Autor Thema: [Essay] Die Spieler  (Gelesen 2076 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Offline Vasant

  • Adventurer
  • ****
  • Hegel der Rollenspielrunden
  • Beiträge: 846
  • Username: Vasant
Re: [Essay] Die Spieler
« Antwort #25 am: 5.10.2017 | 12:10 »
Keine Sorge. Ich verlange zwar kein Tanelorn-Gütesiegel, aber Regel 0 wird von mir eingehalten. Und da kann ich sogar zwischen den Messgrößen "Freundschaft" und "Rollenspieltauglichkeit" trennen (behaupte ich hier einfach, weil ich schon Leute aus Runden rausgenommen habe, mit denen ich mich immer noch befreundet wähne)  ;)
Aber mal zurück zum Essay: Wenn ich mit Laws' Spielertypen arbeite, analysiere ich die Spielertypen und sehe: "Aha, der Kerl ist also ein Taktiker. Statt mich also darüber aufzuregen, dass er immer so viel überlegt und plant, sollte ich das Spiel so gestalten, dass er mit seiner Planung tatsächlich etwas Positives erreichen kann, alle besser aussehen, er seinen Spaß hat und es trotzdem voran geht".
Wenn ich mit den Spielertypen aus dem Essay arbeite, sehe ich: "Aha, der Kerl ist also ein Bedenkenträger und Planer. Er sollte diese positiven Eigenschaften haben, hat er aber nicht. Der Blechpirat sagt, wenn er dominiert, geht das Spiel nicht weiter." Daraus folgt – ja was genau? Ich sollte ihn möglichst unterbuttern, damit wir alle was vom Spiel haben? Oder, weil das Essay ja an Spieler gerichtet ist, linke ich ihm das mal, damit er sich in die von dir idealisierte Richtung verbessert?

Offline Blechpirat

  • FAteexpeRT
  • Moderator
  • Mythos
  • *****
  • My life is an adventure game by Douglas Adams.
  • Beiträge: 9.616
  • Username: Karsten
    • Richtig Spielleiten!
Re: [Essay] Die Spieler
« Antwort #26 am: 5.10.2017 | 13:40 »
Aber mal zurück zum Essay: Wenn ich mit Laws' Spielertypen arbeite, analysiere ich die Spielertypen und sehe: "Aha, der Kerl ist also ein Taktiker. Statt mich also darüber aufzuregen, dass er immer so viel überlegt und plant, sollte ich das Spiel so gestalten, dass er mit seiner Planung tatsächlich etwas Positives erreichen kann, alle besser aussehen, er seinen Spaß hat und es trotzdem voran geht".
Wenn ich mit den Spielertypen aus dem Essay arbeite, sehe ich: "Aha, der Kerl ist also ein Bedenkenträger und Planer. Er sollte diese positiven Eigenschaften haben, hat er aber nicht. Der Blechpirat sagt, wenn er dominiert, geht das Spiel nicht weiter." Daraus folgt – ja was genau? Ich sollte ihn möglichst unterbuttern, damit wir alle was vom Spiel haben? Oder, weil das Essay ja an Spieler gerichtet ist, linke ich ihm das mal, damit er sich in die von dir idealisierte Richtung verbessert?

Guter Punkt! Eigentlich habe ich da zwei Teile zusammengeworfen, die nicht zusammen gehören. Die Typisierung ist - jetzt mit ein paar Tagen Abstand betrachtet - eine Reaktion auf Vermis SL-Lob und eine Aufarbeitung von zwei Dresden Files Runden in enger zeitlicher Abfolge mit sehr unterschiedlichen Spielern.

Laws Typisierung ist ja eine Methode, in die der SL seine Spieler einsortieren kann um sie besser zu bespaßen. Meine Typisierung verfolgt den Ansatz, gut funktionierende Runden über wichtige, von den Spielern zu besetzende, Funktionen zu erklären. Ich glaube nicht, dass jemand sich selbst als Spieler korrekt einsortieren würde und so eine Anleitung erhält, wie er "Besser Spielen" kann. Insofern ist diese Typisierung schon fast wieder eine Hilfe für den SL (ich komme aus meiner Rolle einfach nicht raus  :'( ), mit der er seine Runde analysieren kann. Ich möchte mal behaupten, dass du für ein schnelles Erzähltempo dominante Antreiber brauchst, mit dominanten Bedenkenträgern oder Taktikern geht das nicht. Egal, was du als SL anstellst!

Der zweite Teil ist eher eine Anleitung fürs "Richtig Rollenspielen!". Das gehört nicht wirklich zusammen, da hast du recht. Wenn ich das mal überarbeite, werde ich das trennen.