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Autor Thema: Splittermond vs. Pathfinder  (Gelesen 988 mal)

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Offline Holycleric5

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Splittermond vs. Pathfinder
« am: 4.01.2018 | 12:46 »
Hallo Tanelorn-Community,

mehr oder weniger bei Release war ich bei Splittermond dabei, habe seitdem einige Runden mit der Einsteigerbox geleitet, eine kurze Forenrunde mit dem GRW und hier und da einen Oneshot mit dem GRW und einigen Erweiterungsregeln (z.B. Götterband, Bestien und Ungeheuer) geleitet.

Die anfängliche Begeisterung für Splittermond ist jedoch wieder etwas abgeflaut.

Auch wenn das Ticksystem Dinge wie die Waffengeschwindigkeit wunderbar abbildet, wird es jedoch bei zu vielen Gegnern leicht unübersichtlich.

Kämpfe können selbst gegen niedrigstufige Gegner vergleichsweise zäh werden (z.B. Skelette und Grabbeißer).

Nach Weihnachten habe ich mir die Deutsche Pathfinder Einsteigerbox bestellt und leite zurzeit das enthaltene AB "Schwarzzahns Hort". Parallel lese ich wieder in meinen englischen Pathfinderbüchern.

Natürlich hat Pathfinder auch einige Tücken Tücken (Auszug) :
- Möchte man auch auf den höheren Stufen noch effektiv sein, ist eine akribische Vorausplanung unerlässlich. Einen Charakter selbst auf einer etwas höheren Stufe "blind" zu bauen ist oftmals keine Gute Idee (Ich erinnere mich noch an meinen ersten Magus, den ich mir "nur" auf Stufe 6 gebaut habe)

- Ausführliche Tipps zu Abenteuern außerhalb von Dungeoncrawls (z.B. Intrigen, Horror und Wildnis) gibt es erst in Erweiterungsbänden (z.B. Ultimate Intrigue, Horror Adventures, Ultimate Wilderness)

- Reine "Blast"-Magier sind ineffektiv

- Der Hinterhältige Angriff des Schurken wirkt gegen viele Arten von Kreaturen nicht (z.B. Untote, Schleime, Elementare)

Aber Pathfinder hat auch seine Vorzüge:
- Die verschiedenen Charakterklassen spielen sich unterschiedlich ( Z.B. spielt sich ein Mönch anders als ein Waldläufer oder Hexenmeister)
- Die Auswahl an Kreaturen ist sehr groß (vom Wolf bis zum Erzteufel hat man eine riesige Bandbreite an Kreaturen)


Wo seht ihr die Vor-und Nachteile von Pathfinder und Splittermond?
Welches der beiden Systeme spielt ihr zur Zeit?
Würdet ihr noch einmal zum jeweils anderen System zrückkehren? Warum (nicht)?

Über Antworten freue ich mich.

Holycleric5
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Offline Feuersänger

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Re: Splittermond vs. Pathfinder
« Antwort #1 am: 4.01.2018 | 13:20 »
*tag*

Könnte ein interessanter Thread werden... hab allerdings Splittermond noch nicht gespielt. Hab nur einmal das GRW quer gelesen und hatte da auch so den Eindruck - ähnlich wie bei PF - dass man da stark nach Synergien suchen und diese ausbeuten kann/muss, und wenn man diese Synergien kennt rockt man das Haus, und wenn nicht dümpelt man so im trüben Wasser.

Kleine Korrektur zum Thema Pathfinder -- fast ein Nitpick: der Sneak Attack des Rogue wirkt in PF auch gegen Untote und ist dadurch um Längen nützlicher als in 3.5. Dennoch wurde der Rogue vom allgemeinen Powercreep abgehängt und gilt jetzt allgemein als Träger der Roten Laterne.

