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Autor Thema: [Splittermond] Splittermond auf dem Splittermond...  (Gelesen 1414 mal)

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Offline Waldviech

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Re: [Splittermond] Splittermond auf dem Splittermond...
« Antwort #25 am: 9.02.2018 | 09:54 »
Definitiv brauchen wir Lorakisanbeter! Was sich echt anbietet, ist wie auch schon anklang,  eine Kultrichtung , die Lorakis als mystischen "Garten Eden" sieht, und mit schräg-bizarren Ritualen dort hin zurückkehren will. Ich würde mal denken, die meisten Menschen, Alben, Zwerge, Varge und Gnome werden aus ihren Überlieferungen wissen, dass sie erst von den Drachlingen auf den Mond gebracht wurden und dass ihre Urheimat Lorakis ist. (Bei Gnomen könnte das übrigens zu witzigen Missverständnissen führen....) Da wäre diese Richtung naheliegend. Hier im Übrigen das, was ich gestern noch ins Splimoforum gepackt hatte:
Boah, da guckt man mal kurz weg.... ;D
Die in der zwischenzeit aufgekommenen Ideen find ich auch ziemlich adaptierenswert. Die vorgeschlagenen Kulte haben definitiv was. Fiese Kulte sind schließlich das Salz in der Suppe von Fantasywelten. Oder eines der Salze.  8) Der Sonnenkult ist geradezu ein Muss und auch den Opferkult find ich nicht übel - wobei ich die ganze Opferthematik eher einer völlig irren Splittergruppe der Kirche zuschanzen würde, statt gleich der gesamten Kirche.

Und um mal etwas zu spezifizieren, wie ich mir die Kirche des Weinenden Bewahrers vorstelle:
Im Großen und Ganzen erfüllt die ein Konzept, dass es auf Lorakis (intendiert) nicht gibt: Die einer königreichsübergreifenden, umfassenden "Weltreligion", vermischt mit dem Konzept eines "Bösen Imperiums" (das allerdings eher so funktioniert, wie das Reich von Imperator Ming als das von Imperator Palpatine ;) ). Die Kirche des Weinenden Bewahrers ist so ziemlich das, was dabei herauskäme, wenn die Borgia-Päpste, unterstützt von der spanischen Inquisition Torquemadas irgendwie an eigene Streitkräfte in erheblichem Umfang kämen. Glendrys hat mit den ehemals unsterblichen Prätorianern und seiner riesigen, "Heiligen Armada" ohnehin schon eine militärische Macht, die sich gewaschen hat. Diese Macht nutzt Glendrys massiv dazu, seinen Einfluss auf die umliegenden Reiche auszuüben. Fast überall sind, um zentrale Kathedralen herum, Truppen stationiert, die je nach Königreich fast den Charakter von Besatzungstruppen haben. Die meisten Könige und Senatoren beugen daher zumindest vordergründig die Knie vor dem "Obersten Tormeister", dem "lunaren Papst". Die kirchlichen Legaten sind daher auch oft eher "imperiale Statthalter" denn Priester und wichtige Persönlichkeiten, deren Interessen die jeweiligen Staatsoberhäupter zu respektieren haben. Die Kirche nutzt ihre Machtposition geziehlt dazu, Ressourcen aus den Königreichen nach Glendrys abzuziehen und so den eigenen Reichtum zu mehren. Zu diesen "Ressourcen" gehören im Übrigen auch Krieger und Soldaten.
Theologisch läuft die ganze Sache so, dass der Weinende Bewahrer als oberster aller Götter gilt, eben da er die Welt zusammenhält. Andere Götter existieren natürlich. Sie haben oft eine ähnliche Rolle, wie sie im Katholizismus Heilige haben und werden als "Sub-Divinitäten" bezeichnet. In der Praxis bedeutet dies, dass man, sofern man dem Weinenden Bewahrer huldigt und, das ist der Kirche noch wichtiger, brav seine Steuern zahlt, ruhig seine lokalen Götter verehren. Nur eines darf man nie und nimmer: Man darf niemals, never ever eine organisierte Priesterschaft für diese lokalen Götter gründen. Die Kirche duldet keinen anderen Klerus neben sich.
Was auch noch ziemlich wichtig ist: Der Weinende Bewahrer ist kein böser Gott. Ganz im Gegenteil ist er eine Gottheit, die für Liebe, Güte und Gerechtigkeit steht. Problem ist: da er den Planeten zusammenhalten muss, reicht seine Macht kaum noch für etwas anderes. Und seine selbstsüchtigen Priester sind machtgierig, korrupt und eigentlich auch nicht mehr übermäßig fromm. Rebellion richtet sich daher oft eher gegen die Priester als gegen den Weinenden Bewahrer.

