes ist mit kostbaren Teppichen bedeckt, die augenscheinlich als Sitzgelegenheit dienen und in der Raummitte steht ein niedriger Tisch. Die Wände werden von antike Waffen geziert.



Nachdem er alle vier in den Raum geleitet hat, bringt euch der Diener  Kaffee, Datteln und Wasserpfeifen und zieht sich zurück.
Somit seit ihr vier scheinbar zufällig zusammengeführten Personen zunächst unter euch.

« Letzte Änderung: 31.03.2017 | 17:35 von Waylander# »

Offline Conan der Barbier

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Re: [IScdP] 1. Kapitel - In Tunis
« Antwort #1 am: 1.04.2017 | 14:10 »
Mr. Lloyd blickt von seiner Mokkatasse auf, als der Diener auf ihn zutritt, und wedelt mit der Hand einige der dicken Schwaden beiseite, die von dem Mundstück seiner Hukah aufsteigen. Mit einem Nicken, einem gelangweilten "Well, Boy..." und einer Münze, die ein breites Grinsen auf das Gesicht des Boten zaubert, entlässt er diesen und liest El Sadoks Nachricht mit rasch wachsendem Interesse. "Zounds!" murmelt er mit dem Mundstück zwischen seinen kräftigen Zähnen, "Will mir doch fast scheinen, als habe der alte Knabe so etwas wie ein Abenteuer in petto. Wollen hoffen, dass der Anschein nicht trügt!" Welch ein Triumph wäre es, könnte er bei seiner Heimkehr im Travellers Club, London verkünden, ein waschechtes Abenteuer erlebt zu haben – Beduinenüberfall, Befreiung entführter Haremsdamen, Erforschung alter Ruinen, ganz gleich! Vergnügt macht sich der Brite daran, seine Rechnung zu begleichen, um sich auf dem schnellstmöglichen Wege in seine Unterkunft zu begeben, wo er sich nach allen Regeln eines Gentleman auf das Treffen mit dem "Herrn der Heerscharen" vorzubereiten.

In seinem besten Anzug, mit blank polierten Stiefeln, erscheint der Abenteurer pünktlich auf die Minute – ein kurzer Blick auf seine zuverlässige Taschenuhr, Londoner Fabrikat selbstredend, beweist es ihm – vor dem Palast und begehrt Einlass. Mit der Miene eines Lords, der mit seinem Erscheinen einen Gunstbeweis gewährt, folgt er dem Diener in das Gemach und blickt sich dort um. Ohne vorerst eine Miene zu verziehen oder sich ein Blöße zu geben, lässt er sich mit einiger Mühe im schmerzhaft erlernten Schneidersitz nieder, nickt dem Diener würdevoll zu und bedient sich nach einem Schluck Kaffee an einer der Wasserpfeifen. Deren Mundstück klemmt er wiederum zwischen seine Zähne, um mit Kennermiene zu schmauchen und die übrigen Anwesenden mit gleichmütigen Blicken zu mustern, als sei ihm vollkommen klar, wer sie seien und was ihre Anwesenheit zu bedeuten habe. Schon bald beginnen sich über seinem Kopf die Tabakschwaden zu verdichten, denn er pafft recht tüchtig drauflos.
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Re: [IScdP] 1. Kapitel - In Tunis
« Antwort #2 am: 4.04.2017 | 02:55 »
Raschid kämpft die aufwallende Panik nieder als ihn die Soldaten umringen.
Nachdem er die Ausweglosigkeit seiner Situation erkannt hat murmelt er ein resigniertes "Inschallah", senkt den Blick und bedeutet dem Befehlshaber dass er ihm folgen wird.
Im Warteraum angekommen bedient er sich an Kaffee und Datteln.
Ohne einen Blick für den Prunk zu haben schlürft er Kaffee und mustert die anderen anwesenden flüchtig.
Dabei kommt ihm ein altes Sprichwort seines Stammes in Erinnerung. "Wähle dir erst deine Begleitung und dann das Ziel." Nur dass ich wohl keine große Wahl habe denkt er und klaubt eine weitere Dattel aus der Schale.
« Letzte Änderung: 6.04.2017 | 01:08 von K3r63r0s »
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Re: [IScdP] 1. Kapitel - In Tunis
« Antwort #3 am: 4.04.2017 | 09:37 »

