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Autor Thema: [SoA 1. Akt] Tot & begraben  (Gelesen 1714 mal)

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Offline KAW

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Re: [SoA 1. Akt] Tot & begraben
« Antwort #125 am: 14.11.2017 | 21:56 »
IM WOHNZIMMER

"Danke, darauf werde ich gerne zurück kommen.", antworte ich mit leichtem Lächeln. Den etwas zu langen Handkuss übersehe ich höflich, nehme mir aber vor, Hans zu fragen, ob er mich zur Sternwarte begleiten möchte.

Danach gehe ich zu dem Bücherregal, wo ich zuvor gestört worden war und nehme das Buch "Teleskope machen noch keinen Astronomen" an mich, da die Frau Professor es mir ja quasi geschenkt hatte. Im Anschluss suche ich Hans auf. "Ich gebe zu, dieser Nachmittag verläuft ein wenig anders, als ich es erwartet hatte. Es ist wirklich schade, dass ich Herrn von Eisenstein nie kennen gelernt habe. Er muss ein sehr außergewöhnlicher und vielseitig interessierter Mann gewesen sein."
Agathe Lohenstein
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Offline Der Läuterer

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Re: [SoA 1. Akt] Tot & begraben
« Antwort #126 am: 15.11.2017 | 00:12 »
IM WOHNZIMMER

Bevor der Mann den Raum verlässt, gibt er Dir noch unauffällig seine Visitenkarte.

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« Letzte Änderung: 15.11.2017 | 07:44 von Der Läuterer »
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Offline Joran

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Re: [SoA 1. Akt] Tot & begraben
« Antwort #127 am: 15.11.2017 | 04:45 »
IN DER KÜCHE

Ich folge Trudis Einladung und lausche gemeinsam mit ihr in den Schacht des Speiseaufzugs. Dabei frage ich mich, ob dies eine Einbahnstraße ist oder ob die Herrschaft wohl manchmal genauso verfährt und die Gespräche in der Küche belauscht ... Vorsorglich verhalte ich mich still, während ich den Gesprächen zu folgen versuche.
Anton Hempel
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Offline Der Läuterer

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Re: [SoA 1. Akt] Tot & begraben
« Antwort #128 am: 16.11.2017 | 07:39 »
IM WOHNZIMMER

Ein fragender Blick auf die Visitenkarte und Agathe geht hinter Herrn Blumberg her. An der Tür zum Salon holst Du ihn ein, bevor er durch die bereits geöffnete Tür entschwinden kann.
Auf Deine Frage nach der Adresse schaut er Dich an, mit einem warmen Lächeln.
"Überraschen Sie mich, Frau Lohnstein."
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Offline Mondsänger

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Re: [SoA 1. Akt] Tot & begraben
« Antwort #129 am: 17.11.2017 | 10:13 »
Im Wohnzimmer

Als Agathe mich anspricht, scheine ich mich erst einmal aus dem Gedicht lösen zu müssen. Ich wirke etwas verwirrt und fahrig.

"Ja allerdings, meine Liebe."

Unklar worauf sich das nun bezieht. Abwesend falte ich den Zettel zusammen und lege ihn - glattgestrichen und gefaltet - auf den Tisch, so dass er nicht per Zufall fortgeworfen wird. Erst dann scheint mein Blick wieder vollkommen im Hier und Jetzt anzukommen. Es wirkt ein wenig als erwache jemand aus dem Schlaf.

"Wirklich sehr merkwürdig das Alles, nicht wahr?"

Ich beginne an meinen Fingern abzuzählen.

"Zuerst ein ungeahnter Bruderzwist."

Bei jedem neuen Satz schießt ein Finger vor und wird bestätigend vom Zeigefinger der anderen Hand beklopft.

"Dann ein Zusammenbruch. Gefolgt von der Offenbarung, dass mein lieber Freund und Kollege offenbar alles Geld in eine Sternwarte gesteckt hat. Sein Bruder ist als Missionar einem Fluch erlegen. Und nun wurden auch noch eingeladen, uns diesen mysteriösen dunklen Stern anzusehen."