Nunja, wie dem auch sei. Ich spiele derzeit eigentlich nur Pathfinder, aber nicht weil ich Fanboy wäre oder es für supertoll halte. Es war halt einfach das System, für das sich ein SL erbötig gemacht hat. ^^
Der :T:-Sprachführer: Rollenspieler-Jargon

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Offline Greifenklause

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Re: Splittermond vs. Pathfinder
« Antwort #2 am: 4.01.2018 | 13:36 »
*tag*

Könnte ein interessanter Thread werden... hab allerdings Splittermond noch nicht gespielt. Hab nur einmal das GRW quer gelesen und hatte da auch so den Eindruck - ähnlich wie bei PF - dass man da stark nach Synergien suchen und diese ausbeuten kann/muss, und wenn man diese Synergien kennt rockt man das Haus, und wenn nicht dümpelt man so im trüben Wasser.
...

Nope, bzw nur bedingt:
Aus eigener Erfahrung: Zu Beginn von Splittermond hatte ich den PG-Charakter in der Runde dank töfter Synergien.
Die anderen haben mich aber eingeholt bis überholt, ohne dass ich meinen Vorsprung halten oder gar ausbauen konnte.

@Holycleric zu "Ticksystem":
Ich finde, dass es gerade einen besseren Überblick schafft, vielleicht aber auch nur, weil wir ständig die Tickliste verwenden, während wir bei DSA und Konsorten uns immer einbildeten, der SL hätte schon den Überblick über die Reihenfolge. Wir als Spieler dann aber eben nicht...
Wir verwenden bei Splittermond stets zwei ikonische Würfel oder Symbole oder Miniaturen. Einen für die Tickleiste und ein erkennbares Gegenstück für die s.g. "Battlemap". Letztere verwenden wir nicht sklavisch, sondern nur des besseren Überblicks halber.

Zu "Klassensystemen und 'spielt sich unterschiedlich'"
Manche schwören drauf. Ich fange da immer an zu würgen und bin eher "klassophob".
Mein Frontkämpfer "selbst erstellter Gnomberserker" spielt sich anders als der Frontkämpfer "Archetyp: Ritter"
Unser Feuermagier und der Schattenpriester spielen sich verschieden.
Vielleicht ist "spielen sich verschieden" hier nicht ganz richtig, aber sie "fühlen sich verschieden an".
Gerade bei Splittermond können zwei Chars auf dem Papier fast gleich sein, aber dank einzwei unterschiedlicher Meisterschaften fühlen sie sich unterschiedlich an.

Von Pathfinder habe ich allerdings nur die Ahnung, die ihr mir hier im Forum gegeben habt  ;)
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Offline Feuersänger

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Re: Splittermond vs. Pathfinder
« Antwort #3 am: 4.01.2018 | 15:35 »
Nunja, Klassen sind halt ein gutes Werkzeug für den Nischenschutz, weil man standardmäßig schon durch seine Klassenwahl kommuniziert, welche Rolle man im Spiel ausfüllen möchte. Freilich kann man Klassen zuweilen auch untypisch spielen, dann muss man entsprechende Ansagen machen um Mißverständnissen vorzubeugen (z.B. "Ah, der spielt nen Kleriker, dann will er heilen und supporten" wenn du in Wirklichkeit einen Fast Firing Tin-Can of Doom Bogenschützen im Sinn hast. Granted, das ist mehr ein 3.5-Beispiel).

Generell bin ich sehr für Nischenschutz, und mag es nicht wenn - typisch für Baukastensysteme - am Anfang jeder alles so halb und später jeder alles kann. Darum bin ich gerade bei Fantasy ein Freund von Klassensystemen.
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Offline Quendan

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Re: Splittermond vs. Pathfinder
« Antwort #4 am: 4.01.2018 | 15:50 »
Generell bin ich sehr für Nischenschutz, und mag es nicht wenn - typisch für Baukastensysteme - am Anfang jeder alles so halb und später jeder alles kann. Darum bin ich gerade bei Fantasy ein Freund von Klassensystemen.