"Delikate Angelegenheiten von höchster Wichtigkeit" welche ein blumige Umschreibung, dafür dass der Pascha mal wieder Ärger in seinem Harem oder noch wahrscheinlicher ausserhalb dessen hat. Karim packte das Wichtigste, was er brauchen würde, in seine englische Arzttasche. Die Briten unterdrückten sein Volk, räubte dessen Geschichte und glaubten immer noch daran, dass Ägypten das Land aus 1000 und 1er Nacht wäre, aber Geschmack hatten sie, zweifellos.
Der feine Nadelstreifenanzug wurde unter das einfache weisse Gewand gehüllt. Tunis war einfach eine Grube aus Staub und Fäkalien, da sollte man seine Kleidung schützen. Mit dem Fez auf dem Kopf machte er sich mit langen Schritten auf den Weg. Natürlich nicht den ganzen Weg, dafür waren seine Beine einfach nicht mehr gemacht. Die Last des Alters macht eben nicht vor dem Verstand halt. Aber in den verborgenen Geheimnissen aus alter Zeit würde er sich noch die richtigen Hinweise finden, um auch das zu ändern...
« Letzte Änderung: 4.04.2017 | 09:42 von Deep_Impact »

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Re: [IScdP] 1. Kapitel - In Tunis
« Antwort #4 am: 5.04.2017 | 13:05 »
Erst erschrickt Pierre über den Brief und durchdenkt die letzten Tage und Wochen. Hat er sich irgendwo verraten? Hat ihn jemand von früher erkannt? Dann ist er sic jedoch ziemlich sicher, dass derjenige nicht so einen Brief geschickt hätte, sondern andere Wege gewählt hätte. Er ist hier einfach nur ein Franzose unter vielen, ein Europäer unter Europäern.

Vielleicht geht es wirklich um seine Hilfe, "Hoffentlich hab ich nicht zu dick aufgetragen, manchmal gehen die Pferde mit mir durch ...".

Kaum angekommen im Warteraum bei einer Tasse teuren Mokkas genießt sichtbar er jeden Schluck.

"Wissen sie, was das beste an der Gegend ist? Sie kennen hier keinen Filterkaffee. Was für eine furchtbare europäische Erfindung. Diese feine Kardamon-Note, einfach unvergleichlich. Verzeihen sie, Pierre Mathis mein Name. Und sie sind?" Pierre blickt in die Runde.
"In den letzten zehn Jahren hat sich unser Territorium halbiert, mehr als zwanzig Siedlungen sind der Verderbnis anheim gefallen, doch nun steht eine neue Generation Grenzer vor mir. Diesmal schlagen wir zurück und holen uns wieder, was unseres ist.
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Re: [IScdP] 1. Kapitel - In Tunis
« Antwort #5 am: 7.04.2017 | 11:30 »
Die Eröffnung des Mannes mit dem französischen Akzent bedenkt Arthur mit einem Stirnrunzeln und einem wiederholten Schnüffeln an seiner Mokkatasse. Well, zwar nicht vergleichbar mit britischem Tee, aber doch... trinkbar. Durchaus trinkbar. Er mustert sein Gegenüber eingehender und kommt zu dem Schluss, dass er es, wenn auch mit einem Manne unklarer Stellung, so doch mit einem Christenmenschen zu tun hat, und lüftet daher andeutungsweise seinen Fez – sein großes Zugeständnis an eine landestypische Garderobe. "Lloyd. Arthur Lloyd, Travellers Club, London" stellt er sich knapp vor. "Befinde mich auf einer Reise quer durch den Orient. Will alles sehen – Beduinen, Harems, Ruinen, Kultstätten der Mohammedaner – um zuhause berichten zu können" folgt dann aber nach einigen tiefen Zügen aus der Hukah noch eine Erklärung.
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Re: [IScdP] 1. Kapitel - In Tunis
« Antwort #6 am: 7.04.2017 | 12:06 »

Karim ist sichtlich anzusehen, dass er irgendwie etwas anderes erwartete als er den Raum betrat. "Die Herren!", er nickt den Anwesenden knapp zu. Besonders die Beschreibung des gerade Sprechenden überzeugt ihn davon, es vermutlich mit europäischen Abenteurern zu tun zu haben, die das Geld ihrer Vorfahren im Orient verbrennen wollen. Aber sei es drum, schließlich galt es zu beweisen, wer die ältere Kultur hat. Und seine britische Amme hatte im Verhaltensregeln eingetrichtet, der er auch nach über 50 Jahren nicht abzulegen in der Lage war.

