Autor Thema: Svelltland  (Gelesen 1804 mal)

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Online JohnnyPeace

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Svelltland
« am: 4.03.2018 | 21:55 »
Seit Jahren (ich glaube, seit der ersten Orkland-Box) übt das Svelltland eine gewisse Fastzination auf mich aus und es ist sicher nicht der Versuch, da ein WildWest-Setting zu etablieren, der mich reizt. Grade bereite ich mich auf ein Abenteuer für unsere neue Gruppe im Svelltland vor, kriege da aber irgendwie nicht so ganz zu fassen, was diese Fastzination ist und wie ich die vielleicht in dem Abenteuer transportieren kann. Ein Teil davon macht glaube ich die Einsamkeit und Verlassenheit des Landes aus (zumindest ist mein Svelltland so geartet) und dann die Städte als Widerspruch dazwischen.

Naja, in der Summe fehlt mir etwas die Inspiration für mein Abenteuer. Hat da vielleicht einer eine zündende Idee, was den Reiz am Svelltland ausmacht?
« Letzte Änderung: 4.03.2018 | 22:32 von JohnnyPeace »
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Offline Rafael

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Re: Svelltland
« Antwort #1 am: 4.03.2018 | 22:24 »
Hmm:

- Goldgräberabenteuer (passt ja zur Wildweststimmung. Mit den Orks und den Elfen hast du ja auch genügend Ureinwohner)
- Kämpfe zwischen Störrebrandt und anderen Handelshäusern
- Kulturclash zwischen den Sveltländern und den Orks als Besatzer und Handelspartner
- Die Nähe zu anderen fremden Ländern, wie dem der Elfen, mit denen man auch Ärger haben könnte.
- Abgelegene Kulte des Namenlosen oder Dämonenanbeter, die glauben am Rande des Kontinents ungestört agieren zu können.
- Lauter Geschichten über Leute, die ihre Vergangenheit hinter sich lassen wollen, aber von Autoritätspersonen aus den dichter besidelten Gefilden
  gefunden wurden.

Offline Isegrim

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Re: Svelltland
« Antwort #2 am: 4.03.2018 | 22:57 »
Grenzland. Das ist es mE, was das Svelltland ausmacht. Daher auch die Idee, das mit Wildwest-Elementen zu verbinden.

Dass der "Western"-Wilde Westen keine fünfzig Jahre existierte, das Svelltland aber schon seit Jahrhunderten: Geschenkt. Trotzdem bildet es offensichtlich immer noch die Grenze, an der die Länder der Menschen und die Wildnis (inklusive wilden Orks etc)  aufeinanderprallen.
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Offline Hotzenplot

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Re: Svelltland
« Antwort #3 am: 5.03.2018 | 12:10 »
Es wurde ja schon vieles genannt. Inneraventurisch finde ich den Lowanger Dualismus noch ganz interessant. Im jetzigen Aventurien, nach dem Orkensturm, wäre für mich die Einfärbung einer Kampagne neben den genannten Dingen wie Grenzlang, Abgeschiedenheit, Kontakt mit "Wilden" wie Elfen oder merkwürdigen Kulten auch immer der Umgang mit den Besatzern: Revolution, Kapitulation, Korruption, solche Dinge. Gern alles etwas schmutzig und mies.  ;)
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Mein größenwahnsinniges Projekt - Eine DSA-Großkampagne mit einem Haufen alter Abenteuer bis zur Borbaradkampagne:
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Ich habe die G7 in 10 Stunden geleitet! Ich habe Zeugen dafür!