Und zum Chaosbegriff auf dem Splittermond:
Chaos funktioniert hier nicht wie bei Warhammer, wo es eine Art pervertierende Macht darstellt. Chaos auf dem Splittermond ist...chaotisch. Der ewige Chaossturm unter den schwebenden Inseln hat kein festes Muster, keine Strömungen, die man studieren und verstehen könnte. Es gibt nur unberechenbare Blitze, Geröllstürme und gewaltige Eruptionen, die ohne festes Muster ausbrechen. Die Kreaturen des Chaos, die immer mal versuchen die Oberfläche zu verwüsten, sind in der Masse tierhaft. Man kann sie grob in Kategorien, wie etwa die Mondgesichter, einteilen, aber im Grunde gleicht keine Kreatur des Chaos der anderen. Das einzige, was sie alle eint, ist ihre absolute Feindschaft allem anderen Leben gegenüber. Alles, was sie wollen, ist Fressen und sich vermehren. Sie folgen keinem erkennbaren Muster, keinem erkennbaren Plan einer höheren Intelligenz oder Ähnlichem. Selbst wenn eine einzelne Chaoskreatur intelligent sein sollte, was durchaus vorkommen könnte, dann folgt sie keinem großen Plan, sondern reagiert stets von jetzt auf gleich.
Unter Gelehrten gibt es zu den Chaoswesen drei verschiedene Denkschulen:
- Chaoskreaturen sind tatsächlich stets chaotisch. Das ist ihr Wesen. Punkt.
- Der Plan des Chaos ansich ist so brilliant und komplex, dass Sterbliche ihn nicht durchschauen können.
- Chaoskreaturen sind Diener der gefallenen Göttin, die im Mond eingesperrt war und durch ihren Ausbruch das Zersplittern der Welt verursacht hat. Als sie den Splittermond verlassen hat, hat sie auch ihre Diener verlassen - herzlos und finster wie sie ist, war ihr das Schicksal ihrer "Kinder" völlig egal. Nun existieren die Chaoskreaturen ohne die Führung ihrer Herrin und sind im wahrsten Sinne des Wortes planlos.
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Online SeldomFound

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Re: [Splittermond] Splittermond auf dem Splittermond...
« Antwort #26 am: 9.02.2018 | 13:18 »
Eine Frage: Ist das Chaos die Finsternis, aka, das Phänomen, dass die Verheerten Landen heimsucht?


Offline Waldviech

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Re: [Splittermond] Splittermond auf dem Splittermond...
« Antwort #27 am: 9.02.2018 | 13:28 »
Das ist ne verdammt gute Frage, über die ich mir ehrlich gesagt noch keine großartigen Gedanken gemacht habe. Was spräche dafür und was dagegen?
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Offline sindar

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Re: [Splittermond] Splittermond auf dem Splittermond...
« Antwort #28 am: 9.02.2018 | 14:01 »
Dagegen spricht, dass die Finsternis eine klare "Agenda" hat, in Ermangelung eines beseren Wortes: Die Verneinung von Leben, ja der Existenz an sich. Reines Chaos sollte keine so klare Richtung haben.

Wobei natuerlich "Leben" eine gewisse dynamische Struktur erfordert und daher mit reinem Chaos ebensowenig vereinbar ist.
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Offline Rafael

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Re: [Splittermond] Splittermond auf dem Splittermond...
« Antwort #29 am: 9.02.2018 | 14:13 »
Hmm, sind Lorakisanbeter dann sowas wie Naturkulte, die glauben, dass die Feenwelten ihre Fahrkarte nachhause sind?

Hier noch ein paar Gedanken zur Struktur der Kirche (liest sich wunderbar korrupt!) und die Rollen der Rassen darin:

Menschen: Sind in der Überzahl und haben daher die meisten Sitze. Business as usual.