"Es freut mich Ihre Bekanntschaft zu machen. Gehe ich doch davon aus, dass wir nicht zufällig in einem Raum zugegen sind, ob doch ausreichenden Salone in diesem Hause." Er nimmt sich eine Dattel, die kurz begutachtet. "Karim El-Ahmed. Ich hoffe niemand von ihnen ist erkrankt, so dass er meiner Dienste bedarf."

Er steckt sich die Dattel in den Mund, erfreut dass diese bereits entkernt war. Dann reinigt er sich die Hände mit einem warmfeuchten Tuch, die einer der Diener bereithielt. Verunreinigungen waren ihm zuwider.



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Re: [IScdP] 1. Kapitel - In Tunis
« Antwort #7 am: 7.04.2017 | 15:43 »
Als Pierre Mathis zu sprechen anfängt zuckt Raschid merklich zusammen. "Ein Franzose, das kann doch kein Zufall sein." Er beginnt den fremden eindringlich zu mustern. Sieht er dem Händler nicht ein klein wenig ähnlich?
Erst als der Arzt sich nach der Gesundheit der Anwesenden wobei wird er aus seinen Gedanken gerissen.
"Bikhair" antwortet er beinahe automatisch mit einer üblichen Floskel. Nach einem kurzen zögern ergänzt er etwas unbeholfen auf Englisch. "Es geht mir gut, danke. Wie geht es ihnen?" Dabei legt er die rechte Hand auf sein Herz und nickt dem  Arzt zu um zu zeigen dass die Frage von Herzen kommt.
Obwohl er den Umgang mit Ausländern gewohnt ist fühlt Raschid sich immer etwas unwohl wenn er versucht Redewendungen seiner Heimat in der Fremden Sprache auszudrücken.
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Re: [IScdP] 1. Kapitel - In Tunis
« Antwort #8 am: 10.04.2017 | 23:46 »
Pierre Mathis überlegt kurz, ob er diesen Einheimischen irgendwoher kennt. Aber mit seinem neuen Bart und seinen Ohrklemmen, die ihm echte Segelohren verschaffen, würde ihn sein eigener - ehemaliger - Befehlshaber - Was für ein Arschloch ... - nicht erkennen.

"Ich bin ja erst seit einiger Zeit hier in Tunis ... nach meinem Unfall in der Armme. Nun reise ich als privater Geschäftsmann und Berater.", Pierre nippt genussvoll an seinem Mokka, "Da hat der Pascha ja eine illustre Runde zusammengestellt. Ich nehme an, Monsieur Raschid, sie sind ortskundig?" Er nickt ihm freundlich zu.
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Re: [IScdP] 1. Kapitel - In Tunis
« Antwort #9 am: 12.04.2017 | 10:36 »
"Well," stößt der Brite zwischen einigen Zügen aus dem Mundstück hervor, "möchte wissen, was der Mann beabsichtigt. Höchst seltsame Zusammenstellung der Gästeliste, indeed..." Dabei lässt er seinen Blick erneut über die Runde der Versammelten streichen. Gelegentlich verändert er seine Stellung leicht, da ihm die "Ruhe der Glieder" nach wie vor ungewohnt ist.
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Re: [IScdP] 1. Kapitel - In Tunis
« Antwort #10 am: 14.04.2017 | 13:33 »
Raschid mustert weiter den Franzosen und achtet auf dessen Reaktionen während er spricht. "Zumindest habe ich bisher jeden reisenden zu seinem Ziel gebracht und so es Allah gefällt werde ich mich weiter darum bemühen." antwortet er bewusst bescheiden.
"Ihr seid also ein Geschäftsmann? Darf man fragen was für Geschäfte das sind? Vielleicht ein Familienunternehmen?" Bei der letzten Frage gelingt es Raschid nicht mehr einen gewissen lauernden unterton zu verbergen.
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Re: [IScdP] 1. Kapitel - In Tunis
« Antwort #11 am: 14.04.2017 | 14:14 »
"Vrai, Monsieur Raschid, ganz richtig. Export und Import, z.B. von ihren ganz hervorragenden Kaffee. Solch ein Délice, solch einen Wohlgenuss weiß man auch in meiner Heimat zu würdigen.", Pierre antwortet etwas entspannter, auch wenn er Raschids Blicke nicht so recht zu deuten weiß.