Wobei das bei Splittermond auch ohne Klassen nicht der Fall ist: Hier kann zwar am Anfang jeder alles so halb, aber am Ende (und schon ab HG2 von 4) musst du dich trotzdem spezialisieren je nach Rolle. Nischenschutz gibt es in Splittermond durch die Steigerungsregeln und die Fähigkeitsprogression. Der Unterschied ist halt, dass das nicht von Start weg festgelegt ist durch die Klasse. Du kannst auch noch halbwegs früh in völlig andere Schienen wechseln (also als Ränkeschmied starten, dann aber schnell voll auf Kämpfer gehen). Aber ab dem Mid-Level ist das nicht mehr praktikabel machbar.

Du kannst höchstens am Ende jemanden spielen, der gar nix richtig kann - aber so jemand ist mir bisher bei Splittermond nicht vorgekommen. ;)

Wobei ein Vergleich da ja auch nur angestellt werden kann, wenn man beide Spiele kennt, klar. :)

Ich spiele beides (bzw. habe bis vor einem Monat parallel auch Pathfinder gespielt, bis ich aus Zeitgründen aus der Runde raus musste). Von der Komplexität sind beide mE ziemlich auf einer Stufe. Große Unterschiede liegen in Schwerpunkten (Splittermond mit stärkerem Schwerpunkt auf non-combat-Situationen). Auch die Magie ist unterschiedlich: In Splittermond weiter verbreitet, in Pathfinder dafür deutlich stärker nach hinten raus und mit mehr "Wumms". Und klar, in Sachen Regeln gibt es einige Unterschiede, aber die dürften ja klar sein. Bei Splittermond finde ich die Charakterentwicklung einfacher in Bezug auf "verskillen" (das ist nicht so leicht machbar bzw. kleinere Fehler sind nicht so schlimm durch die kleineren Steigerungsintervalle und recht niedrigen Kosten) als bei Pathfinder. Dafür ist Pathfinder deutlich einfacher in Bezug auf das Herausforderungsmanagement (auch da Charaktere in höheren Stufen leichter abschätzbar sind in ihren Fähigkeiten als bei Splittermond). In vielem also vor allem eine Geschmacksfrage, was man lieber mag. :)

Aber ich wage zu behaupten, dass wer mit Splittermond klar kommt auch mit Pathfinder klar kommt und umgekehrt. Und wem eines von beidem zu komplex ist, der wird beim anderen vermutlich auch nicht glücklich werden.

Und bei beidem kann (und teils: muss) man sich natürlich auch reinfuchsen. Ich hab zwar früher auch D&D gespielt, aber nie als Hauptspiel. In unserer Pathfinder-Runde hatte ich zweieinhalb Vetaranen dabei, die quasi alle Feats auswendig kannten, wussten was für Builds Sinn ergeben, etc. - da hab ich mich dann oft drauf verlassen und mich selbst nicht reingefuchst. ;) Aber halt gesehen, was geht. Bei Splittermond bin ich (natürlich) tief drin und nehme dann oft weniger erfahrene Spieler bei der Beratung der Steigerungsoptionen oder bei der Frage nach passenden Meisterschaften an die Hand. Bei beiden Spielen gilt meiner Erfahrung nach aber: Wenn sich keiner am Spieltisch tiefergehend damit beschäftigen will, dann wird nicht das volle Potenzial des Spiels in Bezug auf die Charakterentwicklung ausgeschöpft.

Online Ifram

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Re: Splittermond vs. Pathfinder
« Antwort #5 am: 4.01.2018 | 15:52 »
Wir verwenden bei Splittermond stets zwei ikonische Würfel oder Symbole oder Miniaturen. Einen für die Tickleiste und ein erkennbares Gegenstück für die s.g. "Battlemap". Letztere verwenden wir nicht sklavisch, sondern nur des besseren Überblicks halber.
Genau dass hat uns sehr geholfen, den Überblick zu haben und zu behalten. Dabei ist die Tickleiste mit Skizzenfeld unter bemalbarer Folie und obendrein haften die Pöppel magnetisch und sind stapelbar, falls mehrere aufs selbe Tickfeld kommen. Man kann das Ding an die Wand lehnen, ohne dass sich was verschiebt.