Gnome: Werden oft immer noch als Feenwesen angesehen und müssen daher noch härter daran arbeiten aufzusteigen. Aus diesen Gründen gelten hochrangige Mitglieder dieser Rasse als besonders harte Hunde.

Varge: Gelten als verfluchte Werbestien und daher ist es ihnen verwehrt als Priester aufzusteigen. Neben den Zwergen stellen sie aber die besten Kämpfer der Kirche und sind auch ihre treusten Anhänger. Ein unsterblicher Prätorianer zu werden ist die höchste Ehre, die ein Varg sich vorstellen kann.

Alben: Galten lange Zeit als die dritte Partei, mit der sich die Menschen oder Zwerge verbündeten, aber jetzt sehen sie ihre Chance gekommen und versuchen jetzt aggressiv ihren heidnischen Cousins in den Wäldern zu konvertieren und dort ihre eigenen Kolonien zu errichten. Davor galten sie als klösterliche Archivare, die einen Großteil des Wissens horteten und gegen den passenden Preis herausrückten. Jetzt ist natürlich die Zeit gekommen, um das Wissen für sich selbst einzusetzen.

Zwerge:  Neben den Menschen waren die Zwerge die zahlenmäßig größte Fraktion und sahen sich als Hüter der vier Siegel im Mond als das auserwählte Volk des weinenden Bewahrers. Religion und Staat waren nicht getrennt im Zwergenvolk, sodass also die Hohepriester auch gleichzeitig die Herren ihrer Reiche, den Clans, waren.  Dadurch konnten sie ihren Vertretern in der Hauptstadt natürlich mit der einen oder anderen Spende aushelfen und sicherten so die Bezahlungen hauptberuflicher Intriganten während der Wahl des Obersten Tormeisters.

Es gab fünf große Clans, die alle ein Söldnerheer stellten, das im Dienste ihres Hohepriesters und damit auch der Kirche stand. Die Clans wurden jeweils nach großen Monstern getauft, die deren Gründer erschlugen. Den mächtigsten Clan wurde der Titel "Diamant" verliehen, der neben den Prätorianern als Arm der Kirche in den Krieg zog und für die Priester ein Drittel aller Einnahmen einzog, sodass der Klerus selbst dann an einem Krieg verdiente, wenn zwei Söldnerheere verschiedener Clans in einem verbündeten Land stritten. Die Söldner sehen sich als Handwerker des Krieges, die eine notwendige Arbeit für den weinenden Bewahrer erfüllen und diesen Job natürlich gut zu erfüllen versuchten. Der größte Teil der Zwerge lebte im Inneren des Mondes und nach dem Splittern, gilt also der größte Teil der Bevölkerung als Tod oder zumindest verschollen. Das hatte natürlich auch Folgen für die Söldnerheere.

Die (Platzhalter-)Namen der Clans sind:

Clan Werwolf: Galten als die besten und ehrenhaftesten Kämpfer und als Gegengewicht zur Korruption der restlichen Clans. Vor dem Splittern hatten sie den Ehrentitel Diamant. Ihr Söldnerheer befand sich zur Zeit des Splitterns auf einem Kreuzzug und legte den Titel ab, um eine Expedition in die Tiefen des Mondes zu starten, damit sie so viele Zwerge retten können wie nur möglich. Da immer wieder Flüchtlinge aus den Tiefen auftauchen, scheinen zumindest einige von ihnen am Leben zu sein.

Clan Drachling: Stellten das größte Söldnerheer und waren lange Zeit Diamant, aber interne Streitigkeiten und  Korruption schwächten ihn. Jetzt nachdem Clan Werwolf so gut wie aufgelöst ist, könnten sie ihren alten Titel zurückgewinnen, aber nach dem Tod ihres Kommandanten, hat sich das Söldnerheer in zwei Lager gespalten, die vielleicht bald aufeinander losgehen werden. Gerüchten zufolge, sorgen Drachlinge und die Hasengeister dafür, dass die Konflikte immer schlimmer werden.

Clan (Mondstein)Drache: Das Söldnerheer dieses Clans fühlte sich nach dem Splittern von der Kirche verlassen und hat sich in die Dienste der Königin Thir-Nygachs gestellt. Die Kirche hat den Clan dafür exorziert, weswegen die wenigen Überlebenden sich in die Dienste von Clan Troll stellten, in der Hoffnung, dass ihre Kinder vollständig integriert werden.