"Sind wir uns womöglich schon auf dem Markt begegnet?", prescht er vor, nachdem er an seinem Mokka ein weiteres Mal genippt hat.
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Re: [IScdP] 1. Kapitel - In Tunis
« Antwort #12 am: 14.04.2017 | 16:57 »
"Hoffentlich nicht!" ist Raschids erster Gedanke, dann beruhigt er sich jedoch. "Mein Stamm hat leider keine guten Erfahrungen mit Händlern aus ihrem Heimatland gemacht, aber das ist kein geeignetes Thema für diese tatsächlich sehr ungewöhnliche Runde."
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Re: [IScdP] 1. Kapitel - In Tunis
« Antwort #13 am: 15.04.2017 | 09:54 »
"Ein gutes Geschäft muss für alle etwas abwerfen, nur so kann es langfristig funktionieren."

Pieree wendet sich Arthur Llod zu: "Können sie den zu Hause schon etwas caußergewöhnliches berichten oder sind sie noch auf der Suche, Mr. Lloyd?"
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Re: [IScdP] 1. Kapitel - In Tunis
« Antwort #14 am: 15.04.2017 | 11:37 »
Der Engländer, der dem Gespräch schweigend und schmauchend zugehört hat, völlig reglos, nur ab und an zur Mokkatasse greifend, richtet den Blick seiner grauen Augen auf Pierre, als der ihn anspricht. "Ah..!" meint er mit einer abwinkenden Handbewegung. "Keine Spur! Hatte bislang schauderhaftes Pech! Brachte mir eine erstklassige Jagdbüchse mit, engagierte ortskundigen Führer, um Löwen zu jagen - fanden nur vollgefressenen, alten Pascha, der faul in der Sonne lag, statt brüllendem Ungetüm. Konnte doch schlecht solch ein Exemplar schießen - wäre eine kapitale Blamage gewesen" erklärt er, bei der Erinnerung einen übellaunigen Gesichtsausdruck aufsetzend. "Dann: Weg durch Wüste genommen, wieder mit Ortskundigem. Sollte da Probleme mit Aufständischen geben, Wüstenräuber, kriegerische Beduinen. Fanden aber keine Spur von alledem. Reise verlief völlig friedlich und todlangweilig, war fast wie ein Spaziergang über Piccadilly für alte Damen... schauderhaft! Hatten noch nicht mal Sandsturm oder ähnliches. Bin vom Pech verfolgt."
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Re: [IScdP] 1. Kapitel - In Tunis
« Antwort #15 am: 18.04.2017 | 13:36 »
Die Worte des Franzosen lassen ihn unwillkürlich nicken. Die Worte des Mannes der sich als Arthur Lloyd vorgestellt hat lassen ihn schmunzeln.

"Möge Allah deine Pechsträhne noch wenigstens dieses mal anhalten lassen." Denkt Raschid amüsiert über die Tirade des Engländers.
Dann antwortet er. "So Allah es wünscht werdet ihr bald vielleicht mehr zu erzählen haben..."
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Re: [IScdP] 1. Kapitel - In Tunis
« Antwort #16 am: 18.04.2017 | 15:07 »

Kahrims Kiefer klappt für einen kurzen Moment runter, als der den Beschreibungen des Engländers lauscht. Vorurteile zu haben war ein Beweiß dafür sich nicht über seinen Horizont erheben zu können. Vorurteile zu pflegen aber wohl dies auch nicht zu wollen.

An Raschid gewandt murmelt er ein "Inshallah". Dann wieder der illustren Gruppe zugewandt. "Mir fehlt im Moment noch jegliche Idee, was der werte Herr damit bezwecken mag." Gedankenverloren krault er seinen Backbart. "Einen Führer, einen Kaufmann und einen abenteurlustigen Engländer. Das klingt doch nach einer Reise. Ich hoffe doch, keine zu lange: Meine Knochen sind einfach nicht mehr für Kamelrücken geeignet.
« Letzte Änderung: 18.04.2017 | 15:09 von Deep_Impact »

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Re: [IScdP] 1. Kapitel - In Tunis
« Antwort #17 am: 18.04.2017 | 22:06 »
Auf einmal öffnet sich die Tür und zwei Personen treten ein. Der erste Neuankömmling ist von kurzer, starker Gestalt. Er hat ein hochrotes Gesicht, dass ihn als einen professionierten Weintrinker ausweißt, trägt dabei aber eine ganz außerordentliche Gutmütigkeit zur Schau. Seine Beine stecken in weiten Pluderhosen und über seinen Bauch spannt sich eine prunkvolle Umformjacke, die mit glänzenden goldenen Schnüren dekoriert ist.
Sein Begleiter stellt einen krassen Gegensatz dar. Er ist lang und dünn. Seine asketischen Gesichtszüge werden von einer nickelgeränderten Brille umrahmt. Er trägt einen gesteiften grauen Anzug und einen Zylinder. 