Offline Holycleric5

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Re: Splittermond vs. Pathfinder
« Antwort #6 am: 4.01.2018 | 16:13 »
@ Feuersänger:

Ich habe gerade nochmal im Monster Manual nachgelesen und war tatsächlich positiv überrascht, dass Untote nun auch von hinterhältigen Angriffen betroffen werden können.

Ebenso teile ich deine Meinung, dass die Klassen in Pathfinder D&D zum Nischenschutz beitragen.

Generell bin ich sehr für Nischenschutz, und mag es nicht wenn - typisch für Baukastensysteme - am Anfang jeder alles so halb und später jeder alles kann. Darum bin ich gerade bei Fantasy ein Freund von Klassensystemen.

Dieses Phänomen habe ich gerade bei Splittermond beobachtet, als ich einige meiner erstellten Charaktere zumindest "theoretisch" gesteigert habe:

Bis durch den neuen Heldengrad die nächste Höchstgrenze freigeschaltet wurde, "muss" man bei den Fertigkeitssteigerungen in die Breite gehen [also Ränge in andere Fertigkeiten investieren] (Mir ist bewusst, dass man auch weitere Zauber, Meisterschaften und Stärken erwerben kann. Hier geht es jedoch erstmal ausschließlich um Fertigkeiten)

Bei Pathfinder kann ich mich bei jedem Stufenaufstieg entscheiden:
- Möchte ich bestehende Fertigkeiten steigern, vielleicht bis zum zulässigen Maximalwert (-> in die Höhe steigern)?
- Möchte ich neue Fertigkeiten erlernen (-> in die Breite steigern)?

@ Greifenklause
Bezüglich der Individualisierbarkeit durch die Meisterschaften gebe ich dir recht. Dadurch kann man "seinen" Bereich (z.B. Nahkampf, soziales, Heimlichkeit, Zauberei) gut abstecken.

@Quendan
Die Sache mit der Magie sehe ich genauso.

- In Splittermond kann sie jeder einsetzen (und mit EP ggf. "nachträglich" erlernen).
- In Pathfinder sind die höchsten Zauber weitaus mächtiger, allerdings haben nicht alle Klassen Zugriff auf Magie

Und auch ich halte höherstufige Pathfinder-Charaktere für Leichter abschätzbar als Splittermond-Charaktere.

Auch das "Erstellen" von Begegnungen mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden ist in Pathfinder leichter als in Splittermond.

Dafür sind bei Pathfinder (wie bereits im Eingangspost erwähnt) detailliertere Systeme für Nicht-Kampf-Begegnungen eher in Erweiterungsbüchern enthalten.
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Offline Quendan

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Re: Splittermond vs. Pathfinder
« Antwort #7 am: 4.01.2018 | 16:22 »
Bis durch den neuen Heldengrad die nächste Höchstgrenze freigeschaltet wurde, "muss" man bei den Fertigkeitssteigerungen in die Breite gehen [also Ränge in andere Fertigkeiten investieren] (Mir ist bewusst, dass man auch weitere Zauber, Meisterschaften und Stärken erwerben kann. Hier geht es jedoch erstmal ausschließlich um Fertigkeiten)

Nur Fertigkeiten zu betrachten führt aber halt nicht zu einem realistischen Ergebnis, wie es im Spiel vorkommt. :)

Ja, auf HG1 muss man noch etwas in die Breite gehen (durchaus absichtlich vom Design her). In HG2 kann man aber problemlos in seinem Spezialgebiet bleiben und so locker an die Grenze für HG3 kommen (und danach ebenso).

Dabei gilt, dass man halt das Spezialgebiet als ganzes Betrachten muss, was meistens mehrere Fertigkeiten inkl. ihrer Meisterschaften umfasst (beim Kämpfer: mind. eine Waffenfertigkeit, Akrobatik, Zähigkeit, evtl. Athletik und Entschlossenheit; beim Naturcharakter Naturkunde, Überleben, Jagdkunst und evtl. weitere; etc.), passende Stärken, passende Ressourcen (nur für manche Konzepte) sowie eventuell passende Magieschulen.