Online JohnnyPeace

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Re: Svelltland
« Antwort #4 am: 6.03.2018 | 21:39 »
Danke erstmal für den ganzen Input! :) Grenzlage und Abgeschiedenheit ist glaube ich der Teil davon, der mich daran fastziniert hat und dazwischen die Geborgenheit der Städte. Mal gucken, wie gut ich das auch transportieren kann.
Ja, Umgang mit den Besatzern wird auch spannend, da die Orks ja sowas wie die Autorität darstellen. Die Gruppe ist erstmal eine Anfängergruppe, die also Respekt vor einer Ork-Patroulie haben muss. Daraus ergeben sich, zumindest für den Anfang, ein paar schöne Konstellationen.
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Online Faras Damion

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Re: Svelltland
« Antwort #5 am: 7.03.2018 | 10:51 »
Kennst Du das Abenteuer "Orkengold"? Darin gibt es ein Teilabenteuer, das dir gefallen könnte. Es gab Meteoriten, die auf Dere gefallen sind. Um die kostbaren Steine bricht ein Art Goldrausch aus und eine neue Siedlung entsteht, die sehr an die Goldgräberstädte des Wilden Westens erinnert. Die Charaktere versuchen im Wettstreit mit anderen Gruppen ein paar der Steine in der Nähe der zu bergen, sie zu behalten oder anderen abzufuchsen. Das Abenteuer sieht auch ein Poker Boltantunier vor.
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Re: Svelltland
« Antwort #6 am: 7.03.2018 | 11:32 »
Ich mag das Svellttal auch sehr, für mich ist das ein kleines Setting im Setting. Wir haben den Svelltschen Städtebund, die Zwerge, die Orks (also ein Aufeinanderprallen von Kulturen), dann noch die Nähe bzw. Grenzbereiche zu anderen Reichen... zudem auch kein feudales System, was wiederum das Frontier-Gefühl erhöht. Und anders als im "wilden Westen" (welches ja teilweise auch in Weiden mit seinen Rinderbaronen umgesetzt ist! - mal wieder ein Fall von aventurischer Dopplung) hat man Sümpfe und Moore :).

Schau dir mal die Geschichte der Zwerge in der Gegend an, also die aus dem Thasch und auch des zwergischen Verrats in Tjolmar. Das gibt auch einiges her. Da man hier ein nahes Bergkönigreich hat plus die vielen in Städten lebenden Zwerge ergeben sich da auch viele Möglichkeiten, etwas damit zu machen, etwa ein Zwerg der das Herz seiner Geliebten für sich gewinnen will und darum auf eine gefährliche Queste auszieht (das Erschlagen eines Tatzelwurms, das Finden eines legendären Schatzes etc.) und dazu die Hilfe der Helden braucht z.B. ganz klassisch. (Wenn ein Spielerzwerg in der Runde ist, kann er selbst natürlich in diese Situation geraten.) Einfluss der Sippenfehden, das kann sich ja vielleicht auch mal bis in die Städte auswirken. Sippenfehden werden in DSA zwar im Hintergrundmaterial immer erwähnt, aber selten in Abenteuern konkret umgesetzt. Daraus können sich ja auch politische Streitigkeiten ergeben, etwa wenn alle zwergischen Schmiede in Lowangen auf einmal streiken, weil ein Zwerg aus der falschen Sippe auf Position X gewählt wurde... Oder ein Mörder, der den Mord so aussehen lassen möchte, als stecke eine Sippenfehde dahinter (und in echt ging es um...).

In einem Oneshot waren wir kürzlich in einem abgelegenen Dorf, in dem ein Baby durch einen Frischling ersetzt worden war (Auftraggeber war IIRC eine Tsageweihte in Lowangen, die davon hörte und jemanden brauchte, der sich darum kümmert). Es stellte sich heraus, dass ein Kobold dahinter steckte. Damit der Kobold das Baby wieder rausrückte, mussten wir dem Dorf Streiche spielen. Es war ein großer Spaß, sich Streiche zu überlegen! (Ich hatte mir z.B. überlegt, den Donnerbalken nachts anzusägen, so dass der erste der ihn benutzt in die Scheißegrube fällt. Tja, ich spielte eine Thorwalerin, die zu eher derben Späßen aufgelegt war ;D. Leider patzte ich bei der Probe und fiel selber rein, das zählte für den Kobold dann aber auch ;D.)

Zur Einstimmung empfiehlt es sich natürlich auch unbedingt DSA - Die Nordlandtrilogie 2 - Sternenschweif zu spielen ;).
« Letzte Änderung: 7.03.2018 | 11:35 von Der Narr »
Spielt aktuell Arcane Codex, Traveller (MgT2)
Spielleitet gelegentlich MgT2
In Planung Fate Core