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"Die Herren mögen verzeihen, dass wir sie so lange ham warten lassen", begrüßt euch der Dicke.
"Ick hoffe, sie ham sich die Zeit derweil jemütlich jemeinsam vertrieben.
Jestatten, dass ich mich vorstelle. Ich bin Muhammad ben Abdallah Nimsi, Herr der Heerscharen, Höchster der Leibwache meines Gebieters, dem Pascha von Tunis. Sie dürfen mich aber jern mit 'Krüger Bei' anreden, denn ursprünglich stamme ick aus Deutschland, aus der schönen Mark Brandenburg.
Der ehrenwehrte Mesch hier an meiner Seite ist der britische Genaralkonsul, Sir Toby Winterbottom."

Der Konsul lüftet den Zylinder und nickt den Anwesenden förmlich zur.

"Aber wollen wir es uns nicht ein wenig jemütlich machen. Im Sitzen plaudert es sich ja immer leichter."
Mit den Worten lässt sich Krüger Bei schwerfällig auf den Teppich nieder. Auch der Konsul setzt sich neben ihn und legt seinen Zylinder vorsichtig neben sich.
Krüger Bei klatscht in die Hände, worauf sofort der Diener mit einem Tablett mit einer Karaffe Dattelwein und Gläsern erscheint.
Der Oberst der Leibwache schenkt sich ein und meint: "Der Prophet verbietet dem Rechtgläubigen zwar den Genuss von Getränken, welche trunken machen, aber wer hätte schon gehört, dass man von so einem kleinen Fingerhut voll, einem Schwips bekommt. Zum Wohl!"



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Re: [IScdP] 1. Kapitel - In Tunis
« Antwort #18 am: 19.04.2017 | 10:44 »

Mark Brandenburg? Kahrim kramt in seinem Wissen rum, aber so richtig hat er sich mit den Preußen nie beschäftigt. Weder der Name noch der starke Akzent des Deutschen konnte im weiterhelfen, diesen einzuschätzen. Aber sich des Namens des Propheten anzumaßen und dann seine Worte so zu missachten, sprach für sich. Kurz rief er sich die Worte Dschaʿfar as-Sādiq ins Gedächtnis.

"Sidi Bei, ist mir eine Ehre ihre Bekanntschaft zu machen und auch wenn ihnen die Geflogenheiten gastfreundschaftlicher Pflichten bekannt sind, so würde ich doch gerne erfahren, wie wir dem Pascha zu Diensten sein können".

Offline Conan der Barbier

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Re: [IScdP] 1. Kapitel - In Tunis
« Antwort #19 am: 19.04.2017 | 11:56 »
Als die beiden Herren eintreten, erhebt sich Mr. Lloyd, wenn auch mit einiger Mühe – wobei er jedoch keine Miene verzieht, trotzdem seine Beine eingeschlafen sind. Dem Konsul wie auch dem Bei gegenüber deutet er eine Verbeugung an. "Euer Exzellenz... Herr Konsul..." Nachdem er wieder Platz genommen hat, mustert er insbesondere den Deutschen eingehend. Dass der dem Wein so freudig zuspricht, verwundert den Briten durchaus, auch wenn er sich hiervon wiederum nichts anmerken lässt. Allzu weit her scheint es mit der Bekehrung des Bei zum Islam also nicht zu sein...

Arthur selbst nimmt nur aus Höflichkeit ein Glas an, zieht er doch einen klassischen Wein dem Dattelerzeugnis vor. Er prostet beiden Männern gemessen zu, nippt der Form halber und meint dann: "Muss Mr. El-Ahmed da zustimmen – interessiert mich brennend, zu welchem Zweck wir hier versammelt sind. Kalkuliere, die Zeichen stehen auf Ärger, wie?" Dabei huscht sein Blick zwischen Bei und Konsul hin und her.
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Re: [IScdP] 1. Kapitel - In Tunis
« Antwort #20 am: 21.04.2017 | 14:53 »
Auch Pierre Matthis steht auf, wohl eher als Reaktion auf die Vorstellung des Engländers.