Clan Riese: Ihr Söldnerheer wurde schon vor der Katastrophe vernichtet, als dessen Kommandantin den Hof der Naturgeister verärgerte. Ihre Leichen und Waffen befinden sich immer noch am selben Ort, eingeschlossen in einem heftigen Sturm, ihre Geister leidend an diesem Platz gebunden.

Clan Troll: Der jüngste Clan, der nur gegründet wurde, um die an der Oberfläche lebenden Zwerge zumindest nominell unter einer Herrschaft zu vereinen. Früher der kleinste der Clans, besitzen sie als einziger Clan noch eine funktionierende Ökonomie und eine stabile Bevölkerung, was ihnen auch den Titel des Diamant einbrachte. Ihr Hohepriester  versucht die neu gewonnene Macht weise einzusetzen und es wird gemunkelt, dass dieser Clan versucht mit der jahrhundertealten Korruption in der Kirche aufzuräumen und sich für eine vermehrte Einsetzung von gnomischen und vargischen Priestern einsetzt. Damit machen sie sich jetzt keine Freunde in den oberen Rängen

Offline Rafael

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Re: [Splittermond] Splittermond auf dem Splittermond...
« Antwort #30 am: 9.02.2018 | 21:06 »
Mir sind ein paar Ideen zu den unsterblichen Prätorianern gekommen und wie man sie vielleicht mit dem Opferkult verbinden kann:

- Die Unsterblichkeit zeigt sich bei ihnen dadurch, dass sie nicht mehr altern und zu ihren Hochzeiten schneller und stärker als der durchschnittliche Mondler waren, immun auf Toxine jeder Art reagierten und Wunden und sogar abgeschlagene Körperteile rasend schnell regenerierten (weswegen manche dieser abgeschlagenen Extremitäten als heilige Reliquien eingegossen und für teuer Geld unter der Hand verkauft wurden). Theoretisch waren sie auch damals sterblich, aber ihre Kräfte machten es extrem schwer sie zu töten.

Ihre Fähigkeiten haben seit dem Splittern stark abgebaut. Zwar sind sie immer noch zäher und regenerieren vergleichsweise schnell, aber um einen Arm zu heilen, müssen sie ihn wieder annähen und können ihn nicht mehr nachwachsen lassen. Am schlimmsten ist für die ältesten Mitglieder jedoch, dass sie ihre ersten grauen Haare entdecken und ein Gefühl, dass man am besten als Entzugserscheinungen beschreiben kann, denn ihre Unsterblichkeit kam vom Weinenden Bewahrer, der sie im Kreis der Garde aufnehmen musste und der sie an sich band.

- Die Nähe zu ihrem Gott sorgte vielleicht auch dafür, dass die Prätorianer niemals korrupt wurden und einen Obersten Tormeister nur dann erschlugen, wenn sie glaubten, dass seine Ränke der Kirche schadeten. Das bedeutete allerdings auch, dass sie in der Wahl ihrer Mittel nicht zimperlich sind, solange sie GLAUBEN, dass ihr Tun ihrem Gott dient. Trotzdem käme es ihnen nie in den Sinn die Kirche zu stürzen oder die Ketzer aus Thir-Nygachs zu unterstützen, da die weltliche Ordnung vielleicht fehlerbehaftet ist, aber von ihrem Gott als die wahre und gerechte angesehen wird (sonst hätte er sie längst zerstört). Dummerweise ist man sich in den Reihen der Prätorianer auch nicht darüber einig, ob die angestrebten Reformen des Troll Clans eine gute Idee sind oder ob sie nicht auch an Ketzerei grenzen.

- Obwohl sie gegen die oberen Stände mit aller Härte und intrigant vorgehen, zeigen sie den Armen und Bedürftigen eine erstaunliche Milde, die erneut vielleicht auf den weinenden Bewahrer zurückzuführen ist. Die Prätorianer betreiben die größten Armenhäuser und werden dafür vom Volk geliebt. Ein schöner Nebeneffekt ist, dass sie dadurch auch treue Rekruten für das Heer und später für die Prätorianer rekrutieren.

- Ein weiterer Tick der Prätorianer ist, dass sie nie Außenstehende anheuern werden. Muss ein Meuchelmord ausgeführt werden, wird ein Gardist erwählt oder zumindest der Angehörige einer Familie von Leuten, die den Elitesoldaten schon seit langem dient. Sie sind schließlich die würdigsten Diener des Bewahrers, wenn man also etwas erledigt haben will, muss man es selbst tun!