Alle fünf Finger einer Hand sind abgezählt und ich blicke fragend zuerst zu Agathe, dann zum Rest der Anwesenden.

"Habe ich etwas essentielles vergessen oder übersehen?"
Hans Hermann Lohenstein
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Offline KAW

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Re: [SoA 1. Akt] Tot & begraben
« Antwort #130 am: 17.11.2017 | 22:47 »
Im Wohnzimmer

"Und dann auch noch dieser Todesfall in Zusammenhang mit der Sternwarte, der heute morgen in Zeitung stand", ergänze ich, "In der Tat, es ist alles sehr seltsam. Und auch diese Visitenkarte wirft mehr Fragen auf." Mit diesen Worten zeige ich Hans die eben erhaltene Karte. "Aber ich gebe zu, so seltsam dies alles ist, es weckt auch mein Interesse. Ich bin schon richtig gespannt auf dieses Buch und möchte auch der Sternwarte bald einen Besuch abstatten."

Kurz unterbreche ich meinen Redeschwall, um mir das Haar zu richten und Hans Gelegenheit zur Antwort zu geben. Dann werfe ich einen Blick aus dem Fenster und versuche die Zeit einzuschätzen. Keine einfache Aufgabe, ist es doch den ganzen Tag schon düster und nebelig. "Was meinst du, hans. Sollen wir uns nochmals unter die Trauergemeinde mischen?"
Agathe Lohenstein
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Offline trondetreublatt

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Re: [SoA 1. Akt] Tot & begraben
« Antwort #131 am: 18.11.2017 | 17:23 »
Im Wohnzimmer

Mit aufmerksamem Blick folge ich der Aufzählung von Prof. Lohenstein.

"Vergessen haben Sie höchstens noch die Andeutungen des Herrn Pastors über Mord. Er scheint ja der Meinung zu sein, dass gleich mehrere Personen ein Interesse gehabt haben könnten, unserem gemeinsamen Freund sein Leben zu nehmen. Darunter seine eigene Tochter! Das erscheint mir doch alles mehr als unwahrscheinlich, aber ich werde dennoch einmal in Erfahrung bringen, ob letztlich eine natürliche Todesursache festgestellt werden konnte."

Als hätte ich den letzten Teil doch lieber nur gedacht anstatt ihn auszusprechen, schaue ich aufmerksam zu den anderen Anwesenden auf. "Eine reine Vorsichtsmaßnahme, natürlich. Ich bin sicher, es handelt sich lediglich um die Hirngespinste eines missgünstigen Bruders, dem das Leben übel mitgespielt hat. Ich kann mich doch auf Ihrer beider Diskretion verlassen, was das angeht? Wir wollen ja keine Gerüchte in die Welt setzen."

Dann setze ich hinzu, als sei es mir erst jetzt eingefallen: "Wie unhöflich, ich habe mich Ihnen noch gar nicht vorgestellt. Dr. Degebach mein Name, Ludwig Degebach. Verzeihen Sie, wenn ich es mir anmaße, das zu sagen. Aber durch dieses gemeinsame Erlebnis hier," und ich deute vage in Richtung der schweren Tür, um damit den unheimlichen Pastor, dessen dunkle Andeutungen und die mysteriöse Gestalt des Herrn Blumberg in einer einzigen Geste zusammenzufassen "durch dieses seltsame Erlebnis fühle ich mich Ihnen beiden schon fast etwas verbunden, ohne Sie überhaupt zu kennen."

Mit einem Lächeln im Gesicht strecke ich dem Paar die Rechte entgegen. Ich versuche, einladend zu wirken, doch das Lächeln gerät etwas schief und das trübe Tageslicht zeichnet einen tiefen Schatten in die lange Narbe auf meiner Wange. Zum Glück gewittert es nicht.
« Letzte Änderung: 19.11.2017 | 06:48 von trondetreublatt »
Dr. Ludwig Gotthold Degebach
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Offline Der Läuterer

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Re: [SoA 1. Akt] Tot & begraben
« Antwort #132 am: 19.11.2017 | 14:23 »
IM WOHNZIMMER

Ein wenig Zeit ist vergangen, seitdem Blumberg das Wohnzimmer verlassen hat.
Ihr braucht etwas, die ganzen Neuigkeiten sacken zu lassen, die ihr erfahren habt, Euch damit auseinander zu setzen bzw. Euch davon zu erholen.