"Ich bin ebenfalls sehr erfreut ihre Connaissance, ähh, Bekanntschaft zu machen, Konsul Winterbottom. Und ich bin überrascht, aber freue mich, sie so schnell wiederzusehen, Kruger Bei.", Matthis hat so seine Probleme mit dem "ü" und verbeugt sich leicht gegenüber beiden.

"Wir alle hier sind außerordentlich neugierig, was uns hier zusammengeführt hat."

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Re: [IScdP] 1. Kapitel - In Tunis
« Antwort #21 am: 24.04.2017 | 02:16 »
Raschid schlägt zur Begrüßung seiner Gastgeber die Augen nieder. Eine Geste die er wiederholt um nicht mitansehen zu müssen wie Krüger Bei Alkohol trinkt.
Trotz seiner Erfahrungen im Umgang mit Franzosen und Engländern bereitet der leichtfertig zur schau gestellte Genuss von Alkohol ihm immer noch einiges an Unbehagen.
 Schließlich schließt er sich der Frage des Franzosen an.

"Allah yusallmak Sidi, womit können wir zu Diensten sein?"
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Re: [IScdP] 1. Kapitel - In Tunis
« Antwort #22 am: 27.04.2017 | 07:14 »
Endlich beginnt Krüger Bei zu sprechen und wechselt dabei plötzlich zum vertrauten Du.
"Wie ick sehe, sind hier  alle schon janz gespannt, worum es sich handeln tut. Dann will ich euch mal nicht weiter auf die Folter spannen.
Ick und der geschätzte Konsul haben euch herrufen lassen, da eine Situation einjetreten ist, die nach einer Lösung mit fingerspitzenjefühl schreit und wir denken, dass ihr uns dabei helfen könnt.
Vor ein paar Wochen ist ein Deutscher mit dem Namen Oskar von Steinbach mit einem Führer in den Süden zu einer Besichtigungsreise aufjebrochen. Vor zwei Tagen kam sein Führer allein nach Tunis zurück und berichtete, dass der Herr Steinbach durch eine unbedachte Äußerung den Unwillen des Wekils der Oase Kebili hervojerufen hat.
Der Wekil ist ein Mann, der bekannt dafür ist, der kleine Spaße schwer abtun kann. Also ließ den Steinbach kurzerhand bastonieren und anschließend einsperren.
Dat Unanjenehme an der Sache ist, dass dieser von Steinbach mit denen von Bismarcks jut bekannt ist und es zu befürchten steht, dat es eine unanjenehme Affäre jeben könnt, wenn er nicht wieder in einem Stück in die Heimat zurückkehrt."

"Ich darf sie ein wenig über die Brisanz der Lage aufklären", mischt sich an dieser Stelle Sir Toby ein.
"Pascha Sadik Bey versucht die Unabhängigkeit seines Landes zu bewahren. Dies ist nicht so einfach, da Tunesien offiziell unter des Herrschaft des Sultans in Stambul steht. Daneben hat Tunesien hohe Staatsschuldung gegenüber Frankreich und Italien. Gerade Frankreich würde gern seinen Einfluss in Nordafrika ausweiten. Ein Zwischenfall, bei dem ein Europäer mit hohen Ansehen zu Schaden kommt, könnte Frankreich zum Beispiel einen Grund liefern, ihren Herrschaftsanspruch von Algerien auf Tunesien auszuweiten. Deshalb wollen wir diese Angelegenheit schnell und unauffällig bereinigen."

"Was erschwerend hinzukommt", ergänzt Krüger Bei, "ist, dass der Wekil von Kebilli dem osmanischen Sultan näher steht, als dem Pascha in Tunis."
"Jetzt werdet ihr euch fragen, was eure Rolle bei der Sache sein soll. Wegen der politischen Lage will der Bey keinen Soldatentrupp zur Oase schicken. Dafür sollt ihr diese Reise antreten und dem Wekil ein persönliches Schreiben des Beys überbringen. Es ist davon auszugehen, dass der Wekil euch aufgrund der persönlichen Bitte des Paschas Oskar von Steinbach aushändigen wird und ihr ihn nach Tunis zurückbringen könnt."