- Albische und zwergische Prätorianer gelten als geduldiger und besonnender, da sie oft hundert Jahre im Dienste der Kirche verbrachten und sich ihren Rang als Prätorianer als studierte Strategen oder als Kommandanten gefährlicher Garnisonen bewiesen haben. Da Menschen und Varge kurzlebiger sind, haben sie sich ihren Rang meistens durch besonders waghalsige Heldentaten erworben. Und jeder blickt mit Ehrfurcht auf die wenigen gnomischen Prätorianer, da niemand sich vorstellen kann, wie sie es in die Ränge der größten Elite geschafft haben.

- Derzeit versuchen die Prätorianer so viele Reliquien wie möglich in ihre Hände zu bekommen, vor allem solche mit großer magischer Macht. Zyniker denken, dass sie damit versuchen ihre Lebenszeit künstlich zu verlängern. In Wirklichkeit planen die Anführer der Prätorianer sich und den größten Teil ihrer Soldaten zu opfern, um so den göttlichen Funken zum weinenden Bewahrer zurückzuführen. Dafür bräuchten sie aber das passende Ritual, weswegen sie auch nach den verbotenen Schriften der Drachlinge forschen. Eine kleine Gruppe ausgewählter Spezialisten versucht auch der Mondkriegerinnen habhaft zu werden, denn je mehr göttliche Essenz umso besser. Zu dumm, dass die Wirtskörper der mächtigen Geister so schnell verfallen ...

Offline Waldviech

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Re: [Splittermond] Splittermond auf dem Splittermond...
« Antwort #31 am: 13.02.2018 | 22:50 »
Joah, im Splittermondforum ist schon so einiges dazugekommen zu diesem Thema. Das würde etwas viel der Kopiererei, daher stelle ich hier erstmal zufürderst die gebastelten "Kurz-Infokästen" zu ein paar der Königreiche:

Brygonesse






Wappen: Zweiköpfiger Schwan über blauer Mondsichel auf goldenem Hintergrund
Herrschaftsform: Feudalmonarchie
Oberhaupt: Königin Aloyse Pieronne VII
Hauptstadt: Lesquindeaux
Regierungssitz: Schloss Lesquin-mit-den-sieben-Türmen
Gründung: 439 LZ Ausrufung des Königreichs nach den Einigungskreuzzügen durch Königin Allyssenne der Glaswölfin
Einwohner: 3.500.000 (55% Menschen, 25% Alben, 15% Zwerge, 5% Andere)
Sprachen: Neoselenisch
Religion: Kirche des Weinenden Bewahrers, Lokales Pantheon um die Dame der grünen Hügel
Handel: Wein, Obst, Getreide und Gemüse. Zucht von Rindern, Schafen und Emeaux. Export von Milchkristall aus den großen Steinbrüchen bei Leroixanne.
Verkehr: Flussschiffahrt auf Renerion und Dugeness, Emeaux-Karawanen über ein Netzwerk von königlichen Reichsstraßen, Flugschiffverbindungen nach Zindarro in Maldradorre und nach Glendrys-Metron in Glendrys
Landschaft: fruchtbares Hügelland mit reichhaltiger Landwirtschaft im Norden, lunare Laub- und Pilzwälder wie den Königsforst, den Kuppenwald und den Violetten Wald im Zentrum des Landes, zunehmend trockenes Grasland nach Süden hin, in Osten und Westen eingefasst von zwei Chaosschluchten, die die Reichsgrenzen bilden, der  „Große Grenzriss“ im Westen, der Tausend-Brücken-Riss im Osten.
Klima: reichsweit mildes, regenreiches Frühjahr, heiße Sommer, im Herbst häufig unberechenbare Stürme aus den Chaosschluchten, milde, aber meist schneereiche Winter.
Fauna: Vielfältige Nutztiere in den besiedelten Gebieten, Silberhirsche und zahlreiche Raubkatzen in den Wäldern, wilde Emeaux- und Schuppenbüffel-Herden im Grasland des Südens. Viele, edle Vögel, insbesondere die reitbaren Drachenfalken. Als Gefahren diverse Walddrachenarten, immer wieder auch Chaoskreaturen aus den Chaosschluchten