Ihr hört, wie etwas im Speiseaufzug hoch gezogen wird und nehmt den Duft von Fleischpastete wahr.
Etwas später erscheint die Haushälterin. Sie nimmt eines der beiden Tabletts heraus und schaut Euch aufmunternd an.
"Wie schnell doch die Zeit vergeht. Haben die werten Herrschaften vielleicht Lust auf etwas leckere Pastete. Die Herrschaft hat bereits den Bordeaux dekantiert."

"Wenn Sie möchten, folgen Sie mir bitte in den Salon."
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Re: [SoA 1. Akt] Tot & begraben
« Antwort #133 am: 20.11.2017 | 17:28 »
Im Wohnzimmer

Ich nicke bestätigend zu Agathe.

"Verständlich das du dir das ansehen willst. Ich muss zugeben, dass auch mein Interesse geweckt ist."

Ein weiteres Nicken besiegelt die Aussage und transformiert sie zu einem Tagesordnungspunkt der näheren Zukunft. Auf die Worte und die Geste des Arztes hin, ergreife ich die angebotene Hand und schüttele sie.

"Hans Hermann Lohenstein."

Ich deute auf meine Gattin neben mir und trete selber einen Schritt zur Seite.

"Und wenn ich vorstellen darf: Meine Frau Agathe."
Hans Hermann Lohenstein
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Re: [SoA 1. Akt] Tot & begraben
« Antwort #134 am: 20.11.2017 | 19:32 »
IM WOHNZIMMER

Auf dem zweiten Tablett, das Trudi aus dem Speiseaufzug nimmt, liegt eine tadellos gebügelt Zeitung - das Berliner Abendblatt.
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Offline trondetreublatt

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Re: [SoA 1. Akt] Tot & begraben
« Antwort #135 am: 21.11.2017 | 16:01 »
IM WOHNZIMMER

"Sehr erfreut," ich schüttele den beiden die Hand. Ein geübter, kräftiger Händedruck, der wohl Vertrauen aufbauen soll, wo es Gesichtsausdruck und Gebaren nicht vermögen. "Und übrigens, meine Hochachtung dazu, wie Sie den Herrn Pastor da vorhin in seine Schranken gewiesen haben, Herr Lohenstein. Wirklich, das hätte ich nicht besser hinbekommen." Ich schüttele verständnislos den Kopf. "Ein solches Verhalten von einem Geistlichen, sowas ist mir noch nicht untergekommen. Wurde wohl Zeit, dass ihm mal jemand die Leviten liest, wenn ich das so sagen darf."

Als Trudi dazukommt, wende ich mich an sie: "Sehr aufmerksam, meine Liebe. Und schön zu sehen, dass Sie sich von dem Schrecken erholt haben." Ich kann mir nicht verkneifen, mit einem Grinsen hinzuzufügen: "Sie haben ja sogar wieder Farbe im Gesicht!" Ich halte ihr die Tür zum Salon auf, da die schwere Tür mit einem Essenstablett in der Hand nicht allzu leicht zu öffnen sein dürfte. "Nach Ihnen, Werteste."