Kürger Bei wendert sich Athur Lloyd zu.
"Der Konsul sagte mir, dass du ohnehin vorhattest, eine Reise zum Schott el Dscherid zu unternehmen, da würde es sich ja anbieten, diesen kleinen Botendienst zu übernehmen. Und man hat mir berichtet, das dieser Raschid ben Yussuf hier, eine ausgesprochen gute Wahl für einen Führer in der südlichen Wüste wäre. Deshalb habe ich mir erlaubt, auch ihn zu unserer Unterredung einzuladen. Da wir nicht wissen, in welcher gesundheitlichen Verfassung der gute Steinbach ist, schlug der Pascha Sadik Bey selbst vor, dass der fähige Hakim Karim El-Ahmed auch die Expedition begleiten solle."
Kürger Bei nickt Karim El-Ahmed aufmunternd zu.
"Schließlich ist mir vor ein paar Tagen zufällig dieser Herr hier," er blickt zu Pierre Mathis herüber und zwinkert ihm kameradschaftlich zu, "über den Weg gelaufen. Nach einer kurzen Unterhaltung bin ich zu dem Schluss jekommmen, dass er diese Jesellschaft mit seinen Fähigkeiten jut ergänzen würde.
Der Pascha wünscht, dass ihr sobald wie möglich aufbrecht und ihr erhaltet eine Reisebörse von 1500 Piastern."

Der Konsul räuspert sich und ergänzt.
"Außerdem stiftet die britische Regierung eine Prämie von 150 £ für jeden von ihnen, wenn sie den Deutschen wieder wohlbehalten nach Tunis zurückbringen."

"Na, da seht ihrs, ihr Glückpilze. Ihr seid vom Propheten gesegnet", lacht Krüger Bei gutgelaunt.
"Ihr macht eine jemütliche Unterhaltungsreise, die ihr auch noch bezahlt bekommt und erhaltet dafür auch noch ne Belohnung obendrauf als Sahnehäubchen. Was sagt ihr dazu?"
« Letzte Änderung: 27.04.2017 | 07:45 von Waylander# »

Offline Greifenklaue

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Re: [IScdP] 1. Kapitel - In Tunis
« Antwort #23 am: 27.04.2017 | 10:40 »
"Das ist mal ein überraschendes Angebot. Und wenn die Pechsträhne von Mr Lloyd weiteranhält, wird das tatsächlich eine Kaffeefahrt ... Bitte, zählen sie auf mich."

Pierre ist sichtlich interessiert, allein der Gedanke aus dem überfüllten Tunis erstmal wegzukommen und vielleicht einen sicheren Rückzugsort, ein Versteck zu finden, kann ja nicht schlecht sein. "Und Gelegenheit macht Diebe, sagt man sich so schön ...", denkt Pierre so bei sich.

Und das ausgerechnet die Franzosen, seine Landsmänner, hier ihre Verwaltung aufbauen, wäre so ziemlich der schlechteste Fall. Mit Deserteuren verstanden die meinsten Militätverwaltungen keinen Spaß.
"In den letzten zehn Jahren hat sich unser Territorium halbiert, mehr als zwanzig Siedlungen sind der Verderbnis anheim gefallen, doch nun steht eine neue Generation Grenzer vor mir. Diesmal schlagen wir zurück und holen uns wieder, was unseres ist.
Schwarzauge wird büssen."

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Offline Conan der Barbier

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Re: [IScdP] 1. Kapitel - In Tunis
« Antwort #24 am: 27.04.2017 | 11:18 »
"Hm..." brummt der Brite nachdenklich. "Will aber doch hoffen, dass wenigstens am Wege etwas zu finden ist, von dem zu berichten sich lohnt. Will dem deutschen Gentleman gern aus der Patsche helfen, aber es wäre eine fatale Blamage, wiederum heimzukehren, ohne ein Abenteuer erlebt zu haben." Ihm scheint die Schilderung Krüger Beis und Sir Tobys, nach der es sich um eine gemütliche, gefahrlose Reise handeln soll, weniger zu gefallen als Pierre. Dennoch meint er schließlich: "Well, wollen also sehen, was dieser Pascha Sadik Bey zu sagen hat." Nur bei der Erwähnung der Belohnung winkt er stolz ab. "Mögen die Gelder behalten oder dem Kuckuck geben - Arthur Lloyds Unterschrift gilt überall in der Welt genug für sein Reisegeld."
Furztrocken!

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