Maldradorre







Wappen: Geteilte Krone auf weinrotem Grund
Herrschaftsform: Demokratische Republik
Oberhaupt: Der Transzendente Senat, repräsentiert für die Lebenden von Nekromantensprecher Charmides Sentramo
Hauptstadt: Quandranorre
Regierungssitz: Graue Senatskuppel in der großen Nekropole von Quandranorre
Gründung: Offiziell im Jahre 3 LZ. Als Untergrundorganisation wahrscheinlich weit früher
Einwohner: 1.300.000 Lebende (80% Menschen, 20% zu gleichen Teilen andere) Unbestimmte Anzahl körperloser Untoter in Kristallkugeln
Sprachen: Neoselenisch unter Lebenden, Telepathie und Lingua Draconis unter Untoten
Religion: Kirche des Weinenden Bewahrers, Götter der Schweigenden Triade
Handel: Exportiert Antiquitäten, Philosophie & Poesie, Geheimnisse, Schwarzwein und Edelsteine, Importiert jede Art von Nahrungsmittel.
Verkehr: Zwischen den einzelnen Städten, bzw. bewohnten Stadtgebieten fast ausschließlich per Luftschiff, Luftschiffverbindungen in alle Teile des bekannten Splittermondes vom Lufthafen Zindarro aus.
Landschaft: Gigantische, urbane Ruinenfelder an der gesamten Westküste (geschätzt Platz für 70 Millionen Bewohner vor dem Mondfall!), karger schwarzer Gebirgskamm der Ishterre-Berge mit wenigen fruchtbaren Tälern im Zentrum des Landes, öde Geröll und Sandwüsten an der Ostküste. Minderwertige landwirtschaftliche Nutzflächen und bewaldetes Hügelland im Süden an der Grenze zu Durundurque und Klippland.
Klima: Regen- und Hagelstürme im Frühjahr, heiße und ungemein trockene Sommer, extreme Stürme im Herbst, sehr trockene und bitter kalte Winter.
Fauna: etliche Arten großer Raubechsen (fliegend und kriechend) in den öden Gebirgen, eine geradezu unheimlich große Menge verschiedenster Spinnenarten. In den unbewohnten urbanen Ruinen diverse „seelenlose“ Untote, magische Monstrositäten und Chaoskreaturen.

Durundurque





Wappen: Grüner Drache auf schwarzem Grund, umgeben von fünf goldenen Schwertern
Herrschaftsform: Feudalmonarchie, „dominiert“ durch 20 Adelshäuser
Oberhaupt: Königlicher Thron derzeit vakant, Truchsess Alfondis aus dem Hause Doromor (spiel- und drogensüchtig), Prälat Flavius Sennepha der Zwiegeschlechtliche (albischer Hermaphrodit, hinterlistig und ambitioniert)
Hauptstadt: Brandurques
Regierungssitz: Weltlich: Königliche Festung Sarvamoq, Kirchlich (und faktisch) Burg-Kathedrale des St.Heracus vom Blutenden Auge in der Hafenstadt Nauelle
Gründung: 254 LZ, durch den legendären „Schwur der 20“, nach der ersten großen Chaosbrut-Invasion
Einwohner:  5.700.000 (letztes Jahr, vor dem Ausbruch des „Gelbgrauen Todes“ noch 5.900.000). (50% Menschen, 25% Zwerge, 15% Zwerge, 10% Varge)
Sprachen: Neoselenisch, Lingua Draconis als Verwaltungssprache
Religion: Kirche des Weinenden Bewahrers, offiziell keine andere Religion, inoffiziell zahlreiche illegale Kulte übler Ausrichtung
Handel: Weizen Reis und Gemüse aus den zentralen Grafschaften, Pferde-, Emeaux- und Flugechsenzucht in den kargen Hügeln des Westens. Zahlreiche Eisen- und Kupferminen. Rauschgifte. Attentäter, Verbrechen.
Verkehr: Zahlreiche königliche Reichsstraßen. Flussschiffsverkehr auf den sieben Flüssen der zentralen Grafschaften. Luftschiff-Verbindungen in alle umliegenden Königreiche. Verkehr aller Art ist zur Zeit wegen des Gelbgrauen Todes, des irrwitzig schlechten Straßenzustandes und sich gegenseitig massiv behindernder Adelshäuser generell nur sehr eingeschränkt möglich. Die südöstlichen Grafschaften sind als Zentren der Seuche komplett abgesperrt und Klippland hat vorsichtshalber die Grenze dicht gemacht.
Landschaft: Trocken-wüstenartige Kette der Aschetränenhügel im Westen an der Küste zur Chaosschlucht „Totenreft“ mit Verbannteninsel Querenotte, flache und gut bewirtschaftbare Tiefebene des Siebenflusslandes im Zentrum des Landes mit zahlreichen kleinen Dörfern, Burgen und Städten, dichte Regenwälder, Pilzhaine und Sümpfe an der Ostküste zur Chaosschlucht „Wolkenreft“.
Klima: Durchgängig trockenes Klima im Westen, feuchtes Klima mit verregnetem Frühling, heißem, nassem Sommer, stürmischem Herbst und klirrend kalten Wintern im Osten.
Fauna: Raubechsen und Sandschlangen im Westen, zahlreiche Nutztiere im Zentrum, jagbares Wild, Raublibellen, Sumpfquallen und Walddrachenarten in Regenwald und Sumpf im Osten