Dann folge ich ihr in den Salon. Im schummrigen Licht, das durch die schweren Vorhänge fällt, ist erstaunlicherweise noch die ganze, zugegeben kleine, Trauergemeinde versammelt. Lediglich der Pastor hat seine Schäfchen sich selbst überlassen und seinen Schrank von einem Helfer gleich mitgenommen. Oder ist er bloß im Nebenraum? Bei dem Gedanken schießt mein nervöser Blick unwillkürlich zum anderen Eingang des Salons, bevor ich mich wieder in den Griff bekomme. Ludwig Gotthold, ein Kerl wie du hat doch vor so einem keine Angst! Das ist doch bloß ein ganz kleiner, gebrochener Mann. Da müssten schon ganz andere kommen... Dennoch kann ich eine gewisse Nervosität nicht abschütteln, als ich um die - inzwischen weniger festliche, dafür umso mehr mit Krümeln und Kaffeeflecken verzierte - Tafel herumgehe, um noch einmal in Ruhe der Witwe meine Aufwartung zu machen. "Frau von Eisenstein, ich hoffe, es geht Ihnen gut?" Das ist bei diesem Anlass vielleicht nicht die glücklichste Formulierung. Ich meine, haben Sie sich von Ihrem kleinen Ohnmachtsanfall erholt?" Nachdem sie dies bejaht, fahre ich fort: "Ich möchte Ihnen noch einmal mein herzliches Beileid aussprechen. Es ist wirklich eine schreckliche Tragödie. Bitte, lassen Sie es mich wissen, wenn ich Ihnen in dieser schwierigen Zeit irgendwie beistehen kann." Ich hoffe nur, das nimmt sie jetzt nicht allzu wörtlich. An der Klinik habe ich schon mehr als genug zu tun...

In der Zwischenzeit hat Trudi geschwind die Tafel abgeräumt und gesäubert und serviert nun die Fleischpastete. Gemeinsam mit dem schweren Duft des Bordeaux bleibt die belebende Wirkung auf die Trauergemeinde nicht aus. Selbst die Trägsten erwachen nun aus ihrem Schlummerzustand und machen sich über die Köstlichkeiten her. Auch ich habe neben der Witwe Platz genommen und esse mit Appetit. Schließlich ist dies meine erste Mahlzeit seit einem eher kargen Frühstück. Und mit vollem Magen sieht die Welt schon wieder anders aus. Das flaue Gefühl im Magen verflüchtigt sich und nimmt die bösen Vorahnungen gleich mit... hoffe ich zumindest.
Auch das Berliner Abendblatt hat seinen Weg in den Salon gefunden, liegt aber noch unbeachtet auf einem Beistelltisch aus dunklem Nussholz.
« Letzte Änderung: 22.11.2017 | 16:29 von trondetreublatt »
Dr. Ludwig Gotthold Degebach
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Re: [SoA 1. Akt] Tot & begraben
« Antwort #136 am: 21.11.2017 | 18:11 »
IN DER KÜCHE

Als Trudi sich anschickt, die kalte Fleischpastete zu servieren, mache ich mich auf den Weg zu dem kleinen Laden für Tabackwaren und Zeitungen, den ich auf der Hinfahrt entdeckt habe, um die Zeitungen zu besorgen.
Anton Hempel
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Re: [SoA 1. Akt] Tot & begraben
« Antwort #137 am: 21.11.2017 | 23:44 »
IM SALON

"Sehr erfreut.", antworte ich mich einem leichten Lächeln auf den Lippen, als Hans mich vorstellt. Anschließend folge ich den beiden Herren zurück in den Salon. Ein flüchtiger Blick verrät, dass der Pastor wohl nicht mehr anwesend ist und sogleich entspanne ich mich ein wenig.

Nachdem die Plätze, an denen Hans und ich ursprünglich saßen, mitterlweile besetzt sind, bewege ich mich auf einen anderen Platz zu. "Verzeihen Sie, ist hier noch frei?", erkundige ich mich bei der jungen Frauen, neben den drei leeren Stühlen, die zuvor schweigend vor sich hingeblickt hatte und einen etwas verlorenen Eindruck auf mich machte. Nachdem sie bejaht hat, nehme ich Platz und stelle mich vor. "Nun, dann bin also immerhin nicht die einzige hier, die nicht zur Familie gehört und kaum jemanden kennt.", antwortet die junge Dame und stellt sich als Emilia vor. "Verlobte von Phillip Hoffmann, dem Patenkind von Professor Eisenstein. Mit diesem Teil der Familie hatte ich bislang allerdings nur wenig zu tun."

Emilia verbirgt ihren Widerwillen nur unzureichend, was ich zwar unangemessen, aber doch auch nachvollziehbar finde. "Aber Phillip uns ein Patenonkel standen sich dann wohl sehr nahe?", erkundige ich mich und beginne mich an der Pastete zu bedienen, nicht zuletzt um der jungen Frau Zeit zum Erzählen zu geben.
Agathe Lohenstein
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