Mir ist in der Praxis (und ich hab schon mit vielen Leuten zusammengespielt) noch nie jemand vorgekommen, der auf HG2 nicht wusste wo er mit seinen EP hin soll und sehnsüchtig auf die HG3-Schwelle starrte. ;)

Auf HG1 kann das wie gesagt noch vorkommen (wenn auch eher bei seeehr spezialisierten Chars), aber da ist das Absicht um die Schere zu Beginn noch etwas zusammenzuhalten, zumal du halt auf HG1 einfach (absichtlich) weniger Spezialisierungsauswahl dann hast als später.

Offline Flamebeard

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Re: Splittermond vs. Pathfinder
« Antwort #8 am: 5.01.2018 | 17:53 »
Menno... Da hatte ich schon so mehr oder weniger mit Splittermond abgeschlossen, weil's mir mit nachkaufen zu teuer wird und nun fangt ihr wieder mit den Vorteilen der Charakterentwicklung an. Gemeines Volk!

Online Ifram

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Re: Splittermond vs. Pathfinder
« Antwort #9 am: 5.01.2018 | 18:34 »
@Flamebeard:
Guck mal hier, vielleicht findet sich ja was...

Offline sindar

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Re: Splittermond vs. Pathfinder
« Antwort #10 am: 12.01.2018 | 15:03 »
Also ich habe selbst im ersten Heldengrad nur solche Fertigkeiten gesteigert / Staerken, Zauber und Meisterschaften genommen, die ich zu den Kernkompetenzen meines heilenden Waldlaeufers gezaehlt habe, und bin nicht fertig geworden. Wenn man noch Tiervertraute dazunimmt (die in so ziemlich jede Nische passen, wenn man sie richtig baut), werden die Heldengradgrenzen vollends bedeutungslos.
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Offline Blizzard

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Re: Splittermond vs. Pathfinder
« Antwort #11 am: 12.01.2018 | 18:48 »
Menno... Da hatte ich schon so mehr oder weniger mit Splittermond abgeschlossen, weil's mir mit nachkaufen zu teuer wird und nun fangt ihr wieder mit den Vorteilen der Charakterentwicklung an. Gemeines Volk!
SpliMo-Sachen werden aber auch immer wieder gebraucht angeboten...

Zum Thema 'SpliMo vs. Pathfinder' kann ich nicht viel sagen, da ich PF nicht kenne. Was man aber so hört & liest, dürften sich die beiden in Puncto Komplexität nicht viel schenken.
"Wir leben nach den Regeln, wir sterben nach den Regeln!"

"Wer nicht den Mut hat zu werfen, der wird beim Würfeln niemals eine Sechs erzielen."

Online SeldomFound

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Re: Splittermond vs. Pathfinder
« Antwort #12 am: 12.01.2018 | 19:59 »
Beide Systeme fangen mit relativ einfachen Grundprinzipien an (2W10-Würfe vs. 1W20-Wurf, seperate Würfe für den Schaden).

Bei Splittermond kann man sich relativ einfach einen Charakter zusammenbauen, der in zwei, drei Schwerpunkten ganz gut ist, aber noch immer flexibel bleibt.

Bei Pathfinder wird die jeweilige Expertise vorgegeben und es ist außerdem alles auf Kampf ausgerichtet.


Ich würde aber Pathfinder als komplexer bezeichnen als Splittermond, vergleichen wir zum Beispiel die Feats von Pathfinder mit den Meisterschaften in Splittermond:

Splittermond hat (laut Splitterwiki) 568 Meisterschaften. Das ist viel, aber bei Pathfinder hingegen... http://www.d20pfsrd.com/feats/

Ich glaube, da sind es mindestens noch viermal so viel und viele sind in ihrer Wirkung relativ eingeschränkt.