Ysseroi



Wappen: Grüner Baum der Beständigkeit, Wolf zur Rechten, Kröte zur linken, auf weißem Grund.
Herrschaftsform: Feudalmonarchie
Oberhaupt: Weltlich: Königin Gwendolynne aus dem Haus Randholm. Kirchlich: Prälat Herenio Del’ Giarrda
Regierungssitz: Weltlich kein fester, da Reisekönigtum (derzeit Burg Caramun am Goldwassersee), Kirchlich: Festungskathedrale St. Estrephia vom Gnädigen Pfeil in der Stadt Randholm
Gründung: Als Großherzogtum Ysseroi 504 LZ nach kirchlicher Missionierung. Als Vereinigtes Königreich Ysseroi 650 LZ nach dem Friedefest auf Burg Himmelsklinge auf den Schwertzinnen.
Einwohner: Etwas über 1.000.000 (50% Menschen, 15% Alben, 10% Gnome, 5% Varge, 20 % Quoaq, hauptsächlich in den Nordbaronien)
Sprachen: Neoselenisch, Quoaqriq
Religion: Kirche des Weinenden Bewahrers. Lokales Pantheon um den Erdkönig Murras und seine Töchter / Süden. Ahnen- und Sumpfgeisterglaube im Norden.
Handel: Weizen, Reis, Bier und Bauholz. Magisches Wissen über Erdelementarismus
Verkehr: Luftschiffverbindungen nach Uldrenne, in die Wolkenföderation und zum Ablaufenden Meer. Intern kleine, schlecht ausgebaute Reichsstraßen & Seenplatten erfordern oft Reisen per Boot oder Reitvogel.
Landschaft: Im Süden und im Zentrum sanfte Hügellandschaften mit vielen Seen und Wäldern. Stark bewirtschaftet. Nach Norden hin beginnen die zunehmend dichteren und unwegsameren Wälder des großen Krötenforstes. Im Inneren Nord-Ysserois erhebt sich das Gebirge der mächtigen Schwertzinnen. Ungefähr in der Mitte wird Ysseroi durch zwei Chaosschluchten, die zusammen als “Großer Landbruch” bezeichnet werden, eingeschnitten. Der Landbruch vergrößert sich Jahr um Jahr um mehrere Meter. Daher droht Ysseroi irgendwann komplett in zwei Teile zu brechen.
Klima: Ganzjährig mild und regenreich. Lediglich moderate Hitze im Sommer und milde Kälte im Winter. Heftige Stürme sind überraschend selten.
Fauna: Zahlreiche jagbare Wildtiere in den Wäldern, Seen voller Speisefische. Im Süden durch effektive Ritterschaft kaum gefährliche Monstren, im Norden und den Schwertzinnen hingegen viele, teils magische Raubtiere wie die Trugbildspinnen, gewaltige Drachenkröten oder majestätische Eisenadler.