Offline Clagor

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Re: Splittermond vs. Pathfinder
« Antwort #13 am: 12.02.2018 | 07:09 »
Hallo,

ich haben Pathfinder schon einen Weile gespielt und es wurde dann von meinen Spielern abgewählt, der Grund war es zwingend dich zum Powergaming. Nun spielen wir seit 2014 Splittermond und meinen Gruppen (gesamt drei sind  alle Figuren sind Heldengrad 3) sind immer noch sehr motiviert. Gesamt ist für uns Splittermond das besser System, weil alles gleich behandelt wird. Man ist also nicht gezwungen den Super Kämpfer zu bauen.
LG
Clagor 

Offline Aendymion

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Re: Splittermond vs. Pathfinder
« Antwort #14 am: 12.02.2018 | 09:23 »
Für mich sind die Würfelmechanismen für Proben doch sehr unterschiedlich kompliziert:

Der W20-Wurf bei Pathfinder wird gegen einen Zielwert gewürfelt, er gelingt oder eben nicht bei Erreichen dieses Wertes.

Bei SpliMo läuft es erst ähnlich (2W10 gegen Zielwert), die Erfolgsgrade machen aber ne ziemliche Rechnerei und Ausdifferenzierung notwendig, was zu interessanteren Ausgängen einer Probe führen kann, die Abhandlung aber deutlich komplizierter.

Beide Systeme setzen bei Proben auf Modifikatoren, die verrechnet werden müssen, ebenso wie auf sehr oft wechselnde Zielwerte je nach Tätigkeit bzw Handlung. Es gibt Orientierungswerte, aber letztlich muss man gerade am anfang viel Nachschlagen oder auf SL-Schirme / Cheat-Sheets vertrauen.

Mit persönlich gefällt dieser Aspekt bei PF besser, da weniger Rechnerei pro Wurf notwendig ist. Ich sehe aber den Vorteil der Erfolgsgrade ;)
« Letzte Änderung: 12.02.2018 | 09:26 von Aendymion »

Offline Hotzenplot

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Re: Splittermond vs. Pathfinder
« Antwort #15 am: 12.02.2018 | 10:06 »
@ Feuersänger:

Ich habe gerade nochmal im Monster Manual nachgelesen und war tatsächlich [...]

Wenn Feuersänger dir was zu D&D sagt, brauchst du nicht nachzugucken. Eher ändert sich plötzlich was in deinem Buch, als das er Unrecht haben könnte.  ~;D

@Topic:
Kenne beide Systeme bisher leider nur ein bisschen (bei Splittermond ist es aber zumindest sehr wahrscheinlich, dass ich es öfter spiele). Ich bin noch gar nicht auf die Idee gekommen, beides zu vergleichen, weil ich beide Spiele für zu unterschiedlich halte. Das liegt aber vor allem daran, dass ich glaube einen Unterschied zu erkennen, was die Spiele wollen. Pathfinder wirkt für mich wie ein tolles Spiel für Combat Fanboys (zu denen ich mich zum Teil auch zugehörig fühle), als Splittermond-Spieler hingegen nutzt man zwar die Battlemap, aber doch hauptsächlich deshalb, weil das Ding wegen der Tickleiste doch sowieso schon da liegt. Es fühlt sich also weniger kampflastig an, was man m. E. auch schon ganz gut bei den Charakteren sieht. Man könnte spaßeshalber ja mal die vorgefertigten Charaktere beider Systeme vergleichen.
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Mein größenwahnsinniges Projekt - Eine DSA-Großkampagne mit einem Haufen alter Abenteuer bis zur Borbaradkampagne:
http://www.tanelorn.net/index.php?topic=91369.msg1896523#msg1896523

Ich habe die G7 in 10 Stunden geleitet! Ich habe Zeugen dafür!

Offline Feuersänger

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Re: Splittermond vs. Pathfinder
« Antwort #16 am: 12.02.2018 | 10:56 »
Manchmal ändert sich auch spontan was in meinem Buch und ist auf einmal anders als die letzten 10 Jahre. Fehler in der Matrix... ;)
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Offline Luxferre

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Re: Splittermond vs. Pathfinder
« Antwort #17 am: 13.02.2018 | 07:20 »
Manchmal ändert sich auch spontan was in meinem Buch und ist auf einmal anders als die letzten 10 Jahre. Fehler in der Matrix... ;)

Pathfinder ist halt immer noch nicht D&D 3.5  >;D
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