Von den Qouaq:

Die Quoaq, oder “Gehörnten Krötenmänner” sind eine auf dem Splittermond einheimische, kulturschaffende Spezies. Soe leben vor allem im Osten der bekannten Mondreiche. Die Quoaq hatten sich einst, als die Drachlinge kamen, erbittert gegen deren Invasion zur Wehr gesetzt. Daher wurde ihr Volk stark dezimiert. Da die Quoaq überwiegend in “primitiven” Stammesgesellschaften leben und immer wieder Krieg gegen die ehemaligen Sklavenvölker führten, galten sie lange Zeit als Rasse von Monstren. Tatsächlich aber sind die Quoaq ein sehr umgängliches Volk, wenn man sie in Frieden lässt. Ihren Kriegern ist ritterliches Verhalten heilig. In Ysseroi führten Menschen und Alben Jahrhunderte lang Krieg gegen die im Norden lebenden Quoaq. Dieser Krieg jedoch lief nach ritterlichen Regeln ab und beide Seiten empfanden zunehmend Respekt füreinander. 650 kam es zum Friedensschluss zwischen Quoaq und Ysseroi. Die Häuptlinge der drei Quoaq-Stämme wurden zu Baronen des Reiches. Im Norden Ysserois herrscht seither Frieden und Eintracht zwischen den Völkern. Im Süden Ysserois jedoch verachtet man das “Krötengezücht” noch immer und hasst das Königshaus dafür, sie dereinst ins Reich integriert zu haben. Daher arbeiten finstere Verschwörer an der Spaltung Ysserois - und zwar wortwörtlich. Während die Erdelementaristen der Königin nach einem Weg suchen, den Landbruch zu stoppen, wollen die Verschwörer ihn massiv beschleunigen.

Die Tiefen Grafschaften



Wappen: Ehemals eine gepanzerte Hand auf rotem Grund, die eine Kugel aus Siegeleisen hält. Heute kein gemeinsames Wappen mehr.
Herrschaftsform: Feudalismus / etliche autonome Grafschaften
Regierungssitz: Ehemals die Stadt Duleaux (heute verlassen und halb über den Rand gestürzt). Heutzutage kein geringer Regierungssitz mehr.
Gründung: 875 LZ als Herzogtum Tiefland des Königreichs Brygonesse, 915 LZ Rebellion Herzog Ygrems gegen Brygonesse, anschließender Zerfall in die Tiefen Grafschaften
Einwohner: 370.00 (60% Menschen, 20% Zwerge, je 10 % Varge und Gnome)
Sprachen: Neoselenisch
Religion: Kirche des Weinenden Bewahrers, diverse häretisch Hexenkulte
Handel: Export geringer Menge Siegeleisen, landwirtschaftliche Produkte werden nur auf Subsistenzniveau erzeugt.
Verkehr: Netz sehr schlechter Straßen. Verkehr durch sich bekriegende Grafschaften und zahlreiche Monster schwierig. Nur wenige Luftschiffe, die die Grafschaften von außen anfliegen.
Landschaft: Fläche Hügelketten, sumpfige Ebenen und dichte Pilzwälder. Die gesamten Tiefen Grafschaften liegen auf einer Platte, die beim Splittern des Mondes nicht vom Festland abgebrochen, sondern fünf Meilen nach unten gesackt ist. Erreichbar über das Schuttgebirge im Südwesten. Zahlreiche mit Wasser vollgelaufene Krater, in denen man Siegeleisen finden kann.
Klima: Da die Platte sehr tief liegt, fast durchgängig bedeckt mit wenig Sonnenlicht, heimgesucht von häufigen Gewitterstürmen. Dank Nähe zum Chaos entweder drückend schwül oder feuchtkalt.
Fauna: Etliche Amphibien und Rieseninsekten in Sumpf und Pilzwald. Da sehr nah am Chaos, leider auch Brutstätte für vielerlei Chaoskreaturen.

Zum Terminus Siegeleisen: Das ist der Name  der Mond Bewohner für Mondstahl. Dieses Material kommt auf dem Splittermond zwar häufiger vor als auf Lorakis, ist aber noch immer ziemlich selten, da die richtig großen Vorkommen hauptsächlich an der Innenseite der Mondkruste zu finden sind, oder besser zu finden wären, wenn man drankäme. Siegeleisen ist vor Allem an den großen Bruchkanten abbaubar, an dene  hie und dort mal die eine oder andere besonders hoch gelegene Ader erreichbar ist.

Für das, was sonst noch so zusammengekommen ist, hier nochmal der Link zum Splimoforum:
http://forum.splittermond.de/index.php?topic=5889.0
 :d
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